Community / / Boeing-Chef Dave Calhoun geht Ende 2024

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Beitrag vom 25.03.2024 - 13:47 Uhr
UserViri
User (1400 Beiträge)
Wie groß da wohl der Golden Handshake wird?
Beitrag vom 25.03.2024 - 14:01 Uhr
Userphantatill
User (27 Beiträge)
Alles andere hätte mich gewundert. Der Schritt kommt trotzdem spät. Es bleibt zu hoffen, dass es DIESMAL kein Pseudowechsel wird und jemand an die Spitze rückt, der möglichst von außen kommt und am besten auch nicht im Aufsichtsrat sitzt.
Beitrag vom 25.03.2024 - 14:17 Uhr
UserKosmopolit
User (204 Beiträge)
Da war der Druck dann wohl zu stark.
Beitrag vom 25.03.2024 - 14:40 Uhr
UserFW 190
User (2123 Beiträge)
Ob das mit Frau Pope etwas wird? Ich habe da so meine Zweifel: ( mit Google Übersetzerprogramm

"Stephanie Pope ist Chief Operating Officer der Boeing Company und verantwortlich für die Überwachung der Leistung der drei Geschäftsbereiche von Boeing – Boeing Commercial Airplanes, Boeing Defence, Space & Security und Boeing Global Services – sowie der Engineering-Funktion und der Boeing Global-Organisation des Unternehmens. Pope leitet auch Boeings Fokus auf operative Exzellenz zur Unterstützung der Lieferkette, Qualität und Fertigung."

und weiter:

"Pope war 2008 Eisenhower Fellow in Brüssel und Irland und hat einen Bachelor-Abschluss in Rechnungswesen von der Southwest Missouri State University und einen Master of Business Administration von der Lindenwood University."

Wo ist die Technik Ausbildung für ein Technologie Unternehmen? Aber warten wir mal ab bis Ende 2025, dann müsste man sehen ob die Hinwendung zur Technik gelungen ist oder ob weiterhin die beancounter den Takt vorgeben.

 https://www.boeing.com/company/bios/stephanie-pope
Beitrag vom 25.03.2024 - 15:23 Uhr
UserMHalblaub
User (777 Beiträge)
[...] Pope leitet auch Boeings Fokus auf operative Exzellenz zur Unterstützung der Lieferkette, Qualität und Fertigung."

Da wird der nicht-Bock zur Gärtnerin gemacht. Dafür muss man sich nur die Qualität der Lieferungen von Spirit ansehen.
Beitrag vom 25.03.2024 - 15:24 Uhr
UserEricM
User (5560 Beiträge)
"Wir müssen (...) mit vollständiger Transparenz auf diesen Unfall reagieren. Außerdem müssen wir auf jeder Ebene unseres Unternehmens ein umfassendes Engagement für Sicherheit und Qualität an den Tag legen."

Erinnerungen an die Statements der Geschäftsleitung nach den beiden MAX Abstürzen - nachdem der Fehler bei MCAS nicht mehr zu leugnen war - werden wach.

Immerhin werden 3 Posten neu besetzt, CEO, AR-Vorsitz und Fertigungsvorstand. Das könnte schon funktionieren.
Entscheidend wird sein, wie diese Personen dem Druck nachgeben, der unweigerlich kommen wird, wenn die Kosten dieses Engagements für Sicherheit und Qualität offensichtlich werden.
Über die nächsten 5-10 Jahre.
Beitrag vom 25.03.2024 - 15:38 Uhr
Userbuslover
Pensionär
User (201 Beiträge)
Technik Ausbildung ist nicht nötig, wichtig ist die Abläufe zu kennen und die Strukturen zu vorzugeben.

Dieser Beitrag wurde am 25.03.2024 15:39 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.03.2024 - 15:56 Uhr
UserPLANEtruth
FQTV CC-Lover Selbstzahlen
User (702 Beiträge)
Alles andere hätte mich gewundert. Der Schritt kommt trotzdem spät. Es bleibt zu hoffen, dass es DIESMAL kein Pseudowechsel wird und jemand an die Spitze rückt, der möglichst von außen kommt und am besten auch nicht im Aufsichtsrat sitzt.

STIMME ICH ZU 100% ZU.
VIEL . . . . VIEL ZU SPAET,
Beitrag vom 25.03.2024 - 16:01 Uhr
UserPLANEtruth
FQTV CC-Lover Selbstzahlen
User (702 Beiträge)
.... ob diese Wechsel reichen um wieder ein Vertrauen in einen seit vielen Jahren nicht modernen Flugzeugbauer zu bringen, waehrend die Europa Mitbewerber die Welt erobern?
Ich persoenlich denke, VIEL zu lange gewartet, geschlampt und zu korrupt agiert!
Bin mal gespannt was das FBI alles finden wird . . . und wer am Schluss haften muss? ;-)

Details aus den USA zum Austausch:
*Boeing CEO David Calhoun will step down at the end of 2024; he’ll continue working at the company until then, "to complete the critical work underway to stabilize and position the company for the future”
*Boeing Commercial Airplanes CEO Stan Deal will retire effective immediately, and will be replaced by Stephanie Pope; she has been Boeing’s Chief Operating Officer since January 2024, and prior to that, she was CEO of Boeing Global Services, offering aerospace services for commercial, government, and aviation industry customers
*Boeing Board Chair Larry Kellner (yes, the former Continental CEO) has informed the board that he does not intend to stand for re-election at the upcoming annual shareholder meeting
*Boeing’s Board has elected Steve Mollenkopf to succeed Kellner as Board Chair, and he’ll lead the effort to find a new CEO for the company
Beitrag vom 25.03.2024 - 16:46 Uhr
UserMHalblaub
User (777 Beiträge)
Technik Ausbildung ist nicht nötig, wichtig ist die Abläufe zu kennen und die Strukturen zu vorzugeben.

Genau das hat Boeing dahin geführt, wo die Firma heute steht. Die Technikausbildung ist für das warum der Abläufe wichtig. Es ist nicht entscheidend, dass am Ende der Schicht das Werkzeug komplett wieder am Platz ist. Darauf wurde im Boeing Werk in South Carlina geachtet. Dass die Arbeiter eigenes Werkzeug mitgebracht haben, war egal.
Beitrag vom 25.03.2024 - 20:09 Uhr
UserEricM
User (5560 Beiträge)
Technik Ausbildung ist nicht nötig, wichtig ist die Abläufe zu kennen und die Strukturen zu vorzugeben.

Genau das hat Boeing dahin geführt, wo die Firma heute steht.

Genau das bezweifle ich stark.
Auch ein nicht-Ingenieur versteht ja durchaus, warum es eine blöde Idee ist
- bei gefundenen Qualitätsmängeln den Melder zu bestrafen
- Druck auf eigene Mitarbeiter, die FAA Zertifizierungen vornehmen, auszuüben
- undokumentierte Aktoren in ein Flugzeug zu verbauen
- Produktionsabläufe nicht zu dokumentieren
Also ganz generell wozu QA und Prozesse da sind und was sie verhindern sollen.

Vielleicht kann ein MBA es den Shareholdern sogar besser erklären, warum sie ihr ganzes Geld verlieren werden, wenn Boeing im Interesse einer Gewinnmaximierung, die so nicht (mehr) funktioniert, weiterhin soviel Mist baut.


Dieser Beitrag wurde am 25.03.2024 20:16 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.03.2024 - 20:44 Uhr
UserFW 190
User (2123 Beiträge)
Technik Ausbildung ist nicht nötig, wichtig ist die Abläufe zu kennen und die Strukturen zu vorzugeben.

Genau das hat Boeing dahin geführt, wo die Firma heute steht.

Genau das bezweifle ich stark.
Auch ein nicht-Ingenieur versteht ja durchaus, warum es eine blöde Idee ist
- bei gefundenen Qualitätsmängeln den Melder zu bestrafen
- Druck auf eigene Mitarbeiter, die FAA Zertifizierungen vornehmen, auszuüben
- undokumentierte Aktoren in ein Flugzeug zu verbauen
- Produktionsabläufe nicht zu dokumentieren
Also ganz generell wozu QA und Prozesse da sind und was sie verhindern sollen.

Vielleicht kann ein MBA es den Shareholdern sogar besser erklären, warum sie ihr ganzes Geld verlieren werden, wenn Boeing im Interesse einer Gewinnmaximierung, die so nicht (mehr) funktioniert, weiterhin soviel Mist baut.


Nun ja, in über 4 Jahren ist es Calhoun jedenfalls nicht gelungen, das "mindset" entscheidend zu verändern. Und die Frau Pope soll das ab 2025 dann - wie schnell - drehen? Viel Zeit bleibt Boeing ja nicht mehr weil die Herausforderungen extrem hoch sind. Zerstören geht immer sehr schnell, aber eine Kehrtwende aus einer Misere geht nicht mal so eben.
Beitrag vom 25.03.2024 - 21:09 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
Auch ein nicht-Ingenieur versteht ja durchaus, warum es eine blöde Idee ist

Also ganz generell wozu QA und Prozesse da sind und was sie verhindern sollen.


Wir hatten das ja gerade kürzlich in einem anderen Thread; wie @buslover feststellte, ist eine Ingenieursausbildung nicht zwingend notwenig - wo das nur die halbe Wahrheit ist. Die andere halbe Wahrheit ist: eine Ingenieursausbildung ist de facto für eine solche Spitzenposition für ein Tech-Unternehmen, wessen Produkte allerhöhsten Sicherheits- und Qualitätsmaßstäben entsprechen müssen und daher eine Null-Fehler-Mentalität essentielle Voraussetzungen für den Unternehmenserfolg sind, sehr vorteilhaft.

Denn, um bei Ihrem Beispiel zu bleiben: die Bedeutung von QS, Qualitäts-, Entwicklungd- und Produktionsprozessen sind Kernbestandteile jeder Ingenieursausbildung, aber nicht eines Buchhalters wie Calhoun oder die neue BCA-Chefin Pope.
Und daher verstehen Buchhalter die Bedeutung von QA und Prozessen nur, wenn sie selbst verstehen, dass die davon keine Ahnung haben und sich von Fachleuten beraten lassen. Nur führt diese Beratung bei einem Flugzeugbauer in der Regel zu einer langfristigen Produktstrategie und zur Entwicklung und Produktion unabhängigen Organisationseinheiten für QA und Prozesse, die umfangreich ausgestattet sein müssen und daher ein signifikanter Kostenblock sind und ans Board berichten müssen. Alles Dinge, die der Erreichung der für Finanzer so wichtigen Kennzahlen im Wege stehen. Und sich von fachfremden Beratern von etwas überzeugen lassen, was den eigenen gelernten und (aus anderen Industrien) selbst erfahrenen Überzeugungen in der Unternehmensführung widerspricht, können nur die allerwenigsten CEOs. Und genau das haben die letzten 30 Jahre bei Boeing überdeutlich gezeigt.

Und die Wallstreet sieht das jetzt auch ähnlich, wo Executives schon die Qualifikation von Pope als neue BCA-Chefin in Frage gestellt haben: "Pope has absolutely no qualifications to hold the job of head of BCA. Pope’s another MBA finance executive without production or product development experience."

Gerade das Beispiel Boeing (und unzählige) andere belegen, das am Ende die passende Prägung und grundsätzliche Einstellungen eines CEOs, erzeugt durch seine Ausbildung und vor allem durch seine Erfahrungen, am Ende für ein Unternehmen wie Boeing entscheidend sind Die Industriegeschichte zeigt, dass die passenden Prägungen und Überzeugungen eher von Unternehmenschefs aus der entsprechenden Industrie und mit dem entsprechenden Ausbildungshintergrund kommen, als ein fach- bzw. Industriefremder.

Von daher kann ich die kritischen Kommentare von @MHalblaub und @FW 190 zu Pope, eine weitere Buchhalterin, gut nachvollziehen, zumal sie als bisherige COO bereits für QA und Prozesse Verantwortung getragen, aber jur über wenige Wochen. Trotzdem ist es nicht ausgeschlossen, dass sie Erfolg haben kann, denn mit 51 Jahren ist sie nicht sehralt und hat sich offensichtlich durch eine Reihe anderer erfolgreicher Ergebnisse für diesen Job qualifiziert.


Dieser Beitrag wurde am 26.03.2024 00:04 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.03.2024 - 22:01 Uhr
Userfbwlaie
User (4903 Beiträge)
Calhoun wird im April 2024 67 Jahre alt. Da gibt es keine Verlängerung mehr - an sich.
Ich dachte, bei Boeing gibt ab 60 keine Verlängerung bzw. keinen Einstieg als CEO.
Als COO hat man schnell ein paar Leichen im Keller, die man als CEO nicht unbedingt braucht.
Aber Pope war bis 2022 als Finanzchefin von BCA aktiv. Dann war sie weniger als zwei Jahre Chefin von Global Services und ist seit ein paar Monaten COO und hat dabei zum erstenmal alle Sparten im Blick.
Hat man schon einen geeigneten COO gefunden, falls sie aufsteigt?
War Pope auch außerhalb von Chicago aktiv?


Dieser Beitrag wurde am 25.03.2024 22:06 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.03.2024 - 23:21 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
Genau wegen Popes nur kurzer Zeit als COO sind die Ergebnisse in dieser Rolle wohl weniger entscheidend gewesen.

Zumindest die Ernennung von Steven Steve Mollenkopf zum neuen Oberaufseher macht Hoffnung. Er ist wohl erst seit 2020 vei Boeing und hat damit nur wenig Erfahrung in dieser Branche, aber er ist Ingenieur und bringt umfangreichende Kenntnisse im Bereich Manufacturing Engineering, Qualitätskontrolle und auch im Design von Test- und Validierungskonzepten aus seiner Qualcomm-Zeit mit.

Der Weggang von Calhoun, Deal und Kellner sind auch ein hoffnungsvoller Fingerzeig, aber entscheidend ist, ob ein geeigneter CEO- Nachfolger gefunden wird. Diese Nachfolgefrage wird Mollenkopf führen, oder ggf. selbst die CEO-Rolle übernehmen. Was Calhoun genau meint mit "…werde Boeing weiter durch das Jahr führen, um die Stabilisierung des Unternehmens und seine Positionierung für die Zukunft abzuschließen." wird spannend: wenn er damit die Reintegration von Spirit meint, würde er zum Schluß auf jeden Fall etwas richtig machen. Denn von diesem Schritt wird Boeing vor allem langfristig profitieren.
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