Megafusion
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Neue American Airlines schlüpft am 9. Dezember

American Airlines Boeing 767-300
American Airlines Boeing 767-300, © Ingo Lang

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NEW YORK - Am 09. Dezember wird aus der Fusion von American Airlines und US Airways in den USA der weltgrößte Airlinekonzern entstehen. Am gleichen Tag werde American Airlines die Fesseln ihres Insolvenzverfahrens endgültig ablegen, teilten die Fluggesellschaften in einer gemeinsamen Stellungnahme mit. Die im Februar verkündete Verschmelzung drohte zwischenzeitlich zu platzen - erst in diesem Monat gab auch die US Wettbewerbsaufsicht ihr OK.

Für die lange verweigerte Zustimmung der Kartellbehörde musste der künftige Konzernchef Doug Parker allerdings eine bittere Pille schlucken: American Airlines - der fortgeführte Name des neuen Luftfahrtgiganten - wird an wichtigen Drehkreuzen Start- und Landerechte an Günstigflieger abgeben, einschließlich 52 Slotpaare am Washingtoner Reagan Airport.

Ohne die Abgabe dieser Slots hätte American Airlines 69 Prozent der Starts und Landungen in der US Hauptstadt kontrolliert, argumentierten die Kartellwächter. "Diese Vereinbarung garantiert, dass Flugpassagiere auf Direkt- und Anschlussflügen im ganzen Land mehr Wettbewerb sehen werden", erklärte US-Justizminister Eric Holder.

American Airlines erwartet dennoch jährliche Einsparungen in Höhe von einer Milliarde US Dollar ab 2015 aus der Fusion. Bis 2017 sollen die gemeinsam erflogenen Erlöse kontinuierlich um 17 Prozent auf knapp 48 Milliarden US Dollar klettern.

Auch die Gewinne sollen in dieser Zeit kräftig sprudeln. Schon 2015 will American Airlines vor Steuern 4,37 Milliarden US Dollar verdienen und den Überschuss in den Folgejahren oberhalb von 4,0 Milliarden US Dollar stabilisieren. Ein Großteil der Gewinne soll in neue Flugzeuge fließen. Bis 2022 will der Konzern seine Flotte mit 517 neuen Kurz- und 90 Langstreckenmaschinen modernisieren.

Die Fusion von American Airlines und US Airways ist die vierte Elefantenhochzeit in der US Luftfahrtbranche innerhalb von fünf Jahren: 2008 verbündeten sich Delta Air Lines und Northwest Airlines zur neuen Delta. Zwei Jahre später fusionierten United und Continental Airlines. Im Jahr 2011 zogen schließlich die Günstiglieger Southwest und AirTran nach.
© aero.de | Abb.: Ingo Lang | 29.11.2013 08:52

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Beitrag vom 21.08.2014 - 13:03 Uhr
Lange Zeit war es unsicher ob die Fusion genehmigt wird. Im Juli 2013 habe ich deshalb mal einen Blick auf die Flotten der einzelenen Unternehmen geworfen. Damals hatte American 636 und US 352 Flugzeuge in Betrieb. Zusammen also 988 und beide zusammen hatten etwa 550 Flugzeugbestellungen.

Was sich seitdem getan hat ist nicht uninteressant. Beide zusammen hatten etwa 427 Flugzeuge die ich als nicht mehr aktuelle Modelle betrachte. B737-400, B757, B767, MD82/83. Das bedeutet natürlich nicht das die nicht noch eine ganze Weile gute Dienste tun können aber wenn es auf 20-30 Jahe zugeht ist ein Ende eben absehbar. Technisch OK aber zu viel Verbrauch.

Und tatsächlich hat die zusammen gelegte neue Airline seitdem bis heute 103 Flieger aus dem Verkehr gezogen. Darunter 30 B737-400, 22 B757-200, 14 B767-200 und 33 MD82/83.

Neu hinzu gekommen sind ca. 89 Flugzeuge, darunter 17 A319, 38 A321, 22 B737-8 und 6 B77-300. Speziell von der A321 bekommt American in letzter Zeit häufig neue Flugzeuge. Allein im August waren es (alle Angaben lt. Planespotters) bisher 5 und es sind noch jede Menge A319/321 offen. Aktuell hat American damit 974 Flugzeuge in Betrieb und ist damit weltweit größte Airline.

Dieser Beitrag wurde am 21.08.2014 13:06 Uhr bearbeitet.


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