737-Krise
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Southwest Airlines stellt Weiche zu Airbus

Southwest Airlines Boeing 737 MAX 8
Southwest Airlines Boeing 737 MAX 8, © Southwest Airlines

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SEATTLE - Niemand betreibt mehr 737 als Southwest Airlines - seit 1971 setzt der US-Preisbrecher ausschließlich auf das Boeing-Produkt. Die Flugsperre der 737 MAX strapaziert die jahrzehntelange Geschäftsbeziehung offenbar enorm: Southwest Airlines hat intern eine Weiche für Alternativen zur 737 gestellt.

Vorerst will Southwest Airlines trotz MAX-Krise zwar nicht von der 737 abrücken, Airlinechef Gary Kelly zeigte der Loyalität zu Seattle im April jedoch Grenzen auf: "Wir sind ein reiner 737-Betreiber, das bedeutet aber nicht, dass wir in alle Ewigkeit ein reiner 737-Betreiber bleiben werden."

Der Satz, platziert in einem Interview mit der auf Finanznachrichten spezialisierten Agentur "Bloomberg", dürfte bei Boeing für einiges Unbehagen gesorgt haben. Denn bei Southwest Airlines sind 754 Exemplare der 737 angemeldet, darunter 34 737 MAX. Und die Airline meint die Warnung ernst.

In Tarifverhandungen mit der Flugbegleitergewerkschaft hat Southwest Airlines die Tür für alternative Flugzeuge einen weiteren Spalt geöffnet. In einem vertraulichen Verhandlungspapier, aus dem die "Seattle Times" zitiert, schlägt das Management vor, "mehr Flugzeugtypen der Narrowbody-Klasse zu fliegen".

Diese "Flexibilität" würde Southwest Airlines "wettbewerbsfähiger" aufstellen und neues Wachstum ermöglichen. "Wir fliegen mehr Ziele an, die sich in Entfernung, Volumen und Saisonabhängigkeit unterscheiden", schreibt das Management. Für einige Destinationen seien andere Flugzeuge "besser geeignet" als die 737.

Southwest Airlines ließ sich A220 zeigen

Nach Informationen des in Seattle gut vernetzten Dienstes "The Air Current" hat sich Southwest Airlines bei einem europäischen Betreiber die A220 angesehen.

Die Southwest-Konkurrenten Delta Air Lines, JetBlue Airways und Moxy haben bereits Hunderte A220-100 und A220-300 für ihre Flotten bestellt. Southwest Airlines testet zudem gerade, ob längere Flugstrecken - etwa nach Hawaii - das Netzwerk sinnvoll ergänzen.

Den Sommer 2019 hatte Southwest mit 75 Boeing 737 MAX geplant - jedes zehnte Flugzeug der Flotte sollte eine MAX sein. Der Ausfall kostet Southwest Airlines derzeit 150 Flüge täglich. Ab 02. Oktober wird das Grounding eine Lücke von 180 Flügen pro Tag in den Flugplan reißen und die Airline-Bilanz mit mehreren Millionen US-Dollar zusätzlich belasten.

Einstweilen will Southwest Airlines die MAX-Krise mit einem längeren Betrieb älterer 737-700 überbrücken - bis mindestens 05. Januar hat die Airline die 737 MAX aus dem Flugplan gestrichen.
© aero.de | Abb.: Southwest Airlines | 19.08.2019 15:50

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Beitrag vom 20.08.2019 - 00:05 Uhr
Eigentlich geht die Fachwelt ehr davon aus, dass die MAX7 nicht so dolle ist und SnW die Order zur MAX8 konvertiert und gleichzeitig nach unten mit einem kleineren Modell ergänzt.
Wo haben Sie das denn aufgeschnappt?
Es ist bekannt, dass die MAX7 eine gekürzte MAX8 ist während die 737-700 noch deutlich mehr Unterschiede zur 737-800 aufweist. Mit der kurzen MAX8 hat man Entwicklungszeit gespart aber die Maschine ist dadurch schwerer geworden als notwendig. Nicht eigentlich das was Southwest einmal bestellt hatte. Die MAX7 wird nur bei Airports mit extrem kurzer Piste benötigt.
Beitrag vom 19.08.2019 - 20:42 Uhr
Eigentlich geht die Fachwelt ehr davon aus, dass die MAX7 nicht so dolle ist und SW die Order zur MAX8 konvertiert und gleichzeitig nach unten mit einem kleineren Modell ergänzt.
Dabei wird aber nicht von der A220 ausgegangen, sondern (natürlich) vom Boeing E2.
Wo haben Sie das denn aufgeschnappt?
Beitrag vom 19.08.2019 - 18:51 Uhr
Zumindest artikuliert Southwest, dass man sich wohl von Boeing nicht alles so einfach gefallen lassen will. Wie die Sache dann letztlich wirklich ausgeht, und ob ein teilweiser Wechsel zu AB tatsächlich ernsthaft erwägt wird, steht auf einem ganz anderen Papier.


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