Geparkte Flotten
Älter als 7 Tage

Der Stillstand aus der Vogelperspektive

Lockdown Series, Tom Hegen www.tomhegen.de
Lockdown Series, Tom Hegen www.tomhegen.de, © Tom Hegen, www.tomhegen.de
MÜNCHEN - Tausende geparkte Flugzeuge weltweit sind während der Coronavirus-Pandemie zum Sinnbild des Stillstands geworden. In seiner "Lockdown-Series" hat der Fotograf Tom Hegen diese außergewöhnliche Situation an vier deutschen Flughäfen festgehalten - aus der Vogelperspektive.

Weiß leuchtend in der Sonne und sauber abgestellt wie nach einem Betriebsschluss, den es bis vor kurzem nie gab: so zeigen sich Flugzeuge, Schlepper und Tankfahrzeuge auf Hegens Bildern.

Aufgenommen hat Tom Hegen sie in den vergangenen Wochen von einem Helikopter aus an den Flughäfen Frankfurt, Düsseldorf, Köln und Hamburg. Die Eindrücke, die er festgehalten hat, sieht Hegen als "Symbol für den Stillstand und die Krise."

"Für mich ist die Luftfahrt ein Sinnbild für Globalisierung. Ohne die Globalisierung hätte sich das Coronavirus nicht so rasant verbreiten können - und nun ist die Luftfahrt zugleich eine der größten Verliererinnen des Stillstandes", sagt Hegen.

Lockdown Series, Tom Hegen www.tomhegen.de (© Tom Hegen, www.tomhegen.de )
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Fotoserie: Lockdown Series, Tom Hegen www.tomhegen.de
 
Bei der "Lockdown-Series" habe es ihn gereizt, diesen Zusammenhang in Bilder zu fassen. In einigen anderen Serien befasst sich Hegen mit den Spuren, die Menschen auf dem Planeten hinterlassen.

"Coal Mine Series", "Salt Series", "Iceberg Series" - für alle hat er die Vogelperspektive gewählt und die Aufnahmen je nach Gegebenheiten vom Hubschrauber, dem Kleinflugzeug oder einem Heißluftballon aus gemacht. Manchmal greift er auf Drohnen zurück. "Mit diesem Perspektivwechsel bekommt man einen Überblick und versteht die Zusammenhänge besser", sagt Hegen.

"Die Luftfahrt ist ein Tei unseres Systems, ohne den ich meine Arbeit nicht machen könnte", sagt er. "Ein Teil, der modernisiert und hinterfragt werden sollte. Sind zum Beispiel Inlandsflüge tatsächlich nötig?"

Die "Lockdown-Series" ist unter Zeitdruck entstanden. Hegen versucht, auch in München und Berlin noch Aufnahmen zu machen, ehe der Stillstand wieder der Betriebsamkeit weicht.
© aero.de (boa) | Abb.: Tom Hegen, www.tomhegen.de | 24.05.2020 07:34

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Beitrag vom 25.05.2020 - 14:59 Uhr
Ein Hubschrauber braucht auch eine Genehmigung, wo ist da der Unterschied?
Beitrag vom 24.05.2020 - 19:52 Uhr
Ob die DFS es zulässt, dass du mit ner Drohne über FRA fliegst? Ich glaube nicht...
Beitrag vom 24.05.2020 - 16:36 Uhr
Sehr gute Idee, aber das geht doch viel umweltschonender (und billiger) mit einer Drohne?

So hoch sind die Bilder auch nicht aufgenommen.


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