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Lufthansa zieht A380 aus Frankfurt ab

Lufthansa Airbus A380
Lufthansa Airbus A380, © Lufthansa

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FRANKFURT - Neustart nur in München: Lufthansa zieht den Airbus A380 komplett vom Drehkreuz Frankfurt ab. Eine Verteilung auf zwei Standorte ist aus Lufthansa-Sicht "logistisch und wirtschaftlich" nicht länger zu rechtfertigen - die Krise schlägt mit voller Wucht auf die großen Vierstrahler durch.

Nach den letzten Rückholflügen hat Lufthansa eine Zwangspause für ihre 14 A380 verhängt, die meisten parken derzeit eingemottet im spanischen Teruel. Wie aero.de am Mittwoch zunächst aus Unternehmenskreisen erfuhr, plant Lufthansa nur eine Teilreaktivierung der Flotte mit sieben Flugzeugen am Hub München.

"Nach Abwägung verschiedenster Kriterien und vor dem Hintergrund, Lufthansa langfristig wettbewerbsfähig aufzustellen, hat das Unternehmen entschieden, dass die A380 zukünftig nur noch aus München eingesetzt werden soll", bestätigte ein Lufthansa-Sprecher die Pläne gegenüber aero.de.

"Die Münchner A380 bleiben weiterhin geparkt, die Option zur Reaktivierung wird für München noch aufrecht erhalten", erläuterte der Sprecher.

Ein Betrieb der A380 an beiden Standorten sei "logistisch und wirtschaftlich zukünftig nicht mehr zu verantworten", nachdem die Pandemie "unmittelbare und längerfristige neue Tatsachen" geschaffen habe.

Lufthansa weist zudem auf eine deutlich eingetrübte Nachfrageerwartung hin: "Nach derzeitigem Planungsstand werden 2023 insgesamt 100 Flugzeuge im Konzern dauerhaft stillgelegt, was sich insbesondere auf die Zukunft unserer A380 durchschlägt."

Der Konzern hatte vor der Krise einen Rückbau der Teilflotte auf acht Flugzeuge in die Wege geleitet - Airbus will 2022 und 2023 sechs Lufthansa-A380 in Zahlung nehmen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr geht davon, dass Lufthansa nächstes Jahr noch 300 Flugzeuge weniger nutzen wird als vor der Krise.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 20.05.2020 15:41

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Beitrag vom 22.05.2020 - 13:03 Uhr
Außerdem wäre eine A380/ A350 Flotte auch den Vorteil, dass nicht einen zu großen Aufwand bei den Schulungen bedeutet.
Wo genau gibt es denn Gemeinsamkeiten zwischen A350/380?
Größere Wartungen bei den A380 kann man immer noch (so wie auch jetzt schon) in FRA machen.
Jeder Ferryflug nach FRA kostet Geld. Keine exorbitanten Summen aber man fängt allmählich an die Bleistifte in den Büros zu zählen. Früher gab es mal Gabelflüge, da wären manche Sachen ohne Ferryflug machbar gewesen. Lizenzen für Techniker setzen voraus dass man regelmäßig am betreffenden Flugzeug eingesetzt wird.
Aber auch die Ansage „A380 wenn überhaupt nur noch in MUC“ sagt ja schon, dass man sich noch nicht sicher ist die A380 überhaupt wieder zu reaktivieren.
Momentan steht es wohl halbe-halbe.
Beitrag vom 22.05.2020 - 08:07 Uhr
Ich bezweifle, dass der Herr MOL gross ausbaut... Er hat auch Leute entlassen und die neuen 737Max lassen auch auf sich warten...

Ich bin da andere Meinung.
Deutschland ist ein hochpreisiger Markt, der ihn schon immer gereizt hat.
Flugzeuge kurzfrsitig zu verlagern ist - wie die Vergangenheit gezeigt hat - für ihn kein Problem.
Leute einstellen genauso. An arbeitssuchenden Piloten und Flugbegleitern wird ja wohl in Zukunft kein Mangel geben.
Die deutschen Flughäfen sind dankbar für jeden Kunden.
Und die Lufthansa hat auch nicht mehr die Möglichkeiten, preislich gegenzuhalten.

Insgesamt sehe ich gute Chancen für FR sich in Deutschland eine starke Position aufzubauen.

Schauen wir dann mal in einem Jahr wie es aussieht. Die Gebühren in Frankfurt sind immer noch exorbitant hoch und damit nicht im Sinne einer Ryanair. Bisher haben sie nicht den grossen Angriff auf LH gestartet in Frankfurt oder München. Und den Ausbau in Frankfurt langsamer gestaltet als ursprünglich geplant.
Da hat LH die Preise gematcht und das unattraktiv gemacht. Das kostet aber eine Menge Geld, das nicht mehr da ist. Allerdings auch nicht bei Ryanair. Wien ist teuer und die Expansion nach Osteuropa über den polnischen Standort wird sich Wizz auch nicht einfach so gefallen lassen, Brexit muss auch noch umgesetzt werden.
Aber ja, Ryan ist extrem flexibel und wenn die ein Jahr Cherrypicking machen, dann könnten die im nächsten Jahr schauen was machbar ist. Da ist die LHG eher eingeschränkt unterwegs und muss sich immer um die Hubs herum bewegen. Die Cashcow Nordatlantik wird auf absehbare Zeit eine eher untergeordnete Rolle spielen um Geld in die Kasse zu spülen. LH braucht die LS, aber die ist sehr dünn.

Dieser Beitrag wurde am 22.05.2020 08:08 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 21.05.2020 - 21:47 Uhr
Ich bezweifle, dass der Herr MOL gross ausbaut... Er hat auch Leute entlassen und die neuen 737Max lassen auch auf sich warten...

Ich bin da andere Meinung.
Deutschland ist ein hochpreisiger Markt, der ihn schon immer gereizt hat.
Flugzeuge kurzfrsitig zu verlagern ist - wie die Vergangenheit gezeigt hat - für ihn kein Problem.
Leute einstellen genauso. An arbeitssuchenden Piloten und Flugbegleitern wird ja wohl in Zukunft kein Mangel geben.
Die deutschen Flughäfen sind dankbar für jeden Kunden.
Und die Lufthansa hat auch nicht mehr die Möglichkeiten, preislich gegenzuhalten.

Insgesamt sehe ich gute Chancen für FR sich in Deutschland eine starke Position aufzubauen.

Schauen wir dann mal in einem Jahr wie es aussieht. Die Gebühren in Frankfurt sind immer noch exorbitant hoch und damit nicht im Sinne einer Ryanair. Bisher haben sie nicht den grossen Angriff auf LH gestartet in Frankfurt oder München. Und den Ausbau in Frankfurt langsamer gestaltet als ursprünglich geplant.

Aber nur weil das Slotmanagement der Lufthansa eine Expansion vor allem auf innerdeutschen Strecken verhindert hat. Das ist mit verkleinerter Flotte nicht mehr möglich.
Und bei den Gebühren werden die deutschen Flughäfen sehr kulant sein, weil sie dringend Kunden brauchen.
Insgesamt eine gute Ausgangslage für FR und wenig Optionen für LH.


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