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Lufthansa will einen Tarifknoten mit den Piloten der Kerngesellschaften mit Hilfe eines "externen Moderators" zerschlagen. Ein entsprechender Vorschlag werde noch am Freitag an die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit ergehen, informierte Lufthansa die Piloten im Crewportal. Das Schreiben liegt aero.de vor.
Der Kernbereich Lufthansa Airlines dürfte es 2025 nur knapp in die schwarzen Zahlen geschafft haben. Insbesondere die Mainline Lufthansa Classic hatte das Konzernergebnis zuletzt belastet.
Lufthansa sieht zwar weiter "keinen finanziellen Spielraum" für höhere Einzahlungen in die betriebliche Altersvorsorge, will mit der Vereinigung Cockpit aber über neue Anlagemöglichkeiten sprechen. Seit 2017 garantiert Lufthansa nicht mehr die Höhe der späteren Betriebsrenten, sondern nur noch der Beiträge in Fondsanlagen. Mit deren Entwicklung sind die Piloten unzufrieden.
Neueinstellungen, Beförderungen, Flugzeuge
Unter Moderation will Lufthansa den Dauerkonflikt mit Cockpit "zügig gemeinsam befrieden". Dafür soll der Themenkreis über die Betriebsrenten hinaus erweitert werden.
"In diesem Zusammenhang sind wir offen für Zusagen zum Beispiel zu Neueinstellungen und Upgrades, zur Flugzeuganzahl und weiteren Perspektivthemen", erklärte Lufthansa. Dies setze aber "Zugeständnisse zur Verbesserung der Produktivität und Effizienz" voraus. Cockpit hat auf das Moderationsangebot zunächst nicht reagiert.
Der Konflikt um Betriebsrenten ist derzeit nur eine Lufthansa-Tarifbaustelle von weiteren. Bei Cityline fordert Cockpit höhere Gehälter für die Piloten, die Flugbegleitergewerkschaft Ufo einen Sozialplan, der die Abwicklung des Flugbetriebs abfedern soll. Verdi verhandelt mit Lufthansa um höhere Gehälter für das Bodenpersonal.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 20.02.2026 12:43







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Zeit schinden um bloß streikfrei durch den 100 jährigen Sommer zu kommen.