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Rettungspaket für Austrian Airlines steht

Geparkte A320 von Austrian Airlines
Geparkte A320 der AUA, © Austrian Airlines

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WIEN - Das Rettungspaket für die österreichische Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) ist unter Dach und Fach. Austrian soll insgesamt 600 Millionen Euro Unterstützung bekommen. Die Hälfte der Summe entfällt auf staatlich garantierte Bankkredite, Lufthansa gibt neben Geld eine Standortgarantie.

150 Millionen erhalte die AUA von der Republik als frisches Eigenkapital, bestätigte die österreichische Regierung einen Durchbruch in den Verhandlungen. Weitere 150 Millionen Euro schieße die Mutter Lufthansa zu.

Im Gegenzug gibt Lufthansa eine zehnjährige Standortgarantie für das Drehkreuz Wien. Es sei mit der Lufthansa vereinbart zudem worden, dass das Drehkreuz in Wien genauso stark wachse wie die Lufthansa-Heimatflughäfen Frankfurt und München, sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP).

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) kündigte einen Mindestflugpreis von rund 40 Euro ein, in dem alle Gebühren, Steuern und Abgaben künftig im Ticketpreis enthalten sein müssen. Mit diesen Anti-Dumping-Regeln schiebe man "gewissen Exzessen" und deren sozialen und ökologischen Folgen einen Riegel vor.

Der Zuschuss der Lufthansa in Höhe von 150 Millionen Euro soll zur dringend erforderlichen Modernisierung der Flotte verwendet werden. Austrian war wie die Lufthansa durch die Corona-Krise in eine äußerst bedrohliche Lage geraten.

Aus Sicht von Lufthansa-Chef Carsten Spohr könnte die Verbindung von ökologischen Auflagen und ökonomischen Freiheiten einen Modell-Charakter über Österreich hinaus haben. Zu billige Tickets seien unverantwortlich, sagte Spohr am Abend.

Nach den Worten von AUA-Vorstand Alexis von Hoensbroech sieht die Vereinbarung nicht explizit die Streichung bestimmter Strecken vor. Es sei aber klar, "wir schauen uns die kurzen Strecken jetzt besonders intensiv an." Spohr betonte die Bedeutung der AUA für die LH-Konzern. Die österreichische Tochter sei ein elementarer Bestandteil der Multi-Hub-Strategie der Lufthansa.

Hoensbroech hob hervor, dass über das Rettungspaket hinaus die AUA nur durch die Zugeständnisse der Mitarbeiter und Lieferanten wieder abheben könne. Am 15. Juni werde nach drei Monaten Corona-Pause der erste AUA-Linienflug ab Wien wieder starten. Am 1. Juli solle New York als erstes interkontinentales Ziel angeflogen werden.
© dpa-AFX, aero.de, aero.at | Abb.: Austrian Airlines | 08.06.2020 13:50

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Beitrag vom 09.06.2020 - 00:13 Uhr
Danke. Heißt das jetzt dass Piloten weniger Abzüge haben als mancher Bodenmitarbeiter oder war das eher auf die Flugbegleiter bezogen?
Beitrag vom 08.06.2020 - 21:34 Uhr
Schon seit letzter Woche bekannt
 https://www.aero.de/news-35500/Austrian-spart-beim-Personal-300-Millionen.html
Beitrag vom 08.06.2020 - 20:49 Uhr
Flottenmodernisierung mit 150 Mio....das wird das Steuer aber nicht gerade rumreißen...
Hab mir den Livestream angeschaut. Ging aber schon um 19:20 Uhr los. Die 150 Mio sind für das Überleben der AUA, Flottenmodernisierung muss warten. Die drei ältesten Maschinen fliegen raus, damit sinkt das Durchschnittsalter. Mit ein wenig Fantasie könnte man das durchaus als Flottenmodernisierung bezeichnen. Alles andere je nach wirtschaftlicher Situation.
Es gab keine konkreten Infos zum Beitrag durch die Mitarbeiter. Man konnte aber heraus hören dass es sehr wohl einen geben wird.


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