Steve Udvar-Hazy
Vor 4 Tagen

Marktneuling soll die Elektro-Szene aufmischen

ALC
Steve Udvar-Hazy, © Airbus S.A.S.

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FARNBOROUGH - Air Lease Corporation-Gründer Steve Udvar-Hazy erwartet den Durchbruch in der Elektrofliegerei nicht in den Häusern Boieng und Airbus. Der Manager hofft auf einen Luftfahrt-Neuling in Tesla-Manier - und plädiert dafür, die Politik beim Thema E-Flug möglichst außen vor zu lassen.

"Ich suche nach Störenfrieden mit neuen Konzepten, an die die Hersteller sich dann anhängen können", sagte Udvar-Hazy. "In der Automobilindustrie brauchte es auch den Neuling Tesla, um die Ansichten der großen Autohersteller zur Elektrotechnologie zu ändern."

Airlines und Flugzeugbauer stehen unter enormem Druck, CO2-Emissionen zu reduzieren. Diese Bemühungen halten trotz der Coronakrise an - selbst wenn die Krise droht, den Geldhahn für Forschungsprojekte abzudrehen.

Europäische Länder wie Frankreich und Deutschland haben die Vergabe von Hilfsgeldern an die Bedingung geknüpft, dass Airlines und Flugzeugbauer sich hin zu mehr Nachhaltigkeit entwickeln sollen. Auch das US-amerikanische Umweltministerium hat vorgeschlagen, landesweit einheitliche Standards für Flugzeugemissionen zu definieren.

Die größte Herausforderung der Elektrofliegerei besteht nach wie vor darin, die Speicherkapazität der Batterien zu erhöhen - oder eben, eine komplett neue Lösung zu finden. Denn derzeitige Akkus wären viel zu schwer - Embraer schätzt, dass aktuelle Batterien zum Betrieb eines Regionalflugszeugs dessen Gewicht um das Fünfzigfache übersteigen würden.

Der scheidende Emirates-CEO Tim Clark schlägt vor, einen Pool zu bilden, in dem Forscher ihre technischen Fortschritte sammeln und teilen. Udvar-Hazy plädiert dafür, politische Einflussnahme in der Entwicklung zu vermeiden.

"Wir müssen die schlauen Leute zusammen bringen" um die Umweltfragen zu lösen, sagte er. "Aber auf eine kluge und praktische Art, nicht auf eine willkürliche, statistische Art."
© Bloomberg, aero.de (boa) | Abb.: Air Lease Corporation | 01.08.2020 07:47

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Beitrag vom 02.08.2020 - 10:29 Uhr
ZITAT: "Wir müssen die schlauen Leute zusammen bringen" um die Umweltfragen zu lösen, sagte er. "Aber auf eine kluge und praktische Art, nicht auf eine willkürliche, statistische Art."

Die Krux an der Sache ist häufig, dass die "klugen Köpfe" nichts vom Kuchen abkriegen, schlimmstenfalls nicht einmal die Loorbeeren.Sie sind auch nicht mehr Herr ihrer eigenen Kreationen. Diese Stories sind wohl bekannt und schrecken alle ab wunderbare Dinge zu teilen.

Wie oft habe ich in meinem Berufsleben Menschen getroffen mit echt guten Ideen und Umsetzungen, wo am Ende die "Erfindung" oder der Prozess zurückgehalten wurde, weil es hieß:"Denen gebe ich nichts" oder weil die Idee dann ihren "Erfinder" wechseln würde.

Wer hat noch nicht von jemanden gehört oder Erlebt wie gesagt wurde: "Super Idee, zu schade das sie nicht von mir kommt"?


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