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American Airlines beginnt mit dem 737-MAX-Training

EASA-Mitarbeiter haben die 737 MAX Mitte September getestet
EASA-Mitarbeiter haben die 737 MAX Mitte September getestet, © EASA

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FORT WORTH - US-Riese American Airlines hat angekündigt, bald wieder mit Pilotentrainings für die Boeing 737 MAX zu beginnen. Im November sollen die ersten Crews ins Training einsteigen - vorerst jedoch nur im Simulator. Die Airline lässt noch offen, wann ihre Piloten wieder mit echten 737 MAX abheben.

Die Zeichen, dass die US-Luftfahrtbehörde das seit März 2019 währende Grounding der Boeing 737 MAX noch vor Ende 2020 aufheben könnte, verdichten sich. Auch American Airlines hofft offenbar darauf, den Krisenjet bald wieder in Betrieb nehmen zu können.

In jedem Fall will die Riesen-Airline Gewehr bei Fuß stehen, sollte das Flugverbot für die 737 MAX tatsächlich fallen. Deshalb hat American für den November die ersten Trainingseinheiten für MAX-Piloten auf den Stundenplan gesetzt.

Erst Theorie, dann Simulator – und dann Cockpit?

"Angesichts der geplanten Wiederinbetriebnahme unserer B737 MAX-Flugzeuge in naher Zukunft werden wir mit der Durchführung des 737 MAX-Spezialtrainings für unsere 737-Piloten beginnen", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters aus einem internen Memo von Ameya Kingaonkar, der bei American für die Ausbildungspläne verantwortlich zeichnet.

In das mit dem Makel zweier Abstürze behaftete Flugzeug einsteigen müssen die American-Piloten jedoch noch nicht. Die erste Ausbildungseinheit beinhaltet laut American einen theoretischen Fernlehrgang, der auf die Dauer von einer Stunde und 40 Minuten angesetzt ist.

Daran anschließen sollen sich je eine ein- und eine zweistündige Sitzung im MAX-Simulator. Wann das praktische Training im echten Cockpit wieder anläuft, lässt American noch offen.

Nicht in Stein gemeißelt

Überhaupt plant die Airline die Wiederaufnahme des Trainings bewusst ohne Gewähr. Ein American-Sprecher betonte gegenüber Reuters, dass die nun bekannt gewordenen Ausbildungspläne nicht endgültig seien.

Man habe lediglich den Planungsprozess für die Pilotenausbildung eingeleitet. Dieser könne aber jederzeit abgebrochen werden, "wenn die MAX nicht erneut zertifiziert wird", so der Sprecher. American stünde deshalb weiter mit der FAA und Boeing in Kontakt.

Von deren Seite liegt bislang kein verbindliches Trainingsprogramm für angehende MAX-Piloten vor. Im Idealfall will American zwischen November 2020 und Januar 2021 1700 MAX-Piloten ausbilden, heißt es in dem von Reuters eingesehenen Memo.
© FLUGREVUE - Patrick Zwerger | Abb.: EASA | 23.09.2020 11:49


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