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ISS-Batterien könnten Erde treffen

Internationale Raumstation ISS
Internationale Raumstation ISS, © NASA

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KÖLN - Ein ausrangiertes Batteriepaket der ISS fliegt drei Jahren um die Erde. Nun tritt es bald in die Atmosphäre ein - und wird dabei wohl nicht komplett verglühen. Einige Trümmer des 2,6 Tonnen schweren Batteriesystems könnten die Erdoberfläche erreichen. Das DLR sieht für Deutschland kein Risiko.

Trümmerteile eines ausrangierten Batteriepakets der Internationalen Raumstation ISS könnten am Freitag auf die Erde niedergehen - Deutschland treffen sie aller Voraussicht nach aber nicht.

Das teilten das für Raumfahrt zuständige Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Donnerstagvormittag übereinstimmend mit. Laut DLR könnte das Objekt nach jüngsten Berechnungen über dem Norden Nordamerikas in die Atmosphäre eintreten.

Diese Einschätzung könne sich aber noch ändern. Dass Teile des Batteriepakets über Deutschland niedergehen, sei aber unwahrscheinlich. Über das Thema hatte zunächst "bild.de" berichtet.

"Erste Analysen des deutschen Weltraumlagezentrums haben ergeben, dass Teile der Batteriepakete den Wiedereintritt überstehen und die Erdoberfläche erreichen können", teilte das DLR mit. Vor dem Wiedereintritt überfliege das Objekt mehrmals Deutschland, eine Gefährdung hierzulande werde "derzeit jedoch als statistisch unwahrscheinlich angesehen".

Das BMWK schrieb, eine Gefährdung für Deutschland sei "sehr unwahrscheinlich". In einem internen Vermerk, aus dem "bild.de" zitiert, schließt die Behörde ein Restrisiko für Menschen am Boden und den Luftverkehr aber nicht aus.

"Aufgrund der hohen Anzahl von Batteriezellen ist von einem sehr hohen Schrapnell-Potenzial mit Hunderten Fragmenten im niedrigen Kilogrammbereich auszugehen", heißt es in dem Dokument. "Das globale Verletzungsrisiko (auch tödlicher Verletzungen) am Boden (probability of casualty) beläuft sich derzeit auf 1:729 (0,13 %), was einem vergleichsweise hohen Wert entspricht.

In der errechneten Bodenspur liegen mehrere Flughäfen, darunter die Airports von Dortmund, Leipzig und Dresden. Auch der Flughafen Zürich liegt in einem möglichen Niederschlagskorridor.

Das BMWK teilte weiter mit: "Sollten sich wider Erwarten Hinweise auf eine Betroffenheit Deutschlands abzeichnen, so werden die bestehenden Krisenreaktionsmechanismen von Bund und Ländern genutzt, um auf eine mögliche Gefährdung entsprechend zu reagieren. Diese ist nach aktuellem Stand allerdings mehr als unwahrscheinlich. Dennoch wird das Objekt eng überwacht."

Batteriepaket im Fahrzeugformat

Bei dem Objekt handelt es sich den Angaben zufolge um eine Plattform mit Batteriepaketen, welche bereits am 21. März 2021 von der ISS abgetrennt wurde. Das Objekt ist in etwa so groß wie ein Auto und wiegt 2,6 Tonnen. Beim Wiedereintritt in die Atmosphäre dürften Teile des Objekts verglühen, doch einige könnten gegen Freitag auch die Erdoberfläche erreichen.

Das deutsche Weltraumlagezentrum in Uedem werde die weitere Entwicklung des bevorstehenden Wiedereintritts beobachten und an verschiedene Bundesministerien, Landesministerien und Behörden berichten, schrieb das BMWK.

Update 17:46 Offizielle Gefahrenmeldung

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) verbreitete am Donnerstagnachmittag über mehrere Warn-Apps eine amtliche Gefahreninformation. Beim Wiedereintritt des Batteriepakets könne es zwischen dem 8. und 9. März zu Lichtblitzen am Himmel und Überschallknall kommen.
© dpa, aero.de | Abb.: BMWK, NASA | 07.03.2024 13:07

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Beitrag vom 07.03.2024 - 18:20 Uhr
Hi Aero.de, im Link zur Bodenspurkarte fehlt nach bodenspure ein N.

 https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Krisenmanagement/Weltraum/bodenspuren-karte_download.pdf?__blob=publicationFile



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