Beitrag vom 29.03.2026 - 15:00 Uhr
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OK, welche der oben genannten Auswirkungen wurden bei der Bewertung "erfolgreich" berücksichtigt? Oder hat man nur die geringeren direkten Kosten für die Reinigung betrachtet und die so möglicherweise erzeugten indirekten Kosten ignoriert?
Sonst trauen Sie den mit der Materie Befassten doch auch mehr zu, als uns Forenteilnehmern. Nach zwei Jahren Erfahrung wird man wohl auch "möglicherweise" erzeugte indirekte Kosten berücksichtigt haben.
Dieser Beitrag wurde am 29.03.2026 15:35 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.03.2026 - 17:57 Uhr
Sonst trauen Sie den mit der Materie Befassten doch auch mehr zu, als uns Forenteilnehmern.
Bei welchen Themen ist das beispielsweise so?
Nach zwei Jahren Erfahrung wird man wohl auch "möglicherweise" erzeugte indirekte Kosten berücksichtigt haben.
Wie kommen Sie darauf?
Oder mal anders gefragt: Welche Erfahrung aus Ihrem eigenen Arbeitsleben lässt Sie vermuten, dass indirekte Kosten in großen Konzernen Verursacher-basiert bzw. Ursachen-basiert zugeordnet werden?
Dieser Beitrag wurde am 29.03.2026 20:55 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.03.2026 - 16:07 Uhr
Man prüft momentan alle möglichen Wege, um Geld zu sparen. Wenn Sie das "schräg" finden, so be it.
Dann schätzen wir mal:
Einsparungen:
- 2 extrem mies bezahlte Reinigungskräfte pro Außenstation x 365 Tage eingespart.
Mehrkosten:
- Prozessaufwand für Planung und Einsatz von optionalen Reinigungseinsätzen auf Außenstationen
- Durchführung von Kontrollen durch Kabinenpersonal das das 40-fache(?) kostet
- Prozessaufwand, wenn doch mal mehr als 2 Reiniger dringend benötigt werden
- Imageschaden oder Verspätungen wenn dann 2 zusätzliche Reiniger nicht kurzfristig verfügbar sind
- Imageschaden dieser Meldung beim Spiegel für eine "Premium" Airline...
Ich glaube nicht, dass diese Idee überhaupt was spart, eher im Gegenteil.
Hintergrund: Gestern gab es in einer internen Fragerunde die Information, dass dieses Konzept bereits seit Jahren bei 2 Hub-Airlines der LHG erfolgreich durchgeführt wird.
OK, welche der oben genannten Auswirkungen wurden bei der Bewertung "erfolgreich" berücksichtigt?
Das weiß ich nicht, spielt das eine Rolle? Man wendet es schon seit längerem an.
Bisher hat man LH ja immer gescholten, dass sie für alles das Rad neu erfinden will. Daher unterstelle ich für mich, dass die Projektgruppe Cleaning nicht nur eine Facette davon beleuchtet hat, wie ja auch in dem von Ihnen verlinkten Artikel zu lesen ist ""... kommerzielle und operative Potenziale" eines sogenannten "Light Cleaning"-Konzepts zu prüfen."
Oder hat man nur die geringeren direkten Kosten für die Reinigung betrachtet und die so möglicherweise erzeugten indirekten Kosten ignoriert?
Beitrag vom 30.03.2026 - 16:42 Uhr
Das weiß ich nicht, spielt das eine Rolle? Man wendet es schon seit längerem an.
Und beschwert sich permanent in der Presse, dass die eigene Belegschaft so unproduktiv und damit teuer sei...
Also: Ja, steigende indirekte Kosten können bei einer vermeintlich unproduktiven Belegschaft immer eine Rolle spielen. Umgekehrt werden sie natürlich eher selten exakt ermittelt, denn wer möchte neben tollen Einsparungen auch Mehrkosten zeigen?
Beitrag vom 30.03.2026 - 19:41 Uhr
Sonst trauen Sie den mit der Materie Befassten doch auch mehr zu, als uns Forenteilnehmern.
Bei welchen Themen ist das beispielsweise so?
Sorry, konnte jetzt tatsächlich kein Beispiel finden. Hatte Sie wohl nur vernünftiger in Erinnerung.
Nach zwei Jahren Erfahrung wird man wohl auch "möglicherweise" erzeugte indirekte Kosten berücksichtigt haben.
Wie kommen Sie darauf?
Oder mal anders gefragt: Welche Erfahrung aus Ihrem eigenen Arbeitsleben lässt Sie vermuten, dass indirekte Kosten in großen Konzernen Verursacher-basiert bzw. Ursachen-basiert zugeordnet werden?
Ja, da hab ich Erfahrungen gemacht. Sowohl in der Prognose, die mal mehr und mal weniger exakt waren, als auch in der Rückschau von Testphasen. Nicht immer ganz einfach und Ursachen und Wirkungen lassen sich nie ganz losgelöst von anderen Ursachen und Wirkungen bestimmen, aber es wird gemacht. Ich bitte zu entschuldigen, dass ich hier keine näheren Angaben machen kann, aber meine persönlichen Erfahrungen sollen hier ja auch nichts beweisen.
PS: Ein Beispiel aus dem LH-Konzern: Business Class Seats bei EW. Der Test läuft wohl positiv. aber auch hier kann keiner sagen, ob es ausschließlich an den Sitzen liegt oder ob andere nicht erkannte Faktoren mit reinspielen.
Dieser Beitrag wurde am 30.03.2026 19:49 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.03.2026 - 20:22 Uhr
Das weiß ich nicht, spielt das eine Rolle? Man wendet es schon seit längerem an.
Und beschwert sich permanent in der Presse, dass die eigene Belegschaft so unproduktiv und damit teuer sei...
Da fehlt mir der Zusammenhang. Einmal sind es externe Dienstleister und einmal Personal. Hier wird eine außen eingekaufte Dienstleistung neu aufgestellt und bewertet.
Also: Ja, steigende indirekte Kosten können bei einer vermeintlich unproduktiven Belegschaft immer eine Rolle spielen. Umgekehrt werden sie natürlich eher selten exakt ermittelt, denn wer möchte neben tollen Einsparungen auch Mehrkosten zeigen?
Ich wüßte jetzt nicht, wer da genau was zeigen will. Eine interne Prozessanalyse ist nach außen durchgestochen worden. Das kommt vor. Diese Analysen finden kontinuierleich in allen Bereichen statt, jetzt nochmal mehr durch Turnaround. Das war intern, außer bei den Betroffenen, kein Thema. Durch die Öffentlichkeit ging das weiter, jetzt hat ein Kollege in einer offenen Runde nachgefragt, da gab es Hintergründe. Mehr nicht. Alles andere ist gesagt.