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Am 28. Januar stürzte eine Lockheed Martin F-35 Lightning II knapp außerhalb des Zauns der Eielson Air Force Base in Alaska, rund 30 Kilometer südöstlich von Fairbanks, ab. Ein auf den sozialen Netzwerken veröffentlichtes Video zeigte den Jet, wie er mit ausgefahrenem Fahrwerk auf den Boden zu trudelt.
Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten und erlitt leichte Verletzungen. Die F-35 der 355th Fighter Squadron befand sich auf einem Trainingsflug im örtlichen Luftraum und wurde beim Aufschlag komplett zerstört. Der Schaden beläuft sich auf 196,5 Millionen Dollar.
Nun hat die US Air Force den offiziellen Absturzbericht (PDF) veröffentlicht.
Als Ursache gibt der Report die Kontaminierung der Hydraulikflüssigkeit mit Wasser an. Aufgrund der winterlichen Temperaturen in Alaska gefror das verunreinigte Hydraulikmittel aufgrund des Wasseranteils, so dass sich das Bugfahrwerk nach dem Start nicht korrekt einfahren ließ und in einem Winkel von 17 Grad stecken blieb.
In diesem Zustand war eine sichere Landung unmöglich. Daraufhin ging der Pilot die relevanten Checklisten durch und besprach sich sogar über Funk mit Technikern des Herstellers Lockheed Martin - für rund 50 Minuten.
The Air Force has published details on the F-35 crash in Alaska earlier this year. Water in hydraulic fluid froze resulting in landing gear issues, and further the gear strut did not fully extend leading to the weight on wheels sensors telling the fly by wire system the plane was… pic.twitter.com/ynPYNnGRwo
— Scott Manley (@DJSnM) August 26, 2025
Er führte zwei Landungen mit anschließendem Durchstarten durch, in der Hoffnung, das Bugfahrwerk freizubekommen, um es zumindest wieder komplett auszufahren. Doch die rund 50 Minuten dauernden Bemühungen scheiterten. Während dieser Versuche bildete zu allem Überfluss Eis in den Beinen des Hauptfahrwerks, was eine fatale Kettenreaktion auslöste.
Flugsteuerung im Bodenmodus
Aufgrund der Eisbildung federten die Dämpfer des Hauptfahrwerks nicht komplett nach unten aus. Daher meldeten die Sensoren, die das Gewicht auf den Rädern überwachen, dass sich das Flugzeug auf dem Boden befindet. Daraufhin stellte der Flugzeugcomputer die Flugsteuerung automatisch auf den Boden-Modus um.
Da sich die F-35 jedoch noch in der Luft befand, geriet sie in einen unkontrollierbaren Flugzustand, und der Pilot betätigte seinen Schleudersitz.
Spätere Untersuchungen ergaben, dass das zum Warten des Unglücksflugzeugs verwendete Fass mit Hydraulikflüssigkeit zu rund einem Drittel Wasser enthielt. Der Untersuchungsbericht stellte erhebliche Mängel bei der Lagerung und Verwaltung der Hydraulikfässer innerhalb der Einheit fest.
© FLUG REVUE - Patrick Hoeveler | Abb.: USAF, DVIDS | 31.08.2025 07:01







Kommentare (16) Zur Startseite
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Mit teilausgefahrenen Fahrwerk hat man automatisch Bodenkontakt ist wohl doch eine steile Annahme - siehe Unfall. Da muss ich an die 737 MAX denken...
Geht sowas, Landung ohne bzw. mit nicht vollständig ausgefahrenen Fahrwerk, mit einem Militärjet nicht?
Ehrliche Frage an die Insider hier.
F35 ohne nose gear und SU25 belly landing mit positivem Ausgang hat es gegeben. Mehr wissen vielleicht die weiteren Experten hier.
Danke.
Mit teilausgefahrenen Fahrwerk hat man automatisch Bodenkontakt ist wohl doch eine steile Annahme - siehe Unfall. Da muss ich an die 737 MAX denken...
Geht sowas, Landung ohne bzw. mit nicht vollständig ausgefahrenen Fahrwerk, mit einem Militärjet nicht?
Ehrliche Frage an die Insider hier.
F35 ohne nose gear und SU25 belly landing mit positivem Ausgang hat es gegeben. Mehr wissen vielleicht die weiteren Experten hier.
Mit teilausgefahrenen Fahrwerk hat man automatisch Bodenkontakt ist wohl doch eine steile Annahme - siehe Unfall. Da muss ich an die 737 MAX denken...
Geht sowas, Landung ohne bzw. mit nicht vollständig ausgefahrenen Fahrwerk, mit einem Militärjet nicht?
Ehrliche Frage an die Insider hier.
Nicht nur Kleinkinder werden mit Superabsorbern geschützt. Bei Einsitzigen Kampfflugzeugen sollte man sich nie Gedanken über einen Toilettengang machen müssen.