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Der Iran-Krieg hat den Flughafen Dubai in Mitleidenschaft gezogen. Jetzt liegen erste Zahlen vor.
Nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar 2026 brach der Passagierverkehr am Flughafen Dubai International im März um 65,7 Prozent auf 2,5 Millionen Fluggäste ein, zog der Flughafenbetreiber Dubai Airports am Montag eine vorläufige Krisenbilanz.
Nur weil der Flughafen im Januar und Februar noch unter Normalbedingungen lief, fiel das Passagierminus im ersten Quartal 2026 mit knapp 21 Prozent nicht ganz so heftig aus.
Das Emirates-Drehkreuz war im Krieg selbst Ziel iranischer Angriffe, mindestens eine Drohne schlug in ein Treibstoffdepot am Flughafen ein. Laut Kreisen war die Treibstoffversorgung des Flughafens im Anschluss für mehrere Tage eingeschränkt, Flüge tankten an Flughäfen im Umkreis auf.
Inzwischen beruhigt sich die Lage. Seit letztem Wochenende sind Luftraumsperren und Betriebsbeschränkungen in Dubai aufgehoben.
"Die außerordentlichen Ereignisse der letzten Wochen sind für ein Drehkreuz wie Dubai ohne Beispiel", sagte Dubai Airports-Chef Paul Griffiths am Montag in Dubai. Der Flughafen Dubai stelle sich nun trotz verbleibender "Flugroutenbeschränkungen in der Region" auf eine rasche Normalisierung des Flugaufkommens ein.
Griffiths rechnet inbesondere mit einer "schnellen Erholung" des Transitverkehrs, getragen von einer "Nachfrage, die andernorts nicht hinreichend bedient werden kann".
Im kriegsbelasteten ersten Quartal war Indien mit 2,5 Millionen Fluggästen der größte Verkehrsmarkt für Dubai International - Dubai-Verbindungen indischer Günstigairlines laufen derzeit bereits wieder hoch.
Europäische Anbieter warten hingegen noch ab. British Airways plant eine Wiederaufnahme der Linie London-Dubai für 1. Juli. Lufthansa setzt Dubai noch bis 31. Mai aus, Eurowings sogar bis 24. Oktober 2026. Weitere Nahost-Ziele wie Abu Dhabi, Beirut, Risad, Maskat, Erbil und Teheran hat Lufthansa ebenfalls bis 24. Oktober 2026 aus dem Flugplan gestrichen.
Emirates stellt Netzwerk wieder her
Lufthansa-Chef Carsten Spohr rechnet beim Wiederhochlauf des Nahost-Transits mit aggressiven Preisstrategien - große Golfairlines könnten Nachfrage mit Billigtickets stimulieren, um verlorene Marktanteile zurückzugewinnen, argwöhnt Lufthansa.
Bis das Flugangebot von Emirates, Etihad Airways und Qatar Airways wieder Vorkriegswerte erreicht, dürfte es allerdings noch etwas dauern.
Derzeit habe Emirates lediglich knapp zwei Drittel der Flotte im Einsatz, sagte Emirates-Chef Tim Clark Ende April. Gleichwohl fliege die Gesellschaft wieder knapp 90 Prozent der ursprünglichen Ziele an.
Auf die langfristige Ausrichtung und Planung des Emirates-Konzerns habe die Krise keine Auswirkungen, betonte Clark "Wir machen das weiter, was wir bisher gemacht haben." Dass nun einige Maschinen derzeit nicht abheben können, werde dazu genutzt, sie zu warten und aufzufrischen.
Clark äußerte sich unbesorgt über westliche Wettbewerber, die nun von der Schwäche der Golf-Luftverkehrsgesellschaften profitieren könnten. "Sie haben gar nicht genug Flugzeuge, um auch nur annähernd die Produktionskapazität von 270 Großraumflugzeugen zu erreichen", betonte er.
© aero.de, dpa | Abb.: Emirates, Dubai Airports | 04.05.2026 10:42







Kommentare (1) Zur Startseite
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Ich würde auf ein Aus- oder Umsteigen in Dubai weiterhin verzichten!