GILCHING - Der im Zuge des Ukraine-Kriegs bekanntgewordene deutsche Drohnenhersteller Quantum Systems hat im Zuge seiner bislang mit Abstand größten Finanzierungsrunde 1,2 Milliarden Dollar eingeworben. Das ist mehr Geld als zuvor in den elf Jahren seit der Gründung des Start-ups 2015.
Das Geld soll vorrangig in die technische Entwicklung fließen, mit einem Schwerpunkt auf der "Mosaic" getauften die Steuerungssoftware für unbemannte Systeme. Die Bewertung des im Münchner Vorort Gilching ansässigen Unternehmens hat sich nach Angaben des Vorstands bei einer Videopressekonferenz nunmehr auf acht Milliarden Dollar verdoppelt.
Gründer und Co-Vorstandschef Florian Seibel nannte das einen "stolzen Moment für uns", der zeige, dass nicht nur US-Unternehmen derart große Summen einwerben könnten. Quantum Systems stellt sowohl militärisch als auch zivil nutzbare Drohnen für Luft und Land her, erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 300 Millionen Euro und ist nach Unternehmensangaben profitabel.
Eingesetzt werden Quantum-Drohnen unter anderem von den ukrainischen Streitkräften im Abwehrkrieg gegen Russland. In der Entwicklung sind derzeit auch Über- und Unterwasserdrohnen.
Quantum Systems soll eines Tages 100 Milliarden Dollar wert seinInsgesamt hat das Unternehmen nach Angaben von Finanzvorstand Jonas Jarosch seit seiner Gründung zwei Milliarden Dollar Investorengeld eingeworben. Co-Chef Seibel ließ offen, ob Quantum Systems einen Börsengang anstrebt.
Der Quantum-Gründer will den Einstieg in weitere Technologiefelder wie die Robotik prüfen und verfolgt extrem ehrgeizige Pläne: Quantum sei eines der wenigen Start-ups, "aus dem hoffentlich eines Tages ein deutsches, ein europäisches 100-Milliarden-Dollar-Unternehmen werden kann", sagte der frühere Bundeswehroffizier und Hubschrauberpilot.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Quantum Systems | 02.07.2026 10:32
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de
registrieren oder
einloggen.
Beitrag vom 03.07.2026 - 18:07 Uhr
Frieden wäre mir acht Milliarden-mal lieber als "stolze Momente" von Rüstungsunternehmen.
Frieden gibt es halt nicht umsonst, sondern dafür brauchen wir eben Unternehmen wie Quantum Systems, die bessere System herstellen als der Russe.
Waffen braucht man eigentlich nur, wenn man diese auch benutzen will, oder? "Frieden durch Waffen und Rüstung".. wirklich? Dann hat man absolut NICHTS aus der Geschichte gelernt. Ein gewisser böhmischer Gefreiter und seine "Follower" hatten vor Jahrzehnten eine fast genauso klingende Agenda... ersetzen Sie die aktuellen Unternehmensnamen durch "Reichswerke Hermann Göhring, Krupp, Rheinmetall-Borsig, IG Farben, Junkers, Messerschmitt, Steyr-Werke..." und lassen sie den Rest ruhig so: "...bessere System herstellen als der Russe." Der Ausgang ist bekannt. Und gerade "wir" gehen dem ganzen neuen Kriegs-/Rüstungs-Wahnsinn wieder voll auf den Leim. Von den Milliarden Euros rede ich gar nicht oder den Folgen/Schulden für die nächsten Generationen. Wer heute Kinder oder Enkel hat muss doch wahninnig werden über diesen ganzen Irrsinn.
Krieg kann jeder und man muss ihn halt wollen... die zuckersüßen Argumente fürs naive, törichte Volk finden sich dann schon. Frieden ist die echte, große Herausforderung, aber dafür kriegt man in der EU inkl. Deutschland offenbar nicht genug Hirnmasse, Intelligenz, vor allem Verstand und Haltung (mit Rückgrat)zusammen.
Zugegeben, sehr überspitzt, sarkastisch und ironisch... aber allemal geeignet, um darüber mal tiefgründig zu reflektieren. "Cui bono?" und "Follow the money!"
Beitrag vom 03.07.2026 - 10:00 Uhr
Frieden wäre mir acht Milliarden-mal lieber als "stolze Momente" von Rüstungsunternehmen.
Frieden gibt es halt nicht umsonst, sondern dafür brauchen wir eben Unternehmen wie Quantum Systems, die bessere System herstellen als der Russe.
Beitrag vom 02.07.2026 - 16:16 Uhr
Das ist doch ein hervorragendes Geschäftsmodell. Alles was geht wird an die Ukraine geliefert. Berlin und Brüssel zahlen die Rechnungen.
Kommentare (4) Zur Startseite
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.
Frieden gibt es halt nicht umsonst, sondern dafür brauchen wir eben Unternehmen wie Quantum Systems, die bessere System herstellen als der Russe.
Waffen braucht man eigentlich nur, wenn man diese auch benutzen will, oder? "Frieden durch Waffen und Rüstung".. wirklich? Dann hat man absolut NICHTS aus der Geschichte gelernt. Ein gewisser böhmischer Gefreiter und seine "Follower" hatten vor Jahrzehnten eine fast genauso klingende Agenda... ersetzen Sie die aktuellen Unternehmensnamen durch "Reichswerke Hermann Göhring, Krupp, Rheinmetall-Borsig, IG Farben, Junkers, Messerschmitt, Steyr-Werke..." und lassen sie den Rest ruhig so: "...bessere System herstellen als der Russe." Der Ausgang ist bekannt. Und gerade "wir" gehen dem ganzen neuen Kriegs-/Rüstungs-Wahnsinn wieder voll auf den Leim. Von den Milliarden Euros rede ich gar nicht oder den Folgen/Schulden für die nächsten Generationen. Wer heute Kinder oder Enkel hat muss doch wahninnig werden über diesen ganzen Irrsinn.
Krieg kann jeder und man muss ihn halt wollen... die zuckersüßen Argumente fürs naive, törichte Volk finden sich dann schon. Frieden ist die echte, große Herausforderung, aber dafür kriegt man in der EU inkl. Deutschland offenbar nicht genug Hirnmasse, Intelligenz, vor allem Verstand und Haltung (mit Rückgrat)zusammen.
Zugegeben, sehr überspitzt, sarkastisch und ironisch... aber allemal geeignet, um darüber mal tiefgründig zu reflektieren. "Cui bono?" und "Follow the money!"
Frieden gibt es halt nicht umsonst, sondern dafür brauchen wir eben Unternehmen wie Quantum Systems, die bessere System herstellen als der Russe.