Flughafen Thessaloniki, 10. Juli 2026: Ryanair 1879 startet um 6:12 Uhr nach Memmingen. Auf 16.000 Fuß erhalten die Piloten eine Warnmeldung zu Triebwerk 2 - die Systeme zeigen "starke Vibrationen" im Triebwerk an. Die Piloten reduzieren die Leistung, kurz darauf hören Passagiere und Besatzung einen lauten Knall.
Das geht aus einem vorläufigen Bericht der US-Flugunfallbehörde NTSB (PDF) hervor.
"Die Untersuchung des Flugzeugs hat ergeben, dass sich an Triebwerk Nr. 2, einem CFM International CFM56-7B26, eine Fanschaufel gelöst hat", grenzt der Bericht den Triebwerksfehler ein. "Dabei wurden Triebwerksteile gegen den Rumpf und das rechte Höhenleitwerk geschleudert."
Ein Trümmerteil zerschlägt ein Fenster - der Passagier auf Sitz 11F wird durch den plötzlichen Druckabfall in die Öffnung gesogen und "steckte teilweise im beschädigten Fenster fest", geht aus dem Bericht weiter hervor. Der Mann erleidet schwere Verletzungen, die übrigen 154 Insassen der Boeing 737-800, 9H-QEU, bleiben unverletzt.
Die Crew schaltet das Triebwerk ab, erklärt einen Notfall - und kehrt nach Thessaloniki um.
Ermittler finden Vogelreste
Eine Fanschaufel war laut NTSB am Ansatz gebrochen war und hatte sich "vollständig gelöst". Bei zwei weiteren Schaufeln waren "die äußeren Blattspitzen abgebrochen", andere Schaufeln zeigten Verformungen.
Der schwere Triebwerkschaden geht offenbar auf Vogelschlag zurück. Laut NTSB wurden im Triebwerk Vogelreste und Federn nachgewiesen, die derzeit in einem Labor untersucht werden.
© aero.de | Abb.: NTSB | 14.08.2026 09:57







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