FRANKFURT - Nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle verlangt der Pilotenverband Vereinigung Cockpit (VC) Standards, um derartige Ereignisse einheitlich erkennen und bewerten zu können.
Nach Einschätzung des Berufsverbands liegt das größte Problem derzeit nicht in der Abwehr von Drohnen, sondern in ihrer rechtzeitigen Erkennung.
"Vor jeder Abwehrfähigkeit steht die Fähigkeit zur Detektion. Erst wenn wir wissen, womit wir es zu tun haben, können wir sicher reagieren. Alles andere bleibt Symbolpolitik", sagte der Leiter der VC Arbeitsgruppe Security, Daniel Niesler.
Die Piloten verlangen entsprechende technische Ausrüstung an den Verkehrsflughafen, die ihre Ergebnisse gleichzeitig an Flugsicherung und Polizei zur gemeinsamen Lagebeurteilung übermittelt.
Auslöser der Debatte ist der Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle, wo Anfang August eine mit Sprengstoff bestückte Drohne entdeckt worden war. Der Generalbundesanwalt übernahm daraufhin die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.
Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung gab es im ersten Halbjahr 2026 bundesweit 145 Behinderungen des Flugverkehrs durch Drohnen.
Keine vorschnellen AbschüsseDie VC verlangt klare Zuständigkeiten zwischen Flughäfen, Flugsicherung, Polizei, Bundeswehr und Sicherheitsbehörden. Die Piloten müssten in den Gremien vertreten sein, die Detektions- und Abwehrmaßnahmen festlegen.
Diese dürften nur nach gesicherter Information erfolgen, fordern die Piloten. Sie warnten: "Ein Abschuss oder eine elektronische Gegenmaßnahme ohne eindeutige Identifikation des Ziels ist für den umgebenden Luftverkehr gefährlicher als die Drohne selbst. Verkehrsflugzeuge sind weltweit bereits abgeschossen worden, weil man sie für etwas anderes hielt."
© dpa-AFX, aero.de | 18.08.2026 13:56
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Beitrag vom 19.08.2026 - 09:32 Uhr
Nach Einschätzung des Berufsverbands liegt das größte Problem derzeit nicht in der Abwehr von Drohnen, sondern in ihrer rechtzeitigen Erkennung.
"Vor jeder Abwehrfähigkeit steht die Fähigkeit zur Detektion. Erst wenn wir wissen, womit wir es zu tun haben, können wir sicher reagieren. Alles andere bleibt Symbolpolitik", sagte der Leiter der VC Arbeitsgruppe Security, Daniel Niesler
Was VC da von sich gibt ist völlig
OK.
Natürlich muss man erst ein klares Lagebild haben, was von wo auf einen zukommt und nicht aus Panik wüst drauflos ballern. Ich verstehe nicht, wieso man eine derartige Aussage kritisieren kann.
Denn natürlich basiert _jede_ Abwehrfähigkeit zuallererst auf der Fähigkeit zur Detektion eines Angriffs.
Mich erstaunt mehr die implizite Aussage der VC, wir hätten schon Abwehrfähigkeiten, die wir nuraufgrund mangelnder Ortungsfähigkeiten nicht einsetzen könnten.
MMMn fehlt uns aktuell noch beides.
Beitrag vom 18.08.2026 - 18:59 Uhr
Nach Einschätzung des Berufsverbands liegt das größte Problem derzeit nicht in der Abwehr von Drohnen, sondern in ihrer rechtzeitigen Erkennung.
"Vor jeder Abwehrfähigkeit steht die Fähigkeit zur Detektion. Erst wenn wir wissen, womit wir es zu tun haben, können wir sicher reagieren. Alles andere bleibt Symbolpolitik", sagte der Leiter der VC Arbeitsgruppe Security, Daniel Niesler
Was VC da von sich gibt ist völlig neben der Kappe, geradezu naives Gutfliegertum. Wenn man erst lange eruiert "womit man es zu tun hat", dann könnte man wohl evtl. reagieren. Das dürfte dann bei feindlichen Attacken im Desaster enden. Grundsätzlich sind Drohnen beim Eindringen in systemrelevante Gebiete sofort abzuschießen, Leipzig sollte mahnen. Kolateralschäden muß man bei kriegsähnlichem Agieren der Angreifer in unserem Luftraum riskieren, so ist die Realität wie derzeit in den Balten und Polen.
"Ein Abschuss oder eine elektronische Gegenmaßnahme ohne eindeutige Identifikation des Ziels ist für den umgebenden Luftverkehr gefährlicher als die Drohne selbst. Verkehrsflugzeuge sind weltweit bereits abgeschossen worden, weil man sie für etwas anderes hielt."
Das ist dann die Krönung dümmlicher Behauptungen. Also ein bewaffneter Polizist ist gefährlicher als der Verbrecher selbst. Die zitierten Verkehrsflugzeuge wurden fast alle mit Absicht abgeschossen und nicht aus versehen, wie z.B. MH17 und KAL007.
Dieser Beitrag wurde am 18.08.2026 18:59 Uhr bearbeitet.
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"Vor jeder Abwehrfähigkeit steht die Fähigkeit zur Detektion. Erst wenn wir wissen, womit wir es zu tun haben, können wir sicher reagieren. Alles andere bleibt Symbolpolitik", sagte der Leiter der VC Arbeitsgruppe Security, Daniel Niesler
Was VC da von sich gibt ist völlig
OK.
Natürlich muss man erst ein klares Lagebild haben, was von wo auf einen zukommt und nicht aus Panik wüst drauflos ballern. Ich verstehe nicht, wieso man eine derartige Aussage kritisieren kann.
Denn natürlich basiert _jede_ Abwehrfähigkeit zuallererst auf der Fähigkeit zur Detektion eines Angriffs.
Mich erstaunt mehr die implizite Aussage der VC, wir hätten schon Abwehrfähigkeiten, die wir nuraufgrund mangelnder Ortungsfähigkeiten nicht einsetzen könnten.
MMMn fehlt uns aktuell noch beides.
"Vor jeder Abwehrfähigkeit steht die Fähigkeit zur Detektion. Erst wenn wir wissen, womit wir es zu tun haben, können wir sicher reagieren. Alles andere bleibt Symbolpolitik", sagte der Leiter der VC Arbeitsgruppe Security, Daniel Niesler
Was VC da von sich gibt ist völlig neben der Kappe, geradezu naives Gutfliegertum. Wenn man erst lange eruiert "womit man es zu tun hat", dann könnte man wohl evtl. reagieren. Das dürfte dann bei feindlichen Attacken im Desaster enden. Grundsätzlich sind Drohnen beim Eindringen in systemrelevante Gebiete sofort abzuschießen, Leipzig sollte mahnen. Kolateralschäden muß man bei kriegsähnlichem Agieren der Angreifer in unserem Luftraum riskieren, so ist die Realität wie derzeit in den Balten und Polen.
"Ein Abschuss oder eine elektronische Gegenmaßnahme ohne eindeutige Identifikation des Ziels ist für den umgebenden Luftverkehr gefährlicher als die Drohne selbst. Verkehrsflugzeuge sind weltweit bereits abgeschossen worden, weil man sie für etwas anderes hielt."
Das ist dann die Krönung dümmlicher Behauptungen. Also ein bewaffneter Polizist ist gefährlicher als der Verbrecher selbst. Die zitierten Verkehrsflugzeuge wurden fast alle mit Absicht abgeschossen und nicht aus versehen, wie z.B. MH17 und KAL007.
Dieser Beitrag wurde am 18.08.2026 18:59 Uhr bearbeitet.