US-Sanktionen
Gestern, 16:28 Uhr

Irak bemüht sich um Ausnahmen für Iran-Flüge

Iran Air ATR 72-600
Iran Air ATR 72-600, © ATR

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BAGDAD - Der Irak bemüht sich angesichts weitreichender US-Sanktionen gegen den Iran um Ausnahmeregelungen für iranische Flüge.

Es gebe dazu einen direkten Austausch mit der US-Regierung, teilte das Medienbüro des irakischen Ministerpräsidenten Ali al-Saidi mit. Ziel seien Ausnahmen für iranische Flüge in den Irak und aus dem Irak aus "humanitären Gründen", etwa für Pilger und medizinische Behandlungen sowie im "Interesse der Zivilbevölkerung".

Der Iran muss wegen des erhöhten Drucks der US-Regierung seine Flüge in der Region streichen. Nach iranischen Angaben nahmen Flughäfen in der irakischen Hauptstadt Bagdad sowie in Maskat im Oman seit Mittwoch keine Flüge mehr an. Aus dem Irak und dem Oman gab es dazu keine offizielle Bestätigung. 

US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Montag angekündigt, dass ab Mittwoch alle iranischen Fluggesellschaften weltweit stillgelegt würden. Drittstaaten würden aus dem US-Dollarsystem ausgeschlossen, sollten sie iranische Airlines mit Treibstoff versorgen, Landedienste bereitstellen oder Tickets für sie verkaufen.

In der südirakischen Stadt Nadschaf, einer wichtigen Pilgerstätte für schiitische Muslime und damit auch für Millionen Iraner, wurden Flüge in den Iran und aus dem Iran am Freitag vorerst gestrichen. Der Schritt folge auf eine Anweisung der zuständigen Behörden, teilte die Flughafenleitung der Staatsagentur INA zufolge mit. Das iranische Konsulat in Nadschaf teilte mit, der Flughafen dort sei für den Iran "geschlossen".
© dpa | 26.09.2026 16:28


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