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Das Provisorium hält: Regierungsmitgliedern und Staatsgästen steht am BER seit 2020 ein "Interimsterminal" zur Verfügung. Der Komplex kostete 70 Millionen Euro. Mittelfristig soll am BER ein eigener Regierungsflughafen im Flughafen entstehen - und der wird deutlich teurer.
Der künftige Standort der Flugbereitschaft am BER soll nach 2025 geänderten Plänen statt 304.000 Quadratmeter insgesamt 570.000 Quadratmeter Fläche einnehmen, 2038 im Vollausbau in Betrieb gehen.
Der Bund der Steuerzahler kritisiert das Vorhaben angesichts überschlagener Kosten von 1,7 Milliarden Euro scharf. Denn die könnten nach Schätzungen durch zwischenzeitliche Baupreissteigerungen noch auf bis zu 2,5 Milliarden Euro steigen. Das Baufeld soll ab 2027 schrittweise übergeben werden.
"Begründet wird der gestiegene Bedarf mit der Anschaffung größerer Flugzeuge und der Erweiterung der Flotte", teilte der Verband bei Vorstellung seines jährlichen Schwarzbuchs mit. Für 1.170 Mitarbeiter der Flugbreitschaft und die Regierungsflotte entstehen am BER Stabs-, Wach- und Betriebsgebäude, Hangars, neue Rollwege und auch eine "Unterflurbetankungsanlage".
Der Bund der Steuerzahler weist auf eine auffällig "hohe Anzahl von 26 Abstellpositionen" hin. So viele Flugzeuge hat die Flugbereitschaft in Summe nicht, das kann aber noch werden.
"In den kommenden Jahren bis zur - derzeit geplanten -Inbetriebnahme des Regierungsairports drängt das Verteidigungsministerium parallel auf einen Austausch rund der Hälfte der Kurz- und Mittelstreckenflieger sowie aller drei Hubschrauber der Flugbereitschaft", teilte der Bund der Steuerzahler mit.
Gegenüber dem Bund der Steuerzahler verteidigte das Verteidigungsministerium die geplanten Dimensionen: "Zu den 18 Abstellpositionen kommen die Bedarfe des Auswärtigen Amtes mit drei Protokollpositionen sowie vier Gastpositionen hinzu. Eine weitere Abstellposition ist als Enteisungsfläche für die Luftfahrzeuge vorgesehen."
BER lässt Ersatzstraßen bauen
Die Planungen laufen. "Für die Projektvorbereitung der späteren Baufeldfreimachung des Bundes müssen drei Ersatzstraßen hergestellt werden", deutet eine Vergabemitteilung des Flughafens BER vom August 2026 auf einen Baustart hin. Zudem werde mit der Errichtung einer "Baustellenzufahrt" zwischen den Gebäuden B033 und B044 am Terminal 5 begonnen.
Vor der BER-Eröffnung 2020 hatte der Bund am BER ein Regierungsterminal geplant, das den Interimsbau gegen 2034 ersetzen sollte - stampfte das Projekt 2022 aber wieder ein. Erwartete Gesamtkosten von 344 Millionen Euro hielt die Ampel-Koalition seinerzeit für nicht vermittelbar.
© aero.de | Abb.: Bundeswehr, Airbus | 01.10.2026 13:13







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