Verwandte Themen
9,1 Meter Länge, 8,2 Meter Spannweite, 3,0 Tonnen MTOW - und 5.500 Kilometer Reichweite: Das sind die Eckdaten der Kratos XQ-58A Valkyrie. Airbus nutzt das kompakte UAS-System des US-Partners als Basis für ein "unbemanntes, kollaboratives Kampfflugzeug" für die Luftwaffe, die "U740 Valkyrie".
Das System hat am Ende September 2026 in Schweden einen ersten Testflug im europäischen Luftraum absolviert, teilte Airbus am Montag mit. Die "U740 Valkyrie" sei dabei sowohl automon als auch ferngesteuert geflogen und habe Geschwindkeiten bis Mach 0,8 erreicht.
Airbus paart die Kratos-Hardware mit einem eigenen KI-gestützten Missionssystem (MARS). Die Basisdrohne ist bereits erprobt - der Erstflug der Kratos XW-58A fand 2019 statt. Das System ist für den Unterschallbereich und Flughöhen bis 45.000 Fuß ausgelegt.
Laut Airbus spart der Rückgriff auf vorhandene Technologie Entwicklungszeit - mit der MARS-Integration entstehe ein auf die Erfordernisse der Bundeswehr zugeschnittenes, KI-gesteuertes Luftkampfsystem.
Das "Collaborative Combat Aircraft" (CCA) soll als "Loyal Wingman" im Verbund mit bemannten Einheiten eingesetzt werden. Hierfür werden parallel Eurofighter zu Leitflugzeugen technisch erweitert.
Die Kratos-Drohne ist grundsätzlich unabhängig von Start- und Landebahnen, kann über mobile Rampen gestartet werden und mit einem Fallschirm landen. Optional sind konventionelle Fahrwerke möglich.
Helsing und Rheinmetall arbeiten ebenfalls an CCA-Systemen
Die Bundeswehr will ab 2029 über erste CCA-Systeme verfügen. Airbus ist nicht der einzige Bewerber um den potenziell milliardenschweren Rüstungsauftrag: Helsing arbeitet mit der CA-1 "Europe" ebenfalls an einer verbund- und langstreckenfähigen Drohne. Rheinmetall will ein entsprechendes System mit Boeing zur Serienreife bringen.
© aero.de | Abb.: Airbus | 12.10.2026 13:34







Kommentare (1) Zur Startseite
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.