ILA 2026
Vor 7 Tagen

Jetzt kommen die neuen Airbus-Drohnen

Airbus U145
Airbus U145, © Airbus

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BERLIN - Drohnensysteme bilden einen Themenschwerpunkt der ILA 2026 - Airbus zeigt auf Berliner Luftfahrtmesse sein Spektrum an unbemannten Flugsystemen. Im Mittelpunkt stehen die neu entwickelte Transportdrohne U145 auf Basis des Airbus-Helikopters H145 und die neue Kampfdrohne U760 "Ravenstorm".

Der Airbus Mehrzweckhelikopter H145 bekommt eine selbstfliegende Schwester: Airbus zeigt auf der ILA 2026 ein erstes Modell der künftigen "U145".

Der autonome Transporthelikopter kommt laut Airbus "ohne physisches Cockpit" aus, verzichtet deshalb auch auf Frontscheiben - und zielt mit 3.800 Kilogramm Höchstabfluggewicht "missionsunabhängig" auf militärische und zivile Lufttransporte.

"Schwerpunkt ist zunächst der Transport von Fracht", teilte Airbus vor Messebeginn mit. "Perspektivisch sind für die U145 auch Einsätze in der Katastrophenhilfe, Brandbekämpfung, Aufklärung und als Trägerplattform für kleinere Drohnen vorgesehen." Ein Prototyp soll Ende 2026 abheben, Serienreife peilt Airbus gegen 2030 an.

Airbus stellt auf ILA 2026, die an diesem Mittwoch startet, weitere Drohnensysteme in den Mittelpunkt seines Messeprogramms.

Bundeswehr erhält Begleitdrohne U740

Mit dem Drohnenkonzept U760 "Ravenstorm" präsentiert Airbus den neuesten Vertreter seiner Familie unbemannter kooperativer Kampfflugzeuge ("UCCA"). Die U760 soll Luft-Boden- und Luft-Luft-Einsätze sowie elektronische Kampfführung übernehmen - und ebenfalls gegen Anfang der 2030er Jahre verfügbar sein.

Bereits bis 2029 will Airbus mit dem US-Partner Kratos die kleinere Variante U740 "Valkyrie" für die deutsche Luftwaffe einsatzbereit machen. Das System soll zunächst eine Lernkurve im Zusammenwirken mit dem Eurofighter aufbauen.

Airbus U740
Airbus U740 "Valkyrie", © Messe Berlin
 
Im Bereich taktischer Drohnen zeigte Airbus die U010 "Aliaca", U030 "Flexrotor" und die U050 "Capa-X" für Aufklärungs- und Überwachungsmissionen.

U680 macht Angriffsdrohnen unschädlich

Auch die neue, mit Miniraketen bewaffnete Abfangdrohne U680 "Bird of Prey" zur Bekämpfung größerer Schwärme von Angriffsdrohnen ist Teil des Airbus-Messeauftritts in Berlin. Nach einem ersten Demonstrationsflug im März 2026 hat Airbus weitere U680-Erprobungen im laufenden Jahr angesetzt.

Airbus Bird of Prey
Airbus U680 "Bird of Prey", © Airbus
 
Technologische Grundlage der Airbus-Drohnensysteme ist das Missionssystem MARS. Die Plattform nutzt KI-gestützte Funktionen für autonome Operationen - und soll künftig auch in die Eurodrone integriert werden.

Airbus Eurodrone
Airbus Eurodrone, © Airbus
 
Bei der Eurodrone, Europas erstem strategischen Langstrecken-Aufklärungsflugzeug ohne Besatzung, hält Airbus an den Planungen für den Erstflug im Jahr 2029 fest. Das System soll den europäischen Streitkräften eigenständige Fähigkeiten zur Aufklärung, Überwachung und Zielerfassung bereitstellen.
© aero.de | Abb.: Airbus | 10.06.2026 06:05


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