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Weitere Bombendrohung gegen Linienflug

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PRAG - Erst am Donnerstag gab es ähnliche Drohungen, nun sind erneut Passagierflüge in Prag betroffen. Sprengstoffspezialisten rückten aus. Die Ermittler stehen vor offenen Fragen.

In Prag haben erneut Bombendrohungen gegen Passagierflüge die Sicherheitskräfte beschäftigt. Betroffen sei eine größere Zahl an ankommenden und abfliegenden Flugzeugen, teilte die Polizei bei X mit. Man habe die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Sie hätten "minimale Auswirkungen" auf den normalen Betrieb des internationalen Flughafens der tschechischen Hauptstadt.

Nach Angaben einer Flughafensprecherin richteten sich die Drohungen gegen neun Flüge. Medien berichteten, dass betroffene Maschinen noch auf dem Rollfeld überprüft würden. Dazu sei unter anderem ein mobiles Röntgengerät des Zolls im Einsatz. Nach ähnlichen Vorfällen am Donnerstag hatten Kontrollen durch Sprengstoffspezialisten der Polizei nichts ergeben.

Die tschechische Polizeieinheit für den Kampf gegen Extremismus, Terrorismus und Cyberkriminalität hat die Ermittlungen übernommen. Die Relevanz der Drohungen wurde als niedrig eingestuft. Zu den möglichen Hintergründen war nichts bekannt.

Nach Bombendrohungen gegen mehrere Linienflüge in Europa hat Frankreichs Justiz Vorermittlungen eingeleitet. Es laufe eine Untersuchung, um die Herkunft der Drohungen zu bestimmen, die ganz Europa träfen, hieß es aus dem Amt des französischen Premierministers.

Zuvor hatte es erneut Drohungen gegen vier Flieger gegeben, die über Frankreich unterwegs waren. Alle landeten am Pariser Flughafen Orly. Sicherheitsüberprüfungen liefen. Den Angaben zufolge gab es am Morgen europaweit 23 solcher Drohungen.

Bereits am Donnerstag hatte eine Maschine auf dem Weg von Dublin nach Rom in Nordfrankreich Halt machen müssen, weil eine Bombendrohung ausgesprochen worden war. Auch mehrere andere Flüge in Europa waren von Drohungen betroffen.

Die Bombendrohungen gegen zahlreiche Flüge in Europa haben bislang keinen Einfluss auf die Verspätungen im europäischen Luftverkehrsnetz gehabt. Das teilte die Luftsicherheitsorganisation Eurocontrol auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Laut Eurocontrol waren für Donnerstag Drohungen gegen 14 Flüge bekannt, am Dienstag gegen 7. Die betroffenen Flüge machten am Donnerstag demnach rund 0,05 Prozent aus, bei europaweit 28.488 Flügen. Am Dienstag waren es bei 26.278 Flügen rund 0,03 Prozent, so Eurocontrol.

Mehrere Maschinen umgeleitet

Dennoch hatten die Drohungen bei einzelnen Flügen für Störungen gesorgt. Am Donnerstag wurden mehrere Maschinen umgeleitet und nach der Landung von Spezialisten durchsucht. Unter anderem waren Flüge nach Rom, Warschau, Prag und Bukarest betroffen. Hinweise auf tatsächliche Sprengsätze wurden bislang nicht gefunden.
© dpa-AFX, aero.de | 06.11.2026 13:30


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