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Air Berlin kritisiert Gebühren am neuen Hauptstadtflughafen

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Glasfassade am neuen BBI-Terminal, © Marion Schmieding / Alexander Obst, Berliner Flughäfen

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BERLIN - Nach der Lufthansa hat auch Air Berlin die höheren Gebühren am künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld kritisiert. «Preissteigerungen lassen den Standort Berlin Brandenburg an Attraktivität verlieren», teilte die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft auf dpa-Anfrage mit. Der Großflughafen profitiere vom wachsenden Luftverkehr, «und es sollten dort alle Effizienzpotenziale genutzt werden, anstatt stetig die Preise zu erhöhen».

Am neuen Airport sollen im Schnitt pro abfliegendem Passagier fünf Euro mehr fällig werden als derzeit an den Flughäfen Tegel und Schönefeld. Die Lufthansa sprach bereits von einem «Schritt in die falsche Richtung».

Air Berlin kritisierte, mit der Anhebung der Grundentgelte sei man «nicht einverstanden und kann diese auch nicht nachvollziehen». Die Airline plant am Flughafen Berlin Brandenburg, der am 3. Juni 2012 mit einer Kapazität von 27 Millionen Reisenden öffnen soll, den Aufbau eines Drehkreuzes mit zahlreichen Umsteigeverbindungen.

Die Flughafengesellschaft hatte die neue Entgeltordnung, die das brandenburgische Verkehrsministerium genehmigt hat, als «vernünftigen Kompromiss» verteidigt. Maßgabe sei von vornherein gewesen, dass der 2,5 Milliarden Euro teure Flughafen kein Subventionsempfänger werden dürfe. Das künftige Preisniveau liege unter dem der großen deutschen Umsteigeflughäfen.

Die Lufthansa reagierte allerdings schon «negativ überrascht». Die Regelung verteuere den im internationalen Wettbewerb stehenden Luftfahrtstandort erheblich, der wie kaum ein zweiter auf Wachstum angewiesen sei und dabei großen Nachholbedarf habe. «Sie erschwert die Wachstumspläne der Fluggesellschaften in Berlin und stellt damit den erhofften Zuwachs an Arbeitsplätzen und die Rolle des neuen Airports als Jobmaschine infrage», hatte ein Sprecher gesagt.

Konkret steigt das durchschnittliche Entgelt pro Pasagier über die Marke von 20 Euro. Inwiefern dies letztlich das Fliegen für die Passagiere verteuert, ist allerdings offen. Mit günstigeren Sätzen belohnt werden sollen Jets, die nur kurz am Airport stehen und eine hohe Auslastung haben, sowie Langstrecken- und Umsteigeverbindungen.
© dpa | Abb.: Marion Schmieding / Alexander Obst, Berliner Flughäfen | 10.04.2011 10:14

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Beitrag vom 11.04.2011 - 10:37 Uhr
@ChillingBastard

kannst du dine Aussage, dass BER genauso viel Orginäraufkommen hat wie FRA mit Zahlen und Quellen belegen.

FRA hat über 50 Mio PAX, davon ca. die Hälfte Umsteiger. SXF und TXL haben zusammen etwas über 20 Mio PAX.
Von daher fällt es mir schwer deine Aussage nachzuvollziehen.
Das ist ganz einfach, weil FRA einen reinen Fernbahnhof hat. Diese Umsteigepassagiere können eindeutig nicht dem Originäraufkommen zugerechnet werden. Das sind so um die 8 Mio.. FRA hat sogar deutlich weniger Originäraufkommen als BER.

So kann man sich das auch schönrechnen.
Als Originärpassagiere gelten alle Passagiere, die ihre Flugreise an einem Flughafen beginnen. also nur solche die von einem Flugzeug in ein anderes Umsteigen gelten nicht als solche. Somit hat Frankfurt erheblich mehr als Berlin. Wenn man wie Frankfurt zu wenig im direkten Einzugsbereich hat, dann muss man diese Passagiere eben mittels Infrastruktur anders gewinnen. Das Problem was Berlin hat, im Umkreis von 250km ist nichts! Bei Frankfurt sehr wohl. Und das löst man geschickt mit dem Fernbahnhof.

Gruß aus EDHI


Dieser Beitrag wurde am 11.04.2011 10:37 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.04.2011 - 09:58 Uhr
Diese ganze Diskussion inkl. einem Vergleich mit anderen Flughäfen ist ebenso sinnfrei wie bedeutungslos. Es ist doch ganz einfach:
Da wurde ein Flughafen hingestellt mit reichlich Baukosten, die ursprünglich einmal in einem Planungsstatus waren und mit Projektfortschritt immer weiter präzisiert wurden. Auf Basis der absehbaren Ist-Baukosten muss die Betreibergesellschaft eines solchen Flughafens über die nächsten Jahrzehnte die anstehenden Abschreibungen nebst den Kosten des operativen Betriebs erst verdienen. Daraus ergibt sich ein Businessplan, in dem man mit der Variablen "Gebühren" ein bisschen spielen kann. Auf Basis von Wettbewerbsbetrachtungen (hier, und NUR hier wird mit einem Auge mal auf die Konkurrenz geschielt) dürfte sich daraus aber nur ein sehr kleiner Spielraum ergeben, in dem sich die Gebühren überhaupt bewegen können, wenn man mit diesem Flughafen etwas wirtschaftlich sinnvolles erreichen möchte. Punkt.
Beitrag vom 11.04.2011 - 09:19 Uhr
@ChillingBastard

kannst du dine Aussage, dass BER genauso viel Orginäraufkommen hat wie FRA mit Zahlen und Quellen belegen.

FRA hat über 50 Mio PAX, davon ca. die Hälfte Umsteiger. SXF und TXL haben zusammen etwas über 20 Mio PAX.
Von daher fällt es mir schwer deine Aussage nachzuvollziehen.
Das ist ganz einfach, weil FRA einen reinen Fernbahnhof hat. Diese Umsteigepassagiere können eindeutig nicht dem Originäraufkommen zugerechnet werden. Das sind so um die 8 Mio.. FRA hat sogar deutlich weniger Originäraufkommen als BER.

Dieser Beitrag wurde am 11.04.2011 09:27 Uhr bearbeitet.


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