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Dassault will beim FCAS-Kampfjet den Ton angeben. Das Konsortium mit Airbus und Indra Sistemas ist - zumindet in bisheriger Form - unter diesen Vorzeichen kaum noch zu halten.
Der Dauerstreit zwischen Dassault und Airbus hat eine sehr viel größere Bruchstelle bei FCAS möglicherweise lange verdeckt. "Wir haben ein echtes Problem im Anforderungsprofil", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Podcast "Machtwechsel". "Wenn wir das nicht lösen, können wir das Projekt nicht aufrechterhalten."
Denn Frankreich schwebt laut Merz ein für Starts und Landungen auf Flugzeugträgern geeigneter Kampfjet vor, der auch Atomwaffen tragen kann. Da die Bundeswehr diese Fähigkeiten bei FCAS nicht benötige, stelle sich die Frage, die "objektiven Anforderungsprofile" mit einem Flugzeug zu treffen - oder mit zwei Programmen.
FCAS geht über den reinen Kampfjet hinaus. Das Luftkampfsystem der nächsten Generation soll ab 2040 nicht nur den Eurofighter ersetzen, sondern auch Kampfverbände aus Drohnen und Jets mit Daten einer dezentralen Combat Cloud steuern.
Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) befürwortet inzwischen grundsätzlich, "innerhalb des europäischen Luftkampfsystems FCAS künftig auf eine Zwei-Flugzeuge-Lösung zu setzen".
Faury: Kooperationen weiter möglich
Auch bei Eintritt dieses Szenarios sieht Airbus-Chef Guillaume Faury weiter Potenziale für industrielle Kooperationen bei FCAS.
Die Airbus-Airliner "A350-900 und A350-1000 sind zwei unterschiedliche Flugzeuge mit vielen Gemeinsamkeiten", zog Faury in einem Interview mit dem Sender "BFM" einen Vergleich. "Und dann gibt es in Europa Kampfflugzeuge, bei denen kein Teil gleich ist." Dies sei ein mögliches Spektrum für FCAS.
© aero.de | Abb.: Airbus | 23.02.2026 10:17







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