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Boeing: 787-Planung für 2012 nicht in Gefahr

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Boeing 787 FAL, © The Boeing Company
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SINGAPUR - Boeing erwartet durch einen im Januar an mehreren 787 aufgetretenen Verarbeitungsfehler keine Auswirkungen auf den Programmplan. Das Problem mit unsauber eingepassten Distanzausgleichselementen im Rumpfheck lasse sich verhältnismäßig einfach beheben, sagte 787-Entwicklungschef Mark Jenks im Vorfeld der Singapore Airshow. "Diese Sache wird keine Auswirkungen auf das Hochfahren der Produktion haben."

Boeing will im laufenden Jahr zwischen 35 und 42 787 an ihre Betreiber übergeben. Für die 787 und 747-8I seien 2012 zusammen 70 bis 85 Auslieferungen geplant, stellte Konzernchef Jim McNerney im Januar in Aussicht. Die neuen Programme sollen Boeing damit erstmals nennenswerte Rückflüsse in die Kassen spülen.

Noch stellt Boeing etwa 2,5 787 im Monat fertig. Bis Jahresende soll die Rate auf den Endmontagelinien in Everett (Washington) und Charlotte (South Carolina) auf 5,0 Flugzeuge im Monat angehoben werden. Ende 2013 will Boeing monatlich zehn Dreamliner produzieren.

Parallel arbeitet Jenks Abteilung mit Hochdruck an der Ausbaustufe 787-9. Die auf eine Kapazität von 250 bis 290 Sitzen verlängerte 787 werde Mitte 2013 erstmals fliegen. Im Frühjahr 2014 soll die erste 787-9 dann bei Air New Zealand in Dienst gehen.

Ein weiterer Stretch könnte das Programm später abrunden. Boeing streute in den vergangenen Tagen Informationen über eine 787-10 mit bis zu 320 Sitzen. Das Für und Wider einer solchen Ausbaustufe wird bei Boeing bereits seit fünf Jahren diskutiert.

Bisher vermieden die Amerikaner ein Bekenntnis zur 787-10, auch um den Absatz der margenstarken 777-Serie nicht zu gefährden. Mit einem auf 320 Sitze optimierten Dreamliner würde Boeing allerdings hinreichend Distanz zwischen einer 787-10 und der 777-300ER wahren.

Die 787 wird in dieser Woche auch auf dem Display der Singapore Airshow zu sehen sein, die vom 14. bis 19. Februar stattfindet.

© aero.de | Abb.: The Boeing Company | 13.02.2012 09:38




Leser-Kommentare (11)

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23.02.2012 09:23
Derartige Besuche werden meist gut vorbereitet.
Das war in diesem Fall wohl auch nicht anders. Ich kann mir gut vorstellen, daß einige Boeingleute weiter an ihren 787 herumgewerkelt haben. Da muß nicht "jeder stramm stehen und klatschen"!
Wenn es mal wieder um einen Rüstungsauftrag oder ein WTO-Problem geht, dann weiß Boeing, daß der Präsident an sie denkt und sich an den freundlichen Empfang erinnert...
23.02.2012 08:10
Ich finde die letzten zwei Absätze in dem Bloomberg-Artikel ziemlich interessant: Durch Barack's Besuch sind mehrere Schichten in der Produktion ausgefallen.

Ich frage mich, warum man sich auf sowas einlässt, wenn man mit diesem Flieger eh schon genug Schwierigkeiten hat. Das ist mal wieder typisch Boeing-Marketing.

Gruß, t-c

Edith sagt: da fehlt ein "i" in "zwei"!

Dieser Beitrag wurde am 23.02.2012 08:10 Uhr bearbeitet.
23.02.2012 01:18
Hier noch ein entsprechender Link:

 http://www.bloomberg.com/news/2012-02-22/boeing-to-check-all-completed-787-dreamliners-for-delamination.html

Lachnummer ist so langsam fast schon untertrieben. Wann reagieren bzw. äußern sich endlich die ersten Kunden???

LG Alex


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