CINCINNATI - Delta schließt ihre Regionaltochter Comair. Die Airline werde am 29. September ihren Betrieb einstellen, gab Delta in einer Mitteilung bekannt. Erst im Juni hatte sich Delta mit ihren Gewerkschaften darauf verständigt, den Bestand an 50-Sitzern in den Regionalflotten schneller als bislang geplant abzubauen. Im Gegenzug wird Delta ihren Mainlinebetrieb erweitern und zusätzliche Jets mit mehr als 76 Sitzen mit eigenen Piloten bereedern.
In den nächsten Jahren will Delta ihre 50-Sitzer-Flotte von derzeit 350 auf 125 oder weniger Flugzeuge verkleinern. Die ältesten 50-Sitzer der Typen Bombardier CRJ100 und CRJ200 sind bislang noch bei Comair im Einsatz. Nach der Ausgliederung dieser Maschinen verblieben Comair nur noch 28 Flugzeuge, schreibt Comair-Chef Ryan Gumm in einer Email an seine Mitarbeiter.
Als Ersatz für die 50-Sitzer will Delta zunächst 88 Boeing 717 von Southwest Airlines leasen. Die Flugzeuge werden mainline geflogen und bereedert.
Comair wurde im Jahr 1977 gegründet und begann Mitte der 80er Jahre mit der Durchführung von Flügen im Delta Connection--Netz. Kurz vor der Jahrtausendwende wurde die Airline von Delta für zwei Milliarden US Dollar vollständig übernommen.
Comair war am 27. August 1996 für einen der schwersten Unfälle jüngerer Zeit im US Luftverkehr verantwortlich. An diesem Tag stürzte eine vollbesetzte CRJ-100 der Airline kurz nach einem missglückten Start am Flughafen Lexington (US Bundesstaat Kentucky) ab. Von den 50 Menschen an Bord überlebte lediglich der Copilot.
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