Eröffnungstermin unsicher
Älter als 7 Tage

Hauptstadtflughafen: Neue Probleme mit Brandschutz

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Horst Amann, © Fraport AG

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BERLIN - Die Probleme beim Brandschutz auf dem neuen Hauptstadtflughafen sind gravierender als bisher angenommen. Wie der Technik-Chef der Berliner Flughafengesellschaft, Horst Amann, am Samstag erklärte, hat der Brandschutzplaner «Abweichungen zwischen Brandschutzkonzept, Baugenehmigung und baulicher Realisierung des Flughafens» eingeräumt. Er bestätigte damit Informationen der «Bild»-Zeitung (Samstag).

Laut Amann ergab die Stellungnahme der Brandschutzplaner, «dass noch nicht für alle offenen Punkte tragfähige Lösungen vorliegen». Er arbeite mit Planern und Experten an diesen Problemen. «Die weiteren Beratungen in den nächsten Tagen werden Klarheit bringen», teilte Amann weiter mit.

Laut «Bild» müssten möglicherweise große Teile des Terminals wieder aufgerissen werden. Beim Bau sei offenbar mehrfach gegen die Bauordnung verstoßen worden. Amann prüft dem Bericht zufolge mit Brandschutzgutachtern, Planern und Baufirmen, ob die geplante Eröffnung am 27. Oktober 2013 noch zu halten sei.

Ursprünglich sollte der Flughafen am 3. Juni 2012 seinen Betrieb aufnehmen. Vor allem wegen Problemen mit der Brandschutzanlage war die Eröffnung kurzfristig erst auf März, dann auf Oktober 2013 verschoben worden.
© dpa | 10.11.2012 14:37

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Beitrag vom 11.11.2012 - 10:45 Uhr
@nighthawk: Recht hast du. Bei mir kommt noch der Punkt dazu, dass die Herren des BER im Vorfeld doch ziemlich laut geschrien haben, dass sie auf einen Schlag Nr. 3 werden und dann an MUC vorbeiziehen werden bla bla bla...Naja, Schadenfreude ist die größte Freude. Mir tut's halt um die ganzen kleinen Privatexistenzen leid, die da kaputt gegangen sind. Und natürlich braucht Berlin einen Flughafen, aber vor Jahren hatte man 3 funktionierende, jetzt hat man einen hässlichen, einen kaputten vollen und einen der vor sich hin schimmelt. Großartig. Aber was soll's..wurde ja alles schon lang und breit diskutiert. Zur Zukunft von AB: Die Kreditlinie der Scheichs scheint ja bereits aufgebraucht, und die Oneworld Partner werden die Partnerschaft mit AF bestimmt nicht dolle finden. Im schlimmsten Fall stehen sie dann bald pleite, ohne Allianz, ohne Partner und ohne Heimathub da, und dann macht glaub ich der letzte das Licht aus und das war's dann.
Beitrag vom 10.11.2012 - 20:30 Uhr
"....«Abweichungen zwischen Brandschutzkonzept, Baugenehmigung und baulicher Realisierung des Flughafens» eingeräumt.
Wie der Herr so's Gescherr.....
Wieviel soll das kosten? Am Ende mault der Architekt, sein ...Konzept werde durch den Umbau verhunzt, missgestaltet.

Dieser Beitrag wurde am 10.11.2012 20:31 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 10.11.2012 - 17:26 Uhr
@Apollo
Auch wenn der Flughafen sicher nicht optimal geplant wurde (zu eng, "Pavillons" für Security, etc.) -- wenn er denn wenigstens in Betrieb wäre...

Das Drehkreuz in Berlin hat AB so postuliert. Natürlich könnte man locker auch anderswo, wie Du sagst, einen Hub einrichten. AB hat allerdings ihr Wohl und Wehe mit BER verknüpft, und bis jetzt scheint Mehdorn davon auch nicht abrücken zu wollen. Der Vorteil von BER für AB ist, dass sie dort die Infrastruktur mitbestimmen konnten und noch kein Konkurrent ebenfalls Hubverkehr anbietet. Andererseits: was nützt mir den schönste Airport, wenn er nicht betriebsfähig ist...

Also, ein interessanter Aspekt, aber ich bezweifle, dass AB das in Betracht zieht. Das kann auch nicht im Interesse von BER sein. Hoffen wir, dass AB lange genug durchhält.

Dass Berlin einen Airport braucht, liegt ja auf der Hand, bei der Größe kann man sich streiten. ;) Berlin hat bestimmt kein Aufkommen wie andere Drehkreuze, aber grundsätzlich finde ich es richtig, dass dort ein Flughafen steht, der auf Jahre Wachstumsmöglichkeiten bietet. Der Wirtschaft dort wäre es zu wünschen, dass sich der Luftverkehr entsprechend entwickelt, vielleicht kommt die wirtschaftlich schwache Region dann auch ein wenig auf die Beine.

Wäre das ganze nicht ein Prestigeprojekt, hätte man auch erstmal mit dem neuen Bahnsystem und einem moderaten Ausbau der Anlagen starten können. Das wäre schneller gegangen und hätte weniger gekostet. Aber darüber haben sich sicher zahlreiche hochbezahlte Menschen jede Menge Gedanken gemacht... ;)


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