Notlandung in Japan
Älter als 7 Tage

ANA und Japan Airlines setzen Dreamliner-Betrieb aus

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All Nippon Airways Boeing 787, © Kentaro, CCBYSA

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TOKIO - Die All Nippon Airways (ANA) Boeing 787 JA804A ist am Mittwoch in Japan notgelandet. Wie ANA mitteilte, mussten alle 137 Passagiere und Crewmitglieder nach der Landung auf dem westjapanischen Flughafen Takamatsu die Maschine verlassen, nachdem Rauch in der Kabine bemerkt worden war. Fünf Personen seien leicht verletzt worden, ein Passagier wurde wegen Rückenbeschwerden laut örtlichen Medien ins Krankenhaus gebracht.

Angesichts einer ganzen Serie von Pannen wollten ANA und der heimische Konkurrent JAL den Betrieb mit ihren insgesamt 24 Dreamlinern vorerst aussetzen.

Der jüngste Vorfall ereignete sich auf Flug JA692 von Yamaguchi im Westen Japans nach Tokio. Rund 35 Minuten nach dem Start habe man in der Maschine Rauch bemerkt. Daraufhin leiteten die Piloten in Takamatsu eine Notlandung ein und ließ alle Passagiere über Notrutschen das Flugzeug verlassen. Einen Löscheinsatz habe es nicht gegeben.

Der Kapitän habe ausgesagt, dass ein Instrument im Cockpit Batterieprobleme im vorderen Avionikraum angezeigt und es einen ungewöhnlichen Geruch gegeben habe.

Passagiervideo: ANA Boeing 787 wird evakuiert, © Voxant


"Wir sind über die Umleitung einer 787 in Japan informiert und werden mit ANA und den örtlichen Behörden zusammenarbeiten, um herauszufinden, was vorgefallen ist", äüßerte sich Boeing am Mittwoch zu dem Vorfall.

Bereits in den vergangenen Tagen hatten die Japaner wiederholt Pannen beim Dreamliner gemeldet, unter anderem den Verlust von Treibstoff oder Probleme mit der Computersteuerung für die Bremsen. In der vergangenen Woche überhitzte eine Batterie der bordeigenen Stromversorgung in einer am Flughafen von Boston geparkten Japan Airlines 787. Die Flughafenfeuerwehr rückte zur Maschine aus. 

Die Japaner waren die Erstkunden für Boeings "Dreamliner". Die Pannenserie bei dem hochmodernen Langstreckenflieger hat inzwischen auch die US-Luftfahrtbehörde auf den Plan gerufen. Die FAA kündigte vor wenigen Tagen an, das Modell genau unter die Lupe zu nehmen. Die staatlichen Experten werden dabei ein besonderes Augenmerk auf die elektrischen Systeme sowie auf die Mechanik legen. Japan will eine eigene Untersuchung durchführen.
© dpa-AFX | Abb.: HK Colin, Creative Commons CCBYSA | 16.01.2013 08:16

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Beitrag vom 18.01.2013 - 11:03 Uhr
@PWR-ON: Keine Bleed-Air aus der APU.
Beitrag vom 17.01.2013 - 18:06 Uhr
Hallo Forum-Gemeinde :-)

Naja, gestern Abend hatte ich noch geschrieben das die 787 auf den Boden gehört. War echt erstaunt als ich die Nachricht heute Morgen im Radio hörte, dass die FAA reagiert hat.....

Laut Aero-Bericht auf Seite 1 ist die 787 das erste Verkehrsflugzeug, das seine Systeme mit einer "vollelektrischen APU" betreibt....
Vielleicht habe ich ja was verpasst, aber die Brennstoffzellentechnik für die Luftfahrt ist doch noch in den Kinderschuhen meines Wissens nach. Wie ist das denn gemeint?
Leider hatte niemand auf meine Frage (s.o.) geantwortet, wo die Batterien genau verbaut sind. Weiß das jemand?
Beitrag vom 17.01.2013 - 13:05 Uhr
@ Düse: Dein Link funzt iwie nicht..

Hier geht es zu den richtigen:
 http://www.ntsb.gov/img/headline/1-7-12_JAL787_APU_Battery.jpg und
 http://www.ntsb.gov/img/headline/1-7-12_JAL787_APU_Battery2.jpg

Edit: Interessant, auch meine scheinen nicht zu gehen. Ihr müsst beim NTSB einfach oben in der Navigation auf "News & Events" -> "Press Releases" klicken und dann auf "January 14, 2013 - NTSB Provides Second Investigative Update on Boeing 787 Battery Fire in Boston"

Dieser Beitrag wurde am 17.01.2013 13:08 Uhr bearbeitet.


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