"Bloomberg"
13:55 Uhr

Emirates setzt BER-Strecke durch

Emirates Boeing 777-300ER
Emirates Boeing 777-300ER, © Emirates

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BERLIN - Emirates bemüht sich seit Jahren um ein fünftes Tor zu Deutschland. Die Airline hat ihre Vorstellungen jetzt offenbar in der Politik durchgesetzt. Nach Informationen der Nachrichtenagentur "Bloomberg" wird Emirates noch 2026 eine Linie mit Boeing 777-300ER nach Berlin etablieren.

Emirates verbindet ab Dezember 2026 den BER mit ihrem Drehkreuz Dubai. Das meldet "Bloomberg" unter Berufung auf eingesehende Unterlagen.

Eine Bestätigung steht aus, die VAE hatten sich laut Kreisen zuletzt aber wieder intensiver um eine Lockerung des Luftfahrtabkommens mit Deutschland aus den 1990er Jahren für Emirates bemüht.

Emirates darf unter bisherigen Regeln maximal vier deutsche Flughäfen bedienen. Eine Preisgabe eines anderen deutschen Zielflughafens - Frankfurt, München, Düsseldorf oder Hamburg - zugunsten einer BER-Strecke stand für Emirates nie zur Debatte. 2022 hatte die damalige Bundesregierung eine Lockerung des Abkommens noch abgelehnt.

Der neue Emirates-Vorstoß erfolgte mit Rückendeckung der deutschen Flughafen-Lobby, derzeit unter Vorsitz von BER-Chefin Aletta von Massenbach. Der Branchenverband ADV hatte sich Ende Dezember 2025 für "neue beziehungsweise erweiterte Luftverkehrsabkommen mit Drittstaaten" ausgesprochen - und sich damit gegen Lufthansa positioniert.

Lufthansa sieht ungleichen Wettbewerb

Transitströme über Golf-Drehkreuze trocknen das Asiennetz von Lufthansa seit Jahren aus. Ein erweiterter Marktzugang für Emirates ist für den Konzern ein rotes Tuch.

Lufthansa würde Konzessionen für Golfairlines lieber schleifen und übt regelmäßig Kritik am EU-Abkommen CATA mit Katar, das Flugbegrenzungen für Qatar Airways in der EU quasi auflöste.

"Aufgrund der schwerwiegenden Korruptionsvorwürfe muss das EU-Katar-Luftverkehrsabkommen umgehend ausgesetzt werden", forderte Lufthansa 2025 - und: "Zukünftige Reformen sowie Neuabschlüsse von Luftverkehrsabkommen müssen auf klaren Schlüsselkriterien basieren: Wettbewerbsneutralität, Reziprozität und wirksame Sanktionen."

Im politischen Lager konnte Lufthansa für diese Position auf Unterstützung aus Bayern und Hessen zählen - beide Länder warnten die Bundesregierung zuletzt eindringlich vor einer Schwächung der Lufthansa-Interkontdrehkreuze München und Frankfurt durch erweiterte Flugrechte für Airlines aus Drittstaaten.
© aero.de | Abb.: Emirates, Boeing | 30.01.2026 13:55

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Beitrag vom 30.01.2026 - 15:02 Uhr
Das ist doch einfach der Wettbewerb, von dem ankle immer predigen. Und wenn ich von Ber in die weite Welt will, wird das Angebot der LH Gruppe meinen Ansprüchen selten gerecht. Weder von den Verbindungen nocht den Preiesen oder dem Servicelevel. Insoweit: Willkommen EK. Und LH: Hausaufgaben machen.
Beitrag vom 30.01.2026 - 14:25 Uhr
Nach CATA der nächste Ausverkauf unserer Interessen. Was ist die Gegenleistung?


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