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Eurowings hat Airbus A321LR auf dem Radar

Airbus A321neo
Airbus A321neo, © Airbus

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HAMBURG - Ganz direkt - der kleinste Langstrecken-Airbus A321LR elektrisiert Atlantik-Überflieger. Aer Lingus holte bei Leasingfirmen gerade Angebote für sieben Flugzeuge ein. Die A321LR "ist sicherlich ein Produkt, das relevant werden wird", meint auch Eurowings Chief Commercial Officer Oliver Wager.

Lufthansa hat 45 A321neo - die technische Basis der A321LR - bestellt, in dem Auftrag aber (noch) keine A321LR mit Zusatztanks spezifiziert. Eurowings werde sich die A321LR "sehr genau anschauen", sagte Wagner aero.de vergangene Woche in Hamburg "Da liegt Düsseldorf - New York genau auf der Grenze."

Die A321LR sei daher zwar grundsätzlich "eine Option, aber mitnichten entschieden", sagte der Manager, denn "Deutschland liegt geographisch echt einen Tick zu weit im Osten für solche Flugzeuge". Schließlich brauche man für Günstigflüge eine "hohe Payload" bei mindestens 170 bis 180 Sitzen.

Der umtriebige Günstigflieger Norwegian schickt sich an, im Sommer mit der Boeing 737 MAX 8 von Irland nach Providence in Rhode Island und nach Newburgh im US-Bundesstaat New York zu fliegen. Norwegian bestellte 2016 30 Airbus A321LR und überlegt, einige davon später in Düsseldorf zu stationieren.

"Am Ende ist (...) die A321LR auch ein kleines Langstreckenflugzeug für Routen von Düsseldorf bis in den mittleren Westen der USA oder nach Indien", sagte Norwegian-Vize Thomas Ramdahl kürzlich der "WirtschaftsWoche".

Zahlreiche Interessenten

Die A321LR ist ab 2019 verfügbar und weckt bei zahlreichen Airlines Interesse. Azores Airlines legte sich 2016 auf das Flugzeug fest, TAP Portugal, SAS und Jetblue erklärten jeweils, die A321LR für ihre Systeme in Betracht zu ziehen. IAG will sieben A321LR als Ersatz für vier Boeing 757 für Aer Lingus leasen.

Airbus peilt für die A321LR bei 97 Tonnen Höchstabfluggewicht eine Reichweite von 4.000 nautischen Meilen mit bis zu 206 Passagieren an. Das sind 300 nautische Meilen mehr Reichweite als eine reguläre A321neo bietet.
© aero.de | Abb.: Airbus | 15.02.2017 08:26

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Beitrag vom 16.02.2017 - 13:49 Uhr
@gpower
Ich kann bei den neuen Typen noch nicht mitreden, aber bei den Businessjetversionen der beiden Anbieter (BBJ 1 und A 319CJ) war es so, dass bei vergleichbaren Konfigurationen der BBJ es immer weiter schaffte als der CJ, und das nicht nur ein paar Meilen, sondern anständig. Natürlich kann man einen CJ mit 6 Tanks ausstatten, aber hat dann nur noch Platz für ca. 10 Paxe und übrigens fast Null Gepäckraum. Das ist bei der Boeing anders.
Der CJ bringt seine Reichweite auch nur mit den IAE Triebwerken, die sind einige Prozente sparsamer als die CFM´s. Insofern kann ich es nachvollziehen, dass ein 321LR von DUS nach JFK manchmal Probleme bekommen kann durchzufliegen, eine 737 aber nicht.
Beitrag vom 15.02.2017 - 15:03 Uhr
Wie kann es sein, dass man bei Eurowings sagt, DUS-NYC würde lediglich mit Hängen und Würgen gehen, Norwegian es von Düsseldorf aus mit dem gleichen Flugzeug hingegen bis in den mittleren Western, also mindestens bis Detroit, schaffen will?

Klar, hätte ich bei so einem Presseevent auch gesagt. Die Chance lässt man sich nicht entgehen. AB sagt auf ihrer Seite, 3700nm mit 3 Klassen und 180 Pax. Offen ist, inkl alles? Reserve, Alternate und Umweg wg Wind? Bei 200 Pax fehlen schon mal 2 Tonnen Sprit, oder eben Range. Denke EW werden da für eine belastbare Ops, auch im Winter, schon alles berechnen. Und wenn es eng ist, ist es eng. Sie sgen ja nicht nein.
Beitrag vom 15.02.2017 - 10:41 Uhr
Die Specs stehen eben noch nicht endgültig fest. Von Irland oder Island ist das sicher ein ideales Flugzeug, um Frequenzen zu pushen.

Aus DUS sieht die Rechnung eben schon wieder ganz anders aus: wie viele Paxe kriege ich rein und wie fällt dann der Vergleich mit den Sitzkosten bspw. einer 787-8 oder A330neo aus.


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