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IATA erwartet noch höhere Verluste für 2009

WASHINGTON / GENF (dpa-AFX) - Der Luftfahrtbranche wird nach Einschätzung ihres Branchenverbands in diesem Jahr noch schlimmer von der Wirtschaftskrise getroffen als bislang befürchtet. Der Verlust der Fluggesellschaften werde sich voraussichtlich auf elf Milliarden US-Dollar belaufen, teilte die internationale Luftfahrtorganisation IATA am Dienstag mit. Bislang war der Verband noch von neun Milliarden Dollar Verlust ausgegangen.



Besonders übel sieht es laut IATA für die Fluggesellschaften in Europa aus. Mit 3,8 Milliarden Dollar dürften deren Verluste doppelt so hoch ausfallen wie zuletzt erwartet. Als Gründe für die verschlechterten Aussichten führte die IATA den hohen Ölpreis und die "ausgesprochen schwache Ertragslage" im Passagier- und Frachtgeschäft an.

"Die Verluste in dieser Krise sind mit 27,8 Milliarden US-Dollar in den Jahren 2008/09 größer als nach den Ereignissen des 11. September 2001", sagte IATA-Chef Giovanni Bisignani. "Umsätze auf dem Niveau von 2008 werden wir frühestens im Jahr 2012 wieder erwarten können." Im laufenden Jahr dürften die Erlöse um 15 Prozent auf 455 Milliarden Dollar zurückgehen. In der First und Business Class sei die Nachfrage seit Juni um ein Fünftel gesunken.

Unterdessen dürfte ein höherer Ölpreis die Gesellschaften weiter belasten. Nach IATA-Schätzung wird er 2009 mit 61 Dollar je Barrel um fünf Prozent höher liegen als noch 2008. Dabei seien größere Fluggesellschaften dank eines Geldpolsters besser für die Krise gerüstet als kleine und mittelgroße. Mit dem Jahr 2009 dürften die Probleme nicht ausgestanden sein. Für 2010 erwartet der Verband derzeit weltweit Verluste in Höhe von rund 3,8 Milliarden US-Dollar.

© dpa-AFX | Abb.: Aeroflot, Symbolbild | 15.09.2009 17:02




Leser-Kommentare (1)

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16.09.2009 14:08
Und dann gibt es aber auch noch die Gesellschaften, wie die von Niki Lauda, die wachsen und von der Krise eher profitieren.
 http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3926&Alias=wzo&cob=437822


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