Beitrag vom 23.12.2024 - 11:04 Uhr
Ich verzichte mal darauf, alte Threads zu diesem Thema rauszuholen, in denen gewohnt einseitig gegen LH ausgeteilt und jede â??Klatscheâ?? vor Gericht abgefeiert wurde. Aber schön, dass diese Geschichte jetzt abschließend geregelt werden kann, denn das â??für April angesetzte Hauptsacheverfahren in Düsseldorf wird daran wenig ändern.â??
Es wurde zudem höchstrichterlich festgestellt, dass das Kartellamt in dieser Angelegenheit politisch voreingenommen agiert hat. Das ist jetzt in der Tat mal eine â??Klatscheâ??.
Bleibt nun abzuwarten, wie Condor mit den neuen Gegebenheiten zurecht kommt und wie lange das Interesse von Attestor noch anhält. Herr Gerber wollte ja Klarheit in dieser Angelegenheit abwarten, bevor nach neuen Investoren gesucht wird. Diese Klarheit hat man jetzt.
Beitrag vom 23.12.2024 - 11:18 Uhr
Ich denke, dass die beste Lösung ein für beide (!) Seiten vernünftiges Agreement sein wird, bei dem auf der einen Seite LH die Zubringer zu auskömmlichen Preisen auch mit Condor-Passagieren auslasten kann, auf der anderen Seite aber in Sachen Haftung und Co. nicht mehr übermäßig Nachteile hat.
Beitrag vom 23.12.2024 - 11:39 Uhr
Ich hielt es schon lange für seltsam, das LH verpflichtet sein soll, dem Hauptwettbewerber auf eigenes Risko in einem defizitären Geschäft den unrentablen Part eines stoppover Langstreckenflugs zu einem vergünstigtem Preis abzuwickeln.
Condor hat darauf aufbauend einen massiven Strategieschwenk vollzogen, und sich gestützt auf die Protektion von Monopolfantasie zu einem Air Berlin 2.0 Gemischtwarenladen gewandelt.
Man muss nur mal die Routen und die C von Condor im A33N anschauen. Alleine das man 21 A339 füllen will - hoch von 12 oder 16 B763ER ohne eigenen Feed.
Condor spielt mit hohem Risiko, den das was Teckentrupp da als Strategie hinterlassen hat, ist ein kleiner FSC mit Urlaubsflieger. In direkter Konkurrenz zur LH an deren Hub mit deren Feed.
Beitrag vom 23.12.2024 - 11:53 Uhr
Nun wird es spannend, was dies langfristig für die Langstrecke von Discover und Condor bedeutet. Die Paralellstrukturen werden mit Sicherheit nicht in der jetzigen Form bestehen bleiben. Es wird einen Gewinner und einen Verlierer geben.
Beitrag vom 23.12.2024 - 12:00 Uhr
Nun wird es spannend, was dies langfristig für die Langstrecke von Discover und Condor bedeutet. Die Paralellstrukturen werden mit Sicherheit nicht in der jetzigen Form bestehen bleiben. Es wird einen Gewinner und einen Verlierer geben.
Was soll denn die Lösung sein?
Eine Ã?bernahme von Condor durch die LH wird Wettbewerbsrechtlich niemals durchgehen, und weder IAG noch AF KLM hätten Lust darauf in FRA gegen LHG anzutreten.
Möglich wäre einzig eine Tui / DE Story, die ja schonmal unter Air Berlin diskutiert wurde.
Beitrag vom 23.12.2024 - 12:02 Uhr
Für die Condor hätte ich mir persönlich etwas Anderes gewünscht, aber das Ergebnis ist schon nachvollziehbar.
Condor hat gerade einen Finanzinvestor als Eigentümer, der mit Sicherheit nicht dauerhaft der Eigentümer bleiben möchte. Ziel dürfte die profitable Weiterveräußerung sein, daher auch die massiven Investitionen in die Flotte - diese kann man beim derzeitigen Mangel an Flugzeugen auf dem Markt zur Not auch separat weiterverkaufen bzw. im Fall von Leasing darüber loswerden. Das wäre dann zwar vielleicht ein Verlust, aber für so einen großen Investor überschaubar.
Meine Prognose ist nach wie vor für Condor: die deutschen Reiseveranstalter werden Condor aus eigenem Interesse ausreichend mit Aufträgen versorgen, um nicht von der LH-Gruppe abhängig zu werden.
Und/Oder Condor wird auf eine kartellrechtlich irgendwie nach außen hin sauber erscheinende Lösung (z. B. Condor-Insolvenz und dann Ã?bernahme der Konkursmasse zusammen mit Easyjet oder so) wieder Teil der LH-Gruppe und ersetzt Discover.
Beitrag vom 23.12.2024 - 12:08 Uhr
Condor könnte überlegen, einen Hub in Berlin aufzubauen. Man würde sich der direkten Konkurrenz von LH entziehen und Berlin lechzt ja bekanntermaßen nach Interkontverbindungen.
Beitrag vom 23.12.2024 - 12:16 Uhr
Ich denke, dass die beste Lösung ein für beide (!) Seiten vernünftiges Agreement sein wird, bei dem auf der einen Seite LH die Zubringer zu auskömmlichen Preisen auch mit Condor-Passagieren auslasten kann, auf der anderen Seite aber in Sachen Haftung und Co. nicht mehr übermäßig Nachteile hat.
Es gibt da nichts für "beide" Seiten. Jeder Passagier, der Condor Langstrecke bucht ist potentiell weg für LHG auf deren Langstrecke. Da machen auch ein paar Euro für den Zubringer nichts wett, der auch nur den Platz blockiert für einen eigenen durchgängigern Passagier.
Unter dem Strich ist das jetzt geklärt, wie @X-Ray schreibt und Condor kann sich entsprechend aufstellen. Immer ein paar Euro günstiger zu sein als der Wettberwerb wird jetzt schwieriger.
Beitrag vom 23.12.2024 - 12:17 Uhr
Für die Condor hätte ich mir persönlich etwas Anderes gewünscht, aber das Ergebnis ist schon nachvollziehbar.
Condor hat gerade einen Finanzinvestor als Eigentümer, der mit Sicherheit nicht dauerhaft der Eigentümer bleiben möchte. Ziel dürfte die profitable Weiterveräußerung sein, daher auch die massiven Investitionen in die Flotte - diese kann man beim derzeitigen Mangel an Flugzeugen auf dem Markt zur Not auch separat weiterverkaufen bzw. im Fall von Leasing darüber loswerden. Das wäre dann zwar vielleicht ein Verlust, aber für so einen großen Investor überschaubar.
Meine Prognose ist nach wie vor für Condor: die deutschen Reiseveranstalter werden Condor aus eigenem Interesse ausreichend mit Aufträgen versorgen, um nicht von der LH-Gruppe abhängig zu werden.
Und/Oder Condor wird auf eine kartellrechtlich irgendwie nach außen hin sauber erscheinende Lösung (z. B. Condor-Insolvenz und dann Ã?bernahme der Konkursmasse zusammen mit Easyjet oder so) wieder Teil der LH-Gruppe und ersetzt Discover.
Warum sollte das passieren? Discover hatte genug Zeit, den eigenen Betrieb aufzubauen. Warum sollten sie Teile einer Konkursmasse übernehmen? Condor würde einfach verschwinden, war bei Air Berlin auch so. Für alles andere fehlt ein Alleinstellungsmerkmal.
Beitrag vom 23.12.2024 - 12:58 Uhr
@holger79: weil Condor ein in verhältnismäßig effizienten Strukturen funktionierendes Unternehmen ist im Vergleich mit Discover. In jedem Fall würde der Name Condor bei der LH wohl erhalten bleiben, der ist schon einiges mehr wert als die Marke Disover.
Beitrag vom 23.12.2024 - 14:09 Uhr
Condor könnte überlegen, einen Hub in Berlin aufzubauen. Man würde sich der direkten Konkurrenz von LH entziehen und Berlin lechzt ja bekanntermaßen nach Interkontverbindungen.
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Beitrag vom 23.12.2024 - 15:01 Uhr
@holger79: weil Condor ein in verhältnismäßig effizienten Strukturen funktionierendes Unternehmen ist im Vergleich mit Discover. In jedem Fall würde der Name Condor bei der LH wohl erhalten bleiben, der ist schon einiges mehr wert als die Marke Disover.
Ich glaube das ist eher Wunschdenken. Warum sollte LH sich diesen Klotz aus Tarifverträgen usw. im Rahmen eines Betriebsübergangs ans Bein binden? Die Vergangenheit hat gezeigt, dass so etwas eher nicht passieren wird. Insbesondere bei Condor, dessen Produkt beliebig ersetzbar wäre.
Beitrag vom 23.12.2024 - 16:01 Uhr
Condor kann ja Wet-Lease fliegen für LH/Discovery, wenn sie die neuen A339 nicht alle ausgelastet bekommen.
Bedarf an Flugzeugen hat die LH Group doch wohl.
Beitrag vom 23.12.2024 - 16:41 Uhr
@holger79: weil Condor ein in verhältnismäßig effizienten Strukturen funktionierendes Unternehmen ist im Vergleich mit Discover. In jedem Fall würde der Name Condor bei der LH wohl erhalten bleiben, der ist schon einiges mehr wert als die Marke Disover.
Der Kas ist bissn, wie es so schön heisst.
Die LH hatte COndor einst, sie hätten einen Ferienflieger behalten können, haben die Condor aber an Thomas Cook verkauft.
Nachdem die EU schon bei IAG und AIr Europa den Stecker gezogen hat und ITA nur unter strengen Auflagen nach ewigem Gezerre zur LH kommt, wird es wohl chancenlos sein, zu versuchen Condor erneut unter das LH Dach zu bekommen.
Die LH wird schon weiter für Condor feedern, aber halt nicht zum bevorzugten Preis.
Man wird da de facto eine Situation schaffen, in der Condor nicht billiger sein kann als die LH / Disco.
Das wird man wohl aus strategischer Ã?berlegung anbieten, weil die LH wenn sie Condor "hinrichtet" wohl massive Probleme mit den Wettbewerbsbehörden bekommt.
Also wird man der COndor einen Deal anbieten, der ihr quasi zum sterben zu viel und zum Leben zu wenig lässt. Auf jeden Fall wird man verhindern wollen, das DE der LH die Premium Kunden per Preis nach unten abgräbt.
Wenn ich da C Tickets für unter 1000â?¬ nach Washington sehe, das wird dann schwer.
Die LH wird es sich aber nicht komplett verscherzen wollen mit der EU Kommission, denn das kriegt man immer zurück. z.b. sollte die LH bei TAP nochmal zuschlagen wollen.
Genauso wenig kann die LH es wollen, das Condor an AF-KLM oder IAG geht, wobei beide von Haus aus relativ wenig Intresse auf einen Preiskampf in FRA gegen die LH haben dürften. Mit einem halben Ferienflieger.
Beitrag vom 23.12.2024 - 18:04 Uhr
Na da bin ich schon gespannt ob die Flugbuchung eh bleibt oder storniert wird von seitens Condort bei uns gehts im Sept Wien-FRA(AUA LH) und dann weiter mit Condor nach ZNZ