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Beitrag vom 14.10.2008 - 13:52 Uhr
UserOldfly1
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User (1570 Beiträge)
Moin,

da gab es auch eine Untersuchen wegen Laptops die eventuell dafür verantwortlich sein "könnten", angeblich hat es schon mal einen Vorfall mit einer Funkmaus gegeben.

Gruß
Beitrag vom 14.10.2008 - 14:30 Uhr
UserAirTommy
User (804 Beiträge)
Halte die These mit der Notebook-Maus für wenig wahrscheinlich. Das Signal ist so gering, dass es der Empänger schon bei Distanzen von 50cm nicht mehr erkennt; glaube nicht, dass das einen Störimpuls auslösen kann. Eher schon ein Mobiltelefon.

Für mich klingt das aber eher nach einem Hardwaredefekt.
Beitrag vom 14.10.2008 - 16:17 Uhr
Userberlindresden
Informatiker
User (486 Beiträge)
Wenn kein Defekt erkannt wird, sondern nur (im Nachhinein) falsche Werte geliefert werden, können beliebig viele Backup Systeme vorhanden sein.
Beitrag vom 14.10.2008 - 16:22 Uhr
UserOldfly1
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User (1570 Beiträge)
Moin,

ich weiß ja nicht ob SDFlight noch was dazu scheibt oder darf, aber der AP lässt sich nur aktivieren wenn Er verfügbar ist, sollte in Betrieb ein Hardware Fehler auftreten schaltet sich der Standby ein und zeigt das auch an mit einem Ausfallwarnung, und das der andere jetzt aktiv ist.

Ich werde demnächst darüber mal etwas  >hier< dazu schreiben. :D

Gruß
Beitrag vom 14.10.2008 - 18:34 Uhr
UserOldfly1
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User (1570 Beiträge)
Moin,

also ich würde auch gerne mal eine Stellungnahme haben wollen, wie man das meint, bei der Ã?berschrift steht noch nicht mal ein Fragezeichen dahinter, man könnte schon fast was anderes vermuten dahinter.

Alles wirklich "sehr" laienhaft......

Gruß
Beitrag vom 14.10.2008 - 19:17 Uhr
Usershfa376
Vertreter
User (1 Beiträge)
naja, so ist das eben, wenn man nur dpa-Meldungen kopiert. Hier ist ein ausführlicherer Bericht:

[b]ATSB warnt Airlines
Computer-Fehler führte zu Qantas-Sturzflug[/b]
 http://www.airliners.de/news/artikelseite.php?articleid=16497
Beitrag vom 15.10.2008 - 11:33 Uhr
UserAirTommy
User (804 Beiträge)
Steig mal vom Threat zu

 http://www.aero.de/Airbus_aendert_Handlungsempfehlung_fuer_A330-A340_7388.htm

in diesen um. @Oldfly: Für mich klingt das nach einem Fehler im Alternate Law / Abn Alternate Law. In dem ATSB-Bericht steht, dass das PFD ausgefallen ist - möglich, dass die zu dem Zeitpunkt keine Informationen über einen Wechsel der Steuermodi hatten.
Beitrag vom 15.10.2008 - 16:56 Uhr
UserAirTommy
User (804 Beiträge)
Hab mir auch nochmal den ATSB-Bericht vorgenommen:

[quote]A second nose-down aircraft movement was encountered later, but with less significant effects in terms of aircraft trajectory changes. It also led to the generation of the "F/CTL PRIM 2 PITCH FAULT" ECAM WARNING. This combined with the previous "F/CTL PRIM 1 PITCH FAULT" ECAM WARNING leading to a switch from NORMAL to ALTERNATE law.[/quote]

Beim ersten Absinken war die Maschine tatsächlich noch im normal law. Verstehe dann aber nicht, weshalb sich der ap abgestellt hat.
Beitrag vom 15.10.2008 - 17:02 Uhr
UserOldfly1
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User (1570 Beiträge)
Moin,

also mir kommt das auch alles sehr undenkbar vor, da muss noch was anderes sein.

Wie ist eigentlich das Flugzeug dort jetzt wieder weg gekommen ?

Gruß

P.S. Auf den Bericht bin ganz gespannt drauf.
Beitrag vom 16.10.2008 - 08:41 Uhr
UserWombat
User (26 Beiträge)
Sich auf die ADIRUs als Fehlerquelle zu versteifen duerfte nicht weiterfuehren.
Wuerde es Sinn machen, sich Gedanken zu machen, was VOR den ADIRUs passieren kann?

Erst einmal eine kurze Faktenauflistung:
AUG 1, 2005: eine 777-200 der Malaysian Airlines hat aehnliche mid air Probleme wie die des A330 des Qantas FL 72.
Beide Flugzeuge flogen die gleiche Route, nur entgegengesetzte Richtung ( A330 Perth/Singapore, 777-200 Kuala Lumpur/Perth).
Auch damals wurde das ADIRU in der Boeing als Fehlerquelle genannt.
Die 777-200 befand sich zum Zeitpunkt des Fehlverhaltens etwa 330 NM suedlich des Ortes Exmouth in WA (meine Schaetzung, basierend auf 32 Minuten Flugzeit nach take off von Perth).
Der A330 war zum Zeitpunkt des Fehlverhaltens etwa 50 NM suedlich von Exmouth.
Es handelt sich bei diesen beiden Fluegen um die einzigen (hier in Australien oder sogar weltweit?) bei denen Airliner Fehlverhalten den ADIRUs zugeschrieben wird.
Warum befanden sich beide Flugzeuge in der gleichen Gegend, als sich Probleme mit ihren ADIRUs einstellten?
Mehr Fakten:
In Exmouth befindet sich ein VLF Sender zur U-Bootkommunikation.
Diese Anlage hat eine Ausgangsleistung von 1 MW und eine Sendefrequenz von 19.8 kHz, es ist die groesste Anlage dieser Art auf der Suedhalbkugel.
Beide Airliners hatten Probleme mit der Flughoehe als auch mit der speed.
Die ADIRUs bekommen die dafuer zustaendigen static pressure und pitot Daten von Air Data Modulen (ADM) und zwar per ARINC 429 data bus.
Dieser bus laeuft ueber eine verdrillte Drahtleitung. Die Impedanz der Leitung betraegt 78 Ohm und die Differenzsignalspannung betraegt 15 V.
Die Leitung ist zwar abgeschirmt, aber wahrscheinlich nur gegen elektrische Felder um ein moegliches Uebersprechen zwischen verschiedenen Signalleitungen zu verhindern.
VLF durchdringt nicht nur hunderte Meter von Meerwasser und Erde sondern auch Metalle (nur Mu-Metall daempft etwas besser).
Ob diese Leitungen Mu geschirmt sind waere interessant zu wissen.
Ich koennte jetzt in Bezug auf die Signalspannungsverlaeufe und das input filtering noch mehr ins Detail gehen, aber das nur falls Interesse besteht. Ich bin jedenfalls aus verschiedenen Gruenden davon ueberzeugt, dass die VLF Feldstaerken in beiden Faellen ausreichend hoch waren um die 15 V Signaldifferenzspannung ausreichend zu beeinflussen.

Wenn man also davon ausgeht dass diese langen Signalleitungen wie Antennen fuer VLF wirken, bleibt als letzter Schutz noch das Kommunikationsprotokoll selbst um die Richtigkeit der Daten zu garantieren.
Dieses Protokoll sieht eine Datenrate von 12.5 oder 100 bps vor.
Und damit sind wir in der Gegend von 19.8 kHz des VLF Traegers.
Ueber die Signalanstiegs/Abfallzeiten bei ARINC 429 kann ich nichts sagen, aber der VLF Traeger liefert ca. 10 Mikrosekunden und das duerfte so in etwa auch fuer die echten Daten zutreffen.

Wie die eintreffende VLF durch die Bewegung des Flugzeugs selbst und durch die sich staendig aendernde Antennengeometrie (Stahlspindel der Steuerflaechen falls diese einen Teil der "Ringantenne" darstellen) moduliert werden kann, ist auch erklaerbar.

Hier in Australien wird in den mainstream Medien laut gegen Handies, Notebooks mit bluetooth usw gewettert. Davon halte ich wenig da die Datenuebertragungsschutzmassnahmen gerade auch gegen diese Art von Stoerungen konzipiert wurde. Ist technisch auch ganz easy, im Gegensatz zur Schirmung gegen VLF.

Ironie am Rande: der Betreiber der genannten VLF Sendestation ist Boeing Australia Pty Ltd.
Waere es nicht peinlich, sollte sich ein Zusammenhang nachweisen lassen.....


Beitrag vom 16.10.2008 - 08:48 Uhr
UserWombat
User (26 Beiträge)
Berichtigung:
die ARINC 429 Datenrate betraegt 12.5 oder 100 kbps.
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