Beitrag vom 05.07.2026 - 09:43 Uhr
Ok, dass Orthographie und Grammatik bei Ihnen noch nie gestimmt haben, geschenkt. Allerdings sollten zumindest die Namen der Fluggesellschaften stimmen, meinen Sie nicht?
Beitrag vom 05.07.2026 - 09:58 Uhr
Die 49 % Anteil des Bundes werden von einer 'SG Luftfahrtgesellschaft' verwaltet.
Was macht die eigentlich genau?
Mal schnell recherchiert erfährt man nicht viel, nur das sie Verluste macht.
Und:
kann Condor/Gerber die Anteile des Bundes an die genannten Airlines (alle nicht EU - wie auch Attestor) überhaupt so einfach verkaufen?
Beitrag vom 05.07.2026 - 11:30 Uhr
Ui, Desperation??? Stellt sich die Frage, was steckt hinter dieser Aussage? Entweder ist es eine Nebelkerze um von einem "Deal in the making" abzulenken (aber warum) oder es ist wirklich niemand interessiert an Condor. Selbst Attestor will scheinbar nicht aufstocken. Viel Zeit ist nicht mehr. Spannend.
Beitrag vom 05.07.2026 - 13:05 Uhr
Mehrheit außerhalb EU geht doch nicht oder?
Ansonsten haben europäische Airlines ja oft keine guten Erfahrungen mit Investoren aus dem Golf gemacht, allen voran Etihad.
Ein 20-30% Anteil von Qatar wie bei IAG wäre möglich
Beitrag vom 05.07.2026 - 13:41 Uhr
Ui, Desperation??? Stellt sich die Frage, was steckt hinter dieser Aussage? Entweder ist es eine Nebelkerze um von einem "Deal in the making" abzulenken (aber warum) oder es ist wirklich niemand interessiert an Condor. Selbst Attestor will scheinbar nicht aufstocken. Viel Zeit ist nicht mehr. Spannend.
Verzweiflung - worüber denn genau?
Was würden denn (sicher) passieren wenn der September vorübergeht und bis dahin nichts passiert?
Beitrag vom 05.07.2026 - 13:49 Uhr
Entweder ist es eine Nebelkerze um von einem "Deal in the making" abzulenken (aber warum)
Nicht unbedingt undenkbar:
man stelle sich vor Condor/ Attestor verhandeln mit IAG oder AF/KLM.
Das würde ich schon verstehen, wenn das erst 'verkündet' wird, wenn es fix ist.
Andererseits: könnte man sowas wirklich geheim halten?
Beitrag vom 05.07.2026 - 14:13 Uhr
Die 49 % Anteil des Bundes werden von einer 'SG Luftfahrtgesellschaft' verwaltet.
Was macht die eigentlich genau?
Mal schnell recherchiert erfährt man nicht viel, nur das sie Verluste macht.
Und:
kann Condor/Gerber die Anteile des Bundes an die genannten Airlines (alle nicht EU - wie auch Attestor) überhaupt so einfach verkaufen?
Der Hintergrund ist der, dass Condor im Gegensatz zur Lufthansa nicht nur vom Bund sondern vom Bund und dem Land Hessen während der Pandemie die finanzielle Unterstützung erhielt. Die SG Luftfahrtgesellschaft ("SG" steht für Sanierungs-Gesellschaft) wurde von Bundesregierung und Landesregierung Hessen gegründet, um sich im Vorfeld von Sitzungen und Beschlüssen des Aufsichtsrates der Condor intern abzustimmen und dann im Aufsichtsrat als gemeinsamer "Block" mit gemeinsamem Votum auftreten zu können. Mit einem 49%-Anteil hat man nach AG-Recht im Aufsichtsrat nämlich ein Veto-Recht bei allen Beschlüssen. Auch das ist ein wesentlicher Unterschied zu dem, wie bei der Lufthansa verfahren wurde. Mit 20% - was der Anteil des Bundes bei der Lufthansa war - hat man dieses Veto-Recht nämlich nicht. Die Landesregierung von Hessen hat sich auf diese Weise außerdem einen mittelbaren Einfluss auf Veto-Ausübungen gesichert, den sie sonst nicht gehabt hätte. Zudem wird die SG Luftfahrtgesellschaft durch Manager der Noerr-Gruppe geführt, einer Unternehmensberatungs-Gesellschaft, die auf die Sanierung "angeschlagener" Unternehmen spezialisiert ist. Diese Unternehmensberater haben Bundes- und Landesregierung mithin bei ihren internen Abstimmungen im Vorfeld sozusagen automatisch immer gleich "mit an Bord". Auch das ist ein Unterschied zur Lufthansa, wo man die Hinzuziehung solcher externen Sanierungsspezialisten offensichtlich nicht für nötig hielt.
Die Verwaltung des 49%-Anteils bei Condor ist die einzige Aufgabe der SG Luftfahrtgesellschaft. Es ist deshalb davon auszugehen, dass sie nach dem Abstoßen dieses Anteils abgewickelt wird. Dieses Abstoßen wird rechtlich nötig, da die entsprechenden Aktien rechtlich gesehen "nur" eine Sicherheit für den Kredit waren, der Condor gewährt wurde, kein Eigen-Engagement von Bund und Land Hessen. Da Condor diesen Kredit jetzt inklusive Zinsen komplett zurückgezahlt hat, ist juristisch gesehen auch keine Sicherheit für diesen Kredit mehr begründbar. Das allerdings ist analog zur Lufthansa, wo der Bund nach der Rückzahlung des Kredites plus Zinsen gleichfalls wieder ausstieg/ aus juristischen Gründen wieder aussteigen musste. Nur dass Lufthansa diese Rückzahlung deutlich schneller bewerkstelligte und der Ausstieg deshalb auch deutlich eher erfolgte.
Es geht im Übrigen bei diesem Thema tatsächlich um diesen 49%-Anteil, um nichts sonst. Dieser könnte nach geltendem EU-Recht komplett an Nicht-EU-Eigentümer gehen - entsprechend EU-Recht müssen bei Airlines mindestens 50% plus 1 Aktie im Eigentum von EU-Eigentümern liegen. Mit 49% wäre diese Bedingung deutlich erfüllt, da Attestor als Mehrheitseigentümer mit 51% zwar seinen Sitz in London hat, aber seinerseits mehrheitlich im Eigentum von Deutschen ist und nach EU-Recht trotz seines Sitzes im UK damit also als deutsches und damit als EU-Unternehmen "durchgeht". Dieser 49%-Anteil könnte mithin tatsächlich komplett an Etihad, Qatar Airways oder den Emir von Dubai verkauft werden, das wäre kompatibel mit EU-Recht.
Dieser Beitrag wurde am 05.07.2026 14:46 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.07.2026 - 15:16 Uhr
Verzweiflung - worüber denn genau?
Ich glaube es handelt sich hier um die Verzweiflung jener Lufthansa Fans darüber, dass es es CS immer noch nicht gelungen ist, den letzten großen heimischen Konkurrenten auszuschalten.
Beitrag vom 05.07.2026 - 16:31 Uhr
Dieser Artikel ist erschreckend schlecht geschrieben.Es wird suggeriert, als ob Condor komplett verkauft werden soll. Dabei handelt es sich nur um den staatlichen Anteil von 49%.
Beitrag vom 05.07.2026 - 18:05 Uhr
Dieser Artikel ist erschreckend schlecht geschrieben.Es wird suggeriert, als ob Condor komplett verkauft werden soll. Dabei handelt es sich nur um den staatlichen Anteil von 49%.
Wie kommen sie denn darauf? Attestor will gerne das ganze Paket Marabu/Condor loswerden. Deren Business Case ist abgeschlossen. Da die Investoren scheinbar nicht Schlange stehen, müssen die das akzeptieren, was der nächste Investor will. Zwischen 1 und 100% könnte das alles sein. Oder sie bleiben auf der Airline sitzen und müssen sie weiterbetreiben. Damit ist aber zu wenig zu verdienen.
Beitrag vom 05.07.2026 - 21:41 Uhr
Verzweiflung - worüber denn genau?
Ich glaube es handelt sich hier um die Verzweiflung jener Lufthansa Fans darüber, dass es es CS immer noch nicht gelungen ist, den letzten großen heimischen Konkurrenten auszuschalten.
Wie witzig ... ich finde es eher schade, das man damals Condor überhaupt verkauft hat. Eines der meiner Meinung nach größten Fehlentscheidungen des Konzerns.
Beitrag vom 05.07.2026 - 22:45 Uhr
Dieser Artikel ist erschreckend schlecht geschrieben.Es wird suggeriert, als ob Condor komplett verkauft werden soll. Dabei handelt es sich nur um den staatlichen Anteil von 49%.
In der Tat - derzeit sind aus den aufgeführten Gründen und Zusammenhängen die in der SG Luftfahrtgesellschaft gebündelten 49% von Bund und Land Hessen auf dem Markt und nur um diese geht es ganz konkret. Dabei ist davon auszugehen, dass alle Beteiligten, auch Herr Gerber als CEO von Condor, die Regularien des EU-Rechts kennen, d.h. genau wissen, dass Nicht-EU-Eigentümer nicht die Mehrheit an einer EU-Airline übernehmen können, selbst wenn Attestor bereit sein sollte, sein Aktienpaket sozusagen als Geschenk obendrauf zu legen.
Aber Herr Gerber hat es in dem Interview ja ebenso deutlich wie klar und präzise angesprochen: Sollte zum Beispiel Turkish Airlines oder eine der ME3 49% von Condor übernehmen oder ein Mix aus mehreren solchen Beteiligungen zustande kommen, dann würde das trotzdem die Situation nicht nur für Condor sondern auf dem deutschen Luftfahrtmarkt ebenso schlagartig wie nachhaltig verändern (das Stichwort von Herrn Gerber: "Condor an ein Konglomerat andocken"). - Und das weiß man übrigens natürlich auch bei der Lufthansa. - Ebenso, wie Herr Gerber es ja gleichfalls angesprochen hat, dass Lufthansa aus kartellrechtlichen Gründen bei der Condor nicht selbst wieder wird einsteigen können und dass man das bei dieser selbstverständlich ebenfalls weiß.
Dieser Beitrag wurde am 05.07.2026 22:59 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.07.2026 - 02:21 Uhr
Wenn eine attraktive Firma zum Verkauf steht, bringen sich Interessenten aus der Branche schon von sich aus in Stellung. Dann ist man nicht gezwungen, sich öffentlich in aller Welt anzubiedern.
Die Verzweiflung von Herrn Gerber ist aber angesichts des letzten Condor-Jahresabschlusses vom 30.09.25 verständlich. Der Jahresfehlbetrag lag bei 167,7 Millionen EUR, das negative Eigenkapital erhöhte sich auf 1,0536 Milliarden EUR. Zitat: "Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag weiterhin bilanziell überschuldet."
Beitrag vom 06.07.2026 - 06:21 Uhr
Dieser Artikel ist erschreckend schlecht geschrieben.Es wird suggeriert, als ob Condor komplett verkauft werden soll. Dabei handelt es sich nur um den staatlichen Anteil von 49%.
In der Tat - derzeit sind aus den aufgeführten Gründen und Zusammenhängen die in der SG Luftfahrtgesellschaft gebündelten 49% von Bund und Land Hessen auf dem Markt und nur um diese geht es ganz konkret. Dabei ist davon auszugehen, dass alle Beteiligten, auch Herr Gerber als CEO von Condor, die Regularien des EU-Rechts kennen, d.h. genau wissen, dass Nicht-EU-Eigentümer nicht die Mehrheit an einer EU-Airline übernehmen können, selbst wenn Attestor bereit sein sollte, sein Aktienpaket sozusagen als Geschenk obendrauf zu legen.
Da ist jetzt aber einiges durcheinander gekommen. Oben beschreiben sie, warum Attestor die Mehrheit halten darf, jetzt geht das plötzlich nicht mehr. Sie vergleichen Abläufen bei der LHG mit den bei der Condor. LHG ist eine AG, Condor ist eine GmbH.
Das SGL Paket ist auch nicht auf dem Markt, da hat Attestor eine garantierte Kaufoption mit definiertem Preis. Erst wenn A diese Option nicht zieht, ist das Paket auf dem Markt. Ob A jetzt 51, 99 oder 100% hält spielt keine Rolle, Mehrheit ist Mehrheit. Ownership mäßig scheint das möglich. Control ist unklar. SGL verwaltet nur, ist operativ nicht involviert. Die Kontrolle (EU konform) findet über den Aufsichtsrat statt. Dort haben D und Hessen Sitze über den KfW Kredit. Das endet durch die Rückzahlung im September. Dann muss man eine neue Lösung finden. Welchen Anteil A später halten will ist unklar. Kann sein unter 50 oder über 50%. Daher geht es nicht um die 49%, es wird komplett neu gemischt, je nachdem ob man Partner findet und in welcher Höhe die einsteigen wollen.
Was alles passieren kann wird man bei Easy sehen. Von Trennung UK und Europe oder Zerschlagung ist alles möglich.
Aber Herr Gerber hat es in dem Interview ja ebenso deutlich wie klar und präzise angesprochen: Sollte zum Beispiel Turkish Airlines oder eine der ME3 49% von Condor übernehmen oder ein Mix aus mehreren solchen Beteiligungen zustande kommen, dann würde das trotzdem die Situation nicht nur für Condor sondern auf dem deutschen Luftfahrtmarkt ebenso schlagartig wie nachhaltig verändern (das Stichwort von Herrn Gerber: "Condor an ein Konglomerat andocken"). - Und das weiß man übrigens natürlich auch bei der Lufthansa. - Ebenso, wie Herr Gerber es ja gleichfalls angesprochen hat, dass Lufthansa aus kartellrechtlichen Gründen bei der Condor nicht selbst wieder wird einsteigen können und dass man das bei dieser selbstverständlich ebenfalls weiß.
Beitrag vom 06.07.2026 - 08:49 Uhr
Wie witzig ... ich finde es eher schade, das man damals Condor überhaupt verkauft hat. Eines der meiner Meinung nach größten Fehlentscheidungen des Konzerns.
Das sieht wahrscheinlich mittlerweile selbst der LH-Konzern so.
Dass da nicht-EU-Airlines ein großes Interesse an der defizitären Condor haben, darf mal bezweifelt werden. Das bringt denen strategisch wenig bis gar nichts außer ein paar teuer erkauften LH-unabhängigen Zubringerlinien nach FRA. Aus Sicht der ME3: Linien Richtung Asien und Afrika bekommt man über die eigenen Drehkreuze besser hin und Verkehre Deutschland-Nordamerika könnte man im Zweifelsfall besser selbst über die 5.Freiheit fliegen, als viel Geld in Condor zu versenken.
Meine Prognose ist - und ich bedauere das ausdrücklich - eine Insolvenz der Condor und anschließend ein Verkauf der einzelnen Unternehmenswerte aus der Insolvenzmasse.
So könnte die Condor natürlich auch wieder bei der Lufthansa landen. Aber wegen der wettbewerblichen Bedenken nicht als Übernahme der gesamten Gesellschaft, sondern ähnlich wie Air Berlin mal aufgeteilt wurde wie gesagt als Kauf einzelner Vermögenswerte aus einer potenziellen Insolvenzmasse. Dazu kann z. B. auch die Marke Condor gehören, die wahrscheinlich ja den größten Einzelwert des Unternehmens darstellt. Man könnte beim LH-Konzern also das neue schlank aufgestellte Unternehmen Discover behalten und den Markenauftritt Condor darauf setzen. Natürlich nur, wenn man das überhaupt noch braucht, da man die Marke Discover mittlerweile ja auch ganz gut eingeführt hat. In einem solchen Szenario würde von dem heutigen Unternehmen Condor natürlich nicht mehr viel übrig bleiben. Das fliegerische Personal der Condor wäre arbeitslos und man könnte es günstig einstellen und sich weiter unabhängig von der VC machen.
Das hat man bei Air Berlin ja auch gesehen: eine komplette Übernahme des Unternehmens war wettbewerblich nicht möglich, daher Insolvenz und anschließend - mehr oder weniger - Aufteilung der Insolvenzmasse zwischen Easyjet und LH-Konzern (Eurowings).
P.S. Das ist natürlich absurd, was dann wegen des Wettbewerbsrechts passieren würde. Die Lufthansa kann die Condor nicht direkt kaufen, sondern nur Teile aus der Insolvenzmasse. Ergebnis: identisch - die Condor gibt es nicht mehr selbstständig. Nur mit dem Unterschied, dass man zwischendurch mal alle Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit schickt und diese sich neu bewerben müssen.
Dieser Beitrag wurde am 06.07.2026 08:55 Uhr bearbeitet.