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Beitrag vom 24.10.2025 - 09:28 Uhr
Usernetworkcomplexity
User (23 Beiträge)
Und warum steigen Flugsicherungsgebühren? Weil während der Pandemie Gebühren gestundet werden durften. Jetzt muss man halt nachzahlen. Arme Airlines, vielleicht verdrücke ich auch ein Tränchen.
Beitrag vom 24.10.2025 - 10:10 Uhr
UserStadtfreund
User (43 Beiträge)
"Die Bundesregierung wird im nächsten Jahr aus der Luftverkehrsteuer geschätzte 2,07 Milliarden Euro einnehmen, für 2025 sind Einnahmen von 2,05 Milliarden eingeplant."

Ob in der Schätzung die angekündigten Streichungen und mögliche andere Streckeneinstellungen schon mit einbezogen sind? Ich wage es zu bezweifeln. Das wird vermutlich ein Nullsummenspiel auf Kosten der Wirtschaft und etlicher Arbeitsplätze.

Und wenn man glaub die Mindereinnahmen an Gebühren abseits der Steuer durch weitere Erhöhungen auffangen zu können, frei nach dem Motto "des Kosten fallen eben nun einmal an", dann wird sich die Abwärtsspirale fröhlich weiter drehen.

Das einzig Positive an der Sache ist, dass die Airlines und Flughäfen nun wenigstens Planungssicherheit haben.
Beitrag vom 24.10.2025 - 10:52 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4557 Beiträge)
"Die Bundesregierung wird im nächsten Jahr aus der Luftverkehrsteuer geschätzte 2,07 Milliarden Euro einnehmen, für 2025 sind Einnahmen von 2,05 Milliarden eingeplant."

Ob in der Schätzung die angekündigten Streichungen und mögliche andere Streckeneinstellungen schon mit einbezogen sind? Ich wage es zu bezweifeln. Das wird vermutlich ein Nullsummenspiel auf Kosten der Wirtschaft und etlicher Arbeitsplätze.

Wie wir die letzten Tage lesen konnten, gibt es ja - trotz aller 'Unkenrufe' - Steigerungsraten an deutschen Airports, sowohl bei den Flugbewegungen,als auch bei den PAXen.

Und wenn man glaub die Mindereinnahmen an Gebühren abseits der Steuer durch weitere Erhöhungen auffangen zu können, frei nach dem Motto "des Kosten fallen eben nun einmal an", dann wird sich die Abwärtsspirale fröhlich weiter drehen.

Das einzig Positive an der Sache ist, dass die Airlines und Flughäfen nun wenigstens Planungssicherheit haben.
Beitrag vom 24.10.2025 - 11:20 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1658 Beiträge)
"Die Bundesregierung wird im nächsten Jahr aus der Luftverkehrsteuer geschätzte 2,07 Milliarden Euro einnehmen, für 2025 sind Einnahmen von 2,05 Milliarden eingeplant."

Ob in der Schätzung die angekündigten Streichungen und mögliche andere Streckeneinstellungen schon mit einbezogen sind? Ich wage es zu bezweifeln. Das wird vermutlich ein Nullsummenspiel auf Kosten der Wirtschaft und etlicher Arbeitsplätze.
Der Arbeitskreis "Steuerschätzung" ist wahrscheinlich durchaus in der Lage das zu berücksichtigen, die machen sowas schon länger.

Und wenn man glaub die Mindereinnahmen an Gebühren abseits der Steuer durch weitere Erhöhungen auffangen zu können, frei nach dem Motto "des Kosten fallen eben nun einmal an", dann wird sich die Abwärtsspirale fröhlich weiter drehen.
Die Steuereinnahmen sind das eine und die werden im Falle, dass sie sinken, sicher nicht mit den Gebühren für Luftsicherheit und Flugsicherheit ausgeglichen.
Und dann stellt sich hinsichtlich der Flughafen-, Luftsicherungs- und Flugsicherheitsgebühren die Frage, warum da immer nach dem Staat gerufen wird. Ein Großteil dieser Gebühren dienen dazu, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausreichend zu entlohnen. Warum in aller Welt sollte das der Steuerzahler übernehmen? Ansonsten wird doch immer nach Privatisierung gerufen.

Das einzig Positive an der Sache ist, dass die Airlines und Flughäfen nun wenigstens Planungssicherheit haben.
Das stimmt, und dann kann das andauernde Gejammer endlich aufhören und sich die Einsicht durchsetzen, das Angebot auch von Nachfrage abhängt und dass sich wahrscheinlich bei den potentiellen Kunden andere Prioritäten ergeben haben.

Dieser Beitrag wurde am 24.10.2025 11:21 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.10.2025 - 12:08 Uhr
UserEin Leser dieser..
... Seite
User (854 Beiträge)
Angebot und Nachfrage kommen nie als "Paar" daher, sie treten immer als Dreiklang mit einem Preis auf.
Beitrag vom 24.10.2025 - 12:45 Uhr
UserEricM
User (7370 Beiträge)
Ob in der Schätzung die angekündigten Streichungen und mögliche andere Streckeneinstellungen schon mit einbezogen sind? Ich wage es zu bezweifeln. Das wird vermutlich ein Nullsummenspiel auf Kosten der Wirtschaft und etlicher Arbeitsplätze.

Zum Thema "Kosten der Wirtschaft" möchte an der Stelle kurz auf den Unterschied zwischen "Ticketsteuer" und "Staatliche Abgaben und Entgelten" hinweisen, die von der Luftfahrt-Lobby kritisiert werden.
Staatliche Abgaben und Entgelte umfassen viel mehr als die Ticketsteuer.

Die Luftfahrt möchte mit dieser Dauer-Kritik erreichen, dass u.A. DFS-Gebühren, Sicherheitsgebühren, Flughafenentgelte, etc. gesenkt, bzw. staatlich subventioniert werden.

D.h. Steuerzahler, von denen sich viele Flugreisen nicht mal leisten können, sollen einen Teil dieser Kosten über Steuer-Erhöhungen tragen.
Das freie Enkommen der Bürger würde durch diese Maßnahme sinken. Es wäre eine Umverteilung zugunsten der Luftfahrt-Industrie und schädlich für Bürger und den Rest der Wirtschaft, dem Kaufkraft verloren gehen würde.
Beitrag vom 24.10.2025 - 14:01 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1658 Beiträge)
Angebot und Nachfrage kommen nie als "Paar" daher, sie treten immer als Dreiklang mit einem Preis auf.
Und was ist, wenn die Nachfrage nur wenig oder gar nicht vorhanden ist? Muss dann der Preis zwingend unter die Wirtschaftlichkeit sinken oder muss er direkt oder indirekt auf Kosten der Allgemeinheit subventioniert werden, damit die, die es unbedingt wollen, auch fliegen können, Wahrscheinlich sind da etliche darunter, die gleichzeitig auf die "Subventionierung" der DB schimpfen.
Beitrag vom 24.10.2025 - 15:47 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2234 Beiträge)
D.h. Steuerzahler, von denen sich viele Flugreisen nicht mal leisten können, sollen einen Teil dieser Kosten über Steuer-Erhöhungen tragen.
Das freie Enkommen der Bürger würde durch diese Maßnahme sinken. Es wäre eine Umverteilung zugunsten der Luftfahrt-Industrie und schädlich für Bürger und den Rest der Wirtschaft, dem Kaufkraft verloren gehen würde.


Uiuiui; wenn wir das so pathetisch machen, würde nach der Logik nicht der "Geringverdiener”, zumindest der im Grenzbereich, eher davon profitieren?
Wenn die Kosten nicht mehr über das Einzelticket bezahlt werden, sondern von der breiten Masse, fallen die Kosten für jeden einzelnen geringer aus. Die Tickets könnten günstiger werden und sich dadurch nach Ihrer Logik ("viele können sich das gar nicht leisten”), mehr Leute einen Flug leisten, der von der breiten Masse, also auch ‘den Reichen’, bezuschusst wird.

Beitrag vom 24.10.2025 - 16:58 Uhr
UserEricM
User (7370 Beiträge)
D.h. Steuerzahler, von denen sich viele Flugreisen nicht mal leisten können, sollen einen Teil dieser Kosten über Steuer-Erhöhungen tragen.
Das freie Enkommen der Bürger würde durch diese Maßnahme sinken. Es wäre eine Umverteilung zugunsten der Luftfahrt-Industrie und schädlich für Bürger und den Rest der Wirtschaft, dem Kaufkraft verloren gehen würde.


Uiuiui; wenn wir das so pathetisch machen, würde nach der Logik nicht der "Geringverdiener”, zumindest der im Grenzbereich, eher davon profitieren?
Wenn die Kosten nicht mehr über das Einzelticket bezahlt werden, sondern von der breiten Masse, fallen die Kosten für jeden einzelnen geringer aus. Die Tickets könnten günstiger werden und sich dadurch nach Ihrer Logik ("viele können sich das gar nicht leisten”), mehr Leute einen Flug leisten, der von der breiten Masse, also auch ‘den Reichen’, bezuschusst wird.

Ich mag ja ihre optimistische Sicht der Dinge, aber "die breite Masse", die dieses Steueraufkommen zukünftig mehrheitlich aufbringen müsste, das sind definitiv nicht "die Reichen".
Beitrag vom 24.10.2025 - 20:19 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2234 Beiträge)
D.h. Steuerzahler, von denen sich viele Flugreisen nicht mal leisten können, sollen einen Teil dieser Kosten über Steuer-Erhöhungen tragen.
Das freie Enkommen der Bürger würde durch diese Maßnahme sinken. Es wäre eine Umverteilung zugunsten der Luftfahrt-Industrie und schädlich für Bürger und den Rest der Wirtschaft, dem Kaufkraft verloren gehen würde.


Uiuiui; wenn wir das so pathetisch machen, würde nach der Logik nicht der "Geringverdiener”, zumindest der im Grenzbereich, eher davon profitieren?
Wenn die Kosten nicht mehr über das Einzelticket bezahlt werden, sondern von der breiten Masse, fallen die Kosten für jeden einzelnen geringer aus. Die Tickets könnten günstiger werden und sich dadurch nach Ihrer Logik ("viele können sich das gar nicht leisten”), mehr Leute einen Flug leisten, der von der breiten Masse, also auch ‘den Reichen’, bezuschusst wird.

Ich mag ja ihre optimistische Sicht der Dinge, aber "die breite Masse", die dieses Steueraufkommen zukünftig mehrheitlich aufbringen müsste, das sind definitiv nicht "die Reichen".

Das kommt auf die Definition an. Aber ich sehe auch nicht, dass "viele” die Mehrheit sind, die sich keine Flüge leisten können. Von daher sind es dann auch nicht nur die oberen paar Prozent, die man als reich bezeichnen will, die es zahlen. Fliegen ist doch heute schon ein Thema durch einen Großteil der Bevölkerungsschichten.
Beitrag vom 24.10.2025 - 22:21 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4557 Beiträge)
D.h. Steuerzahler, von denen sich viele Flugreisen nicht mal leisten können, sollen einen Teil dieser Kosten über Steuer-Erhöhungen tragen.
Das freie Enkommen der Bürger würde durch diese Maßnahme sinken. Es wäre eine Umverteilung zugunsten der Luftfahrt-Industrie und schädlich für Bürger und den Rest der Wirtschaft, dem Kaufkraft verloren gehen würde.


Uiuiui; wenn wir das so pathetisch machen, würde nach der Logik nicht der "Geringverdiener”, zumindest der im Grenzbereich, eher davon profitieren?
Wenn die Kosten nicht mehr über das Einzelticket bezahlt werden, sondern von der breiten Masse, fallen die Kosten für jeden einzelnen geringer aus. Die Tickets könnten günstiger werden und sich dadurch nach Ihrer Logik ("viele können sich das gar nicht leisten”), mehr Leute einen Flug leisten, der von der breiten Masse, also auch ‘den Reichen’, bezuschusst wird.

Ich mag ja ihre optimistische Sicht der Dinge, aber "die breite Masse", die dieses Steueraufkommen zukünftig mehrheitlich aufbringen müsste, das sind definitiv nicht "die Reichen".

Das kommt auf die Definition an. Aber ich sehe auch nicht, dass "viele” die Mehrheit sind, die sich keine Flüge leisten können. Von daher sind es dann auch nicht nur die oberen paar Prozent, die man als reich bezeichnen will, die es zahlen. Fliegen ist doch heute schon ein Thema durch einen Großteil der Bevölkerungsschichten.

Also 5,1 % ("Zwar machte die Luftfahrt im Jahr 2024 laut einer Prognose lediglich etwa 5,1 Prozent des Personenverkehrs in Deutschland aus, ...",; Quelle: Destatista) sind nun nicht gerade 'viele'. Man könnte glatt vermuten das die überwältigende Mehrheit nicht fliegen muss oder nicht fliegen will oder nicht fliegen kann.

Aber warum soll der Rest das dann subventionieren?
Beitrag vom 24.10.2025 - 22:47 Uhr
UserA320Fam
User (2333 Beiträge)
... Aber warum soll der Rest das dann subventionieren?

Ich fahre keinen Fernverkehr und keinen ÖPNV ... Warum muss ich das subventionieren?
Ich bekomme kein Bürgergeld ... Warum muss ich das subventionieren?
Da gibt es sicher noch mehr Beispiele.
Verstehen Sie mich nicht falsch, na klar zahle ich als Bürger dieses Landes auch für Dinge die ich nicht nutze. Und das ist für mich vollkommen ok.
Beitrag vom 24.10.2025 - 23:26 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2234 Beiträge)
Also 5,1 % ("Zwar machte die Luftfahrt im Jahr 2024 laut einer Prognose lediglich etwa 5,1 Prozent des Personenverkehrs in Deutschland aus, ...",; Quelle: Destatista) sind nun nicht gerade 'viele'. Man könnte glatt vermuten das die überwältigende Mehrheit nicht fliegen muss oder nicht fliegen will oder nicht fliegen kann.

Aber warum soll der Rest das dann subventionieren?

Was soll die Statistik in diesem Kontext aussagen? Vielleicht reisen wir ja insgesamt zu viel.
Interessanter ist doch eher dies, wenn auch etwas älter:  https://yougov.de/politics/articles/7065-umfrage-deutsche-bereisen-im-schnitt-zehn-lander

Demnach ist der Großteil tatsächlich schon geflogen, betrifft also scheinbar doch viele.
Beitrag vom 24.10.2025 - 23:37 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
... Aber warum soll der Rest das dann subventionieren?

Ich fahre keinen Fernverkehr und keinen ÖPNV ... Warum muss ich das subventionieren?
Ich bekomme kein Bürgergeld ... Warum muss ich das subventionieren?
Da gibt es sicher noch mehr Beispiele.
Verstehen Sie mich nicht falsch, na klar zahle ich als Bürger dieses Landes auch für Dinge die ich nicht nutze. Und das ist für mich vollkommen ok.


Beide gebannten Beispiele gehören zur Daseinsfürsorge, die auf der Rechtsgrundlage bach §28 GG Abs. 2 basiert. Deswegen sind diese Dinge auch öffentlich rechtlich organisiert und unterliegen nicht dem Zwang der Gewinnerzielung.

Der Luftverkehr gehört aber ganz sicher nicht dazu, und muss sich privatwirtschaftlich finanzieren. Von daher besteht hier im Gegensatz zu den anderen Beispielen auch kein Anspruch einer öffentlichen Subventionierung.

Unter diesem Gesichtspunkt ist auch die schon bestehende Subvention der Steuerfreiheit von Flugbenzin zweifelhaft. Allerdings darf man als weiteren Gesichtspunkt Rahmenbedingungen für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Luftfahrtindustrie auch nicht aus den Augen verlieren. Am Ende in Summe alles eine Frage der Abwägung.


Dieser Beitrag wurde am 24.10.2025 23:39 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.10.2025 - 00:47 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2234 Beiträge)
Beide gebannten Beispiele gehören zur Daseinsfürsorge, die auf der Rechtsgrundlage bach §28 GG Abs. 2 basiert. Deswegen sind diese Dinge auch öffentlich rechtlich organisiert und unterliegen nicht dem Zwang der Gewinnerzielung.

Der Luftverkehr gehört aber ganz sicher nicht dazu, und muss sich privatwirtschaftlich finanzieren. Von daher besteht hier im Gegensatz zu den anderen Beispielen auch kein Anspruch einer öffentlichen Subventionierung.

Ist das so? Wer genau definiert das eigentlich? Fakt ist, im Grundgesetz gibt es keine Daseinsfürsorge.
Und nur weil es hier immer wieder wiederholt wird, dass der Flugverkehr nicht dazu gehört, ist das dann so?
Ja, die Bahn wird in anderen Artikeln des Grundgesetzes erwähnt; der Luftverkehr nicht im selben Maße. Das Grundgesetz kommt aber auch aus einer Zeit, in der Fliegen noch nicht so ein großes Thema und für jeden zugänglich war wie heute.

Der 5G oder Glasfaser Zugang steht meines Wissens da auch nicht drin. Trotzdem fordert jeder den Ausbau vom Staat.

Meiner Meinung nach gibt es keine klare Definition, was zu dieser ominösen Daseinsvorsorge gehören soll. Das ist nirgends klar definiert. Im Bezug zum Verkehr findet man mal den Personenverkehr, mal den Öffentlichen Verkehr, mal den Nahverkehr. Das kann alles sein. Darüber kann man diskutieren und sicherlich Meinungen haben, aber diesen Fakt, dass beispielsweise die Bahn dazugehört, der Flugverkehr aber nicht, den sehe ich nicht.
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