Beitrag vom 20.07.2023 - 11:58 Uhr
Um den Bedarf für die Industrie, Haushalte zu decken bräuchte es einen deutlichen Ausbau, jeder Bach und Rinnsal müsste einen Stausee erzeugen können.
Es gibt ja bei erneuerbaren Energien (glücklicherweise) nicht nur die Wasserkraft.
Oder hat das irgendwer behauptet!?
(einfach mal den Link von @tip anschauen, lesen, verstehen und lernen)
Die Grünen würden sich "Wasserkraft nein Danke" quer übers Gesicht tätowieren.
Wie kommen Sie zu dieser Feststellung/ Behauptung/ Diffamierung?
Irgendeine Quelle, sachlich - fachlich unterlegt, vorhanden?
Oder einfach nur der übliche "Grünenhaß", ala 'Denen kann man ja alles in die Schuhe schieben'?
Oder eben das berühmt berüchtigte "Brett vorm Kopf", bzw. die drei Affen: "ð???ð???ð???"... !?
Der Hambacher Forst ist Ihrer Wahrnehmung wohl entgangen... Brett?
Nein, aber da ging es - wenn ich mich recht erinnere - nicht um einen Stausee zur Gewinnung von Strom aus Wasserkraft, sondern um die (sinnlose) Erweiterung eines KOHLEtagebaus und die dafür (notwendige) Abholzung eines Waldes (eben des Hambacher Forstes).
Aber genau das, was und wie Sie schreiben, passt perfekt in die Denkweise von Ihnen und Ihresgleichen:
alles zusammen schmeißen, egal ob es was mit einander zu tun hat, Hauptsache es erfüllt mein Vorurteil.
Peinlich!
Beitrag vom 20.07.2023 - 13:14 Uhr
Langfristig betrachtet bin ich mir nicht mal sicher, ob die Aktion eher positive oder negative Auswirkungen in DE haben wird. Kein einzelnes sonstiges Ereignis seit der Ã?lkrise in den 70ern hat die Deutschen sich ihrer fragilen, fossilen Energie-Abhängigkeit nicht nur von Russland bewusster werden lassen.
Und natürlich deren Erpressungspotential, das vor dem Ukrainiekrieg ja, von fast jeder Partei ignoriert oder sogar bestritten wurde.
Erneuerbare Energien, am besten dezentral, sind tatsächlich auch ein Schritt hin zu sicherer kritischer Infrastruktur.
Das mag alles sein, dass jetzt die Abhängigkeit von Rußland verringert wurde.
Aber was ist gewonnen, wenn man sich von der einen Abhängigkeit löst und in neue begibt?
Vielleicht etwas bessere Streuung des Risikos, aber nichts Wesentliches, da stimme ich zu.
Zumal Rußland/ die Sowjetunion sich stets vertragskonform verhalten hat.
Bis zu dem Zeitpunkt, wo sie sich gerade nicht mehr vertragskonform verhalten und die Lieferungen angeblich aufgrund von "Wartungsarbeiten" erst gedrosselt und dann Monatelang ganz eingestellt haben.
Das war eine handfeste Erpressung Deutschland mit Gaslieferungen, der sich ja auch bestimmte Parteinen rechts wie links blitzartig gebeugt haben.
Ich erinnere mich da an lautstarke Forderungen, die Ukraine nicht mehr zu unterstützen "um die Energieversorgung Deutschlands nicht zu gefährden" aus dem Sommer 22.
Sichere Energieversorgung aus erneuerbaren Energien gäbe es in Deutschland nur mit Wasserkraft, ein Potential das bisher kaum genutzt wird.
So ein großes Wasser- Potential gibt es hierzulande denke ich nicht. Wasserkraft benötigt riesige Flächen für Stauseen, die Deutschland nicht frei hat.
Schwerpunkte sind altuell Sonne, Wind, Bio-Gas und ein bisschen Wasser.
Zukünftig vielleicht Fusion, wenn wir da mal irgendwann den Hintern hoch bekommen, statt Chip-Fabriken und Autobauer zu subventionieren.
Dieser Beitrag wurde am 20.07.2023 13:15 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 20.07.2023 - 14:18 Uhr
Langfristig betrachtet bin ich mir nicht mal sicher, ob die Aktion eher positive oder negative Auswirkungen in DE haben wird. Kein einzelnes sonstiges Ereignis seit der Ã?lkrise in den 70ern hat die Deutschen sich ihrer fragilen, fossilen Energie-Abhängigkeit nicht nur von Russland bewusster werden lassen.
Und natürlich deren Erpressungspotential, das vor dem Ukrainiekrieg ja, von fast jeder Partei ignoriert oder sogar bestritten wurde.
Erneuerbare Energien, am besten dezentral, sind tatsächlich auch ein Schritt hin zu sicherer kritischer Infrastruktur.
Das mag alles sein, dass jetzt die Abhängigkeit von Rußland verringert wurde.
Aber was ist gewonnen, wenn man sich von der einen Abhängigkeit löst und in neue begibt?
Vielleicht etwas bessere Streuung des Risikos, aber nichts Wesentliches, da stimme ich zu.
Nun von China und den USA abhängig zu einem höheren Preis.
Zumal Rußland/ die Sowjetunion sich stets vertragskonform verhalten hat.
Bis zu dem Zeitpunkt, wo sie sich gerade nicht mehr vertragskonform verhalten und die Lieferungen angeblich aufgrund von "Wartungsarbeiten" erst gedrosselt und dann Monatelang ganz eingestellt haben.
Bis die Turbinen aus Kanada gewartet zurück kamen.
Das war eine handfeste Erpressung Deutschland mit Gaslieferungen, der sich ja auch bestimmte Parteinen rechts wie links blitzartig gebeugt haben.
Gebeugt haben sich die Regierungsparteien den Vorgaben aus den USA, dort das Gas zu einem vielfachen Preis und zu schlechten Umweltbedingungen einzukaufen.
Ich erinnere mich da an lautstarke Forderungen, die Ukraine nicht mehr zu unterstützen "um die Energieversorgung Deutschlands nicht zu gefährden" aus dem Sommer 22.
Sichere Energieversorgung aus erneuerbaren Energien gäbe es in Deutschland nur mit Wasserkraft, ein Potential das bisher kaum genutzt wird.
So ein großes Wasser- Potential gibt es hierzulande denke ich nicht. Wasserkraft benötigt riesige Flächen für Stauseen, die Deutschland nicht frei hat.
Schwerpunkte sind altuell Sonne, Wind, Bio-Gas und ein bisschen Wasser.
Sonne, Wind und das etwas Wasser reichen nicht für eine Industrieproduktion.
Zukünftig vielleicht Fusion, wenn wir da mal irgendwann den Hintern hoch bekommen, statt Chip-Fabriken und Autobauer zu subventionieren.
Oder Wind und Solarstrom zu subventionieren.
Beitrag vom 20.07.2023 - 17:04 Uhr
Um den Bedarf für die Industrie, Haushalte zu decken bräuchte es einen deutlichen Ausbau, jeder Bach und Rinnsal müsste einen Stausee erzeugen können.
Es gibt ja bei erneuerbaren Energien (glücklicherweise) nicht nur die Wasserkraft.
Oder hat das irgendwer behauptet!?
(einfach mal den Link von @tip anschauen, lesen, verstehen und lernen)
Selbst wenn ich die Position von @VJ 100 nicht ganz teile, einfach mal den gesamten Verlauf anschauen, lesen, verstehen und lernen.
Beitrag vom 20.07.2023 - 20:14 Uhr
Ich muss die Euphorie zu den erneurbaren man relativieren. In 2020, immer rd.:
Strom 490 TWh davon erneuerbare 244, Fossil 213, Kernkraft 13. (Laufwasser 16, Biomasse 43)
Bedarf bis 2030 ca. 850 TWh
Heutiger gesamt Energieverbrauch: Endenergie 2.700 TWh und Primärenergie 3.700 TWh.
Bedarf bei geplanter völliger Umstellung bis 2040/45 ca. 1.800 bis 2.200 TWh, davon 80% Strom.
Fussuion wird etwa 2030 demonstrieren dass es funktionieren kann. 2050 erste Kleine Demonstrator und vielleicht ab 2060 die ersten Serienkraftwerke. Das hat mit Hintern hoch nichts zu tun denn das ist das schwierigste überhaupt was die Menscheit bauen will. Der Prozess der Entwicklung geht doch schon seit etwa 60 Jahren.
Hartmut Zohm hat gerade einen Vortrag in der UNI Stuttgart gehalten. Bei youtube zu finden.
Kosten für die Gesamte Energieumstellung in den nächsten 20 Jahren 4 bis 6 Billionen. Habeck war der einzige Politiker im Wahljahr von 2 Bio gesprochen hat. Viel zu wenig: Plus der Investuitionen für Heizung, Wallbox, Dämmung, E Auto, Industrie, WKA Anlagen PV Anlagen Speicher usw.....
Gut, das die Sonne keine Rechnung schreibt (Windkraft, Wasserkraft und Bio ist wie PV auch Sonnenkraft).
Beitrag vom 21.07.2023 - 09:08 Uhr
Ich muss die Euphorie zu den erneurbaren man relativieren. In 2020, immer rd.:
Strom 490 TWh davon erneuerbare 244, Fossil 213, Kernkraft 13. (Laufwasser 16, Biomasse 43)
Bedarf bis 2030 ca. 850 TWh
Heutiger gesamt Energieverbrauch: Endenergie 2.700 TWh und Primärenergie 3.700 TWh.
Bedarf bei geplanter völliger Umstellung bis 2040/45 ca. 1.800 bis 2.200 TWh, davon 80% Strom.
Fussuion wird etwa 2030 demonstrieren dass es funktionieren kann.
Das meinte ich mit "den Hintern hoch bekommen". ITER sollte mal 2025 fertig werden und bis 2030 erste Ergebnisse liefern. Mittlerweile ist Fertigstellung bis zu 2035 im Gespräch. Da wird das vor 2050-2060 tatsächlich nix.
ITER ist als TOKOMAK geplant, während ein Reaktor nach dem Stellarator Prinzip am NIF in den USA gerade zum ersten mal Net-Positiv gelaufen ist.
https://www.cnbc.com/2022/12/13/nuclear-fusion-passes-major-milestone-net-energy.html
Deutschland sollte mal einen scharfen Blick nach Greifswald werfen und schauen, ob man nicht den Stallarator Wendelstein-X besser fördern sollte oder mal langsam für den Bau des ersten Kraftwerks zumindest in die Planung geht.
https://www.ipp.mpg.de/wendelstein7x
Muss ja nicht alles immer 30 Jahre dauern hierzulande ... aber ja, die Kosten bleiben ein Problem.
Allerdings ist Fusion tatsächlich mMn der einzig realistische Weg für ein dicht besiedeltes Land wie Deutschland Energie-autark zu werden.
Dieser Beitrag wurde am 21.07.2023 09:10 Uhr bearbeitet.