Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Lufthansa ärgert sich über Cockpit...

Beitrag 16 - 30 von 50
Beitrag vom 27.03.2026 - 16:15 Uhr
UserVB
User (483 Beiträge)
Der Treppenwitz bzw. was das Fass aus Sicht der anderen LH-Airlines zum Überlaufen bringt: bei LH Classic bekommt man Boni abhängig vom (positiven) Konzernergebnis, während der eigene Teilbereich der wirtschaftliche Problemfall ist. Sich schön von den anderen LH-Unternehmen finanzieren lassen und dann auf der hohen Einkommensebene in der Sondersituation streichen. Und jetzt das Theater mit den Freistellungen an den Streiktagen.

Kann man das überhaupt noch ernst nehmen?
Beitrag vom 27.03.2026 - 16:34 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1511 Beiträge)
Apropos überlegen....überlegen sie doch schon mal, wie sie die Flugzeuge in die Luft bekommen mit den "Juristen und Promovierten mit Studienzeiten", hahaha.....
Denn auch die werden dadurch bezahlt, dass Passagiere von A nach B befördert werden, und wer macht das nochmal?
Ach wirklich? Dieses Stammtisch-Narrativ, dass nur derjenige "wirklich arbeitet", der sichtbar etwas bewegt, wird auch durch Wiederholung nicht klüger. Flugzeuge fliegen, weil Technik, Recht, Planung und Organisation ineinandergreifen.

Oder glauben Sie, moderner Luftverkehr funktioniere ohne Zulassungen, Sicherheitsregeln, internationale Abkommen und Haftungsrecht? Genau diese "Juristen und Promovierten" schaffen die Grundlage dafür, dass Piloten überhaupt starten dürfen – sicher und verlässlich.
Und Ihr Seitenhieb auf "wer das nochmal macht"? Gerade bei den LH-Piloten und der VC zeigt sich aktuell eher das Gegenteil Ihrer These: Mit ihren überzogenen Forderungen tragen sie dazu bei, dass das Geschäftsmodell der LH Classic zunehmend unter Druck gerät und perspektivisch ausgehöhlt wird. Wer wirtschaftliche Realitäten dauerhaft ignoriert, sägt am Ende am eigenen Ast – und gefährdet genau die Strukturen, von denen man selbst lebt.
Die Realität ist also etwas komplexer: Luftverkehr ist Teamarbeit – und wer das ignoriert, macht es sich genauso einfach wie jemand, der jede Forderung automatisch für berechtigt erklärt

Auf Stammtisch Niveau bewegen nur sie sich hier....
Fängt schon an, dass mir hier Worte in den Mund gelegt werden! Wo genau habe ich geschrieben, dass "Juristen und Promovierte" nicht arbeiten?
Sie halten sie für eine Airline zumindest für überflüssig, weil sie der Meinung sind, dass die tollen Piloten auch ohne Akademiker auskommen.

Nur die entscheidende Frage beantworten Sie auch nicht!
Eine Firma mit Piloten, aber ohne "Promovierte und Juristen" kann immer noch eine Airline sein - eine Firma mit "Promovierten und Juristen", aber ohne Piloten maximal noch ein teures Büro!
Sie oben, glauben Sie wirklich, dass eine Airline wir LH dann noch eine Airline wäre,?

Und, wenn Sie schon mit "Ryanair" um sich werfen. Wie ist denn da die Quote Piloten/Administration so? Wieviel "Promovierte und Juristen" oder schicke Glaspaläste kommen denn da so prozentual auf jeden Mitarbeiter des fliegenden Personals?
An welcher Stelle sprach ich von Ryanair? Auch nicht von irgendwelchen Buschfliegern, die Ihrem Vorurteil nach ohne Studierte auskommen. Aus Ihren Worten spricht nur Geringschätzung für diese.
Beitrag vom 27.03.2026 - 17:27 Uhr
Usercontrail55
User (6145 Beiträge)
Apropos überlegen....überlegen sie doch schon mal, wie sie die Flugzeuge in die Luft bekommen mit den "Juristen und Promovierten mit Studienzeiten", hahaha.....
Denn auch die werden dadurch bezahlt, dass Passagiere von A nach B befördert werden, und wer macht das nochmal?
Ach wirklich? Dieses Stammtisch-Narrativ, dass nur derjenige "wirklich arbeitet", der sichtbar etwas bewegt, wird auch durch Wiederholung nicht klüger. Flugzeuge fliegen, weil Technik, Recht, Planung und Organisation ineinandergreifen.

Oder glauben Sie, moderner Luftverkehr funktioniere ohne Zulassungen, Sicherheitsregeln, internationale Abkommen und Haftungsrecht? Genau diese "Juristen und Promovierten" schaffen die Grundlage dafür, dass Piloten überhaupt starten dürfen – sicher und verlässlich.
Und Ihr Seitenhieb auf "wer das nochmal macht"? Gerade bei den LH-Piloten und der VC zeigt sich aktuell eher das Gegenteil Ihrer These: Mit ihren überzogenen Forderungen tragen sie dazu bei, dass das Geschäftsmodell der LH Classic zunehmend unter Druck gerät und perspektivisch ausgehöhlt wird. Wer wirtschaftliche Realitäten dauerhaft ignoriert, sägt am Ende am eigenen Ast – und gefährdet genau die Strukturen, von denen man selbst lebt.
Die Realität ist also etwas komplexer: Luftverkehr ist Teamarbeit – und wer das ignoriert, macht es sich genauso einfach wie jemand, der jede Forderung automatisch für berechtigt erklärt

Auf Stammtisch Niveau bewegen nur sie sich hier....
Fängt schon an, dass mir hier Worte in den Mund gelegt werden! Wo genau habe ich geschrieben, dass "Juristen und Promovierte" nicht arbeiten?

Nur die entscheidende Frage beantworten Sie auch nicht!
Eine Firma mit Piloten, aber ohne "Promovierte und Juristen" kann immer noch eine Airline sein - eine Firma mit "Promovierten und Juristen", aber ohne Piloten maximal noch ein teures Büro!

Und, wenn Sie schon mit "Ryanair" um sich werfen. Wie ist denn da die Quote Piloten/Administration so? Wieviel "Promovierte und Juristen" oder schicke Glaspaläste kommen denn da so prozentual auf jeden Mitarbeiter des fliegenden Personals?
Na da bin jetzt aber mal auf die Zahlen gespannt, das könnte überraschend werden, wenn Sie es schaffen da zwischen LHA und LHG sauber zu trennen. Das BG2 fällt als schicker Glaspalast auf jeden Fall raus.
Beitrag vom 27.03.2026 - 18:45 Uhr
UserNodrog
User (92 Beiträge)
Allein die erste Antwort hier im Thread zeigt schon wo der Laden falsch läuft - Piloten sehen sich als "Le LH, c‘est moi". Der Flieger wird ja nur für uns angemalt.

Aus eigener Erfahrung - das ganze Bodenpersonal inklusive alle Auslandsgesellschaften von Brüssel bis Wien hat überhaupt keine Lust mehr auf diese arrogante Streikerei. Da herrscht noch irgendein Bild aus den 60er Jahren und keiner bekommt den Rachen voll. In der aktuellen wirtschaftlichen Lage in Deutschland und im Konzern so Forderungen zu stellen ist träumerisch, und dann zu streiken ist ein Schlag ins Gesicht der restlichen 100.000 Mitarbeiter.

Der Boden hat heimlich still und leise 2.x% pro Jahr abgeschlossen. Und liebe Piloten, hier geht es auch um Profile die nur müde lächeln wenn sie eure "Wichtigkeit" sehen - Juristen und Promovierte mit Studienzeiten die drei Mal so lang sind wie eine fliegerische Ausbildung. Das sind die Engpassprofile in einer Airline 2026.

Man kann nur hoffen, das die Auslagerung aus der Mainline voranschreitet und bald alle Senioren in den Ruhestand gehen, mit bald Mitte 40 vermutlich.

Der Konzern steht absolut nicht geschlossen hinter den Streikenden, ganz im Gegenteil, man arbeitet hart an den Schaltern und in der Hotline und die paar Erpresser die am langen Hebel sitzen stellen Wolkenschlossforderungen und kosten die Firma Millionen. aero.de sollte mal eine Mitarbeiterumfrage bei der LH starten.

Schaut doch mal zu Ryanair und co was ihr dort verdienen würdet.



Ach ich liebe die Vergleiche zu Ryanair und Co. In die andere Richtung könnte man auch Vergleiche ziehen. Zu United oder Delta. 15% und mehr des Gehalts für die betriebliche Rente. Gehälter weit über denen der Lufthansa. Der Vergleich in die USA ist genauso schlecht wie der zu den LCC.

2, irgendwas % mehr Lohn bei den Bodenmitarbeitern. Das ist im besten Falle gerade mal Inflationsausgleich.

Und meine Güte jetzt streiken auch noch die Flugbegleiter. Was fällt denen nur ein bei so einer Weltlage zu streiken. Was für eine Arroganz der Kabine.

Meine Güte manchmal habe ich das Gefühl manche sehen es oder wollen es wohl nicht sehen.
Beitrag vom 28.03.2026 - 00:55 Uhr
UserJumpfly
User (592 Beiträge)
Hört doch auf zu diskutieren. Lest euch die Kommentare eines beliebigen Streiks der letzten 20 Jahre durch, sie sind alle gleich. Das mit dem Ast der abgesägt wird, mit den Gehältern weit über Markt... Wenn sich die Diskutanten doch wenigstens einmal in 20 Jahren die Mühe gemacht hätten vor den Kommentaren zu recherchieren. Mit künstlicher Intelligenz wird das immer leichter, wenn die eigene Intelligenz schon fehlt.
Grundsätzlich orientiert man sich logischerweise immer nach oben nicht nach unten. Egal welche Berufsgruppe bei LHG gerade freiwillig 95% des Gehaltes für bessere Boni abgibt kann doch kein Vorbild sein. Dazu werden die Gehälter nach wie vor auch vom Markt bestimmt. Wer recherchiert stellt leicht fest, dass es in den nächsten Jahren eine große Verrentungswelle gibt. Dazu kommen große Probleme beim Nachwuchs der einfach nicht in ausreichender Menge bereit ist sich als Pilot ausbilden zu lassen. Ziemlich seltsam, ist das doch der Beruf in dem man schnell Millionär wird, ständig am Strand rumliegt, vor Weihnachten in NYC shoppen geht und zeitgleich 200 freie Tage im Jahr hat. Das Einzelne falsch liegen ist nachvollziehbar, dass aber in ganz Deutschland der Nachwuchs an diesem Beruf das Interesse verliert könnte doch den ein oder anderen aufhorchen lassen. Vielleicht ist es doch so, dass die Ausbildung nach wie vor sehr teuer ist. Vielleicht ist es kein 9-17 Job, planbare Wochenenden mit der Familie sind Mangelware, Urlaub meistens nur dann wenn die anderen ihn nicht machen, Karriereplanung hat LHA komplett pervertiert, Feiertag daheim Fehlanzeige... Der Job ist in der heutigen Zeit unattraktiv geworden und deshalb steigen die Gehälter. Wem diese zu hoch sind soll es machen. So manchem würden die Augen aufgehen.
Wie kann man nur in solch einer Weltlage streiken wo man doch jetzt eine tolle Alternative sein könnte zu ME3? Die Frage kann man auch umdrehen. Wie kann man es denn zu einer solchen Zeit zu einem Streik kommen lassen? Arbeitnehmer streiken vorzugsweise an solchen Tagen um den Druck zu erhöhen. Arbeitgeber versuchen es an solchen Tagen zu verhindern. Wer war nun erfolgreicher?
Beitrag vom 28.03.2026 - 09:26 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1511 Beiträge)
Hört doch auf zu diskutieren. Lest euch die Kommentare eines beliebigen Streiks der letzten 20 Jahre durch, sie sind alle gleich. Das mit dem Ast der abgesägt wird, mit den Gehältern weit über Markt... Wenn sich die Diskutanten doch wenigstens einmal in 20 Jahren die Mühe gemacht hätten vor den Kommentaren zu recherchieren. Mit künstlicher Intelligenz wird das immer leichter, wenn die eigene Intelligenz schon fehlt.
Grundsätzlich orientiert man sich logischerweise immer nach oben nicht nach unten. Egal welche Berufsgruppe bei LHG gerade freiwillig 95% des Gehaltes für bessere Boni abgibt kann doch kein Vorbild sein. Dazu werden die Gehälter nach wie vor auch vom Markt bestimmt. Wer recherchiert stellt leicht fest, dass es in den nächsten Jahren eine große Verrentungswelle gibt. Dazu kommen große Probleme beim Nachwuchs der einfach nicht in ausreichender Menge bereit ist sich als Pilot ausbilden zu lassen. Ziemlich seltsam, ist das doch der Beruf in dem man schnell Millionär wird, ständig am Strand rumliegt, vor Weihnachten in NYC shoppen geht und zeitgleich 200 freie Tage im Jahr hat. Das Einzelne falsch liegen ist nachvollziehbar, dass aber in ganz Deutschland der Nachwuchs an diesem Beruf das Interesse verliert könnte doch den ein oder anderen aufhorchen lassen. Vielleicht ist es doch so, dass die Ausbildung nach wie vor sehr teuer ist. Vielleicht ist es kein 9-17 Job, planbare Wochenenden mit der Familie sind Mangelware, Urlaub meistens nur dann wenn die anderen ihn nicht machen, Karriereplanung hat LHA komplett pervertiert, Feiertag daheim Fehlanzeige... Der Job ist in der heutigen Zeit unattraktiv geworden und deshalb steigen die Gehälter. Wem diese zu hoch sind soll es machen. So manchem würden die Augen aufgehen.
Wie kann man nur in solch einer Weltlage streiken wo man doch jetzt eine tolle Alternative sein könnte zu ME3? Die Frage kann man auch umdrehen. Wie kann man es denn zu einer solchen Zeit zu einem Streik kommen lassen? Arbeitnehmer streiken vorzugsweise an solchen Tagen um den Druck zu erhöhen. Arbeitgeber versuchen es an solchen Tagen zu verhindern. Wer war nun erfolgreicher?
Ich glaube, man muss bei der Diskussion etwas sauberer differenzieren.
Zum einen stimmt es schlicht nicht, dass der Markt generell "keine Piloten mehr hergibt". Andere Airlines – auch in Europa – schaffen es durchaus, ihre Cockpits zu besetzen. Teilweise zu deutlich anderen Konditionen. Das spricht eher dagegen, dass ein grundsätzlicher Mangel besteht, sondern eher dafür, dass Angebot und Nachfrage sehr stark vom jeweiligen Gesamtpaket abhängen.
Zum anderen wird oft ausgeblendet, auf welchem Niveau wir hier bei LH (Classic) sprechen. Die Vergütung und Rahmenbedingungen dort gehören – auch im internationalen Vergleich – zur absoluten Spitzengruppe. Es ist daher wenig überzeugend, so zu argumentieren, als würde es sich um einen schlecht bezahlten oder unattraktiven Job handeln, für den sich schlicht niemand mehr findet.
Wenn es trotzdem Schwierigkeiten gibt, Nachwuchs zu gewinnen oder zu halten, liegt die Ursache möglicherweise nicht primär am "Markt", sondern an strukturellen Themen: Zugangshürden, Ausbildungswege, interne Prozesse oder auch die Frage, wie attraktiv das Gesamtpaket im Vergleich zu Alternativen wahrgenommen wird.
Beitrag vom 28.03.2026 - 11:01 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4255 Beiträge)
Ich sehe durchaus einen Anteil des LH-Managements an der Eskalation, aber nach der Aktion mitten in einer Sondersituation ohne ME3-Hubs, wo die LH-Gruppe mal richtig hätte punkten können in Sachen Zuverlässigkeit einen zweitätigen Streik auszurufen halte ich die Vorgehensweise vom LH-Management für richtig. Aus Konzernsicht kann man sich diesen Unternehmensteil operativ wohl noch nicht eliminieren - aber wenn man sich anschaut, welche Unternehmen in der Gruppe profitabel sind und welche nicht und auf welcher Einkommensebene da verhandelt wird, da kann man über die VC und ihre Mitglieder nur noch den Kopf schütteln, wenn man dann in dieser Sondersituation 2 Tage streikt.

Und dann braucht man sich auch nicht mehr wundern, wenn das LH-Management hier die Vereinbarungen zur Freistellung kündigt, insbesondere dann wenn das dann auch noch mit den Streiktagen zusammenfällt.


9 Monate wartete man auf ein Angebot von LH. Es kam nichts. Nach 2 Streiktagen kam dann mal eins. Den Streik hätte LH sofort beenden können.
Der Krieg dauert an. Seit 4 Wochen. Ab wann wäre es denn ok wieder zu kämpfen.

Und wer gewinnt macht und wer nicht ist eine Geschichte für sich. Wissen sie denn, was Allegris allein gekostet letztes Jahr?

Und wie gesagt die Tage werden vorher geplant und hatten wenig mit dem Streik zu tun.
Aber man kann auch nur sehen, was man sehen will
Ja. man kann das auch so sehen, dass sich zwei Parteien mit jeweiligen Maximalforderungen so ineinander verhakt haben, dass eine Lösung in den Sternen steht. Die eine Seite sägt am Ast, auf den sie sitzt, die andere möchte den Ast loswerden. Dann passt das ja. Irgendwann gehört LH Classic der Geschichte an, LHG wird weiter bestehen und die Piloten dann eben in anderen Gesellschaften arbeiten. Inzwischen wissen die Kunden auch Bescheid, worauf sie sich bei Buchungen einlassen. Man darf gespannt warten, wie diese Schmierenkomödie weitergeht.


Das mit dem 'Sägen am Ast auf dem sie sitzen' hat Ihnen @Heinzi doch schon mehrmals (nachvollziehbar) erläutert.
Das scheint VC in Kauf zu nehmen/ bewusst zu sein und die Strategie scheint nur noch 'Mitnehmen was geht'.

Und mal ehrlich:
wenn die Situation bei LH - Classic wirklich so dramatisch ist, wie immer postuliert, dann bleibt der GL, ja dann ist sie doch geradezu verpflichtet (Konkursverschleppung?), die Reißleine zu ziehen und diesen Betriebsteil zu schließen.

Die Benamsung für eine neues, wesentlich 'kostengünstiger' agierendes AOC ala EW oder Disco; gutes Vorbild seinerzeit LX (aus SwissAir wurde Swiss) dürfte das geringste Problem sein.

Einfach noch die 100 Jahre abfeiern und dann 'Klappe zu'... .

Achtung: Beitrag könnte Ironie enthalten ;)
Beitrag vom 28.03.2026 - 11:54 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1511 Beiträge)
Ja. man kann das auch so sehen, dass sich zwei Parteien mit jeweiligen Maximalforderungen so ineinander verhakt haben, dass eine Lösung in den Sternen steht. Die eine Seite sägt am Ast, auf den sie sitzt, die andere möchte den Ast loswerden. Dann passt das ja. Irgendwann gehört LH Classic der Geschichte an, LHG wird weiter bestehen und die Piloten dann eben in anderen Gesellschaften arbeiten. Inzwischen wissen die Kunden auch Bescheid, worauf sie sich bei Buchungen einlassen. Man darf gespannt warten, wie diese Schmierenkomödie weitergeht.


Das mit dem 'Sägen am Ast auf dem sie sitzen' hat Ihnen @Heinzi doch schon mehrmals (nachvollziehbar) erläutert.
Hinsichtlich "nachvollziehbar" bin ich - wie auch andere Foristen - eben anderer Meinung. Ist das Ihrer Meinung nach erlaubt?
Das scheint VC in Kauf zu nehmen/ bewusst zu sein und die Strategie scheint nur noch 'Mitnehmen was geht'.
Auch eine solche Einstellung ist nicht unbedingt "nachvollziehbar", geschweige denn wirklich rational.
Und mal ehrlich:
wenn die Situation bei LH - Classic wirklich so dramatisch ist, wie immer postuliert, dann bleibt der GL, ja dann ist sie doch geradezu verpflichtet (Konkursverschleppung?), die Reißleine zu ziehen und diesen Betriebsteil zu schließen.
Auf diesen Moment arbeiten beide Seiten augenscheinlich hin.

Die Benamsung für eine neues, wesentlich 'kostengünstiger' agierendes AOC ala EW oder Disco; gutes Vorbild seinerzeit LX (aus SwissAir wurde Swiss) dürfte das geringste Problem sein.

Einfach noch die 100 Jahre abfeiern und dann 'Klappe zu'... .

Achtung: Beitrag könnte Ironie enthalten ;)
Ach so, das alles war ironisch gemeint, sagen Sie es doch gleich.
Beitrag vom 28.03.2026 - 13:08 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4255 Beiträge)
Ja. man kann das auch so sehen, dass sich zwei Parteien mit jeweiligen Maximalforderungen so ineinander verhakt haben, dass eine Lösung in den Sternen steht. Die eine Seite sägt am Ast, auf den sie sitzt, die andere möchte den Ast loswerden. Dann passt das ja. Irgendwann gehört LH Classic der Geschichte an, LHG wird weiter bestehen und die Piloten dann eben in anderen Gesellschaften arbeiten. Inzwischen wissen die Kunden auch Bescheid, worauf sie sich bei Buchungen einlassen. Man darf gespannt warten, wie diese Schmierenkomödie weitergeht.


Das mit dem 'Sägen am Ast auf dem sie sitzen' hat Ihnen @Heinzi doch schon mehrmals (nachvollziehbar) erläutert.
Hinsichtlich "nachvollziehbar" bin ich - wie auch andere Foristen - eben anderer Meinung. Ist das Ihrer Meinung nach erlaubt?

Ja klar.
Für mich (sorry nicht explizit so ausgeführt) absolut nachvollziehbar.

Das scheint VC in Kauf zu nehmen/ bewusst zu sein und die Strategie scheint nur noch 'Mitnehmen was geht'.
Auch eine solche Einstellung ist nicht unbedingt "nachvollziehbar", geschweige denn wirklich rational.

Warum?
Ich würde das genauso machen, wenn ich (wie von @Heinzi) ausgeführt und begründet, keinen 'Pfifferling' mehr auf Versprechungen, ja gar vertraglich festgeschriebene, 'Zukunftsszenarien' der GL mehr geben würde.

Und mal ehrlich:
wenn die Situation bei LH - Classic wirklich so dramatisch ist, wie immer postuliert, dann bleibt der GL, ja dann ist sie doch geradezu verpflichtet (Konkursverschleppung?), die Reißleine zu ziehen und diesen Betriebsteil zu schließen.
Auf diesen Moment arbeiten beide Seiten augenscheinlich hin.

Beide Seiten?
Wenn das so wäre, könnte doch die GL das jederzeit tun (siehe Germanwings oder City). Diese scheint sich aber eben doch (noch) nicht so sicher oder eben doch zu doll 'schwarzmalen'...

Die Benamsung für eine neues, wesentlich 'kostengünstiger' agierendes AOC ala EW oder Disco; gutes Vorbild seinerzeit LX (aus SwissAir wurde Swiss) dürfte das geringste Problem sein.

...oder eben noch:

Einfach noch die 100 Jahre abfeiern und dann 'Klappe zu'... .

durchziehen zu wollen.


Achtung: Beitrag könnte Ironie enthalten ;)
Ach so, das alles war ironisch gemeint, sagen Sie es doch gleich.

"Könnte ... enthalten" bedeutet eben ausdrücklich nicht 'i_s_t Ironie'.
Bezieht sich im konkreten auf meinen letzten Satz.

Jetzt klarer?
Beitrag vom 28.03.2026 - 14:00 Uhr
UserA320Fam
User (2252 Beiträge)
Das Traurige daran ist doch, dass eine LHA nicht nur Piloten hat, aber man diese auch braucht, wie alle anderen eben. Wenn jetzt,wegen den Piloten, nach und nach die Flugzeuge "verschwinden", sind nicht nur die Piloten überflüssig ...
Beitrag vom 28.03.2026 - 14:40 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1511 Beiträge)
Die Benamsung für eine neues, wesentlich 'kostengünstiger' agierendes AOC ala EW oder Disco; gutes Vorbild seinerzeit LX (aus SwissAir wurde Swiss) dürfte das geringste Problem sein.

...oder eben noch:

Einfach noch die 100 Jahre abfeiern und dann 'Klappe zu'... .

durchziehen zu wollen.


Achtung: Beitrag könnte Ironie enthalten ;)
Ach so, das alles war ironisch gemeint, sagen Sie es doch gleich.

"Könnte ... enthalten" bedeutet eben ausdrücklich nicht 'i_s_t Ironie'.
Bezieht sich im konkreten auf meinen letzten Satz.

Jetzt klarer?
Ja, schon. Aber was soll daran Ironie sein? Ist doch sehr wahrscheinlich viel Richtiges dran.
Beitrag vom 28.03.2026 - 14:41 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1511 Beiträge)
Das Traurige daran ist doch, dass eine LHA nicht nur Piloten hat, aber man diese auch braucht, wie alle anderen eben. Wenn jetzt,wegen den Piloten, nach und nach die Flugzeuge "verschwinden", sind nicht nur die Piloten überflüssig ...
Ja, aber die Piloten haben dann das Maximum für sich (und nur für sich) herausgeholt, siehe @Heinzi
Beitrag vom 28.03.2026 - 15:05 Uhr
UserFW 190
User (2337 Beiträge)
Hier geht es doch um einen Vorteil der durch den Streik weggefallen ist:

"...konnte die VC jährliche Freistellungskontingente zu einem Festpreis von Lufthansa buchen. Freigestellte Piloten erhielten von Lufthansa eine Stundengutschrift - das Unternehmen zahlte Gehalt und Leistungen wie bei normaler Tätigkeit der Freigestellten weiter und erhielt von der VC die Pauschale....

Dagegen gibt es Protest der Betroffenen und der VC weil der Vorteil durch den Streik entfallen ist.

Wenn nun aber ein Nicht VC-Mitglied Pilot aufgrund von Pilotenmangel (bei einigen Flotten) freiwillig gut bezahlte Überstunden in einer gewissen Regelmäßigkeit macht und diese dann entfallen - wg. des Streiks -
könnte er doch genau so diesen Vorteil für ihn einfordern, oder? Da wird dann doch sicherlich die VC geschlossen dagegen sein weil das ja ohnehin ein "Kollegensch...n " ist der den VC Beitrag sparen will und dadurch die VC schwächt. Dann vielleicht auch noch Streikbrecher ist. ieeh... Dann heißt es eher: gut so!

Es ist alles nur eine Frage des eigenen Standpunktes. Oder wie war das noch mit den Kunden, die bei Streiks Schaden-Ersatz fordern? Das findet man dazu im Internet:

"Während er für Reisende (Flug/Bahn) oft als außergewöhnlicher Umstand ("höhere Gewalt") eingestuft wird, der Entschädigungen ausschließt..."
Beitrag vom 29.03.2026 - 01:45 Uhr
UserHeinzi
User (542 Beiträge)
Das Traurige daran ist doch, dass eine LHA nicht nur Piloten hat, aber man diese auch braucht, wie alle anderen eben. Wenn jetzt,wegen den Piloten, nach und nach die Flugzeuge "verschwinden", sind nicht nur die Piloten überflüssig ...>

Das Falsche daran ist vermutlich, dass über das wirtschaftliche Wohl der Lufthansa alleine die Höhe des Gehalts der Piloten entscheiden soll. Das halte ich für vollkommenen Quatsch.
Beitrag vom 29.03.2026 - 01:58 Uhr
UserHeinzi
User (542 Beiträge)
Hört doch auf zu diskutieren. Lest euch die Kommentare eines beliebigen Streiks der letzten 20 Jahre durch, sie sind alle gleich. Das mit dem Ast der abgesägt wird, mit den Gehältern weit über Markt... Wenn sich die Diskutanten doch wenigstens einmal in 20 Jahren die Mühe gemacht hätten vor den Kommentaren zu recherchieren. Mit künstlicher Intelligenz wird das immer leichter, wenn die eigene Intelligenz schon fehlt.
Grundsätzlich orientiert man sich logischerweise immer nach oben nicht nach unten. Egal welche Berufsgruppe bei LHG gerade freiwillig 95% des Gehaltes für bessere Boni abgibt kann doch kein Vorbild sein. Dazu werden die Gehälter nach wie vor auch vom Markt bestimmt. Wer recherchiert stellt leicht fest, dass es in den nächsten Jahren eine große Verrentungswelle gibt. Dazu kommen große Probleme beim Nachwuchs der einfach nicht in ausreichender Menge bereit ist sich als Pilot ausbilden zu lassen. Ziemlich seltsam, ist das doch der Beruf in dem man schnell Millionär wird, ständig am Strand rumliegt, vor Weihnachten in NYC shoppen geht und zeitgleich 200 freie Tage im Jahr hat. Das Einzelne falsch liegen ist nachvollziehbar, dass aber in ganz Deutschland der Nachwuchs an diesem Beruf das Interesse verliert könnte doch den ein oder anderen aufhorchen lassen. Vielleicht ist es doch so, dass die Ausbildung nach wie vor sehr teuer ist. Vielleicht ist es kein 9-17 Job, planbare Wochenenden mit der Familie sind Mangelware, Urlaub meistens nur dann wenn die anderen ihn nicht machen, Karriereplanung hat LHA komplett pervertiert, Feiertag daheim Fehlanzeige... Der Job ist in der heutigen Zeit unattraktiv geworden und deshalb steigen die Gehälter. Wem diese zu hoch sind soll es machen. So manchem würden die Augen aufgehen.
Wie kann man nur in solch einer Weltlage streiken wo man doch jetzt eine tolle Alternative sein könnte zu ME3? Die Frage kann man auch umdrehen. Wie kann man es denn zu einer solchen Zeit zu einem Streik kommen lassen? Arbeitnehmer streiken vorzugsweise an solchen Tagen um den Druck zu erhöhen. Arbeitgeber versuchen es an solchen Tagen zu verhindern. Wer war nun erfolgreicher?
Ich glaube, man muss bei der Diskussion etwas sauberer differenzieren.
Zum einen stimmt es schlicht nicht, dass der Markt generell "keine Piloten mehr hergibt". Andere Airlines – auch in Europa – schaffen es durchaus, ihre Cockpits zu besetzen. Teilweise zu deutlich anderen Konditionen. Das spricht eher dagegen, dass ein grundsätzlicher Mangel besteht, sondern eher dafür, dass Angebot und Nachfrage sehr stark vom jeweiligen Gesamtpaket abhängen.>

Da würde mich einmal interessieren, welcher Teil des Gesamtpakets es denn z.B. bei Ryanair oder Easyjet ist, der so attraktiv ist, dass man sich unbedingt dort verdingen möchte? Der charismatische Chef, die Wochenstops Hawaii und Seychellen, das attraktive Gehalt und die Altersversorgung? Oder war es doch die Scheinselbstständigkeit und die Zeitverträge? Stimmt, da kann man sich so überhaupt nicht entscheiden.

Zum anderen wird oft ausgeblendet, auf welchem Niveau wir hier bei LH (Classic) sprechen. Die Vergütung und Rahmenbedingungen dort gehören – auch im internationalen Vergleich – zur absoluten Spitzengruppe.>

Da haben Sie leider schlecht, oder überhaupt nicht recherchiert. Man ist da sicher nicht schlecht, aber von der Spitzengruppe sieht man nur die Rücklichter.

>Es ist daher wenig überzeugend, so zu argumentieren, als würde es sich um einen schlecht bezahlten oder unattraktiven Job handeln, für den sich schlicht niemand mehr findet.>

Leider ist es tatsächlich so, dass LH in detzten Jahren häufiger Schwierigkeiten hatte, eine ausreichende Zahl an Bewerbern für Ihre Lehrgänge an der Fliegerschule zu finden. Selbst Bewerberzahlen zu den Tests sind stark zurück gegangen.

Wenn es trotzdem Schwierigkeiten gibt, Nachwuchs zu gewinnen oder zu halten, liegt die Ursache möglicherweise nicht primär am "Markt", sondern an strukturellen Themen: Zugangshürden, Ausbildungswege, interne Prozesse oder auch die Frage, wie attraktiv das Gesamtpaket im Vergleich zu Alternativen wahrgenommen wird.>

Zugangshürden, joa, heisst, die Anforderungen soll man absenken, weil es dann mehr schaffen könnten? Das Gesamtpaket kann ja nur positiv wahrgenommen werden. Das Geld mit der Schubkarre heim fahren, den ständig in 5 Sterne Hotels am Pool liegen, 18 Tage frei im Monat und dann noch mit 55 und fetter Altersversogung in den Ruhestand. Wenn das mal nicht attraktiv ist. Zumindest sollte das doch als attraktiver wahrgenommen werden, als bei allen anderen Alternativen. Ein Spitzenplatz im internationalen Vergleich. Und das sollen potentielle Bewerber nicht verstehen? Merken Sie, wo Ihre Argumentation hakt`?