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Beitrag 16 - 30 von 44
Beitrag vom 27.12.2021 - 22:33 Uhr
UserSaintEx
User (348 Beiträge)
Die unter dem Markenauftritt der DLH tätigen Langstrecken-Piloten sind im weltweiten Vergleich mit die günstigsten, da es für die allermeisten Piloten keinen (finanziellen) Anreiz gibt, zur Langstrecke zu wechseln. Warum sollte das so bleiben, wenn die Verbindung zu den Kollegen der Kurzstrecke (und damit zur eigenen Karriere) gekappt wird?
Wieder einmal handelt sich hierbei um die isoliert betriebswirtschaftliche Kosten-Betrachtung eines kleinen Teilbereichs durch sog. Top-Manager ohne jegliche Verantwortung bei (bewußter) Ausblendung des Gesamtoptimums.
Beitrag vom 28.12.2021 - 09:00 Uhr
Usercontrail55
User (3269 Beiträge)
Die unter dem Markenauftritt der DLH tätigen Langstrecken-Piloten sind im weltweiten Vergleich mit die günstigsten, da es für die allermeisten Piloten keinen (finanziellen) Anreiz gibt, zur Langstrecke zu wechseln. Warum sollte das so bleiben, wenn die Verbindung zu den Kollegen der Kurzstrecke (und damit zur eigenen Karriere) gekappt wird?
Wieder einmal handelt sich hierbei um die isoliert betriebswirtschaftliche Kosten-Betrachtung eines kleinen Teilbereichs durch sog. Top-Manager ohne jegliche Verantwortung bei (bewußter) Ausblendung des Gesamtoptimums.
Das beschreibt ganz gut, was ich mit Hinterherhecheln meine. Die neue Situatuon hinehmen und daür aber das Beste für mich rausholen. Was ist dann morgen oder übermorgen?
Ich würde mich mit der LS Nummer aber nicht in Sicherheit wiegen. Wir sehen bei anderen Airlines, was gerade passiert und die KS muss ja nicht das Ende sein. Auch bei der LS gibt es genug Destinationen, die durchaus zu den LC verschoben werden können. Wie schnell das geht, sehen wir gerade. Ob man selbst dann noch bei der Rumpftruppe dabei ist würde man dann sehen.
Auch hier lohnt ein Blick über den Tellerrand, BA hat das in Etappen schön vorgemacht. Die waren die Ersten, die die Trennung LS/KS aufgehoben haben mit Equal Pay. Dann hat BA Märkte einfach aufgegeben und die Mitarbeiter mit bis dahin ungewohnter Manier auf Linie gebracht. Jetzt wurde das Spiel wiederholt. Kündigung für alle, mit neuem Jobangebot bei niedrigeren Konditionen. Scheint zu funktionieren. SAS lagert gerade, in Etappen, die gesamte KS aus. Die Beispiele sind da.
Auch bei LHG, die verschiedenen Assets wurden in Stellung gebracht und auf dem MA Seite hat man sich für jedes EW Debakel auf die Schenkel geklopft, mit der weberschen Arroganz. EW war die einzige Passage Airline, die in Q3 Profit gemacht hat. Jetzt, in diesen Zeiten. Aber die Reaktion ist "Wen interessiert Q3?" Uiui, wenn das mal nicht schief geht.
Alternative Airline für die Ausführung bei Cargo gibt es, KS für einen Großteil der Märkte gibt es, LS gibt es. Überall hat die Verschiebung schon begonnen, das Schwert wird stumpfer.
Ich kann den Frust durchaus verstehen und es verstört, dass man Veträge hat, die nicht so dicht sind wie man dachte. Ich befürchte, mit Konfrontation wird man da nicht weit kommen, dieser Vorstand scheint aus anderem Holz geschnitzt als die meisten seiner Vorgänger.
Das wird ein spannendes 2022, so oder so.
Happy New Year!

Dieser Beitrag wurde am 28.12.2021 09:03 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.12.2021 - 11:04 Uhr
UserSaintEx
User (348 Beiträge)
Ich kann den Frust durchaus verstehen und es verstört, dass man Veträge hat, die nicht so dicht sind wie man dachte. Ich befürchte, mit Konfrontation wird man da nicht weit kommen, dieser Vorstand scheint aus anderem Holz geschnitzt als die meisten seiner Vorgänger.

"Anderes" Holz bedeutet noch lange nicht "besseres" Holz im Sinne eines Unternehmenserfolges, welcher sich gerade nicht ausschließlich über die Bedienung von Zockerinteressen definiert, sondern darüber, dass er den Menschen und die Umwelt ins Zentrum seines Handelns stellt.
Da Sie sich selbst in Ihren eigenen Beiträgen gerne mit einer Aura als Wissender und Sehender umgeben, würde mich interessieren, wie Sie - zur Vermeidung erneuter Konfrontationen - einem "Tarifpartner" auf AG-Seite begegnen würden, der - entgegen seiner öffentlichen Äußerungen - keinerlei Kompromisse, sondern ausschließlich seine eigenen Vorstellungen zu 100% durchdrücken will, ohne auch nur ansatzweise in der Lage (oder willens) zu sein, selbige mit nachvollziehbaren Fakten zu untermauern.
Beitrag vom 28.12.2021 - 11:16 Uhr
Useren-zym
User (268 Beiträge)

Oder die Foren sind gerade zu ruhig ...

Harte Zeiten für Erik.
Beitrag vom 28.12.2021 - 12:37 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (570 Beiträge)
Wenn man ehrlich ist:

es bleibt der LH AG doch gar nichts anderes übrig als den gesamten innerdeutschen Verkehr (auch LH - Zubringer FRA, MUC - vielleicht sogar auch für LX und AUA) und kurz- oder mittelfristig (eher kurzfristig) auch den gesamten Europaverkehr, um im Wettbewerb bestehen zu können, auf EWE bzw. Discover zu übertragen.
Ich bin auch ziemlich sicher: solche Pläne liegen bereits in der "Schublade".
Es wäre m.E. auch besser gleich damit "raus zurücken". Denn besser :ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende".

Und ehrlich:
der Service und "Comfort" der Mainline unterscheidet sich doch eh nicht mehr von EWE, oder sogar FR (hier: bis auf die Werbeberieselung und die Gewinnspiele).

Ps. Es wird auch für die MA in den "Büros" (z.B. @Gordon - sorry, aber das dürfte wohl die Wahrheit sein) zukünftig ungemütlich werden. LH AG muss 'schlanker' werden, da wird jeder Stein umgedreht. Und vermeintlich "sichere Verträge" (siehe jetzt Cockpit) sind dann ganz schnell "nicht mehr sicher".
So ist er eben, der (knallharte) Markt, wie @Contrail55 es immer so schön schreibt.


Beitrag vom 28.12.2021 - 12:40 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (570 Beiträge)

Oder die Foren sind gerade zu ruhig ...

Harte Zeiten für Erik.

Was ist der Sinn?
Beitrag vom 28.12.2021 - 13:03 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Ps. Es wird auch für die MA in den "Büros" (z.B. @Gordon - sorry, aber das dürfte wohl die Wahrheit sein) zukünftig ungemütlich werden.

Kein Problem! Mein Einkommen definiert sich aus meiner Leistung, daher mache ich mir da keine Sorgen. Wenn nicht in der Airlinebranche, dann eben woanders.
Beitrag vom 28.12.2021 - 13:11 Uhr
Usercontrail55
User (3269 Beiträge)
Ich kann den Frust durchaus verstehen und es verstört, dass man Veträge hat, die nicht so dicht sind wie man dachte. Ich befürchte, mit Konfrontation wird man da nicht weit kommen, dieser Vorstand scheint aus anderem Holz geschnitzt als die meisten seiner Vorgänger.

"Anderes" Holz bedeutet noch lange nicht "besseres" Holz im Sinne eines Unternehmenserfolges, welcher sich gerade nicht ausschließlich über die Bedienung von Zockerinteressen definiert, sondern darüber, dass er den Menschen und die Umwelt ins Zentrum seines Handelns stellt.
Musste ich ein paar mal lesen. Sind Sie sicher, dass Sie das so meinen ;-)
Aber von besser habe ich ja nicht gesprochen.
Nachtrag: Ich habe es dann nochmal gelesen und eine Frage... Was meinen Sie mit Zockerinteressen? Welches Unternehmen kennen Sie denn, welches den Unternehmenserfolg über den Menschen und die Umwelt definiert und gleichzeitig genug Geld verdient um zu Überleben um die Punkte 1 und 2 zu bedienen. Ich lege noch einen drauf, welche Airline kennen Sie... ?
Da Sie sich selbst in Ihren eigenen Beiträgen gerne mit einer Aura als Wissender und Sehender umgeben,
Ach wo, das sehe ich nicht so. Ich folge nur interessiert den Aussagen anderer und machmal sagt ein Fakten Check etwas anderes. In meiner Zeit als BR und TK habe ich gelernt weiter nach vorne zu schauen und versuche zu verstehen, was ist die Story hinter der Story. Sehe ich sportlich :-)
würde mich interessieren, wie Sie - zur Vermeidung erneuter Konfrontationen - einem "Tarifpartner" auf AG-Seite begegnen würden, der - entgegen seiner öffentlichen Äußerungen - keinerlei Kompromisse, sondern ausschließlich seine eigenen Vorstellungen zu 100% durchdrücken will, ohne auch nur ansatzweise in der Lage (oder willens) zu sein, selbige mit nachvollziehbaren Fakten zu untermauern.
Mit Ihrem Ansatz wird es naturgemäß schwer, erneute Konfrontation zu vermeiden. Da haben Sie jetzt so viel Vorwurf (ohne den bewerten zu wollen) drin (wenn dann hier und in internen Plattformen schon für die VTV ein heißer Sommer prognostiziert wird), da wird das schwer. Mit fehlt hier die Auseinadersetzung mit dem abgeschlossenen Vertrag und wieso wusste das von den Mitgliedern keiner, oder hat man es im Eifer der Unsterblichkeit "überlesen" Das eine Tarifpartei die Verträge bis zu Maximum nutzt, auch das sehe ich sportlich. Wenn da eine "Atmen" Variante eingebaut war, dann ist das so. Und das jetzt in diesen Zeiten auch anzuwenden, nun ja. Ich höre auf der Strecke im Cockpit die Diskusionen um Musterwechsel, wie man da dann jeden Punkt und Komma kennt um die optimale Kombination für die eigene Karriere abzupassen oder zu spielen... Daher hält sich mein Mitleid hier in Grenzen.
Um auf Ihre Frage zurückzukommen, bevor man in die Verhandlungen geht sollte man mit sich selbst klar sein, was sind meine Bedürfnisse, was die der Gegenseite, welche Reaktionen kann es geben und welche Chancen/Risiken gibt es usw. Bevor das nicht geklärt ist, dont do it! Wenn man den Tenor hier hört, man will CS mal so richtig einen auswischen, dann wird das ein Gemetzel geben. Sie können ja für sich das Risiko abwägen und entscheiden, was ist denn Ihre Story? Verletztes Ego streicheln? Aber ich und meine Kolleg:innen sind dann der Kollateralschaden. Da habe ich keinen Bock drauf, es lebe die ÜV.

Dieser Beitrag wurde am 28.12.2021 13:23 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.12.2021 - 14:04 Uhr
UserEricM
User (3816 Beiträge)
Ich befürchte, mit Konfrontation wird man da nicht weit kommen

Ganz generell, unabhängig von LH, Gwerkschaften, etc.:
Wenn in einem Konflikt eine Seite bereits klar auf Konfrontation setzt, kann die andere Seite dem nicht mit Kooperationsangeboten begegnen.

Zur Kooperation gehören zwei.
Für eine Konfrontation reicht dagegen einer, der auf Krawall gebürstet ist. Der zweite kann kann dann nur noch entscheiden, ob er sich auf die Konfrontation einlässt oder aufgibt/sich zurückzieht/nachgibt.

Dieser Beitrag wurde am 28.12.2021 14:08 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.12.2021 - 15:12 Uhr
Usercontrail55
User (3269 Beiträge)
Ich befürchte, mit Konfrontation wird man da nicht weit kommen

Ganz generell, unabhängig von LH, Gwerkschaften, etc.:
Wenn in einem Konflikt eine Seite bereits klar auf Konfrontation setzt, kann die andere Seite dem nicht mit Kooperationsangeboten begegnen.

Zur Kooperation gehören zwei.
Für eine Konfrontation reicht dagegen einer, der auf Krawall gebürstet ist. Der zweite kann kann dann nur noch entscheiden, ob er sich auf die Konfrontation einlässt oder aufgibt/sich zurückzieht/nachgibt.
Dazu gehört vorher, mit welchem Mindset ich den Aktionen der Gegenseite begegne. Wenn ich hartes Verhandeln und Offenhalten von Optionen schon als Konfrontation verstehe, dann wird es schwierig in den kooperationsmodus zu wechslen, denn jeder Kompromis würde als Niederlage angesehen und wer will schon gerne verlieren. Daher erst mal überlegen was hier passiert und dann handeln und nicht schon heute einen heißen Tanz verlünden. Aus der Ecke muss man erst mal wieder raus.
Beitrag vom 28.12.2021 - 15:19 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (570 Beiträge)
Ich befürchte, mit Konfrontation wird man da nicht weit kommen

Ganz generell, unabhängig von LH, Gwerkschaften, etc.:
Wenn in einem Konflikt eine Seite bereits klar auf Konfrontation setzt, kann die andere Seite dem nicht mit Kooperationsangeboten begegnen.

Zur Kooperation gehören zwei.
Für eine Konfrontation reicht dagegen einer, der auf Krawall gebürstet ist. Der zweite kann kann dann nur noch entscheiden, ob er sich auf die Konfrontation einlässt oder aufgibt/sich zurückzieht/nachgibt.

Wen genau meinen Sie, in diesem Fall, mit "auf Konfrontation setzt"? Die LH oder die VC?
Beitrag vom 28.12.2021 - 16:15 Uhr
UserEricM
User (3816 Beiträge)
Wen genau meinen Sie, in diesem Fall, mit "auf Konfrontation setzt"? Die LH oder die VC?

Von den öffentlichen Pressemitteilungen aus würde ich sagen: Aktuell beide.
Und natürlich begründen beide Ihre Handlung mit der vorangegangenen Handlung der jeweils anderen Partei...
Beitrag vom 28.12.2021 - 16:46 Uhr
UserOldCrow
User (196 Beiträge)
Kein Problem! Mein Einkommen definiert sich aus meiner Leistung, daher mache ich mir da keine Sorgen. Wenn nicht in der Airlinebranche, dann eben woanders.

Na ja, Besuchergruppen durch ein Bürogebäude zu führen ist ja auch ein Job den man in vielen Firmen machen kann. Für Piloten ist da die Auswahl wesentlich kleiner.
Beitrag vom 28.12.2021 - 17:03 Uhr
UserEricM
User (3816 Beiträge)
Mein Einkommen definiert sich aus meiner Leistung, daher mache ich mir da keine Sorgen.

Einkommen definieren sich aus erbrachter Leistung und was der Wettbewerb (also andere Arbeitnehmer) für diese Leistung aufrufen.
Ist einer bereit, diese Leistung für weniger Geld zu erbringen, kann die Firma ja quasi gar nicht anders und muss dem Markttrend folgen.

Das gilt auch und gerade für typische Büro-Arbeitsplätze wie Einkauf, Disposition, mittleres Management, allgemeine Verwaltung, etc.

Wenn nicht in der Airlinebranche, dann eben woanders.

In Punkto Digitalisierung, die in der Verwaltung vieler Firmen gerade Mitarbeiter freisetzt, ist die Airline-Branche mMn eher hintendran. Industrie, Versicherungen, etc. sind da schon deutlich weiter und bauen die eigenen Mannschaften stärker ab als Airlines.
Woanders Verwaltungsjobs neu zu bekommen, ist wohl aktuell schwieriger als den alten Job zu behalten.
Fachkräftemangel haben wir, das stimmt, aber von einem Verwaltungkräftesmangel oder einem Managermangel ist nirgends die Rede....
Beitrag vom 28.12.2021 - 17:32 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Mein Einkommen definiert sich aus meiner Leistung, daher mache ich mir da keine Sorgen.

Einkommen definieren sich aus erbrachter Leistung und was der Wettbewerb (also andere Arbeitnehmer) für diese Leistung aufrufen.
Ist einer bereit, diese Leistung für weniger Geld zu erbringen, kann die Firma ja quasi gar nicht anders und muss dem Markttrend folgen.

Das gilt auch und gerade für typische Büro-Arbeitsplätze wie Einkauf, Disposition, mittleres Management, allgemeine Verwaltung, etc.

Wenn nicht in der Airlinebranche, dann eben woanders.

In Punkto Digitalisierung, die in der Verwaltung vieler Firmen gerade Mitarbeiter freisetzt, ist die Airline-Branche mMn eher hintendran. Industrie, Versicherungen, etc. sind da schon deutlich weiter und bauen die eigenen Mannschaften stärker ab als Airlines.
Woanders Verwaltungsjobs neu zu bekommen, ist wohl aktuell schwieriger als den alten Job zu behalten.
Fachkräftemangel haben wir, das stimmt, aber von einem Verwaltungkräftesmangel oder einem Managermangel ist nirgends die Rede....

Es ist immer wieder drollig, wie Sie versuchen jemanden zu verunsichern, den Sie überhaupt nicht kennen :)

Machen Sie sich um mich doch einfach keine Sorgen. Wenn alles schief geht, werde ich Berater. Dafür hat die Lufthansa doch immer Geld :)