Beitrag vom 21.02.2026 - 19:57 Uhr
Na ja, Sie haben es als unkritisch übernommen bezeichnet. Daher die Frage, was wäre im Ergebnis anders, wenn man es mal kritisch beleuchtet?
Die Frage, was anders wäre, habe ich glaube ich schon um 14:53 beantwortet.
Wenn die GL etwas reduziert formuliert ist es ja nicht zwangsläufig falsch, nur weil mir das Ergebnis nicht passt.
Ich habe immer noch nicht behauptet, es wäre falsch.
Beitrag vom 21.02.2026 - 22:27 Uhr
Hieß der 2017 geschlossene Tarifvertrag nicht bereits Perspektiven-Vereinbarung?
Hat nicht Lufthansa diesen Tarifvertrag einseitig Ende 2021 schon wieder aufgekündigt
(also nach Adam Riese ganzen 2 Jahren "Perspektive" ohne Corona)...?
Die Lufthansa handelte folgerichtig, als sie den Tarifvertrag von 2017 – die sogenannte Perspektivvereinbarung – kündigte. Der drastische Wandel des Marktes, der immense Wettbewerbsdruck und die wirtschaftliche Realität ließen keinen anderen verantwortbaren Schritt zu. Eine überholte Vereinbarung darf kein Korsett sein, das unternehmerische Handlungsfähigkeit lähmt. Die Kündigung war eine notwendige Konsequenz.
Da stellt sich doch die Frage, wie "zukunftsfähig" denn eine neue Lösung sein kann? Ein Kündigungsrecht wird man sich immer in eine Vereinbarung einbauen wollen, wie 2017 auch. Korsett geht ja nicht, so weit so gut. Wettbewerbsdruck wird es auch zukünftig zur genüge geben, womit man dann wieder da steht, wo heute ist. Die Einen geben gegen Versprechungen, die dann wegen Wettbewerbsdruck oder Wandel des Marktes wieder vom Tisch genommen werden. Nur die, die gegeben haben müssen sich damit abfinden, dass sie dies umsonst gemacht haben und täglich grüßt das Murmeltier.
Was haben die Piloten konkret abgegeben? Die letzten Tarifabschluss von 2023 umfasst schrittweise 18% Gehaltssteigerung bis Ende 2026 und sorgte ab 2025 für Reallohnzuwachs.>
Es geht z.B. um das Jahr 2017. Altersversorgung versus Perspektiven. Perspektiven weg, die AV verschlechtert. Nötig, oder nicht, legal oder nicht, das ist Fakt. Davor die Jahre gab es selbiges in etwas anderer Form bereits auch. Jetzt werden plötzlich unter HinzunahmeVerbesserungen suggeriert, die aber an anderer Stelle kompensiert, sprich selbst finanziert werden sollen. Zudem geht es in der Auseinandersetzung hier im Moment nicht nur um Piloten, sondern auch um den Boden und die Flugbegleiter.
Der festgefahrene Tarifkonflikt verlangt nun eine klare Lösung. Eine unabhängige Moderation bietet die Chance, ideologische Gräben zu überwinden und eine zukunftsfähige, realistische Einigung zu erreichen.>
Grundsätzlich ist Moderation nichts schlechtes. Die würde ich aber von vorn herein auf einen kurzen Zeitraum begrenzen. Vielleicht zwei Monate. Ihnen fehlt wahrscheinlich die Lebenserfahrung, oder schlicht die Kenntnis von Tarifverhandlungen z.B. zwischen der VC oder UFO der letzten zwanzig Jahre.
Wie wollen Sie das beurteilen? Klar, an den Verhandlungen bei der LH(G) war ich nicht dabei. Aber bei vielen anderen Verhandlungen in meinem beruflichen Umfeld, auch als Moderator. Und Lebenserfahrung? Reichen deutlich über 60 Jahre Ihrer Meinung nach aus?>
Danke für die Info. Bedeutet also, Sie sprechen von Verhandlungen in Ihrem Bereich und haben keine Kenntnis darüber, wie das bei LH die letzten 20 Jahre so abgelaufen ist und können sich somit darüber auch kein Urteil erlauben. Das ist ja keine Schande. Altersmäßig kann ich da mithalten, vielleicht sind unsere Lernkurven einfach verschieden verlaufen.>
Das ist meist über 6,9 oder 12 Monate gegangen und jedes mal zum Nachteil der GW`s. Dann gehört halt auch Anfang an klar gemacht, dass es eine Einigung nur auf Basis eines Datums rückwirkend zum regulären Ende des letzten Tarifvertrags geben kann.
Verdächtig erscheint mir allerdings an den Aussagen der Lufthansa, das man plötzlich wieder über festgeschriebene Flottenzusagen verhandelnkönnte, die doch angeblich ein Eigriff in die unternehmerische Freiheit bedeuten und wieder über Karrieren verhandeln möchte, denen die VC doch klar gegen Monetäre Forderungen abgeschworen hatte. Warum bietet man etwas an, was der Verhandlungspartner nicht mehr möchte, weil der LH nicht mehr auf dessen Zusagen vertraut. Und "ideologische Gräben schließen" ist nun reichlich naiv. Schön wäre es, aber das wird nicht passieren, solange CS irgendwo im Unternehem noch ein Wort hat. Das hat man bei der VC in den letzen zwanzig Jahren auch gelernt, CS kann man nicht vertrauen. Neues Miteinander und so, totaler Humbug.
Ihr Beitrag zeigt nur, wie fest gefahren die Positionen sind und wie ausgeprägt Ihr Beißreflex gegenüber der LHG und insbesondere gegenüber CS ist. Als ob CS alles allein entscheidet. Welches Bild von einem Vorstand in einer AG haben Sie denn?>
Das ist kaum mein Beißreflex, sonder eine breite Meinung der Beschäftigten und von Mitgliedern der GW. Können Sie vielleicht auch nicht wissen, wenn man in der "Szene" nicht verbandelt ist. Seien Sie versichert, dass mir schon bekannt ist, dass der CEO formal nur eine Stimme des Gremiums besitzt. So weit die Theorie. Gerade im LH Vorstand ist schon mehrfach nach außen gedrungen, wie dort aber geführt und entschieden wird und wie die Konsequenzen sind, wenn das Lied nicht einstimmig gesungen wird. Das können Sie natürlich nicht wissen, wenn Sie dort kein Ohr an der Wand haben. Das dürfte Ihnen mit Ihrer Kenntnis dann aber auch aus anderen Unternehmen bekannt sein.
Und gerade in einer solchen Situation bietet sich Moderation als ziemlich einziger konstruktiver Ausweg an, da weder VC noch die LH (LHG) ihre Positionen und Forderungen werden umfänglich durchsetzen können.>
Richtig keine Seite erwartet das wohl. Zwischen null und viel, liegt viel Spielraum. Seitens LH wird aber auf null beharrt, Angebote in irgendeiner Form gibt es wohl nicht. Aus meiner Sicht kommt da am Ende wieder einmal mehr ein Schlichter, als ein Moderator bei raus. Auch hier fehlen Ihnen kenntnisse, wie Treffen der Tarifkommisionen der VC und LH so ablaufen. Der Moderator versucht überhaupt ein sinvolles Gespräch in Gang zu bringen. Das größte Problem bei den Gesprächen ist immer, das auf der VC Seite Entscheider sitzen und auf der LH Seite Marionetten von CS, die keine Entscheidungsbefugnis haben. Da Verhandler seitens LH aber keine Masse vom Chef bekommen, die verhandelt werden könnte, wird auch die Gegenseite VC wenig zu Gesprächen beitragen können. Am Ende kommt ein Schlichter, der sich beide Seiten anhört, sich eine Meinung bildet und einen vorsichtigen Kompromiss auf den Tisch legt. Auch ein Szenario, dass es in den letzten 20 Jahren oft genug gab.
Beitrag vom 21.02.2026 - 23:56 Uhr
Es geht z.B. um das Jahr 2017. Altersversorgung versus Perspektiven. Perspektiven weg, die AV verschlechtert. Nötig, oder nicht, legal oder nicht, das ist Fakt.
Seitdem haben sich Märkte, Wettbewerb und wirtschaftliche Realität verändert. Das sieht nicht dur die GL so.
Wie wollen Sie das beurteilen? Klar, an den Verhandlungen bei der LH(G) war ich nicht dabei. Aber bei vielen anderen Verhandlungen in meinem beruflichen Umfeld, auch als Moderator. Und Lebenserfahrung? Reichen deutlich über 60 Jahre Ihrer Meinung nach aus?>
Danke für die Info. Bedeutet also, Sie sprechen von Verhandlungen in Ihrem Bereich und haben keine Kenntnis darüber, wie das bei LH die letzten 20 Jahre so abgelaufen ist und können sich somit darüber auch kein Urteil erlauben. Das ist ja keine Schande. Altersmäßig kann ich da mithalten, vielleicht sind unsere Lernkurven einfach verschieden verlaufen.
Nun, Sie haben anscheinend eben nur die Geschehnisse innerhalb der LH miterlebt, da erklärt Ihre "Lernkurve". Bisweilen ist der Blick von "außen" hilfreich. Dazu soll Moderation z.B. verhelfen.
Das ist meist über 6,9 oder 12 Monate gegangen und jedes mal zum Nachteil der GW`s. Dann gehört halt auch Anfang an klar gemacht, dass es eine Einigung nur auf Basis eines Datums rückwirkend zum regulären Ende des letzten Tarifvertrags geben kann.
Ihr Beitrag zeigt nur, wie fest gefahren die Positionen sind und wie ausgeprägt Ihr Beißreflex gegenüber der LHG und insbesondere gegenüber CS ist. Als ob CS alles allein entscheidet. Welches Bild von einem Vorstand in einer AG haben Sie denn?>
Das ist kaum mein Beißreflex, sonder eine breite Meinung der Beschäftigten und von Mitgliedern der GW. Können Sie vielleicht auch nicht wissen, wenn man in der "Szene" nicht verbandelt ist.
Gerade dieses "Verbandeltsein" erschwert doch einen objektiven Blick.
Seien Sie versichert, dass mir schon bekannt ist, dass der CEO formal nur eine Stimme des Gremiums besitzt. So weit die Theorie. Gerade im LH Vorstand ist schon mehrfach nach außen gedrungen, wie dort aber geführt und entschieden wird und wie die Konsequenzen sind, wenn das Lied nicht einstimmig gesungen wird. Das können Sie natürlich nicht wissen, wenn Sie dort kein Ohr an der Wand haben. Das dürfte Ihnen mit Ihrer Kenntnis dann aber auch aus anderen Unternehmen bekannt sein.
Aber Sie haben das "Ohr an der Wand"? dann outen Sie sich doch !
Und gerade in einer solchen Situation bietet sich Moderation als ziemlich einziger konstruktiver Ausweg an, da weder VC noch die LH (LHG) ihre Positionen und Forderungen werden umfänglich durchsetzen können.>
Richtig keine Seite erwartet das wohl. Zwischen null und viel, liegt viel Spielraum. Seitens LH wird aber auf null beharrt, Angebote in irgendeiner Form gibt es wohl nicht. Aus meiner Sicht kommt da am Ende wieder einmal mehr ein Schlichter, als ein Moderator bei raus. Auch hier fehlen Ihnen kenntnisse, wie Treffen der Tarifkommisionen der VC und LH so ablaufen. Der Moderator versucht überhaupt ein sinvolles Gespräch in Gang zu bringen. Das größte Problem bei den Gesprächen ist immer, das auf der VC Seite Entscheider sitzen und auf der LH Seite Marionetten von CS, die keine Entscheidungsbefugnis haben.
Ach so ist das. Sie wissen also immer schon im Voraus, was bei einer Moderation herauskommt und Sie können natürlich auch sicher sagen, dass es immer zum Nachteil der Beschäftigten ausgehen wird? Wenn man so verbittert in seiner (Erfahrungs-)Blase lebt, kein Wunder.
Da Verhandler seitens LH aber keine Masse vom Chef bekommen, die verhandelt werden könnte, wird auch die Gegenseite VC wenig zu Gesprächen beitragen können. Am Ende kommt ein Schlichter, der sich beide Seiten anhört, sich eine Meinung bildet und einen vorsichtigen Kompromiss auf den Tisch legt. Auch ein Szenario, dass es in den letzten 20 Jahren oft genug gab.
Und? Was ist an einem Kompromiss den so schlecht? Er sollte doch immer das Ziel von Verhandlungen sein. So ganz kann ich Ihren Pessimismus ( ja ich weiß, Erfahrungen) nicht teilen, denn dann wäre jede Art von Verhandlung in der Tat überflüssig.
Dieser Beitrag wurde am 21.02.2026 23:59 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.02.2026 - 04:21 Uhr
Hieß der 2017 geschlossene Tarifvertrag nicht bereits Perspektiven-Vereinbarung?
Hat nicht Lufthansa diesen Tarifvertrag einseitig Ende 2021 schon wieder aufgekündigt
(also nach Adam Riese ganzen 2 Jahren "Perspektive" ohne Corona)...?
Die Lufthansa handelte folgerichtig, als sie den Tarifvertrag von 2017 – die sogenannte Perspektivvereinbarung – kündigte. Der drastische Wandel des Marktes, der immense Wettbewerbsdruck und die wirtschaftliche Realität ließen keinen anderen verantwortbaren Schritt zu. Eine überholte Vereinbarung darf kein Korsett sein, das unternehmerische Handlungsfähigkeit lähmt. Die Kündigung war eine notwendige Konsequenz.
Da stellt sich doch die Frage, wie "zukunftsfähig" denn eine neue Lösung sein kann? Ein Kündigungsrecht wird man sich immer in eine Vereinbarung einbauen wollen, wie 2017 auch. Korsett geht ja nicht, so weit so gut. Wettbewerbsdruck wird es auch zukünftig zur genüge geben, womit man dann wieder da steht, wo heute ist. Die Einen geben gegen Versprechungen, die dann wegen Wettbewerbsdruck oder Wandel des Marktes wieder vom Tisch genommen werden. Nur die, die gegeben haben müssen sich damit abfinden, dass sie dies umsonst gemacht haben und täglich grüßt das Murmeltier.
Schön beschrieben. Vor diesem Hintergrund zurück zu Ihrer ersten Frage, wie müsste eine zukunftsfähige Lösung denn aussehen, damit sie wirklich zukunftsfähig wäre? Die aktuellen Modelle mit ihren umfangreichen Absicherungen funktionieren nicht mehr, sie sind zudem viel zu starr, das Umfeld ist viel dynamischer geworden.>
Zunächst einmal glaube ich, dass Zukunfstfähigkeit arg von der Perspektive abhängt und und diese beiden nur schwer kompatibel sind. Die GW möchte Geld und Zukunftssicherheit, der AG Flexibilität und niedrge Kosten, sprich Vergütungen. Dem AG soll nun die Fexibilität gegeben werden, jederzeit die Zukunfstsicherheit zurück nehmen zu können, z.B. durch gestrichene Upgrades, Flottenverkleinerungen und Auslagerungen, weil das Umfeld ja dynamisch ist und wegen unternehmerischer Freiheit und so. Bleibt Vergütung. Die bleibt fix, solange es keine neue Vereinbarung gibt und hat Nachwirkung. Auch die VC wird verstanden haben, dass sie sich Zukunftssicherheit abschminken kann, weswegen sich Ihre Mitglieder längst für das Vergütungsmodell entschieden haben. Das wiederum hatte man in der GL nicht erwartet und es passt nicht in deren Konzept. Daher wird jetzt wieder eine Flottengröße, Neueinstellungen und Upgrades ins Spiel gebracht. Das wäre aber etwas, was man von selbst bekommt, falls die Aussagen der GL ehrlich sind. Die Kurzstrecke geht sowieso weg, sobald man bei den Töchtern genug Willige gefunden hat. Läuft halt im Moment noch nicht so. Die Langstrecke soll angeblich bei der Mutter bleiben. Es gehen aber in den nächsten 5 Jahren viele Hundert Kapitäne in die ÜV/Rente. Man wird also nicht umhin kommen, zu schulen.
Wohin sollte man letztlich mit überschüssigem Personal, wenn es das nach schnellen weiteren Auslagerungen geben sollte, dieses nicht freiwillig zu Töchtern wechselt und lieber in seiner Funktion bei der Mutter bleibt?. Kündigen? Wird kaum gehen, da selbst ein großer Teil der Copiloten die 15 Jahre zur Unkündbarkeit erreicht haben. Daher würde ich als VC bei den Forderungen zum TV ÜV/AV bleiben und weiter auf die Zukunfstsperspektiven verzichten und schauen, was sich ergibt. Das letzte Wort dazu werden ohnehin die VC Mitglieder als Betroffene haben und das ist anders als bei der LH TK. Da hat es der große Meister selbst und nicht seine Verhandler.
Das gilt es aufzubrechen, sonst ist man morgen genau wieder in der gleichen Schleife. Alles was dafür helfen könnte, wirklich alles, muss versucht werden.>
Dann müsste man den CS austauschen und wegen mir auch die gesamte Riege der VC Funktionäre und Verhandler. Anders bekommt man nichts mehr auf Null gestellt. Vielleicht muss man einfach noch die nächsten zwei Jahre bis zu CS Abgang aussitzen und schauen was dann kommt, falls man nicht den Fehler macht, Ihn in den Aufsichtsrat zu setzen, was aus der Historie zu befürchten steht.
>Selbst wenn man den Verdacht hat, es wäre, wieder mal, nur Verzögerungstaktik. Die Alternative wäre katastrophal.
Der festgefahrene Tarifkonflikt verlangt nun eine klare Lösung. Eine unabhängige Moderation bietet die Chance, ideologische Gräben zu überwinden und eine zukunftsfähige, realistische Einigung zu erreichen.>
Grundsätzlich ist Moderation nichts schlechtes. Die würde ich aber von vorn herein auf einen kurzen Zeitraum begrenzen. Vielleicht zwei Monate. Ihnen fehlt wahrscheinlich die Lebenserfahrung, oder schlicht die Kenntnis von Tarifverhandlungen z.B. zwischen der VC oder UFO der letzten zwanzig Jahre. Das ist meist über 6,9 oder 12 Monate gegangen und jedes mal zum Nachteil der GW`s. Dann gehört halt auch Anfang an klar gemacht, dass es eine Einigung nur auf Basis eines Datums rückwirkend zum regulären Ende des letzten Tarifvertrags geben kann.
Verdächtig erscheint mir allerdings an den Aussagen der Lufthansa, das man plötzlich wieder über festgeschriebene Flottenzusagen verhandelnkönnte, die doch angeblich ein Eigriff in die unternehmerische Freiheit bedeuten und wieder über Karrieren verhandeln möchte, denen die VC doch klar gegen Monetäre Forderungen abgeschworen hatte. Warum bietet man etwas an, was der Verhandlungspartner nicht mehr möchte, weil der LH nicht mehr auf dessen Zusagen vertraut. Und "ideologische Gräben schließen" ist nun reichlich naiv. Schön wäre es, aber das wird nicht passieren, solange CS irgendwo im Unternehem noch ein Wort hat. Das hat man bei der VC in den letzen zwanzig Jahren auch gelernt, CS kann man nicht vertrauen. Neues Miteinander und so, totaler Humbug.
Beitrag vom 22.02.2026 - 11:29 Uhr
Schön beschrieben. Vor diesem Hintergrund zurück zu Ihrer ersten Frage, wie müsste eine zukunftsfähige Lösung denn aussehen, damit sie wirklich zukunftsfähig wäre? Die aktuellen Modelle mit ihren umfangreichen Absicherungen funktionieren nicht mehr, sie sind zudem viel zu starr, das Umfeld ist viel dynamischer geworden.>
Zunächst einmal glaube ich, dass Zukunfstfähigkeit arg von der Perspektive abhängt und und diese beiden nur schwer kompatibel sind. Die GW möchte Geld und Zukunftssicherheit, der AG Flexibilität und niedrge Kosten, sprich Vergütungen.
Das beschreibt gut das Dilemma. Sie haben im ersten Satz jeden in eine Ecke verwiesen und gleich abgesichert, das wäre ja nicht kompatibel. Dann wird es in der Tat schwierig. Genau dafür braucht es eine Moderation, sich von dieser Einteilung zu lösen. Beide Seiten wollen grundsätzlich das Gleiche, Zukunftssicherheit in guten wie in schlechten Zeiten. Die AN wollen eine Absicherung, die das Unbill des täglichen Lebens von ihnen fern hält. Das Unternehmen brucht Gestaltungsspielräume, um mit diesem Unbill ungehen zu können. Das ist, ganz wertfrei formuliert, die Situation.
Dem AG soll nun die Fexibilität gegeben werden, jederzeit die Zukunfstsicherheit zurück nehmen zu können, z.B. durch gestrichene Upgrades, Flottenverkleinerungen und Auslagerungen, weil das Umfeld ja dynamisch ist und wegen unternehmerischer Freiheit und so.
Im Prinzip ja. Ich würde es zwar etwas neutraler und ohne Vorwürfe formulieren, denn es geht ja erst mal darum die Situation zu verstehen. Da sind wir aber noch nicht, denn alle drei GW haben klar formuliert, man wird mehr Geld nicht mit höherer Produktivität gegenfinanzieren. Das muss erst mal gelöst werden. Da sind die Statements der GW vor den Mitgliedern eher kontraproduktiv, denn wie wollen die in den Verhandlungen ohne Gesichtsverlust Zugeständnisse verkaufen?
Bleibt Vergütung. Die bleibt fix, solange es keine neue Vereinbarung gibt und hat Nachwirkung. Auch die VC wird verstanden haben, dass sie sich Zukunftssicherheit abschminken kann, weswegen sich Ihre Mitglieder längst für das Vergütungsmodell entschieden haben. Das wiederum hatte man in der GL nicht erwartet und es passt nicht in deren Konzept.
Das glaube ich nicht. Die haben sich auf alle Varianten vorbereitet. Da muss man kein Hellseher sein, um die Variante "Hauptsache mehr Geld, alles andere ist egal" auf dem Zettel zu haben.
Daher wird jetzt wieder eine Flottengröße, Neueinstellungen und Upgrades ins Spiel gebracht.
Sicher, man braucht ja Verhandlungsmasse. Auch dafür muss amn nicht besonders visionär sein, es gibt ja eine Vielzahl an jungen Piloten, die ihr Fliegerleben noch vor sich haben. Wie schnell der Job weg ist kann man ja gerade schön beobachten. Dann nützt mir eine tolle AV auch nichts mehr.
Das wäre aber etwas, was man von selbst bekommt, falls die Aussagen der GL ehrlich sind. Die Kurzstrecke geht sowieso weg, sobald man bei den Töchtern genug Willige gefunden hat. Läuft halt im Moment noch nicht so. Die Langstrecke soll angeblich bei der Mutter bleiben. Es gehen aber in den nächsten 5 Jahren viele Hundert Kapitäne in die ÜV/Rente. Man wird also nicht umhin kommen, zu schulen.
Das sind doch alles Mutmaßungen und Details. Zunächst muss Schritt 1 geklärt werden.
Wohin sollte man letztlich mit überschüssigem Personal, wenn es das nach schnellen weiteren Auslagerungen geben sollte, dieses nicht freiwillig zu Töchtern wechselt und lieber in seiner Funktion bei der Mutter bleibt?. Kündigen? Wird kaum gehen, da selbst ein großer Teil der Copiloten die 15 Jahre zur Unkündbarkeit erreicht haben. Daher würde ich als VC bei den Forderungen zum TV ÜV/AV bleiben und weiter auf die Zukunfstsperspektiven verzichten und schauen, was sich ergibt. Das letzte Wort dazu werden ohnehin die VC Mitglieder als Betroffene haben und das ist anders als bei der LH TK. Da hat es der große Meister selbst und nicht seine Verhandler.
Das gilt es aufzubrechen, sonst ist man morgen genau wieder in der gleichen Schleife. Alles was dafür helfen könnte, wirklich alles, muss versucht werden.>
Dann müsste man den CS austauschen und wegen mir auch die gesamte Riege der VC Funktionäre und Verhandler.
Ja, vielleicht wäre das ein Anfang. Wobei ja völlig unklar ist wie stark der VV überhaupt involviert ist. Es geht ja nicht nur um die VC, das Thema geht alle Drei an.
Anders bekommt man nichts mehr auf Null gestellt. Vielleicht muss man einfach noch die nächsten zwei Jahre bis zu CS Abgang aussitzen und schauen was dann kommt, falls man nicht den Fehler macht, Ihn in den Aufsichtsrat zu setzen, was aus der Historie zu befürchten steht.
Die Zeit hat man aber nicht. Die CLH MA wollen Klarheit und die GL auch.
Selbst wenn man den Verdacht hat, es wäre, wieder mal, nur Verzögerungstaktik. Die Alternative wäre katastrophal.
Der festgefahrene Tarifkonflikt verlangt nun eine klare Lösung. Eine unabhängige Moderation bietet die Chance, ideologische Gräben zu überwinden und eine zukunftsfähige, realistische Einigung zu erreichen.>
Grundsätzlich ist Moderation nichts schlechtes.
Das ist doch mal ein Anfang.
Dieser Beitrag wurde am 22.02.2026 11:42 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.02.2026 - 21:18 Uhr
Schön beschrieben. Vor diesem Hintergrund zurück zu Ihrer ersten Frage, wie müsste eine zukunftsfähige Lösung denn aussehen, damit sie wirklich zukunftsfähig wäre? Die aktuellen Modelle mit ihren umfangreichen Absicherungen funktionieren nicht mehr, sie sind zudem viel zu starr, das Umfeld ist viel dynamischer geworden.>
Zunächst einmal glaube ich, dass Zukunfstfähigkeit arg von der Perspektive abhängt und und diese beiden nur schwer kompatibel sind. Die GW möchte Geld und Zukunftssicherheit, der AG Flexibilität und niedrge Kosten, sprich Vergütungen.
Das beschreibt gut das Dilemma. Sie haben im ersten Satz jeden in eine Ecke verwiesen und gleich abgesichert, das wäre ja nicht kompatibel. Dann wird es in der Tat schwierig. Genau dafür braucht es eine Moderation, sich von dieser Einteilung zu lösen. Beide Seiten wollen grundsätzlich das Gleiche, Zukunftssicherheit in guten wie in schlechten Zeiten. Die AN wollen eine Absicherung, die das Unbill des täglichen Lebens von ihnen fern hält. Das Unternehmen brucht Gestaltungsspielräume, um mit diesem Unbill ungehen zu können. Das ist, ganz wertfrei formuliert, die Situation.>
All diese Themen sind ja in voran gegangenen Tarifrunden auch schon durchgekaut worden und das letztlich mit mäßigem, langfristigem, Erfolg. Mir fehlt die Phantasie, warum das dieses Mal anders sein soll. Mit dem Rücken zur Wand hat man ja, zumindest aus Sicht der LH, bei Verhandlungen immmer gestanden. Wenn man sich mal eine Definition von Moderation ansieht,"Ein Moderator im Streit (Konfliktmoderator) ist für den Prozess, nicht für den Inhalt verantwortlich. Seine Hauptaufgaben sind
Neutralität, Strukturierung des Gesprächs, Durchsetzung von Spielregeln, Förderung eines respektvollen Dialogs und die Unterstützung der Parteien, eigenständig eine Lösung zu finden. Er ist "allparteilich" und schützt vor Angriffen.", sehe ich genau dort die Schwierigkeit. In vergangenen Tarifrunden war es immer so, dass am verhandlungstisch Lösungen gefunden wurden, seitens der LH TK dann aber keine Unterschrift drunter gesetzt werden konnte, weil man erst Fragen musste, obman das auch darf. Die Antwort war standardmäßig:Nein! Am nächsten Tag begann der Zirkus wieder von vorne. Stellen Sie sich vor, Ihre Partnerin möchte eine Moderation um Ihre gemeinsamen Probleme zu lösen. Ihre Frau geht hin und Sie selbst schicken einen guten Freund. Ich halte das für sinnfreie Moderation, wenn die betroffenen Partner nicht am Tisch sitzen und kann mir kaum vorstellen, dass es dieses Mal anders laufen wird. Wir werden sehen.
Dem AG soll nun die Fexibilität gegeben werden, jederzeit die Zukunfstsicherheit zurück nehmen zu können, z.B. durch gestrichene Upgrades, Flottenverkleinerungen und Auslagerungen, weil das Umfeld ja dynamisch ist und wegen unternehmerischer Freiheit und so.
Im Prinzip ja. Ich würde es zwar etwas neutraler und ohne Vorwürfe formulieren, denn es geht ja erst mal darum die Situation zu verstehen. Da sind wir aber noch nicht, denn alle drei GW haben klar formuliert, man wird mehr Geld nicht mit höherer Produktivität gegenfinanzieren. Das muss erst mal gelöst werden. Da sind die Statements der GW vor den Mitgliedern eher kontraproduktiv, denn wie wollen die in den Verhandlungen ohne Gesichtsverlust Zugeständnisse verkaufen?>
Dafür hat man u.a. in der Vergangenheit die unsäglichen geschlossenen Räume geschaffen. Gefolgt sind daraus unendlich lange Verhandlungen mit bescheidenen Ergebnissen, ohne das die GW Ihren Mitgliedern anschließend erklären durfte, wie es dazu kam, weil man einen Maulkorb aufgesetzt bekam. Das ist auch ein Teil der nicht wenigen Mitgliedern in der VC gegen den Strich geht. Da ist man eher für offene und transparente Gespräche, denn jedem ist dort auch klar, dass man von Forderungen nur einen Teil bekommt und die manchmal nicht ohne subjektiv schlecht empfundene Kompromisse.
Bleibt Vergütung. Die bleibt fix, solange es keine neue Vereinbarung gibt und hat Nachwirkung. Auch die VC wird verstanden haben, dass sie sich Zukunftssicherheit abschminken kann, weswegen sich Ihre Mitglieder längst für das Vergütungsmodell entschieden haben. Das wiederum hatte man in der GL nicht erwartet und es passt nicht in deren Konzept.
Das glaube ich nicht. Die haben sich auf alle Varianten vorbereitet. Da muss man kein Hellseher sein, um die Variante "Hauptsache mehr Geld, alles andere ist egal" auf dem Zettel zu haben.
Daher wird jetzt wieder eine Flottengröße, Neueinstellungen und Upgrades ins Spiel gebracht.
Sicher, man braucht ja Verhandlungsmasse. Auch dafür muss man nicht besonders visionär sein, es gibt ja eine Vielzahl an jungen Piloten, die ihr Fliegerleben noch vor sich haben. Wie schnell der Job weg ist kann man ja gerade schön beobachten. Dann nützt mir eine tolle AV auch nichts mehr.>
Das ist ein wenig, wie bei der Steuerklärung. Man schreibt die Zeitschrift Aero als Fachzeitschrift rein und bekommt die Absetzbarkeit abgelehnt. Hat man vorher gewusst, aber der Beamte hat etwas zu streichen, was Ihn glücklich machen soll, weil er ja irgendwas streichen muss. Der gähnt aber nur müde, weil es jedes Jahr das gleiche Schauspiel ist. Diese "Verhandlungsmasse" sehe ich als Nebelkerzen ohne Gegenwert, wie uns die Realität heute, nach den Vereinbarungen von 2017, zeigt. Interessant auch, dass LH garantierte Flottengrößen etc. als nicht statthafte Einmischung der GW in Unternehmensentscheidungen betrachtet hat und diese jetzt selbst wieder ins Spiel bringen möchte. Klingt für mich etwas schitzophren.
Das wäre aber etwas, was man von selbst bekommt, falls die Aussagen der GL ehrlich sind. Die Kurzstrecke geht sowieso weg, sobald man bei den Töchtern genug Willige gefunden hat. Läuft halt im Moment noch nicht so. Die Langstrecke soll angeblich bei der Mutter bleiben. Es gehen aber in den nächsten 5 Jahren viele Hundert Kapitäne in die ÜV/Rente. Man wird also nicht umhin kommen, zu schulen.
Das sind doch alles Mutmaßungen und Details. Zunächst muss Schritt 1 geklärt werden.>
Wieso? Das die Kurzstrecke mittelfristig von der Mutter genommen wird ist offen erklärtes Ziel. Das hunderte Piloten in den nächsten fünf Jahren gehen werden, könnten Sie anhand der Senioritätsliste selbst nachzählen, da diese die Altersgrenze von 65 Jahren erreichen werden.
Wohin sollte man letztlich mit überschüssigem Personal, wenn es das nach schnellen weiteren Auslagerungen geben sollte, dieses nicht freiwillig zu Töchtern wechselt und lieber in seiner Funktion bei der Mutter bleibt?. Kündigen? Wird kaum gehen, da selbst ein großer Teil der Copiloten die 15 Jahre zur Unkündbarkeit erreicht haben. Daher würde ich als VC bei den Forderungen zum TV ÜV/AV bleiben und weiter auf die Zukunfstsperspektiven verzichten und schauen, was sich ergibt. Das letzte Wort dazu werden ohnehin die VC Mitglieder als Betroffene haben und das ist anders als bei der LH TK. Da hat es der große Meister selbst und nicht seine Verhandler.
Das gilt es aufzubrechen, sonst ist man morgen genau wieder in der gleichen Schleife. Alles was dafür helfen könnte, wirklich alles, muss versucht werden.>
Dann müsste man den CS austauschen und wegen mir auch die gesamte Riege der VC Funktionäre und Verhandler.
Ja, vielleicht wäre das ein Anfang. Wobei ja völlig unklar ist wie stark der VV überhaupt involviert ist. Es geht ja nicht nur um die VC, das Thema geht alle Drei an.>
In der Vergangenheit soll er lt. Aussagen von VC TK Lösungen vom Verhandlungstisch immer wieder final abgelehnt haben.
Anders bekommt man nichts mehr auf Null gestellt. Vielleicht muss man einfach noch die nächsten zwei Jahre bis zu CS Abgang aussitzen und schauen was dann kommt, falls man nicht den Fehler macht, Ihn in den Aufsichtsrat zu setzen, was aus der Historie zu befürchten steht.
Die Zeit hat man aber nicht. Die CLH MA wollen Klarheit und die GL auch.>
Die GL könnte Klarheit zu Gunsten der CLH MA schaffen.
Selbst wenn man den Verdacht hat, es wäre, wieder mal, nur Verzögerungstaktik. Die Alternative wäre katastrophal.
Der festgefahrene Tarifkonflikt verlangt nun eine klare Lösung. Eine unabhängige Moderation bietet die Chance, ideologische Gräben zu überwinden und eine zukunftsfähige, realistische Einigung zu erreichen.>
Grundsätzlich ist Moderation nichts schlechtes.
Das ist doch mal ein Anfang.
Beitrag vom 23.02.2026 - 05:41 Uhr
Es geht z.B. um das Jahr 2017. Altersversorgung versus Perspektiven. Perspektiven weg, die AV verschlechtert. Nötig, oder nicht, legal oder nicht, das ist Fakt.
Seitdem haben sich Märkte, Wettbewerb und wirtschaftliche Realität verändert. Das sieht nicht dur die GL so.>
Die wirtschaftliche Realität ist, dass es anderen Legacy Carrier Mitbewerbern gelingt gute Gewinne einzufahren, wie z.B: die KLM nebenan und LH nicht und das bei ähnlichen Personalkosten. Finden Sie den Fehler. Tatsache ist auch, dass den Eigentümern 8-10% Rendite in Aussicht gestellt wurden und die sollen jetzt irgendwie generiert werden.
Wie wollen Sie das beurteilen? Klar, an den Verhandlungen bei der LH(G) war ich nicht dabei. Aber bei vielen anderen Verhandlungen in meinem beruflichen Umfeld, auch als Moderator. Und Lebenserfahrung? Reichen deutlich über 60 Jahre Ihrer Meinung nach aus?>
Danke für die Info. Bedeutet also, Sie sprechen von Verhandlungen in Ihrem Bereich und haben keine Kenntnis darüber, wie das bei LH die letzten 20 Jahre so abgelaufen ist und können sich somit darüber auch kein Urteil erlauben. Das ist ja keine Schande. Altersmäßig kann ich da mithalten, vielleicht sind unsere Lernkurven einfach verschieden verlaufen.
Nun, Sie haben anscheinend eben nur die Geschehnisse innerhalb der LH miterlebt, da erklärt Ihre "Lernkurve". Bisweilen ist der Blick von "außen" hilfreich. Dazu soll Moderation z.B. verhelfen.>
Ich verfolge die LH aus verschiedenen Perspektiven seit über 30 Jahren. Ein Blick von außen ist sicher kein Fehler, aber kein Allheilmittel, wenn man kein Verständnis von der Geschichte und Kenntnisse aus dem Innneren des Hauses hat. Ein Moderator leitet Gespräche, nimmt "Tempo" und Emotionen aus Gesprächen, schlägt aber keine Lösungen vor. Ich schätze das wird später wieder ein Schlichter machen.
Das ist meist über 6,9 oder 12 Monate gegangen und jedes mal zum Nachteil der GW`s. Dann gehört halt auch Anfang an klar gemacht, dass es eine Einigung nur auf Basis eines Datums rückwirkend zum regulären Ende des letzten Tarifvertrags geben kann.
Ihr Beitrag zeigt nur, wie fest gefahren die Positionen sind und wie ausgeprägt Ihr Beißreflex gegenüber der LHG und insbesondere gegenüber CS ist. Als ob CS alles allein entscheidet. Welches Bild von einem Vorstand in einer AG haben Sie denn?>
Das ist kaum mein Beißreflex, sonder eine breite Meinung der Beschäftigten und von Mitgliedern der GW. Können Sie vielleicht auch nicht wissen, wenn man in der "Szene" nicht verbandelt ist.
Gerade dieses "Verbandeltsein" erschwert doch einen objektiven Blick.>
Diese Ausseinandersetzungen haben einen gewachsenen, historischen Hintergrund, der faktisch in der Zeit entstand als CS gerade ins Unternehmen kam und seinerzeit Jürgen Weber Entscheidungen getroffen hat, die CS bis heute versucht wieder gerade zu rücken.
Seien Sie versichert, dass mir schon bekannt ist, dass der CEO formal nur eine Stimme des Gremiums besitzt. So weit die Theorie. Gerade im LH Vorstand ist schon mehrfach nach außen gedrungen, wie dort aber geführt und entschieden wird und wie die Konsequenzen sind, wenn das Lied nicht einstimmig gesungen wird. Das können Sie natürlich nicht wissen, wenn Sie dort kein Ohr an der Wand haben. Das dürfte Ihnen mit Ihrer Kenntnis dann aber auch aus anderen Unternehmen bekannt sein.
Aber Sie haben das "Ohr an der Wand"? dann outen Sie sich doch !>
Ich war im Unternehmen LH und kenne noch die Anfänge der Auseinandersetzungen aus den neunzigern und bin heute noch familiär und dadurch durch Freunde aus Cockpit, Kabine und Boden, aber auch ehemaligen VC TK`lern gut eingebunden. Daher sind mir viele verschiedene Sichtweisen und Meinungen einzelner Beschäftigter gut bekannt.
Und gerade in einer solchen Situation bietet sich Moderation als ziemlich einziger konstruktiver Ausweg an, da weder VC noch die LH (LHG) ihre Positionen und Forderungen werden umfänglich durchsetzen können.>
Richtig keine Seite erwartet das wohl. Zwischen null und viel, liegt viel Spielraum. Seitens LH wird aber auf null beharrt, Angebote in irgendeiner Form gibt es wohl nicht. Aus meiner Sicht kommt da am Ende wieder einmal mehr ein Schlichter, als ein Moderator bei raus. Auch hier fehlen Ihnen kenntnisse, wie Treffen der Tarifkommisionen der VC und LH so ablaufen. Der Moderator versucht überhaupt ein sinvolles Gespräch in Gang zu bringen. Das größte Problem bei den Gesprächen ist immer, das auf der VC Seite Entscheider sitzen und auf der LH Seite Marionetten von CS, die keine Entscheidungsbefugnis haben.
Ach so ist das. Sie wissen also immer schon im Voraus, was bei einer Moderation herauskommt und Sie können natürlich auch sicher sagen, dass es immer zum Nachteil der Beschäftigten ausgehen wird? Wenn man so verbittert in seiner (Erfahrungs-)Blase lebt, kein Wunder.>
Nee, leider ist meine Glaskugel gerade in Reparatur. Das ist Erfahrung aus der Vergangenheit und diese sind prägend für Entscheidungen und Meinungen die Zukunft betreffend. den Rest wird man sehen und eine Meinung dazu werde ich ja wohl haben dürfen. Sie haben halt eine andere und den Rest können wir dann besprechen wenn der Konflikt weiter geht und danach, wenn die Würfel gefallen sind. Sie glauben überhaupt nicht, wie weit ich von verbittert entfernt bin. Wieso auch? Mich betrifft die Auseinandersetzung ja nicht. Ich finde es aber Schade für alle die, die ich kenne und die es betrifft.
Da Verhandler seitens LH aber keine Masse vom Chef bekommen, die verhandelt werden könnte, wird auch die Gegenseite VC wenig zu Gesprächen beitragen können. Am Ende kommt ein Schlichter, der sich beide Seiten anhört, sich eine Meinung bildet und einen vorsichtigen Kompromiss auf den Tisch legt. Auch ein Szenario, dass es in den letzten 20 Jahren oft genug gab.
Und? Was ist an einem Kompromiss den so schlecht? Er sollte doch immer das Ziel von Verhandlungen sein. So ganz kann ich Ihren Pessimismus ( ja ich weiß, Erfahrungen) nicht teilen, denn dann wäre jede Art von Verhandlung in der Tat überflüssig.>
Sie verstehen es nicht. Ein Kompromiss wäre gut und der läge dann irgendwo zwischen 0 und den Forderungen der VC, was das Cockpit betrifft und 0 und der Forderung der Flugbegleiter. CS möchte aber keinen Kompromiss, er möchte zunächst nichts geben und wenn, alles was er gibt anderweitig durch die jeweilige Berufsgrppe refinanziert haben, oder es gibt nichts. Sehe ich nicht als Kompromiss.
Beitrag vom 23.02.2026 - 08:12 Uhr
Und? Was ist an einem Kompromiss den so schlecht? Er sollte doch immer das Ziel von Verhandlungen sein. So ganz kann ich Ihren Pessimismus ( ja ich weiß, Erfahrungen) nicht teilen, denn dann wäre jede Art von Verhandlung in der Tat überflüssig.>
Sie verstehen es nicht. Ein Kompromiss wäre gut und der läge dann irgendwo zwischen 0 und den Forderungen der VC, was das Cockpit betrifft und 0 und der Forderung der Flugbegleiter.
Genau das beschreibt das Problem. Wenn das Ihr Verständnis eines Kompromisses ist, dann kann das auf lange Sicht nicht klappen. Ein Kompromiss ist nicht, dass ich mir aussuchen kann, wieviel ich abgebe. Ein Kompromiss ist eine Kombination aus den Forderungen der einzelnen Parteien. Partei 1 fordert eine Produktivitätssteigerung und Partei 2 fordert Vergütungserhöhungen und Absicherungen. In Ihrer Rechnung (@Top_Pax hatte das ähnlich formuliert. Wenn man 10% fordert könnte man doch einen Kompromiss bei 5% machen) kommt die Forderung der GL garnicht vor.
CS möchte aber keinen Kompromiss,
Das wundert nicht, wenn das die Vorstellung eines Kompromisses ist.
er möchte zunächst nichts geben und wenn, alles was er gibt anderweitig durch die jeweilige Berufsgrppe refinanziert haben, oder es gibt nichts. Sehe ich nicht als Kompromiss.
Aber Sie wollen doch auch nichts geben. Was ist da der Unterschied? Wo sehen Sie einen Kompromiss?
Dieser Beitrag wurde am 23.02.2026 08:53 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 23.02.2026 - 09:32 Uhr
Und? Was ist an einem Kompromiss den so schlecht? Er sollte doch immer das Ziel von Verhandlungen sein. So ganz kann ich Ihren Pessimismus ( ja ich weiß, Erfahrungen) nicht teilen, denn dann wäre jede Art von Verhandlung in der Tat überflüssig.>
Sie verstehen es nicht. Ein Kompromiss wäre gut und der läge dann irgendwo zwischen 0 und den Forderungen der VC, was das Cockpit betrifft und 0 und der Forderung der Flugbegleiter.
Genau das beschreibt das Problem. Wenn das Ihr Verständnis eines Kompromisses ist, dann kann das auf lange Sicht nicht klappen. Ein Kompromiss ist nicht, dass ich mir aussuchen kann, wieviel ich abgebe. Ein Kompromiss ist eine Kombination aus den Forderungen der einzelnen Parteien. Partei 1 fordert eine Produktivitätssteigerung und Partei 2 fordert Vergütungserhöhungen und Absicherungen. In Ihrer Rechnung (@Top_Pax hatte das ähnlich formuliert. Wenn man 10% fordert könnte man doch einen Kompromiss bei 5% machen) kommt die Forderung der GL garnicht vor.
Wenn ich es richtig verstehe beruht die 'verhärte/kompromisslose' Haltung, zumindest der VC, aus den Erfahrungen das ausgehandelte und vereinbarte Kompromisse nicht lange halten!?
CS möchte aber keinen Kompromiss,
Das wundert nicht, wenn das die Vorstellung eines Kompromisses ist.
er möchte zunächst nichts geben und wenn, alles was er gibt anderweitig durch die jeweilige Berufsgrppe refinanziert haben, oder es gibt nichts. Sehe ich nicht als Kompromiss.
Aber Sie wollen doch auch nichts geben. Was ist da der Unterschied? Wo sehen Sie einen Kompromiss?
Das Ganze, unnachgiebige Haltungen auf beiden Seiten, könnte zumindest einen Effekt/ Ergebnis bringen: das unendliche, jahrelange Hin und Her (Ergebnis erzielt - Ergebnis wieder rückgängig - Neuverhandlung usw.usf. ...) hätte ein Ende, mit welchem finalen Ergebnis auch immer.
Diese (radikale) Aussicht scheint, jedenfalls wenn man die jetzigen Vorschläge der GL sieht, diese doch im Augenblick eher zu Schrecken.
Beitrag vom 23.02.2026 - 10:08 Uhr
Und? Was ist an einem Kompromiss den so schlecht? Er sollte doch immer das Ziel von Verhandlungen sein. So ganz kann ich Ihren Pessimismus ( ja ich weiß, Erfahrungen) nicht teilen, denn dann wäre jede Art von Verhandlung in der Tat überflüssig.>
Sie verstehen es nicht. Ein Kompromiss wäre gut und der läge dann irgendwo zwischen 0 und den Forderungen der VC, was das Cockpit betrifft und 0 und der Forderung der Flugbegleiter.
Genau das beschreibt das Problem. Wenn das Ihr Verständnis eines Kompromisses ist, dann kann das auf lange Sicht nicht klappen. Ein Kompromiss ist nicht, dass ich mir aussuchen kann, wieviel ich abgebe. Ein Kompromiss ist eine Kombination aus den Forderungen der einzelnen Parteien. Partei 1 fordert eine Produktivitätssteigerung und Partei 2 fordert Vergütungserhöhungen und Absicherungen. In Ihrer Rechnung (@Top_Pax hatte das ähnlich formuliert. Wenn man 10% fordert könnte man doch einen Kompromiss bei 5% machen) kommt die Forderung der GL gar nicht vor.>
Dem kann ich nicht so ganz zustimmen. Lief es denn nicht über Jahre in etwa so, dass der AG z.B. max 2% angeboten hat, die GW 5,5% gefordert hat und man sich bei 3,5% traf? War da die Forderung des AG auch nicht berücksichtigt? Zudem gäbe es theoretisch beim Cockpit noch ein paar Produktivitätssteigerungen zu heben, in der Kabine noch mehr und am Boden kann ich es nicht sagen. Ob das am Ende für einen Reibungslosen Flugbetrieb sinnvoll ist, muss man dann später sehen. Vielleicht sollte der AG einfach in dieser Runde mal definieren, was er da so im Kopf hat. Ich kann mich nicht erinnern da etwas gehört zu haben. Sollten es die üblichen Ideen, wie Arbeitszeitkonten etc. sein, würde ich persönlich dem zustimmen, wenn nach Arbeitszeit bezahlt würde und nicht nach Blockzeit. Sehen Sie die Crew letzten Donnerstag nach SIN. Nicht losgeflogen, 5 Stunden in der Nacht an Bord, am Boden, mit Gästen und das Ganze, bis auf die Rollzeit, unbezahlt.Überstundenzuschläge kürzen. Warum nicht, dann allerdings auch Bezahlung während Krankheit nach dem Durchschnitt der letzten drei Monate, wie in Schichtarbeitszeitbetrieben üblich. Ob das günstiger wird? Altersteilzeittage könnte man kürzen, wer sie braucht, bekommt sie auf Rezept vom Arzt.
CS möchte aber keinen Kompromiss,
Das wundert nicht, wenn das die Vorstellung eines Kompromisses ist.>
Na ja, er hat in den letzten Runden immer erst nach Schlichterspruch akzeptiert und hat vorher alles abgeblockt. Bei Ihm scheint das eher Prinzip zu sein. selbst als die VC 2015 letztlich anbot die 6 A340 günstiger zu operieren, als Cityline, wurden die Flieger aus Prinzip weggeben. Hat am Ende horrendes Geld gekostet, aber das Prinzip war gewahrt. Auch im heutigen Konflikt geht es CS aus meiner Sicht nicht ums Geld.
er möchte zunächst nichts geben und wenn, alles was er gibt anderweitig durch die jeweilige Berufsgruppe refinanziert haben, oder es gibt nichts. Sehe ich nicht als Kompromiss.>
Aber Sie wollen doch auch nichts geben. Was ist da der Unterschied? Wo sehen Sie einen Kompromiss?>
Ich muss ohnehin nichts geben, weil ich mit einem Abschluss bei LH so nichts tun habe und nicht davon betroffen bin. Und ich werde nichts gewinnen, wenn sich die VC durchsetzen würde. Ich würde an Stelle der Piloten und Flugbegleiter, wenn überhaupt, dort etwas geben, wo es nicht schmerzt. Z.B. 3 Stunden mehr im Monat fliegen, 3 Altersteilzeittage abgeben. Irgendetwas in der Richtung. Wie ich oben schrieb, sind dies Dinge, die man individuell bei Bedarf ausgleichen kann, wenn es nötig ist und nicht wirklich weh tun. Wenn ich alledings meine komplette Erhöhung selbst finanziere, ist es keine Erhöhung, sondern Verschiebung, a la linke Tasche , rechte Tasche und da würde ich nicht zustimmen.
Beitrag vom 23.02.2026 - 10:37 Uhr
Und? Was ist an einem Kompromiss den so schlecht? Er sollte doch immer das Ziel von Verhandlungen sein. So ganz kann ich Ihren Pessimismus ( ja ich weiß, Erfahrungen) nicht teilen, denn dann wäre jede Art von Verhandlung in der Tat überflüssig.>
Sie verstehen es nicht. Ein Kompromiss wäre gut und der läge dann irgendwo zwischen 0 und den Forderungen der VC, was das Cockpit betrifft und 0 und der Forderung der Flugbegleiter.
Genau das beschreibt das Problem. Wenn das Ihr Verständnis eines Kompromisses ist, dann kann das auf lange Sicht nicht klappen. Ein Kompromiss ist nicht, dass ich mir aussuchen kann, wieviel ich abgebe. Ein Kompromiss ist eine Kombination aus den Forderungen der einzelnen Parteien. Partei 1 fordert eine Produktivitätssteigerung und Partei 2 fordert Vergütungserhöhungen und Absicherungen. In Ihrer Rechnung (@Top_Pax hatte das ähnlich formuliert. Wenn man 10% fordert könnte man doch einen Kompromiss bei 5% machen) kommt die Forderung der GL gar nicht vor.>
Dem kann ich nicht so ganz zustimmen. Lief es denn nicht über Jahre in etwa so, dass der AG z.B. max 2% angeboten hat, die GW 5,5% gefordert hat und man sich bei 3,5% traf? War da die Forderung des AG auch nicht berücksichtigt?
Sicher. Aber jetzt fordert er eine Produktivitätssteigerung zwischen 10 und 20% und eine Nullrunde, in allen aktuell betroffenen Bereichen.
Zudem gäbe es theoretisch beim Cockpit noch ein paar Produktivitätssteigerungen zu heben, in der Kabine noch mehr und am Boden kann ich es nicht sagen.
Das haben die GW ja kategorisch ausgeschlossen und mit mehr oder weniger Drama verkündet.
Ob das am Ende für einen Reibungslosen Flugbetrieb sinnvoll ist, muss man dann später sehen. Vielleicht sollte der AG einfach in dieser Runde mal definieren, was er da so im Kopf hat.
Ich kann mich nicht erinnern da etwas gehört zu haben.
Hat er. Vor einem Jahr war das das große Thema. Ausmisten der "Monster"-MTVs. Die GW waren da auch offen. Ist nur nix passiert, daher geht das auch mal vergessen.
Sollten es die üblichen Ideen, wie Arbeitszeitkonten etc. sein, würde ich persönlich dem zustimmen, wenn nach Arbeitszeit bezahlt würde und nicht nach Blockzeit. Sehen Sie die Crew letzten Donnerstag nach SIN. Nicht losgeflogen, 5 Stunden in der Nacht an Bord, am Boden, mit Gästen und das Ganze, bis auf die Rollzeit, unbezahlt.Überstundenzuschläge kürzen. Warum nicht, dann allerdings auch Bezahlung während Krankheit nach dem Durchschnitt der letzten drei Monate, wie in Schichtarbeitszeitbetrieben üblich. Ob das günstiger wird? Altersteilzeittage könnte man kürzen, wer sie braucht, bekommt sie auf Rezept vom Arzt.
Ja, so geht es natürlich auch. Aber das sind die Details, zuerst muss mal Einigkeit über den Weg geschaffen werden.
CS möchte aber keinen Kompromiss,
Das wundert nicht, wenn das die Vorstellung eines Kompromisses ist.>
Na ja, er hat in den letzten Runden immer erst nach Schlichterspruch akzeptiert und hat vorher alles abgeblockt. Bei Ihm scheint das eher Prinzip zu sein. selbst als die VC 2015 letztlich anbot die 6 A340 günstiger zu operieren, als Cityline, wurden die Flieger aus Prinzip weggeben. Hat am Ende horrendes Geld gekostet, aber das Prinzip war gewahrt. Auch im heutigen Konflikt geht es CS aus meiner Sicht nicht ums Geld.
Das ist spekulativ. Aber wenn man natürlich im Kompromiss die Gegenforderung der anderen Seite ausblendet kommt man wahrscheinlich zu dieser Ansicht.
er möchte zunächst nichts geben und wenn, alles was er gibt anderweitig durch die jeweilige Berufsgruppe refinanziert haben, oder es gibt nichts. Sehe ich nicht als Kompromiss.>
Aber Sie wollen doch auch nichts geben. Was ist da der Unterschied? Wo sehen Sie einen Kompromiss?>
Ich muss ohnehin nichts geben, weil ich mit einem Abschluss bei LH so nichts tun habe und nicht davon betroffen bin. Und ich werde nichts gewinnen, wenn sich die VC durchsetzen würde. Ich würde an Stelle der Piloten und Flugbegleiter, wenn überhaupt, dort etwas geben, wo es nicht schmerzt. Z.B. 3 Stunden mehr im Monat fliegen, 3 Altersteilzeittage abgeben. Irgendetwas in der Richtung. Wie ich oben schrieb, sind dies Dinge, die man individuell bei Bedarf ausgleichen kann, wenn es nötig ist und nicht wirklich weh tun.
Das war mal der Ansatz der GL, davon ist aber nichts umgesetzt worden. Auch hier, das sind Details, erst muss der Weg klar sein.
Wenn ich alledings meine komplette Erhöhung selbst finanziere, ist es keine Erhöhung, sondern Verschiebung, a la linke Tasche , rechte Tasche und da würde ich nicht zustimmen.
Das sagt sich die GL wohl auch. Wenn ich alledings die komplette Erhöhung ,ohne Mehrwert, selbst finanzieren muss, da würde ich nicht zustimmen.
Dieser Beitrag wurde am 23.02.2026 10:39 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.02.2026 - 06:14 Uhr
Und? Was ist an einem Kompromiss den so schlecht? Er sollte doch immer das Ziel von Verhandlungen sein. So ganz kann ich Ihren Pessimismus ( ja ich weiß, Erfahrungen) nicht teilen, denn dann wäre jede Art von Verhandlung in der Tat überflüssig.>
Sie verstehen es nicht. Ein Kompromiss wäre gut und der läge dann irgendwo zwischen 0 und den Forderungen der VC, was das Cockpit betrifft und 0 und der Forderung der Flugbegleiter.
Genau das beschreibt das Problem. Wenn das Ihr Verständnis eines Kompromisses ist, dann kann das auf lange Sicht nicht klappen. Ein Kompromiss ist nicht, dass ich mir aussuchen kann, wieviel ich abgebe. Ein Kompromiss ist eine Kombination aus den Forderungen der einzelnen Parteien. Partei 1 fordert eine Produktivitätssteigerung und Partei 2 fordert Vergütungserhöhungen und Absicherungen. In Ihrer Rechnung (@Top_Pax hatte das ähnlich formuliert. Wenn man 10% fordert könnte man doch einen Kompromiss bei 5% machen) kommt die Forderung der GL gar nicht vor.>
Dem kann ich nicht so ganz zustimmen. Lief es denn nicht über Jahre in etwa so, dass der AG z.B. max 2% angeboten hat, die GW 5,5% gefordert hat und man sich bei 3,5% traf? War da die Forderung des AG auch nicht berücksichtigt?
Sicher. Aber jetzt fordert er eine Produktivitätssteigerung zwischen 10 und 20% und eine Nullrunde, in allen aktuell betroffenen Bereichen.
Zudem gäbe es theoretisch beim Cockpit noch ein paar Produktivitätssteigerungen zu heben, in der Kabine noch mehr und am Boden kann ich es nicht sagen.
Das haben die GW ja kategorisch ausgeschlossen und mit mehr oder weniger Drama verkündet.
Ob das am Ende für einen Reibungslosen Flugbetrieb sinnvoll ist, muss man dann später sehen. Vielleicht sollte der AG einfach in dieser Runde mal definieren, was er da so im Kopf hat.
Ich kann mich nicht erinnern da etwas gehört zu haben.
Hat er. Vor einem Jahr war das das große Thema. Ausmisten der "Monster"-MTVs. Die GW waren da auch offen. Ist nur nix passiert, daher geht das auch mal vergessen.
Sollten es die üblichen Ideen, wie Arbeitszeitkonten etc. sein, würde ich persönlich dem zustimmen, wenn nach Arbeitszeit bezahlt würde und nicht nach Blockzeit. Sehen Sie die Crew letzten Donnerstag nach SIN. Nicht losgeflogen, 5 Stunden in der Nacht an Bord, am Boden, mit Gästen und das Ganze, bis auf die Rollzeit, unbezahlt.Überstundenzuschläge kürzen. Warum nicht, dann allerdings auch Bezahlung während Krankheit nach dem Durchschnitt der letzten drei Monate, wie in Schichtarbeitszeitbetrieben üblich. Ob das günstiger wird? Altersteilzeittage könnte man kürzen, wer sie braucht, bekommt sie auf Rezept vom Arzt.
Ja, so geht es natürlich auch. Aber das sind die Details, zuerst muss mal Einigkeit über den Weg geschaffen werden.
CS möchte aber keinen Kompromiss,
Das wundert nicht, wenn das die Vorstellung eines Kompromisses ist.>
Na ja, er hat in den letzten Runden immer erst nach Schlichterspruch akzeptiert und hat vorher alles abgeblockt. Bei Ihm scheint das eher Prinzip zu sein. selbst als die VC 2015 letztlich anbot die 6 A340 günstiger zu operieren, als Cityline, wurden die Flieger aus Prinzip weggeben. Hat am Ende horrendes Geld gekostet, aber das Prinzip war gewahrt. Auch im heutigen Konflikt geht es CS aus meiner Sicht nicht ums Geld.
Das ist spekulativ. Aber wenn man natürlich im Kompromiss die Gegenforderung der anderen Seite ausblendet kommt man wahrscheinlich zu dieser Ansicht.
er möchte zunächst nichts geben und wenn, alles was er gibt anderweitig durch die jeweilige Berufsgruppe refinanziert haben, oder es gibt nichts. Sehe ich nicht als Kompromiss.>
Aber Sie wollen doch auch nichts geben. Was ist da der Unterschied? Wo sehen Sie einen Kompromiss?>
Ich muss ohnehin nichts geben, weil ich mit einem Abschluss bei LH so nichts tun habe und nicht davon betroffen bin. Und ich werde nichts gewinnen, wenn sich die VC durchsetzen würde. Ich würde an Stelle der Piloten und Flugbegleiter, wenn überhaupt, dort etwas geben, wo es nicht schmerzt. Z.B. 3 Stunden mehr im Monat fliegen, 3 Altersteilzeittage abgeben. Irgendetwas in der Richtung. Wie ich oben schrieb, sind dies Dinge, die man individuell bei Bedarf ausgleichen kann, wenn es nötig ist und nicht wirklich weh tun.
Das war mal der Ansatz der GL, davon ist aber nichts umgesetzt worden. Auch hier, das sind Details, erst muss der Weg klar sein.
Wenn ich alledings meine komplette Erhöhung selbst finanziere, ist es keine Erhöhung, sondern Verschiebung, a la linke Tasche , rechte Tasche und da würde ich nicht zustimmen.
Das sagt sich die GL wohl auch. Wenn ich alledings die komplette Erhöhung ,ohne Mehrwert, selbst finanzieren muss, da würde ich nicht zustimmen.>
Warten wir es ab, mich würde wundern, wenn es anders läuft als üblich und ich bleibe bei der Einschätzung, dass es mit den beteiligten Aktueren nichts wird und man die neue Ära wird aussitzen müssen. Wenn es anders, oder besser wie ja viele meinen läuft, ums so besser.