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Beitrag 16 - 30 von 57
Beitrag vom 29.12.2024 - 14:51 Uhr
UserFlugIn99
User (2 Beiträge)
FRAHAM@ das ist schon richtig, letztlich können wir nur hoffen das der wahre Grund plausibel gefunden wird.
Beitrag vom 29.12.2024 - 14:53 Uhr
Usermuckster
User (563 Beiträge)
Und auchhier sind viele Konjunktive drin und Behauptungen, die sich in der Realität schon anders bewiesen haben. Also lasst es doch einfach!

Niemand zwingt Sie zum Mitlesen oder Mitdiskutieren.
Beitrag vom 29.12.2024 - 15:30 Uhr
UserVan der Fart
User (28 Beiträge)
Und auchhier sind viele Konjunktive drin und Behauptungen, die sich in der Realität schon anders bewiesen haben. Also lasst es doch einfach!

Danke, das sehe ich genauso! Die Schlaumeierei ist echt über.
Beitrag vom 29.12.2024 - 17:33 Uhr
Userfollowme
User (99 Beiträge)
Ich möchte mich an den Spekulationen nicht beteiligen.
Aber ich habe eine Frage an die Berufspiloten hier:

Laut der Berichte befand sich das Flugzeug bei dem ersten Anflug vor dem Mayday im Endanflug.
(laut Aviation Herald in 900 ft Höhe).
Dann ist doch das Flugzeug für die Landung fertig konfiguriert, also Landeklappen, Gear, Speed, Sink Rate etc. oder?

Wenn es dann zu einem Birdstrike kommt, wäre es dann nicht sinnvoll ggfls. das Triebwerk abzustellen und die Landung fortzusetzen? Was wird denn in einer derartigen Situation gelehrt, trainiert, empfohlen? Oder was spricht dafür, einen go-around in dieser Situation zu machen?

Beitrag vom 29.12.2024 - 18:53 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4004 Beiträge)
Interessantes Interview zum Thema:

 https://www.spiegel.de/wissenschaft/vogelschlag-kann-ein-fahrwerk-schwer-beschaedigen-a-5ea12f93-0d65-4d4d-ad4a-34ad0dfc714e
Beitrag vom 29.12.2024 - 19:19 Uhr
UserStejome
User (83 Beiträge)
Hier ist ein Experte anderer Meinung

 https://m.focus.de/panorama/welt/crash-in-suedkorea-passagierflugzeug-schiesst-ueber-landebahn-hinaus-179-tote-2-ueberlebende_id_260594607.html
Beitrag vom 29.12.2024 - 20:01 Uhr
UserHelmut J.
User (14 Beiträge)
@ Jumpfly

Das klingt ja dann so als hätte die Crew die Nerven verloren?
Oder keinen hydraulikdruck?
Weil keine Klappen und kein Fahrwerk?
Für das Fahrwerk wird keine Hydraulik bnötigt, das kann man zur Not auch mittels Schwerkraft ausfahren. Beim durchstarten wurde das Fahrwerk offensichtlich ja auch noch eingefahren, dafür ist Hydraulik zwingend erforderlich. Normalerweise hat man in 2000ft (die Höhe in dem der Vogelschlag etwa passiert sein soll) bereits Klappen ausgefahren. Ich erkenne im Video auf der Landebahn keine Klappen. Da wird der FDR Aufschluss bringen warum diese evtl. eingefahren wurden, dann aber nicht mehr ausgefahren werden konnten. Evtl. ein dual engine flameout im go around?
Es wurden auch keine Spoiler ausgefahren. Für die Automatik benötigt man dafür Gewicht auf einem Hauptfahrwerk was man natürlich nicht hatte, manuell können sie dennoch ausgefahren werden und bringen deutlich mehr als beispielsweise der Umkehrschub an einem Triebwerk (kann ich im Video nur an Triebwerk 2 erkennen).
Die Crew würde ich noch nicht beschuldigen wollen, dafür fehlen einfach noch zu viele Daten zum Hergang.

Seit wann werden bei partial landing gear or all gear up landing die Speedbrakes benutzt?

Dieser Beitrag wurde am 29.12.2024 20:03 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.12.2024 - 21:00 Uhr
UserJumpfly
User (575 Beiträge)
@ Jumpfly

Das klingt ja dann so als hätte die Crew die Nerven verloren?
Oder keinen hydraulikdruck?
Weil keine Klappen und kein Fahrwerk?
Für das Fahrwerk wird keine Hydraulik bnötigt, das kann man zur Not auch mittels Schwerkraft ausfahren. Beim durchstarten wurde das Fahrwerk offensichtlich ja auch noch eingefahren, dafür ist Hydraulik zwingend erforderlich. Normalerweise hat man in 2000ft (die Höhe in dem der Vogelschlag etwa passiert sein soll) bereits Klappen ausgefahren. Ich erkenne im Video auf der Landebahn keine Klappen. Da wird der FDR Aufschluss bringen warum diese evtl. eingefahren wurden, dann aber nicht mehr ausgefahren werden konnten. Evtl. ein dual engine flameout im go around?
Es wurden auch keine Spoiler ausgefahren. Für die Automatik benötigt man dafür Gewicht auf einem Hauptfahrwerk was man natürlich nicht hatte, manuell können sie dennoch ausgefahren werden und bringen deutlich mehr als beispielsweise der Umkehrschub an einem Triebwerk (kann ich im Video nur an Triebwerk 2 erkennen).
Die Crew würde ich noch nicht beschuldigen wollen, dafür fehlen einfach noch zu viele Daten zum Hergang.

Seit wann werden bei partial landing gear or all gear up landing die Speedbrakes benutzt?

Was spricht dagegen alles was da ist zu verwenden wenn die Alternative ein Volleinschlag in einen Erdwall ist? Ich fliege zwar Boeing, aber nicht die 737NG. Ich würde die Spoiler manuell nutzen wenn ich ohne Klappe mit sehr hoher Geschwindigkeit und ohne Fahrwerk aufsetzen würde. Was passiert wenn man es nicht tut sieht man im obigen Video. Schlimmer kann es nicht werden.

Wenn es dann zu einem Birdstrike kommt, wäre es dann nicht sinnvoll ggfls. das Triebwerk abzustellen und die Landung fortzusetzen? Was wird denn in einer derartigen Situation gelehrt, trainiert, empfohlen? Oder was spricht dafür, einen go-around in dieser Situation zu machen?

Es gibt beide Wege. Evtl. wusste die Crew nicht, dass es sich um einen Vogelschlag handelt und hat deswegen so reagiert. Wenn es wirklich erst in 900ft AAL zum Vogelschlag kam wäre ein fortsetzen des Anflugs eine gute Idee denn was will man nach dem Durchstartmanöver machen damit man das Flugzeug auf eine Landung vorbereitet? Die Landekonfiguration ist da, die Landedistanz verändert sich erst mal nicht. Aber wir wissen nicht was beim Vogelschag passiert ist und man muss auch bedenken, dass es in der 737 eben kein ECAM gibt welches die Fehler schön übersichtlich anzeigt was der Crew die Analyse der Situation erschwert.
Beitrag vom 29.12.2024 - 21:31 Uhr
UserNicci72
User (775 Beiträge)
Vogelschlag aus Ursache eines nicht ausgefahrenen Fahrwerkes??? Unwahrscheinlich, denn entweder ist es noch drin, dann treffen die Vögel es nicht, oder es ist schon draussen, dann ist es eben schon draussen, mutmaßlich auch "down and locked". Und wenn es in der Transition getroffen wird, dann ist es unwahrscheinlich, dass alle drei beine betroffen werden und nicht in die Verriegelung kommen. Außerdem zieht ein nicht "down and locked" ja dann doch einiges an bord- und bodenseitigen Maßnahmen nach sich, wenn zumindest der alternate- und final reserve - fuel noch verfügbar sind., wovon bisher in keiner Quelle berichtet wurde.
Ein weiterer Grund für ein nicht ausgefahreness Fahrwerk könnte ein Hydraulikproblem durch Vogelschlag sein (unwahrscheinlich) sein, aber das Fahrwerk fältt nach release dreier Handles durch Schwerkraft raus, und dann wären auch die Klappen betroffen.
Die Piste ist mit 2.800 m auch nicht soooo kurz, die Elevation almost sea level, und das Wetter war nicht schlecht, die Dichtehöhe deutlich unter sea level, also TAS kleiner IAS. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen, wenn man ohne Fahrwerk landen muss.
War deswegen MAYDAY erklärt ??? Liest sich nicht so.
Mysteriös !

Dieses Jahr endet auf eine wirklich schockierende Weise für die Luftfahrt. Nur eine Frage drängt sich bei diesen Bildern unmittelbar auf: Warum um alles in der Welt hat man direkt hinter dem Ende der Runway einen massiven Wall aus Beton errichtet? Ich habe eine solche Konstruktion an einer solchen Stelle auf einem Flughafen noch nie gesehen. Dieser Wall hat aus einer Runway Excursion eine Katastrophe gemacht.

Was die Vorgänge an Bord dieser Maschine in den entscheidenden Momenten anbelangt: Das ist im Moment wirklich mysteriös. Ein Vogelschlag allein KANN diese Belly Landing ohne Spoiler und Flaps und mit nur einem Thrust Reverser nicht verursacht haben, selbst wenn durch den Vogelschlag beide Triebwerke ausgefallen sein sollten. Wenn nur das rechte Triebwerk ausgefallen wäre, dann hätten die Piloten eigentlich ohne große Schwierigkeiten "einmal um den Pudding" fliegen und dann sicher auf der Runway landen können sollen. Da muss einfach deutlich mehr schief gegangen sein.

Aber wie erwähnt: Ohne diesen massiven Betonwall wäre die Maschine wohl irgendwo in der Botanik hinter dem Flughafen zum Stehen gekommen und es hätte für alle Beteiligten eine deutlich höhere �berlebenschance gegeben.

Dieser Beitrag wurde am 29.12.2024 21:32 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.12.2024 - 21:55 Uhr
UserFRAHAM
User (1264 Beiträge)
Der "massive Betonwall" ist eine Mauer aus Steinen ... davor ist noch ein Erdwall auf dem Navigationsanlagen installiert sind - augenscheinlich für ILS.

Die Frage darf aber dennoch gestellt werden, ob eine solche Antennenanlagen auf einem Erdwall gebaut werden muss oder wie an vielen Flughäfen üblich auf einem Gerüst.
Beitrag vom 29.12.2024 - 22:59 Uhr
UserNicci72
User (775 Beiträge)
Der "massive Betonwall" ist eine Mauer aus Steinen ... davor ist noch ein Erdwall auf dem Navigationsanlagen installiert sind - augenscheinlich für ILS.

Die Frage darf aber dennoch gestellt werden, ob eine solche Antennenanlagen auf einem Erdwall gebaut werden muss oder wie an vielen Flughäfen üblich auf einem Gerüst.

Wie die Bilder unzweideutig zeigen war es nicht "nur" ein Erdwall sondern ein mit Erde verkleideter massiver Betonwall, der die Localizer-Antennen trug. Daran gibt es keinen Zweifel. Bitte die Bilder von der Crashsite nochmals genau ansehen. Die Mauer aus Steinen kommt erst dahinter am Ende des Flughafengeländes.

Dieser Beitrag wurde am 29.12.2024 23:00 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.12.2024 - 23:46 Uhr
UserJumpfly
User (575 Beiträge)
Und hinter dieser Mauer stehen Hotels. Mir ist kein System bekannt welches ein Flugzeug sicher zum Stand bringt wenn mit solch hoher Geschwindigkeit überschossen wird. Da wäre mehr als ein Kilometer Wiese nötig und man hat es hier deutlich sinnvoller genutzt und so viel Fläche wie möglich eben mit der Runway genutzt. Mehr ist eben nicht da. Soll man nun die Runway verkürzen um danach mehr Platz für einen möglichen Overrun zu geben? Wäre aus meiner Sicht nicht sinnvoll. Irgendwo ist eben der FLughafen zu Ende und wenn er wie hier auch noch teilweise aufgschüttet ist kommt das Ende eben schneller als im nirgendwo. Die Piloten waren ortskundig und wussten das sicherlich.
Beitrag vom 30.12.2024 - 00:23 Uhr
Userfollowme
User (99 Beiträge)
Vogelschlag aus Ursache eines nicht ausgefahrenen Fahrwerkes??? Unwahrscheinlich, denn entweder ist es noch drin, dann treffen die Vögel es nicht, oder es ist schon draussen, dann ist es eben schon draussen, mutmaßlich auch "down and locked". Und wenn es in der Transition getroffen wird, dann ist es unwahrscheinlich, dass alle drei beine betroffen werden und nicht in die Verriegelung kommen. Außerdem zieht ein nicht "down and locked" ja dann doch einiges an bord- und bodenseitigen Maßnahmen nach sich, wenn zumindest der alternate- und final reserve - fuel noch verfügbar sind., wovon bisher in keiner Quelle berichtet wurde.
Ein weiterer Grund für ein nicht ausgefahreness Fahrwerk könnte ein Hydraulikproblem durch Vogelschlag sein (unwahrscheinlich) sein, aber das Fahrwerk fältt nach release dreier Handles durch Schwerkraft raus, und dann wären auch die Klappen betroffen.
Die Piste ist mit 2.800 m auch nicht soooo kurz, die Elevation almost sea level, und das Wetter war nicht schlecht, die Dichtehöhe deutlich unter sea level, also TAS kleiner IAS. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen, wenn man ohne Fahrwerk landen muss.
War deswegen MAYDAY erklärt ??? Liest sich nicht so.
Mysteriös !

Dieses Jahr endet auf eine wirklich schockierende Weise für die Luftfahrt. Nur eine Frage drängt sich bei diesen Bildern unmittelbar auf: Warum um alles in der Welt hat man direkt hinter dem Ende der Runway einen massiven Wall aus Beton errichtet? Ich habe eine solche Konstruktion an einer solchen Stelle auf einem Flughafen noch nie gesehen. Dieser Wall hat aus einer Runway Excursion eine Katastrophe gemacht.

Was die Vorgänge an Bord dieser Maschine in den entscheidenden Momenten anbelangt: Das ist im Moment wirklich mysteriös. Ein Vogelschlag allein KANN diese Belly Landing ohne Spoiler und Flaps und mit nur einem Thrust Reverser nicht verursacht haben, selbst wenn durch den Vogelschlag beide Triebwerke ausgefallen sein sollten. Wenn nur das rechte Triebwerk ausgefallen wäre, dann hätten die Piloten eigentlich ohne große Schwierigkeiten "einmal um den Pudding" fliegen und dann sicher auf der Runway landen können sollen. Da muss einfach deutlich mehr schief gegangen sein.

Aber wie erwähnt: Ohne diesen massiven Betonwall wäre die Maschine wohl irgendwo in der Botanik hinter dem Flughafen zum Stehen gekommen und es hätte für alle Beteiligten eine deutlich höhere �berlebenschance gegeben.

Auf einem Video (ich glaube Aviation Herald) kann man ein oder zwei kurze Feuerstöße aus dem rechten Triebwerk sehen. Das Video zeigt wohl den go-around nach dem ersten Versuch.
In einem Beitrag (leider finde ich jetzt die Quelle nicht mehr) wird gemutmaßt, dass sich die Klappen des Reversers rechts nur durch den Bodenkontakt geöffnet haben, Und zwar ohne Funktion.
Wäre das eine Möglichkeit?
Beitrag vom 30.12.2024 - 00:26 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4004 Beiträge)
Eine Frage :

Ist denn schon bekannt, wo auf der Runway der Flieger aufsetzte?
Am Anfang, in der Mitte oder relativ weit hinten?
Die Bahn ist ja 2,8 km lang.
Beitrag vom 30.12.2024 - 00:51 Uhr
Usermuckster
User (563 Beiträge)
Eine Frage :

Ist denn schon bekannt, wo auf der Runway der Flieger aufsetzte?
Am Anfang, in der Mitte oder relativ weit hinten?
Die Bahn ist ja 2,8 km lang.

Ist auf den Videos nicht leicht zu erkennen, aber jedenfalls deutlich nach dem Halfway Point. Vielleicht sogar erst nach zwei Dritteln der Bahn.

Die Geschwindigkeit beim Einschlag dürfte nach meiner laienhaften Rechnung gut 295 km/h betragen haben. Das ist wenigstens ein schwacher Trost. Die weit überwiegende Zahl der Passagiere muss sofort tot gewesen sein.