Da muss man dann richtig lesen: Es geht darum, diese langfristig zu sichern, nicht darum diese zu schaffen, wie die Forderungen beim BER immer wieder lauten.
Sind ihnen denn konkrete Pläne dazu bekannt?
Und zu welchen HUB kommt man nicht mit Auto oder Bahn?
Pläne wozu? Warum jetzt der Fokus auf Hubs? Darüber redet doch gar keiner. Es geht um die Gesamtheit und vor allem darum, dass Sie einen falschen Vergleich zwischen der BER Diskussion und diesem Thema aufgemacht haben.
Ich bezog das auf Ihre Formulierung 'langfristig zu sichern'. Das klang für mich so als ob es bereits (weitere) Pläne gäbe, andere HUB - Zubringer zu streichen.
Die Anmerkung über die Möglichkeit der Erreichbarkeit der HUBs MUC und FRA mit anderen Verkehrsmitteln bezog sich, ja etwas ironisch, auf die Gegenargumente zu mehr Langstrecken vom BER (man kommt ja vom da bereits überall hin...).
Denn das ist m.E. auch aus allen deutschen Regionen (m.E. durchaus zumutbar) eben immer noch gegeben, auch wenn man nicht mehr von 'jeder Milchkanne' zu den HUBs fliegen kann.
Wenn sich nicht ständig die Rahmenparameter ändern würden, ja?
Sie meinen nicht wirklich FR, mit dem 'Subventions hopping' Geschäfts-Modell?
Genau, auch diese Subventionen sind einer der Rahmenparameter.
Okay das ist Ihre Meinung und die akzeptiere ich auch.
Ich sehe das jedoch nicht so. Weil es m.E. keinen vernünftigen Grund gibt, mit Steuergeldern aller Bürger, privatwirtschaftliche Geschäftsmodelle zu pampern. Marktwirtsschaft bedeutet: ich mache ein Angebot (hier Flüge von A nach B) zu einem Preis, welches sich für mich als Anbieter unter Einbeziehung aller Kosten + Gewinnmarge, rechnet. Und finde dafür genügend Kunden die diesen Preis bezahlen. Wenn nicht ist es kein tragfähiges Geschäftsmodell und ich muss es einstellen (oder es dort anbieten, wo es erfolgreich ist).
Das klappt leider nur, wenn es dafür eine Mehrheit gibt. Demokratie und so. Wenn man das nicht durchgesetzt bekommt, dann bleibt nur, dass man mit den Nachteilen lebt oder versucht diese abzubauen, im Rahmen seiner Möglichkeiten.
Sicher. Genau deshalb wären Forderungen und Initiativen, auch aus Deutschland von deutschen Politikern, sehr wichtig (und richtig).
Unbestritten, aber warum ausgerechnet von denen, die eher der Wirtschaft nahe stehen und nicht denen, die aus dem grünen/sozialen Bereich kommen? Hier geht es um CDU/CSUler... die werden sowas nicht fordern/fördern, weil es nicht zu Ihrer Wählerschaft passt.
Auch akzeptabel, allerdings bin ich nicht sicher das die Wähler der CDU/CSU mehrheitlich Subventionen für die Luftfahrt unterstützen.
Sie meinen für Ihre Wählerschaft Forderungen zu stellen und Politik zu machen? Ja, echt erschreckend.
Sind Sie sicher das die Mehrheit der Wähler dieser Politiker das so sieht. Ich nicht.
Dann werden wir das bei der nächsten Wahl ja sehen, dass es eine große Wählerbewegung von der CDU/CSU zu bspw. den Grünen gibt. Diese sehe ich aber gerade nicht unbedingt. Bei der letzten Bundestagswahl gab es ein paar Hunderttausend, die von den Grünen zur CDU gewandert sind, nicht aber andersrum. Die CDU Wähler wander hauptsächlich in Richtung AfD, die jetzt nicht gerade für ihr ausgeprägtes Umweltschutz-Wahlprogramm bekannt sind. Also nein, ich weiß es nicht, aber die Indizien lassen deutlich eher darauf schließen, dass die Mehrheit dafür ist, als dagegen.
Das halte ich für 'zu kurz gedacht'. Ein Thema, welches nur einen geringen Teil der Wählerschaft ernsthaft tangiert (Subventionen für die Luftfahrt) für Wählerwanderungen ursächlich zu sehen. Da spielen ganz andere, und durchaus wichtiger Themen, eine Rolle.
Am Ende ist es eine Mehrheitsentscheidung. Und derzeit gehen die Mehrheiten eher in diese Richtung. Das mag einem nicht gefallen, aber das ist am Ende die Demokratie, in der wir Leben.
Haben Sie dazu Quellen?
Schauen Sie sich die Sonntagsfragen und sonstige Umfragen an. Wenn Sie da wirklich die Augen vor verschließen, dass gerade eher die Parteien die Wählerstimmen bekommen, die pro Liberalisierung der Wirtschaft, Abbau/Begrenzung von Sozialstaat und gegen weitere Umweltschutzmaßnahmen sind, dann ok. Aber für mich ist es gerade ganz eindeutig, wo die Prioritäten der Wähler liegen.
Die sind, aus meiner Sicht, leider erschreckend. Ich würde mir sehr wünschen, auch wenn es nicht meinen politischen Überzeugungen entspricht, dass die Ankündigung von Herrn Merz (halbieren) eingetroffen wäre.
In diesem speziellen Fall: Die CDU konnte mehr Wähler als die SPD und Grünen mobilisieren. Und diese Forderung nach Abbau der Luftverkehrssteuer war ein durchaus prominentes Thema im Wahlprogramm. Ja, auch da kann man wieder die Wahrheiten nicht sehen wollen und sich einreden, dass die Wähler alle bestimmt trotzdem eine andere Meinung und Vorstellung haben... dann verkennt man aber einfach die Realitäten.
War das wirklich ein 'prominentes Thema'!? Ich glaube nicht das die Mehrheit der Wählerinnen und Wähler, egal welcher Partei, dieses Thema auf 'dem Schirm' hatte und das die Wahlentscheidung beeinflusst hat. Ich wiederhole mich: dazu betrifft das (entscheidend) einfach zu wenige Wählerinnen und Wähler unmittelbar direkt.
