Beitrag vom 07.02.2024 - 23:50 Uhr
Es ist nicht unerheblich wann die Erhöhungen greifen. Bislang war es bei LH wohl üblich die ersten Erhöhungen sofort und in der Regel rückwirkend zum Start der neuen Laufzeit zu zahlen. Diesmal möchte man aber 8 Monate Nullrunde zu Beginn.
Nach ihrer Argumentation wäre es auch Ok die gesamte Erhöhung erst am 31.12.2026 mit auslaufen der Gesamtlaufzeit zu zahlen und 36 Monate Nullrunde zu veranstalten. Der Mitarbeiter hat ja dann in 36 Monaten seine Erhöhung. Nur hat er bis dahin 36 Monate lang nicht nur keinen Cent mehr in der Tasche, sondern verliert weiter effektiv Kaufkraft durch Inflation.
Beitrag vom 08.02.2024 - 08:49 Uhr
Es ist nicht unerheblich wann die Erhöhungen greifen. Bislang war es bei LH wohl üblich die ersten Erhöhungen sofort und in der Regel rückwirkend zum Start der neuen Laufzeit zu zahlen. Diesmal möchte man aber 8 Monate Nullrunde zu Beginn.
In der Bewertung eines Tarifabschlusses wird, zwecks Vergleichbarkeit, von absoluter Erhöhung und absoluter Laufzeit des Vertrages gesprochen. Wie Sie sagen, wenn 2 Monate rückwirkend gezahlt wird, dann bleibt die Laufzeit dennoch bei 18 Monaten und nicht 20. Nehmen Sie als aktuelles Beispiel den Abschluss Cockpit. Das sind X Prozent über Laufzeit Y. Und nicht X plus Zinseszins, da jede Teilerhöhung auf der Vorherigen aufbaut. Ob rückwirkend oder mit Verzögerung gezahlt wird ist Teil der Verhandlung und Beides hat jeweils seinen Preis. Das können die Tarifpartner dann der Masse als Bonus oder Malus verkaufen, siehe aktuell die Argumentation der Verdi. Ã"ndert aber nichts an der Betrachtung.
Nach ihrer Argumentation wäre es auch Ok die gesamte Erhöhung erst am 31.12.2026 mit auslaufen der Gesamtlaufzeit zu zahlen und 36 Monate Nullrunde zu veranstalten.
In der Betrachtung, ja.
Der Mitarbeiter hat ja dann in 36 Monaten seine Erhöhung. Nur hat er bis dahin 36 Monate lang nicht nur keinen Cent mehr in der Tasche, sondern verliert weiter effektiv Kaufkraft durch Inflation.
Mathematisch, ja. Deswegen würde das wohl nicht das Ergebnis sein.
Beitrag vom 08.02.2024 - 09:20 Uhr
Es ist nicht unerheblich wann die Erhöhungen greifen. Bislang war es bei LH wohl üblich die ersten Erhöhungen sofort und in der Regel rückwirkend zum Start der neuen Laufzeit zu zahlen. Diesmal möchte man aber 8 Monate Nullrunde zu Beginn.
In der Bewertung eines Tarifabschlusses wird, zwecks Vergleichbarkeit, von absoluter Erhöhung und absoluter Laufzeit des Vertrages gesprochen. Wie Sie sagen, wenn 2 Monate rückwirkend gezahlt wird, dann bleibt die Laufzeit dennoch bei 18 Monaten und nicht 20. Nehmen Sie als aktuelles Beispiel den Abschluss Cockpit. Das sind X Prozent über Laufzeit Y. Und nicht X plus Zinseszins, da jede Teilerhöhung auf der Vorherigen aufbaut. Ob rückwirkend oder mit Verzögerung gezahlt wird ist Teil der Verhandlung und Beides hat jeweils seinen Preis. Das können die Tarifpartner dann der Masse als Bonus oder Malus verkaufen, siehe aktuell die Argumentation der Verdi. Ã"ndert aber nichts an der Betrachtung.
Aber Moment: Die Streiks des LH Bodenpersonals fanden im August 2022 statt. Die Laufzeit des Tarifvertrags ging bis 31.12.2023, soweit man lesen konnte. 18 Monate ist der 01.07.2022, genau der Zeitraum auf den die Zahlungen rückwirkend gezahlt wurden.
https://www.verdi.de/themen/nachrichten/++co++c560eaee-f224-11ec-9dc5-001a4a16012aDieser Beitrag wurde am 08.02.2024 09:21 Uhr bearbeitet. Beitrag vom 08.02.2024 - 09:35 Uhr
Es ist nicht unerheblich wann die Erhöhungen greifen. Bislang war es bei LH wohl üblich die ersten Erhöhungen sofort und in der Regel rückwirkend zum Start der neuen Laufzeit zu zahlen. Diesmal möchte man aber 8 Monate Nullrunde zu Beginn.
In der Bewertung eines Tarifabschlusses wird, zwecks Vergleichbarkeit, von absoluter Erhöhung und absoluter Laufzeit des Vertrages gesprochen. Wie Sie sagen, wenn 2 Monate rückwirkend gezahlt wird, dann bleibt die Laufzeit dennoch bei 18 Monaten und nicht 20. Nehmen Sie als aktuelles Beispiel den Abschluss Cockpit. Das sind X Prozent über Laufzeit Y. Und nicht X plus Zinseszins, da jede Teilerhöhung auf der Vorherigen aufbaut. Ob rückwirkend oder mit Verzögerung gezahlt wird ist Teil der Verhandlung und Beides hat jeweils seinen Preis. Das können die Tarifpartner dann der Masse als Bonus oder Malus verkaufen, siehe aktuell die Argumentation der Verdi. Ã"ndert aber nichts an der Betrachtung.
Aber Moment: Die Streiks des LH Bodenpersonals fanden im August 2022 statt. Die Laufzeit des Tarifvertrags ging bis 31.12.2023, soweit man lesen konnte. 18 Monate ist der 01.07.2022, genau der Zeitraum auf den die Zahlungen rückwirkend gezahlt wurden.
https://www.verdi.de/themen/nachrichten/++co++c560eaee-f224-11ec-9dc5-001a4a16012a
Wie lange ging denn der alte Vertrag? 30. JUni?
Beitrag vom 08.02.2024 - 09:49 Uhr
Es ist nicht unerheblich wann die Erhöhungen greifen. Bislang war es bei LH wohl üblich die ersten Erhöhungen sofort und in der Regel rückwirkend zum Start der neuen Laufzeit zu zahlen. Diesmal möchte man aber 8 Monate Nullrunde zu Beginn.
In der Bewertung eines Tarifabschlusses wird, zwecks Vergleichbarkeit, von absoluter Erhöhung und absoluter Laufzeit des Vertrages gesprochen. Wie Sie sagen, wenn 2 Monate rückwirkend gezahlt wird, dann bleibt die Laufzeit dennoch bei 18 Monaten und nicht 20. Nehmen Sie als aktuelles Beispiel den Abschluss Cockpit. Das sind X Prozent über Laufzeit Y. Und nicht X plus Zinseszins, da jede Teilerhöhung auf der Vorherigen aufbaut. Ob rückwirkend oder mit Verzögerung gezahlt wird ist Teil der Verhandlung und Beides hat jeweils seinen Preis. Das können die Tarifpartner dann der Masse als Bonus oder Malus verkaufen, siehe aktuell die Argumentation der Verdi. Ã"ndert aber nichts an der Betrachtung.
Aber Moment: Die Streiks des LH Bodenpersonals fanden im August 2022 statt. Die Laufzeit des Tarifvertrags ging bis 31.12.2023, soweit man lesen konnte. 18 Monate ist der 01.07.2022, genau der Zeitraum auf den die Zahlungen rückwirkend gezahlt wurden.
https://www.verdi.de/themen/nachrichten/++co++c560eaee-f224-11ec-9dc5-001a4a16012a
Wie lange ging denn der alte Vertrag? 30. JUni?
Korrekt:
"Die Lufthansa-Konzerntarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat gestern (10. Mai 2022) die Kündigung der Vergütungstarifverträge zum 30. Juni 2022 beschlossen. Die Tarifverträge regeln die Entgelte des Bodenpersonals der Bereiche Lufthansa AG, Lufthansa Cargo, Lufthansa Technik-IT und LSG."
https://www.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++bd8307f2-d128-11ec-a3dd-001a4a16012a