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Beitrag 16 - 30 von 42
Beitrag vom 11.02.2026 - 15:49 Uhr
UserAirboeing300
User (112 Beiträge)
Was ich bei dem Argument "Der Verlust kommt ja nur durch das alte Gerät und die verbockte Alegris" nicht verstehe: Die Langstrecke soll ja gar nicht reduziert werden, das sieht man weiter als Zukunftsgeschäft. Es ist vor allem, wie im Text beschrieben, die Kont-Strecke, die defizitär ist und daher langfristig reduziert und ausgelagert werden soll. Hier haben die beiden Gegenargumente Allegris/A346 etc. allerdings gar keinen Einfluss.

Aber was ist mit Discover? Wer ist die Strecken denn vorher geflogen, ist das keine Auslagerung?

Ich habe nirgendwo vernommen dass die Langstrecke der LH zur Disposition steht. Wo wird hier die Flotte verkleinert? Es geht nur um SA, oder?
Beitrag vom 11.02.2026 - 15:51 Uhr
UserJochen Hansen
User (404 Beiträge)
Aha, also verhandelt die UFO bei der Cityline einen Sozialplan den es gar nicht benötigt, weil die Cityline weiter bestand hat, oder wie kann ich das verstehen?
1. UFO WILL einen TV verhandeln, sie verhandeln noch nicht. Das ist ein feiner Unterschied. Dieses 11th Hour Manöver braucht es wohl, weil das vorherige Konzept nicht ausreichend war. (siehe UFO macht es besser)
2. Ob es mitteilungspflichtige Ereignisse gab und was da mit dem Betriebsrat besprochen/verabredet wurde ist nicht bekannt. LH sagte, die Schließung der CLH ist noch nicht beschlossen. Dies könnte darauf hindeuten, dass es so etwas braucht. Die werden das schon richtig machen, denn es drohen empfindliche Strafen bei Missachtung. Allerdings würde auch die schrittweise Stilllegung der Canadair hier als Betriebsänderung gelten, mMn.
Müssen die Cityline MA also nicht (sofern sie noch in der Luftfahrt arbeiten wollen) mit sanften Nachdruck zu schlechteren Konditionen zu LH City wechseln?


Sicher werden sie es richtig machen, aber wenn das nicht auf eine Schließung hinausläuft weiß ich auch nicht:

 https://www.aero.de/news-50923/Gericht-will-Sozialplan-fuer-Cityline-Mitarbeiter-erzwingen.html
Beitrag vom 11.02.2026 - 15:56 Uhr
UserJochen Hansen
User (404 Beiträge)
Was ich bei dem Argument "Der Verlust kommt ja nur durch das alte Gerät und die verbockte Alegris" nicht verstehe: Die Langstrecke soll ja gar nicht reduziert werden, das sieht man weiter als Zukunftsgeschäft. Es ist vor allem, wie im Text beschrieben, die Kont-Strecke, die defizitär ist und daher langfristig reduziert und ausgelagert werden soll. Hier haben die beiden Gegenargumente Allegris/A346 etc. allerdings gar keinen Einfluss.

Aber was ist mit Discover? Wer ist die Strecken denn vorher geflogen, ist das keine Auslagerung?

Ich habe nirgendwo vernommen dass die Langstrecke der LH zur Disposition steht. Wo wird hier die Flotte verkleinert? Es geht nur um SA, oder?

Hier offensichtlich schon, aber wer sagt, dass von dem LR-Wachstum nur Discover betroffen ist? Zumindest sollen sie von 30 auf 40 A/C's gehen, was schon eine ordentlich LR-Flotte ist:

 https://www.aero.de/news-50948/Lufthansa-reicht-vier-A350-900-an-Discover-Airlines-weiter.html
Beitrag vom 11.02.2026 - 16:04 Uhr
Usercontrail55
User (6343 Beiträge)
Was ich bei dem Argument "Der Verlust kommt ja nur durch das alte Gerät und die verbockte Alegris" nicht verstehe: Die Langstrecke soll ja gar nicht reduziert werden, das sieht man weiter als Zukunftsgeschäft. Es ist vor allem, wie im Text beschrieben, die Kont-Strecke, die defizitär ist und daher langfristig reduziert und ausgelagert werden soll. Hier haben die beiden Gegenargumente Allegris/A346 etc. allerdings gar keinen Einfluss.

Aber was ist mit Discover? Wer ist die Strecken denn vorher geflogen, ist das keine Auslagerung?

Ich habe nirgendwo vernommen dass die Langstrecke der LH zur Disposition steht. Wo wird hier die Flotte verkleinert? Es geht nur um SA, oder?

Hier offensichtlich schon, aber wer sagt, dass von dem LR-Wachstum nur Discover betroffen ist? Zumindest sollen sie von 30 auf 40 A/C's gehen, was schon eine ordentlich LR-Flotte ist:

 https://www.aero.de/news-50948/Lufthansa-reicht-vier-A350-900-an-Discover-Airlines-weiter.html

Ui, da ist was verrutscht. Besser den Link nochmal lesen ;-)
Beitrag vom 11.02.2026 - 16:10 Uhr
UserJochen Hansen
User (404 Beiträge)
Was ich bei dem Argument "Der Verlust kommt ja nur durch das alte Gerät und die verbockte Alegris" nicht verstehe: Die Langstrecke soll ja gar nicht reduziert werden, das sieht man weiter als Zukunftsgeschäft. Es ist vor allem, wie im Text beschrieben, die Kont-Strecke, die defizitär ist und daher langfristig reduziert und ausgelagert werden soll. Hier haben die beiden Gegenargumente Allegris/A346 etc. allerdings gar keinen Einfluss.

Aber was ist mit Discover? Wer ist die Strecken denn vorher geflogen, ist das keine Auslagerung?

Ich habe nirgendwo vernommen dass die Langstrecke der LH zur Disposition steht. Wo wird hier die Flotte verkleinert? Es geht nur um SA, oder?

Hier offensichtlich schon, aber wer sagt, dass von dem LR-Wachstum nur Discover betroffen ist? Zumindest sollen sie von 30 auf 40 A/C's gehen, was schon eine ordentlich LR-Flotte ist:

 https://www.aero.de/news-50948/Lufthansa-reicht-vier-A350-900-an-Discover-Airlines-weiter.html

Ui, da ist was verrutscht. Besser den Link nochmal lesen ;-)

Hä, wie? Steht da nicht folgendes drin:

"Bis Mitte 2028 werde die Flotte von aktuell 30 auf dann 40 Flugzeuge ausgebaut, teilte Discover Airlines am Donnerstag in Frankfurt mit. "Künftiges Flaggschiff der Langstreckenflotte soll der hochmoderne Airbus A350-900 werden." Ab Mitte 2027 wird Discover "schrittweise" vier A350-900 erhalten.
Bei den Flugzeugen soll es sich um A350-900 aus Lufthansa-Beständen handeln..."
Beitrag vom 11.02.2026 - 16:14 Uhr
Usercontrail55
User (6343 Beiträge)
Aha, also verhandelt die UFO bei der Cityline einen Sozialplan den es gar nicht benötigt, weil die Cityline weiter bestand hat, oder wie kann ich das verstehen?
1. UFO WILL einen TV verhandeln, sie verhandeln noch nicht. Das ist ein feiner Unterschied. Dieses 11th Hour Manöver braucht es wohl, weil das vorherige Konzept nicht ausreichend war. (siehe UFO macht es besser)
2. Ob es mitteilungspflichtige Ereignisse gab und was da mit dem Betriebsrat besprochen/verabredet wurde ist nicht bekannt. LH sagte, die Schließung der CLH ist noch nicht beschlossen. Dies könnte darauf hindeuten, dass es so etwas braucht. Die werden das schon richtig machen, denn es drohen empfindliche Strafen bei Missachtung. Allerdings würde auch die schrittweise Stilllegung der Canadair hier als Betriebsänderung gelten, mMn.
Müssen die Cityline MA also nicht (sofern sie noch in der Luftfahrt arbeiten wollen) mit sanften Nachdruck zu schlechteren Konditionen zu LH City wechseln?


Sicher werden sie es richtig machen, aber wenn das nicht auf eine Schließung hinausläuft weiß ich auch nicht:

 https://www.aero.de/news-50923/Gericht-will-Sozialplan-fuer-Cityline-Mitarbeiter-erzwingen.html
Ja, so sieht es aus. Aber es gibt Formalien einzuhalten und die nutzt man jetzt. Das ist ein völlig normaler Vorgang. Jeder nutzt alle Möglichkeiten um sich auf den Showdown voerzubereiten. Die VC streikt für die Altersvorsorge, aber hat durchblicken lassen, dass sie auch gerne über nicht streikfähige Themen reden möchte. That´s the business.
Beitrag vom 11.02.2026 - 17:05 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1653 Beiträge)

Sie schrieben das Sie 'entsprechende Veröffentlichungen' lesen. Haben Sie überlesen das die Piloten seinerzeit auf Ihre gesicherte Altersvorsorge verzichtet haben zugunsten eines risikoreicheren Modelles und dafür im Gegenzug eine 'Zukunftsperspektive' erhalten haben, die 2021 vom AG einseitig gekündigt wurde? Das ist ganz eindeutig eine Verschlechterung (zum vorherigen)!
Ich würde sowas auch nicht ohne Widerstand hinnehmen.
Nein, gerade was die VC angeht habe ich nichts überlesen. Aber zu den Fakten:
Tatsächlich hat die LH mit VC 2017 ein neues Tarifpaket vereinbart, in dem das Altersversorgungssystem für Piloten vom klassischen, leistungs- und garantiebasierten Modell (defined benefit) auf ein kapitalmarktorientiertes, beitragsbasiertes Modell (defined contribution) umgestellt wurde. Dies war Teil einer umfassenden Tarifvereinbarung über Löhne, Arbeitszeiten und Pensionen.
Das ist der Kern dessen, was oft gemeint ist, wenn von "Verzicht auf gesicherte Altersversorgung zugunsten eines risikoreicheren Modells" gesprochen wird. Es handelt sich um eine tarifvertraglich vereinbarte Umstellung durch Gewerkschaft und Arbeitgeber.
Die Vereinbarung 2017 musste durch die Piloten-Mitglieder bestätigt werden – die Gewerkschaft Mitgliedschaft hat über den Tarifvertrag entschieden, was übliche Praxis ist bei Tarifverträgen in Deutschland (d. h. Piloten-Mitglieder haben abgestimmt).
In den Tarifverhandlungen wurde diese Umstellung von der Pilotenvereinigung oft damit verbunden, dass die Airline Vorteile erhält (z. B. Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze, Perspektiven für Nachwuchskräfte) im Austausch für weniger starre Pensionsverpflichtungen. Dieses Narrativ ("Zukunftsperspektive") stammt überwiegend aus den Argumenten der Gewerkschaft und der Tarifdiskussion.
Die Piloten haben dadurch rechtlich nicht auf ihren Anspruch verzichtet, sondern die Art der Versorgung wurde tariflich geändert.
Dieses Märchen von der "mitfinanzierten Betriebsrente" wird ständig wiederholt, macht es aber nicht wahr. PPV/Perspektiven war kein Blankoscheck der Piloten, sondern ein zeitlich und wirtschaftlich begrenztes Modell. Von "Verzicht gegen Sicherheit" zu reden, klingt gut, verschweigt aber: Eine ewige Garantie gab es nie.
Vereinbarungen dürfen neu verhandelt oder gekündigt werden, wenn sie nicht mehr tragfähig sind – das ist kein Vertragsbruch, sondern Realität. Wer daraus eine moralische Schuld des Managements konstruiert, ersetzt Argumente durch Nostalgie. Die Vorgeschichte ist bekannt, sie rechtfertigt nur eben keinen Daueranspruch.




Dieser Beitrag wurde am 11.02.2026 17:09 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.02.2026 - 18:26 Uhr
UserCptKirk
Kapitän zur See
User (307 Beiträge)
Moin,

Wenn die VC nicht streikt, dann gibt es irgendwann nur noch City/Discover und dann wird man auch von den 10.000 € (wo kommt das überhaupt her?) Grundgehalt im Monat weit entfernt sein. Von der Kabine brauchen wir gar nicht reden, die Kollegen welche mit den Kunden zusammenarbeiten, nimmt die LH gar nicht (mehr) ernst.
Die LH hatte alle Möglichkeiten diesen Streik abzuwenden. Wenn man die Arbeitnehmervertreter aber nicht erst nimmt, auf Zeit spielt und immer weiter in andere Konstrukte verschieben möchte, passiert halt das.

Die Lufthansa steht in einem Turnaround, aber für das Museum und andere Dinge ist aber auch Geld vorhanden. Weiterhin können auch im Managemnt mal Köpfe rollen, denn ich glaube nicht, dass Cockpit/Kabine Allegris versemmelt haben.

Gruß,
Jochen


Der Vorstand wurde doch fast vollständig ausgetauscht?
Und sie gehen davon aus, dass die Streiks und damit möglicherweise steigende Kosten eher zu weniger Ausflaggen führen als nicht zu streiken?
Beitrag vom 11.02.2026 - 18:31 Uhr
UserCptKirk
Kapitän zur See
User (307 Beiträge)
Moin,

Wenn die VC nicht streikt, dann gibt es irgendwann nur noch City/Discover und dann wird man auch von den 10.000 € (wo kommt das überhaupt her?) Grundgehalt im Monat weit entfernt sein. Von der Kabine brauchen wir gar nicht reden, die Kollegen welche mit den Kunden zusammenarbeiten, nimmt die LH gar nicht (mehr) ernst.
Die LH hatte alle Möglichkeiten diesen Streik abzuwenden. Wenn man die Arbeitnehmervertreter aber nicht erst nimmt, auf Zeit spielt und immer weiter in andere Konstrukte verschieben möchte, passiert halt das.

Die Lufthansa steht in einem Turnaround, aber für das Museum und andere Dinge ist aber auch Geld vorhanden. Weiterhin können auch im Managemnt mal Köpfe rollen, denn ich glaube nicht, dass Cockpit/Kabine Allegris versemmelt haben.

Gruß,
Jochen

Ihre Argumentation ist nicht nur einseitig, sondern konstruiert ein Bedrohungsszenario, als wäre es bereits beschlossene Sache. Aus "es könnte passieren" wird "es wird passieren" – und daraus dann die moralische Rechtfertigung für alles Weitere. Das ist mehr Dramatisierung als Analyse.

Zu behaupten, Cockpit und Kabine würden nicht ernst genommen, blendet schlicht aus, dass es Verhandlungen, Angebote und Gesprächsrunden gegeben hat. Man kann diese ablehnen oder für unzureichend halten – aber so zu tun, als würde niemand zuhören, ist bequem und mobilisierend, nur eben nicht besonders redlich.

Der Turnaround ist kein Wunschkonzert. Natürlich werden in dieser Phase Strukturen hinterfragt und Effizienzthemen adressiert. Gleichzeitig in Produkt, Marke oder Infrastruktur zu investieren, ist kein Affront gegen die Belegschaft, sondern wirtschaftliche Notwendigkeit. Wer das gegeneinander ausspielt, tut so, als könne ein Konzern im internationalen Wettbewerb ausschließlich nach innen denken.

Und ja, auch das Management trägt Verantwortung – gerade bei Projekten wie Allegris. Aber die Komplexität solcher Programme reflexhaft "oben" abzuladen, ist ebenso simpel wie die Erzählung, jede strukturelle Veränderung sei ein Angriff auf die Belegschaft.

Ein Streik ist legitim. Ihn jedoch als alternativlos darzustellen und jede unternehmerische Entscheidung als Beweis von Geringschätzung umzudeuten, wirkt weniger wie sachliche Interessenvertretung – und mehr wie bewusstes Zuspitzen für die eigene Anhängerschaft.

Aha, also verhandelt die UFO bei der Cityline einen Sozialplan den es gar nicht benötigt, weil die Cityline weiter bestand hat, oder wie kann ich das verstehen? Müssen die Cityline MA also nicht (sofern sie noch in der Luftfahrt arbeiten wollen) mit sanften Nachdruck zu schlechteren Konditionen zu LH City wechseln?

Wenn die aktuellen Bedingungen bei LH im Marktvergleich nicht gut sind, steht es ja jedem frei zu einer anderen Airline zu wechseln.
Das würde ich jedenfalls tun, wenn mir die Entwicklung von Gehalt und sonstigen Leistungen nicht mehr passen würde. Hat die LH aktuell große Probleme, dass Cockpit und Kabine zu anderen Airlines wechseln?
Beitrag vom 11.02.2026 - 18:35 Uhr
UserCptKirk
Kapitän zur See
User (307 Beiträge)
Lufthansa steht mitten in einem anspruchsvollen Turnaround und kämpft mit strukturellen Profitabilitätsproblemen. In dieser Situation zusätzliche 228 Millionen Euro pro Jahr zu fordern, ist kein verantwortungsbewusster Tarifbeitrag, sondern Realitätsverweigerung. Die Altersversorgung der Piloten ist bereits heute im Branchenvergleich sehr gut. 2017 wurde das System modernisiert – wie in unzähligen anderen Unternehmen auch. Das pauschal als Verschlechterung umzudeuten, ignoriert ökonomische Fakten.

Wer bei einem Grundgehalt von 10.000 Euro plus Zulagen eine weitere massive Aufstockung verlangt, argumentiert nicht aus sozialer Notwendigkeit, sondern aus Besitzstandswahrung. Parallel dazu sollen Flotten- und Wachstumsgarantien tariflich zementiert werden – faktisch ein Mitspracherecht über unternehmerische Entscheidungen.

Das ist keine Sozialpartnerschaft, das ist Machtpolitik. Lufthansa hingegen setzt auf Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Zukunftssicherung. Wer in dieser Phase streikt, riskiert genau das, was er angeblich schützen will: Stabilität und Perspektiven.

Auch hier wird wieder mit Bullshit Fakten/Zahlen "argumentiert"!
Es sind nicht 228 Mio MEHR, die Kosten liegen jetzt bei 108 Mio!
Es wäre also eine Erhöhung um 120 Mio
Und:
1. Sind die 228 Mio eine Hochrechnung von LH, die ja gaaaanz bestimmt völlig stimmt bis ins Detail

Die Rechnung können Sie selber machen:
1.800€*12 (Monate) * 5000 (Anzahl Piloten) = 108Mio €.
und
2. Wären es 228 Mio, wenn die Forderungen vollumfänglich erfüllt werden, daran glaubt nicht mal die VC!

und ob Erhöhung oder insgesamt... ein 3stelliger Millionen Betrag für die Renten einer einzigen Berufsgruppe auszugeben, wenn der operative Gewinn gerade mal so hoch ist... ist krank... bzw. macht das Unternehmen krank.

In Deutschland leben wir in einer sozialen Marktwirtschaft, starke Schulter sollen mehr Schultern. Aber die starken Piloten nutzen ihre Kraft um mehr für sich herauszuholen. Wenn dann Teile des Konzern aufgegeben werden, können das die starken Piloten verkraften, aber nicht die in den unteren Tarifgruppen, die weniger Gehalt und weniger Rente bekommen. Da geht es wirklich um Existenzen und nicht, ob man später die ein oder andere Mietwohnung mehr hat.

Aber Hauptsache man hat mal wieder ein paar PseudoFakten rausgehauen!

Genau so ist es. Alles wäre nachvollziehbarer wenn der Arbeitskampf für alle Arbeiter im Konzern wäre. Aber so probiert doch eher die Gehaltselite sicher zu stellen, dass der 911er auch im Ruhestand noch unterhalten werden kann.
Am Ende kann jeder Euro nur einmal ausgegeben werden vom
Konzern.
Beitrag vom 11.02.2026 - 18:39 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4552 Beiträge)

Sie schrieben das Sie 'entsprechende Veröffentlichungen' lesen. Haben Sie überlesen das die Piloten seinerzeit auf Ihre gesicherte Altersvorsorge verzichtet haben zugunsten eines risikoreicheren Modelles und dafür im Gegenzug eine 'Zukunftsperspektive' erhalten haben, die 2021 vom AG einseitig gekündigt wurde? Das ist ganz eindeutig eine Verschlechterung (zum vorherigen)!
Ich würde sowas auch nicht ohne Widerstand hinnehmen.
Nein, gerade was die VC angeht habe ich nichts überlesen. Aber zu den Fakten:
Tatsächlich hat die LH mit VC 2017 ein neues Tarifpaket vereinbart, in dem das Altersversorgungssystem für Piloten vom klassischen, leistungs- und garantiebasierten Modell (defined benefit) auf ein kapitalmarktorientiertes, beitragsbasiertes Modell (defined contribution) umgestellt wurde. Dies war Teil einer umfassenden Tarifvereinbarung über Löhne, Arbeitszeiten und Pensionen.
Das ist der Kern dessen, was oft gemeint ist, wenn von "Verzicht auf gesicherte Altersversorgung zugunsten eines risikoreicheren Modells" gesprochen wird. Es handelt sich um eine tarifvertraglich vereinbarte Umstellung durch Gewerkschaft und Arbeitgeber.
Die Vereinbarung 2017 musste durch die Piloten-Mitglieder bestätigt werden – die Gewerkschaft Mitgliedschaft hat über den Tarifvertrag entschieden, was übliche Praxis ist bei Tarifverträgen in Deutschland (d. h. Piloten-Mitglieder haben abgestimmt).
In den Tarifverhandlungen wurde diese Umstellung von der Pilotenvereinigung oft damit verbunden, dass die Airline Vorteile erhält (z. B. Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze, Perspektiven für Nachwuchskräfte) im Austausch für weniger starre Pensionsverpflichtungen. Dieses Narrativ ("Zukunftsperspektive") stammt überwiegend aus den Argumenten der Gewerkschaft und der Tarifdiskussion.
Die Piloten haben dadurch rechtlich nicht auf ihren Anspruch verzichtet, sondern die Art der Versorgung wurde tariflich geändert.
Dieses Märchen von der "mitfinanzierten Betriebsrente" wird ständig wiederholt, macht es aber nicht wahr. PPV/Perspektiven war kein Blankoscheck der Piloten, sondern ein zeitlich und wirtschaftlich begrenztes Modell. Von "Verzicht gegen Sicherheit" zu reden, klingt gut, verschweigt aber: Eine ewige Garantie gab es nie.
Vereinbarungen dürfen neu verhandelt oder gekündigt werden, wenn sie nicht mehr tragfähig sind – das ist kein Vertragsbruch, sondern Realität. Wer daraus eine moralische Schuld des Managements konstruiert, ersetzt Argumente durch Nostalgie. Die Vorgeschichte ist bekannt, sie rechtfertigt nur eben keinen Daueranspruch.

Sicher "Vereinbarungen dürfen neu verhandelt oder gekündigt werden,..." und so hat eben auch VC/ Piloten das Recht, Ihre Interessen mit den möglichen (und legalen) Mitteln zu vertreten.
Ihre Argumente dagegen ('Wettbewerber, ökonomische Situation der AG usw.'), mit denen Sie einen Streik quasi 'verbieten' möchten, sind - so wie die "Argumenten der Gewerkschaft und der Tarifdiskussion." - eben auch zulässig.

Ob es etwas bringt, wer sich durchsetzt, das wird man sehen.

Beitrag vom 11.02.2026 - 20:07 Uhr
UserJochen Hansen
User (404 Beiträge)
Moin,

Wenn die VC nicht streikt, dann gibt es irgendwann nur noch City/Discover und dann wird man auch von den 10.000 € (wo kommt das überhaupt her?) Grundgehalt im Monat weit entfernt sein. Von der Kabine brauchen wir gar nicht reden, die Kollegen welche mit den Kunden zusammenarbeiten, nimmt die LH gar nicht (mehr) ernst.
Die LH hatte alle Möglichkeiten diesen Streik abzuwenden. Wenn man die Arbeitnehmervertreter aber nicht erst nimmt, auf Zeit spielt und immer weiter in andere Konstrukte verschieben möchte, passiert halt das.

Die Lufthansa steht in einem Turnaround, aber für das Museum und andere Dinge ist aber auch Geld vorhanden. Weiterhin können auch im Managemnt mal Köpfe rollen, denn ich glaube nicht, dass Cockpit/Kabine Allegris versemmelt haben.

Gruß,
Jochen


Der Vorstand wurde doch fast vollständig ausgetauscht?
Und sie gehen davon aus, dass die Streiks und damit möglicherweise steigende Kosten eher zu weniger Ausflaggen führen als nicht zu streiken?

Als erstes würde ich einmal versuchen mit dem Mitarbeitern zusammen zuarbeiten! Denn die Allegris Kosten gegen die Mitarbeiter auszuspielen ist mehr als unfair.
Vor allem wenn man bedenkt, dass sie eh schon täglich ihr fett wegbekommen, wegen der tollen 744, 344, 246 Kabine.
Beitrag vom 11.02.2026 - 20:27 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1653 Beiträge)
Vereinbarungen dürfen neu verhandelt oder gekündigt werden, wenn sie nicht mehr tragfähig sind – das ist kein Vertragsbruch, sondern Realität. Wer daraus eine moralische Schuld des Managements konstruiert, ersetzt Argumente durch Nostalgie. Die Vorgeschichte ist bekannt, sie rechtfertigt nur eben keinen Daueranspruch.

Sicher "Vereinbarungen dürfen neu verhandelt oder gekündigt werden,..." und so hat eben auch VC/ Piloten das Recht, Ihre Interessen mit den möglichen (und legalen) Mitteln zu vertreten.
Ihre Argumente dagegen ('Wettbewerber, ökonomische Situation der AG usw.'), mit denen Sie einen Streik quasi 'verbieten' möchten, sind - so wie die "Argumenten der Gewerkschaft und der Tarifdiskussion." - eben auch zulässig.
Wo steht, dass ich einen Streik verbieten möchte? Das möchte ich nicht einmal "quasi". Ich zweifle nur die Sinnhaftigkeit des VC-Streiks an, vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht und befürchte, dass er sich letztlich negativ für die AN (nicht nur in den Cockpits) auswirken wird. Aber ja, warten wir es ab. Letztlich entscheidet dann doch wieder der Markt.
Beitrag vom 11.02.2026 - 20:35 Uhr
Usercontrail55
User (6343 Beiträge)
Moin,

Wenn die VC nicht streikt, dann gibt es irgendwann nur noch City/Discover und dann wird man auch von den 10.000 € (wo kommt das überhaupt her?) Grundgehalt im Monat weit entfernt sein. Von der Kabine brauchen wir gar nicht reden, die Kollegen welche mit den Kunden zusammenarbeiten, nimmt die LH gar nicht (mehr) ernst.
Die LH hatte alle Möglichkeiten diesen Streik abzuwenden. Wenn man die Arbeitnehmervertreter aber nicht erst nimmt, auf Zeit spielt und immer weiter in andere Konstrukte verschieben möchte, passiert halt das.

Die Lufthansa steht in einem Turnaround, aber für das Museum und andere Dinge ist aber auch Geld vorhanden. Weiterhin können auch im Managemnt mal Köpfe rollen, denn ich glaube nicht, dass Cockpit/Kabine Allegris versemmelt haben.

Gruß,
Jochen


Der Vorstand wurde doch fast vollständig ausgetauscht?
Und sie gehen davon aus, dass die Streiks und damit möglicherweise steigende Kosten eher zu weniger Ausflaggen führen als nicht zu streiken?

Als erstes würde ich einmal versuchen mit dem Mitarbeitern zusammen zuarbeiten! Denn die Allegris Kosten gegen die Mitarbeiter auszuspielen ist mehr als unfair.
Ja, wäre es. Aber wo kommt das her? Das hat doch nie jemand aus dem Management behauptet. Oder habe ich das verpasst? Helfen Sie mir aus. Selbst wenn, wie hoch sind denn die Nettoverluste aus Allegris? Dann könnte zumindest das mal gegenrechnen. Danke
Vor allem wenn man bedenkt, dass sie eh schon täglich ihr fett wegbekommen, wegen der tollen 744, 344, 246 Kabine.
Beitrag vom 11.02.2026 - 21:21 Uhr
UserAngros
User (916 Beiträge)
So ist es: Der angekündigte Streik der Vereinigung Cockpit ist in der aktuellen Lage nicht nur unverhältnismäßig, sondern vorgeschoben. Offiziell geht es um die betriebliche Altersversorgung. Tatsächlich verfolgt die VC jedoch ein ganzes Bündel weiterreichender Ziele – von Flottenzusagen über Tarifierungsfragen bis hin zu strategischem Einfluss auf Konzernstrukturen. Die Rente dient als Hebel, nicht als Kernproblem.

Lufthansa steht mitten in einem anspruchsvollen Turnaround und kämpft mit strukturellen Profitabilitätsproblemen. In dieser Situation zusätzliche 228 Millionen Euro pro Jahr zu fordern, ist kein verantwortungsbewusster Tarifbeitrag, sondern Realitätsverweigerung. Die Altersversorgung der Piloten ist bereits heute im Branchenvergleich sehr gut. 2017 wurde das System modernisiert – wie in unzähligen anderen Unternehmen auch. Das pauschal als Verschlechterung umzudeuten, ignoriert ökonomische Fakten.

Wer bei einem Grundgehalt von 10.000 Euro plus Zulagen eine weitere massive Aufstockung verlangt, argumentiert nicht aus sozialer Notwendigkeit, sondern aus Besitzstandswahrung. Parallel dazu sollen Flotten- und Wachstumsgarantien tariflich zementiert werden – faktisch ein Mitspracherecht über unternehmerische Entscheidungen.

Das ist keine Sozialpartnerschaft, das ist Machtpolitik. Lufthansa hingegen setzt auf Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Zukunftssicherung. Wer in dieser Phase streikt, riskiert genau das, was er angeblich schützen will: Stabilität und Perspektiven.

Schön übernommener Managementsprech, mit vielen Worten und leider wenig dahinter. Sie scheinen ja besser zu wissen als die VC, wofür man nun genau streikt... komisch, dass das LH-Management das Thema Rente öffentlich immer in Zusammenhang mit strategischen Themen bringen wollte; ein Schelm, wer Böses dabei denkt, nicht wahr?

Wer bei einem offenen Tarifvertrag sämtliche Verhandlungen blockiert, sollte eigentlich nicht sonderlich überrascht sein, wenn der Streik als letztes Mittel aufkommt - außer natürlich bei der LH, da sieht man das irgendwie nie kommen und ist auf einmal "immer schon" gesprächsbereit gewesen. *gähn*

Das pauschal als Verschlechterung umzudeuten, ignoriert ökonomische Fakten.

War es denn keine Verschlechterung? Wurde da nicht etwas wichtiges vergessen, wie etwa der Zusatz, dass das neue System eben gerade keine Verschlechterung bringen soll?