Beitrag vom 11.08.2024 - 09:13 Uhr
Grösster Kostenfaktor einer Airline? Fuel & Maintenance. Der Personalkostenblock liegt meist zwischen 15-20%.
Der Lufthansa Jahresabschluss 2023 weist den Fuel mit 23% der betrieblichen Aufwendungen und die Personalkosten mit 21% aus. Hier sind allerdings die Personalkosten der Technik nicht enthalten, da diese zum größten Teil von LHT fremdbezogen werden.
Sollte Maintenance tatsächlich - wie Sie meinen - den zweitgrößten Kostenblock darstellen und der Personalkostenanteil in diesem Bereich 80% ausmacht (
https://www.flugrevue.de/flugzeugbau/line-maintenance-soll-guenstiger-werden-lht-chef-kuendigt-sparrunde-an/), dann wäre der Anteil der Personalkosten bei 35 Prozent (was ca. 100% mehr wäre als Sie glauben) und mit Abstand der größte Kostenfaktor.
Der von Ihnen verlinkte Artikel ist von 2017. Seitdem ist viel passiert. Die LHT macht so gut wie keine Line Maintenance mehr für DLH.
Da haben Sie recht.
Da aber die Line-Maintenance nicht so aufwendig ist, bleibt ein großer Teil der Maintenance Leistungen bei der LHT und die sollte man nicht unter den Tisch fallen lassen.
In jedem Fall ist die Aussage von einem Personalkostenanteil i.H.v. 15 - 20 Prozent zumindest für die Lufthansa Airline völlig aus der Luft gegriffen. Die Personalkosten sind der größte Kostenfaktor und - im Gegensatz zu Gebühren oder Treibstoff - von der Airline direkt beeinflußbar.
Wenn die DLH Maintenance-Leistungen einkauft, fällt der Arbeitsteil dieser Leistungen nicht unter die Kosten für Personalaufwand der DLH. Das sind ja quasi Werkverträge und keine Arbeitnehmerüberlassungen.
Das ist genau das, was ich meine.
Wenn 80% der Maintenancekosten Personalaufwendungen sind und - wie @OuterMarker neben dem Fuel der größte Kostenblock sind - dann sind die Kosten für das Personal wesentlich höher als er denkt und somit der größte Kostenblock. Und - im Gegensatz zu Fuel und Maintenance Material - direkt von der Airline beeinflußbar. Diesen Kostenblock zu marginalisieren, wie @Outermarker es (ohne Quellenangabe!!!) getan hat, hilft niemandem weiter.
Beitrag vom 11.08.2024 - 09:27 Uhr
... Wenn 80% der Maintenancekosten Personalaufwendungen sind und
80%? Das zweifel ich stark an. Wenn als Beispiel ein Flight Control Computer ca. eine halbe Million Euro kostet, dann sind die Personalkosten wohl eher wesentluch geringer. Oder?
Beitrag vom 11.08.2024 - 09:48 Uhr
... Wenn 80% der Maintenancekosten Personalaufwendungen sind und
80%? Das zweifel ich stark an. Wenn als Beispiel ein Flight Control Computer ca. eine halbe Million Euro kostet, dann sind die Personalkosten wohl eher wesentluch geringer. Oder?
Wenn Sie eine bessere Quelle haben, verlinken Sie die einfach.
Beitrag vom 11.08.2024 - 10:31 Uhr
... Wenn 80% der Maintenancekosten Personalaufwendungen sind und
80%? Das zweifel ich stark an. Wenn als Beispiel ein Flight Control Computer ca. eine halbe Million Euro kostet, dann sind die Personalkosten wohl eher wesentluch geringer. Oder?
Das ist eher ein Anlagevermögen, in einem Betrieb längerfristig eingesetzte Wirtschaftsgüter wie Flugzeuge, Triebwerke oder Immobilien usw. Die Flugzeuge sowie Ersatzteile gehören wohl auch eher dem Kunden? Vermute ich.
Dieser Beitrag wurde am 11.08.2024 12:04 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.08.2024 - 14:48 Uhr
Ich meinte das jetzt nicht klugscheisserisch, eher gefühlter Zweifel. Quellen habe ich keine.
Beitrag vom 11.08.2024 - 20:14 Uhr
Ich meinte das jetzt nicht klugscheisserisch, eher gefühlter Zweifel. Quellen habe ich keine.
Ich kann es auch nicht beurteilen.
Mir ging es nur darum, dieses Märchen von @Outermarker vom marginalen und nicht relevanten Personalkostenanteil zu hinterfragen.
Nicht das die Mitleser seine Zahlen schlussendlich als Fakt ansehen :)
Beitrag vom 12.08.2024 - 10:10 Uhr
In jedem Fall ist die Aussage von einem Personalkostenanteil i.H.v. 15 - 20 Prozent zumindest für die Lufthansa Airline völlig aus der Luft gegriffen. Die Personalkosten sind der größte Kostenfaktor und - im Gegensatz zu Gebühren oder Treibstoff - von der Airline direkt beeinflußbar.
Einfach mal in den letzten Webcast von Ritter schauen (wenn möglich, aber hier schreiben ja einige mit Zugriff aufs Intranet), da gehts ja genau darum. Danach kommt man nicht zum Schluss es sei "völlig aus der Luft gegriffen". 20% trifft es schon ziemlich gut.
Was nicht heißt, dass es kein relevanter Kostenblock ist. Interessant wäre der Vergleich zu anderen Airlines und dann kann man beurteilen, ob LH hier einen Wettbewerbsnachteil hat
Beitrag vom 12.08.2024 - 11:04 Uhr
In jedem Fall ist die Aussage von einem Personalkostenanteil i.H.v. 15 - 20 Prozent zumindest für die Lufthansa Airline völlig aus der Luft gegriffen. Die Personalkosten sind der größte Kostenfaktor und - im Gegensatz zu Gebühren oder Treibstoff - von der Airline direkt beeinflußbar.
Einfach mal in den letzten Webcast von Ritter schauen (wenn möglich, aber hier schreiben ja einige mit Zugriff aufs Intranet), da gehts ja genau darum. Danach kommt man nicht zum Schluss es sei "völlig aus der Luft gegriffen". 20% trifft es schon ziemlich gut.
Ich weiß nicht, was Ritter gesagt hat. Aus Sicht des CEO der LHA stimmt - wie ich in meinem ersten Beutrag geschrieben habe - die Größenordnung von 20% auch (21% lt. Jahresabschluß 2023 - ohne ausgehandelte Tariferhöhungen .... mit denen sind es vielleicht 25%). Weil die Personalkosten der Technik für Ritter Sachkosten sind. So kann man sich natürlich auch einen schlanken Fuß machen. Man nennt das Outsourcing :)
Aus Konzernsicht (oder auch aus Sicht des Tarifvertrags Boden) sind das natürlich auch Personalaufwendungen, die das Betriebsergebnis bestimmen.
Aber gut, blendet das einfach aus, das macht die Welt dann für euch schön einfach :)
Beitrag vom 13.08.2024 - 09:50 Uhr
bei vc und ufo sieht man jetzt wohl die felle davonschwimmen,wenn Verdi immer mehr zulauf bekommt, und auch die abschlüsse nur von Verdi und der Firmenleitung gemacht werden.
da hat die vc wohl bald nichts mehr zu sagen
Beitrag vom 13.08.2024 - 09:53 Uhr
Ob nun Verdi oder VC. Die Kosten steigen massiv und das Wachstum findet wieder wo anders statt. Das kenne. Wir doch nun zu Genüge.
Bei den Kosten kann die Mainline wieder viel selbst fliegen.
Das wird spohr zu verhindern wissen.
die kosten bei der mainline sind ihm schon lange ein dorn im auge
deshalb wird diese auch abgebaut und im ersten schritt die gesamte kurzstrecke bald nur mehr von den billigeren Konzerntöchtern geflogen werden.
dann muss spohr nur noch einen weg finden, wie er selbiges bei der langstrecke machen kann......
Beitrag vom 13.08.2024 - 10:24 Uhr
Ob nun Verdi oder VC. Die Kosten steigen massiv und das Wachstum findet wieder wo anders statt. Das kenne. Wir doch nun zu Genüge.
Bei den Kosten kann die Mainline wieder viel selbst fliegen.
Das wird spohr zu verhindern wissen.
die kosten bei der mainline sind ihm schon lange ein dorn im auge
deshalb wird diese auch abgebaut und im ersten schritt die gesamte kurzstrecke bald nur mehr von den billigeren Konzerntöchtern geflogen werden.
dann muss spohr nur noch einen weg finden, wie er selbiges bei der langstrecke machen kann......
Gottseidank kann Spohr nicht machen was er will. Es wird sicherlich nicht mehr lange dauern, dann werden auch ihm seine Grenzen deutlich aufgezeigt. Die Mainline zu stark zu beschneiden, schadet am Ende des Tages auch der LH Gruppe. Und die Töchter würden ohne LH im Background ganz sicher nicht da stehen, wo sie gerade stehen.
CS kann sich nicht auf seinen Vor-Corona Lorbeeren ausruhen und sollte langsam mal eine langfristige und konsistente Strategie vorlegen. Dieses hin und her, vor und zurück wird sicherlich nicht der Weg in die Zukunft sein.