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Beitrag 31 - 45 von 57
Beitrag vom 21.10.2024 - 20:11 Uhr
UserJumpfly
User (602 Beiträge)
Wer thematisiert das nicht? Der Wohlstand wird nicht durch Maßnahmen zum Klimaschutz gefährdet, sondern durch den Klimawandel und die zunehmenden Extremwetterereignisse. Aber genau das will die Mehrheit in ihrer Bequemlichkeit nicht wahrhaben. Jeder Schritt zu mehr Klimaschutz sichert den Wohlstand. Aber das scheint Ihnen zu "oberlehrerhaft" zu sein.

Da kann ich nicht zustimmen, denn so ist es einfach nicht richtig. Wenn ich nun eine 5 Jahre junge Ã?lheizung rauswerfe und mir für 25.000â?¬ eine Wärmepumpe installieren lasse, für 40.0000â?¬ neue Fenster einbauen lasse und für weitere 20.000â?¬ alle Heizkörper in meinem Haus austausche kann ich mir für das investierte Geld auch Ã?l für die nächsten 40 Jahre kaufen. Mein Wohlstand steigert sich durch diese Investition nicht, wenn ich wie die meisten das Geld nicht auf der hohen Kante liegen habe kommen dann auch noch Zinsen dazu. Zur Belohnung darf ich dann beobachten wie der Strompreis kontinuierlich weiter steigt (2000 war er noch bei knapp unter 14ct/KWh) während der Ã?lpreis sich in dieser Zeit deutlich weniger verteuert hat. Für Solarenergie bekomme ich vom Strompreisanbieter 7ct die KWh während der Nachbar ihn dann für 30ct wieder aus dem Netz ziehen darf. Man könnte jetzt schlau sein und einfach ein Kabel zum Nachbar ziehen, aber so viel Energiewende will man dann doch nicht. Auch die Solaranlagen bitte nur bis 30KWp, ab dann spart man plötzlich zu viel CO2 ein und wird deutlich zur Kasse gebeten.
Die %zahl an Menschen die sich solche Investitionen anschaffen um die Welt zu retten ist verschwindend gering. Es obliegt dem Staat Anreize zu schaffen die eine Investition in grüne Energien für einige Menschen sinnvoll gestalten. Das geliegt hier und da, aber eben nicht flächendeckend. Man merkt deutlich, dass der Staat eben an der Mineralölsteuer kräftig verdient und auf diese Einnahmen nicht verzichten will. Daher versucht man eben auch zukünftig Einnahmen zu generieren, dann eben mit grünen Energien. Das macht Investitionen für Privatpersonen allerdings nicht attraktiver und die Sollzahlen sind eh schon kaum realisierbar.
Passende Anekdote aus meinem Leben: Es passen um die 90 Solarzellen aufs Haus, 30KWp darf ich aber nicht überschreiten, also eben nur 66 aufs Dach. Aber auch das geht nicht, denn trotz Neubau und frischen Stromkabeln wird mir nur eine maximale Netzeinspeisung von 25,4KWp erlaubt. Die Solarzellen wurden als Palettenware bestellt, verpackt zu je 36 Zellen. Die 6 Zellen die übrig waren liegen nun ungenutzt im Keller obwohl Befestigungsmaterial und Kabel alle vorhanden sind, allein im September sind bei mir 217KWh verpufft weil mein Netzanschluss über den ich zwar über 30KWp beziehen darf angeblich nicht dafür geeignet ist dass ich auch 30KWp einspeise und ich die Einspeisemenge im Wechselrichter begrenzen muss. Wir könnten viel mehr wenn der Staat es nur erlauben würde und es nicht mit praxisfernen Limitierungen abwürgt. Strompreiskosten und -vergütung nach aktuellem Strombörsenpreis und meine Batterie puffert das sogar zu Zeiten mit Engpässen. Nicht gewollt, da wirft man dann lieber ein Kraftwerk für an und lässt die Energie bei mir verpuffen. Das verstehe wer will, ich nicht. Das sind die niedrig hängenden Früchte die es zu ernten gilt, ein Flug klimaneutral darzustellen ist ein Apfel der ganz oben in der Krone des Baumes hängt. Da werden wir auch in 25 Jahren wenn wir schon klimaneutral sein wollen nicht hinkommen. Dann lügen wir uns in die Tasche, dass 1kg CO2 am Boden gefangen und in den Boden gepresst einem Kg CO2 in 12.000m Höhe entspricht und wir dann ja klimaneutral fliegen. Es gibt eben Dinge die sind derzeit technisch nicht umsetzbar, mann könnte sich daher ja mal darauf konzentrieren umsetzbare Lösungen in die Tat umzusetzen.

Dieser Beitrag wurde am 21.10.2024 20:14 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 21.10.2024 - 21:47 Uhr
UserEricM
User (7382 Beiträge)
Wer thematisiert das nicht? Der Wohlstand wird nicht durch Maßnahmen zum Klimaschutz gefährdet, sondern durch den Klimawandel und die zunehmenden Extremwetterereignisse. Aber genau das will die Mehrheit in ihrer Bequemlichkeit nicht wahrhaben. Jeder Schritt zu mehr Klimaschutz sichert den Wohlstand. Aber das scheint Ihnen zu "oberlehrerhaft" zu sein.

Da kann ich nicht zustimmen, denn so ist es einfach nicht richtig. Wenn ich nun eine 5 Jahre junge Ã?lheizung rauswerfe

Ein bisschen ein Extrembeispiel, oder?

und mir für 25.000â?¬ eine Wärmepumpe installieren lasse, für 40.0000â?¬ neue Fenster einbauen lasse
OK
und für weitere 20.000â?¬ alle Heizkörper in meinem Haus austausche
ist idR nicht nötig, außer man hat ganz alte ein-Platten Heizkörper so von 1920 ...
kann ich mir für das investierte Geld auch Ã?l für die nächsten 40 Jahre kaufen. Mein Wohlstand steigert sich durch diese Investition nicht.

Dabei gehen Sie offenbar in beiden Szenarien davon aus, dass Sie in den nächsten 40 Jahren von keinem Extremwetterereignis getroffen werden, obwohl die Wahrscheinlichkeit dafür bei der weiteren Verbrennung von Ã?l stärker steigt.

wenn ich wie die meisten das Geld nicht auf der hohen Kante liegen habe kommen dann auch noch Zinsen dazu.
Klar. Wie für die letzte Ã?lheizung vor 5 und auch für die nächste Ã?lheizung in den nächsten 40 Jahren.
Zur Belohnung darf ich dann beobachten wie der Strompreis kontinuierlich weiter steigt (2000 war er noch bei knapp unter 14ct/KWh) während der Ã?lpreis sich in dieser Zeit deutlich weniger verteuert hat.
Der Ã?lpreis lag 2000 bei 40ct/L, Teurung seitdem etwas über 120%. Das gibt sich glaube ich nicht viel.
 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2633/umfrage/entwicklung-des-verbraucherpreises-fuer-leichtes-heizoel-seit-1960/


Für Solarenergie bekomme ich vom Strompreisanbieter 7ct die KWh während der Nachbar ihn dann für 30ct wieder aus dem Netz ziehen darf. Man könnte jetzt schlau sein und einfach ein Kabel zum Nachbar ziehen, aber so viel Energiewende will man dann doch nicht. Auch die Solaranlagen bitte nur bis 30KWp, ab dann spart man plötzlich zu viel CO2 ein und wird deutlich zur Kasse gebeten.

"Deutlich Zur Kasse gebeten"? Sie schaffen es hier gerade eine vollständige Steuerbefreiung aller Anlagen bis 30 kWp negativ darzustellen.
Mannomann, manche haben wirklich an allem was zu meckern ...

Die %zahl an Menschen die sich solche Investitionen anschaffen um die Welt zu retten ist verschwindend gering. Es obliegt dem Staat Anreize zu schaffen die eine Investition in grüne Energien für einige Menschen sinnvoll gestalten.

Wie zB eine Steuerbefreiung bis zu einer gewissen Maximalgröße?
Frage für einen Freund ...

Das geliegt hier und da, aber eben nicht flächendeckend. Man merkt deutlich, dass der Staat eben an der Mineralölsteuer kräftig verdient und auf diese Einnahmen nicht verzichten will. Daher versucht man eben auch zukünftig Einnahmen zu generieren, dann eben mit grünen Energien.

Alternativ könnte der Staat natürlich auch Steuern erheben auf ... sagen wir mal kommerziell genutztes Kerosin. Damit könnte man bestimmt private Anlagen bis 50kWp steuerfrei stellen...

Das macht Investitionen für Privatpersonen allerdings nicht attraktiver und die Sollzahlen sind eh schon kaum realisierbar.


Aktuell liegen wir beim Strom bei 60% Erneuerbaren.
 https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Energie/Erzeugung/_inhalt.html

Passende Anekdote aus meinem Leben: Es passen um die 90 Solarzellen aufs Haus, 30KWp darf ich aber nicht überschreiten, also eben nur 66 aufs Dach.

Ja, die Steuerfreiheit nimmt man halt gerne mit ... aber dann auf den gierigen Staat schimpfen...

Aber auch das geht nicht, denn trotz Neubau und frischen Stromkabeln wird mir nur eine maximale Netzeinspeisung von 25,4KWp erlaubt.

Ernstgemeinter Tip: Selbst speichern.
Denn auch man selbst kauft ja den Stom mit 30ct/kWh zurück, zahlt also dem Stromanbieter 23ct/kWh für die "Zwischenspeicherung".

Die Solarzellen wurden als Palettenware bestellt, verpackt zu je 36 Zellen. Die 6 Zellen die übrig waren liegen nun ungenutzt im Keller obwohl Befestigungsmaterial und Kabel alle vorhanden sind, allein im September sind bei mir 217KWh verpufft weil mein Netzanschluss über den ich zwar über 30KWp beziehen darf angeblich nicht dafür geeignet ist dass ich auch 30KWp einspeise und ich die Einspeisemenge im Wechselrichter begrenzen muss.

Das liegt uU daran, dass auch alle Ihre Nachbarn um die Mittagszeit ihren Ã?berschuss einspeichern wollen, und wir um die Uhrzeit nicht genug Abnehmer haben.
Mittags ist der Strompreis an der der Energiebärse bereits manchmal negativ.

Wir könnten viel mehr wenn der Staat es nur erlauben würde und es nicht mit praxisfernen Limitierungen abwürgt.

Bisweilen gibt es dafür auch technische Gründe, s.o..

Strompreiskosten und -vergütung nach aktuellem Strombörsenpreis und meine Batterie puffert das sogar zu Zeiten mit Engpässen. Nicht gewollt,

Warum nicht?

da wirft man dann lieber ein Kraftwerk für an und lässt die Energie bei mir verpuffen. Das verstehe wer will, ich nicht. Das sind die niedrig hängenden Früchte die es zu ernten gilt,

Energiespeicherung ist leider keine niedrig hängende Frucht.
Da fehlt uns noch massiv die Infrastruktur für.
Hatten wohl nicht viele auf dem Schirm, dass wir den Solarausbau derartig schnell in Bereiche vorantreiben, dass der Stromüberschuss ein Problem wird.

ein Flug klimaneutral darzustellen ist ein Apfel der ganz oben in der Krone des Baumes hängt.

Klar. Aber warum muss man ihn deswegen auch noch subventionieren (Kerosin) und steuerfrei stellen (Thema des Artikels)?

Da werden wir auch in 25 Jahren wenn wir schon klimaneutral sein wollen nicht hinkommen.

Gut möglich. Ein Grund mehr, das Fliegen nicht weiter künstlich zu verbilligen, oder?

Dann lügen wir uns in die Tasche, dass 1kg CO2 am Boden gefangen und in den Boden gepresst einem Kg CO2 in 12.000m Höhe entspricht und wir dann ja klimaneutral fliegen.

Das wäre sogar richtig. Leider emittiert ein Flugzeug noch andere Dinge als CO2, zB H2O.

Es gibt eben Dinge die sind derzeit technisch nicht umsetzbar, mann könnte sich daher ja mal darauf konzentrieren umsetzbare Lösungen in die Tat umzusetzen.

Tut man ja, aber warum sollte man auf steuerliche Lenkungswirkung zur Bremsung nicht klimaneutral betreibbarer Befürderungsmittel verzichten?
Beitrag vom 21.10.2024 - 23:20 Uhr
UserJumpfly
User (602 Beiträge)

Ein bisschen ein Extrembeispiel, oder?

dann nehmen Sie eben eine 10 Jahre alte Ã?lheizung, macht kaum einen Unterschied.

und für weitere 20.000â?¬ alle Heizkörper in meinem Haus austausche
ist idR nicht nötig, außer man hat ganz alte ein-Platten Heizkörper so von 1920 ...
Im Familienkreis Haus aus den 60ern mit exakt den hier präsentierten Zahlen. Nix 1920. Die Vorlauftemperaturen der Ã?lheizung sind mit einer WP nicht erreichbar, daher muss die Heizfläche deutlich erhöht werden. Von zusätzlichen Heizkörpern wollen wir da noch gar nicht reden.

Dabei gehen Sie offenbar in beiden Szenarien davon aus, dass Sie in den nächsten 40 Jahren von keinem Extremwetterereignis getroffen werden, obwohl die Wahrscheinlichkeit dafür bei der weiteren Verbrennung von Ã?l stärker steigt.
Ja, davon gehe ich aus. Ob ich Ã?l verbrenne oder nicht hat keinen messbaren Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit von Extremwetter bei mir. Wobei die Region in der ich wohne generell nahezu gar nicht gefährdet ist.

wenn ich wie die meisten das Geld nicht auf der hohen Kante liegen habe kommen dann auch noch Zinsen dazu.
Klar. Wie für die letzte Ã?lheizung vor 5 und auch für die nächste Ã?lheizung in den nächsten 40 Jahren.
Ja, richtig, die Ã?lheizung hat aber eben keine 85.000â?¬ gekostet, also eine komplett andere Rechnung.

Zur Belohnung darf ich dann beobachten wie der Strompreis kontinuierlich weiter steigt (2000 war er noch bei knapp unter 14ct/KWh) während der Ã?lpreis sich in dieser Zeit deutlich weniger verteuert hat.
Der Ã?lpreis lag 2000 bei 40ct/L, Teurung seitdem etwas über 120%. Das gibt sich glaube ich nicht viel.
 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2633/umfrage/entwicklung-des-verbraucherpreises-fuer-leichtes-heizoel-seit-1960/


Für Solarenergie bekomme ich vom Strompreisanbieter 7ct die KWh während der Nachbar ihn dann für 30ct wieder aus dem Netz ziehen darf. Man könnte jetzt schlau sein und einfach ein Kabel zum Nachbar ziehen, aber so viel Energiewende will man dann doch nicht. Auch die Solaranlagen bitte nur bis 30KWp, ab dann spart man plötzlich zu viel CO2 ein und wird deutlich zur Kasse gebeten.

"Deutlich Zur Kasse gebeten"? Sie schaffen es hier gerade eine vollständige Steuerbefreiung aller Anlagen bis 30 kWp negativ darzustellen.
Mannomann, manche haben wirklich an allem was zu meckern ...
Bitte richtig lesen, verstehen und dann schreiben. Ich kritisiere nicht die Steuerbefreiung von Solaranlagen bis 30KWp, sondern die Grenze die eben in vielen Bereichen keinen Sinn macht. Wäre Klimawandel DAS Thema unserer Zeit, warum nicht unabhängig von der Größe eine Steuerbefreiung? So wichtig ist es dann wohl doch nicht, der Staat will eben doch Einnahmen sichern und das mehr als das Klima.


Die %zahl an Menschen die sich solche Investitionen anschaffen um die Welt zu retten ist verschwindend gering. Es obliegt dem Staat Anreize zu schaffen die eine Investition in grüne Energien für einige Menschen sinnvoll gestalten.

Wie zB eine Steuerbefreiung bis zu einer gewissen Maximalgröße?
Frage für einen Freund ...
Warum begrenzen wenn man doch deutlich hinter den Sollzahlen hinterherhängt? Wenn Sie es nicht wissen fragen Sie doch Ihren Freund.


Das geliegt hier und da, aber eben nicht flächendeckend. Man merkt deutlich, dass der Staat eben an der Mineralölsteuer kräftig verdient und auf diese Einnahmen nicht verzichten will. Daher versucht man eben auch zukünftig Einnahmen zu generieren, dann eben mit grünen Energien.

Alternativ könnte der Staat natürlich auch Steuern erheben auf ... sagen wir mal kommerziell genutztes Kerosin. Damit könnte man bestimmt private Anlagen bis 50kWp steuerfrei stellen...

Nein, das wäre wegen der internationalen Auslegung der Fliegerei eine Milchmädchenrechnung. Wenn man von Deutschland dann erst einen kurzen Zubringer fliegt um dann bspw. ab AMS auf Langstrecke zu gehen oder eben die Flugzeuge in Deutschland mit gut gefüllten Tanks landen profitiert auch kein Klima. Aber wie wäre es denn mit einer Erhöhung der CO2 Bepreisung. Nicht um 20â?¬, sondern direkt mal noch eine nette Zahl davor schreiben? Und schon lohnt sich die Ã?lheizung nicht mehr und man hat gleich 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen.


Das macht Investitionen für Privatpersonen allerdings nicht attraktiver und die Sollzahlen sind eh schon kaum realisierbar.


Aktuell liegen wir beim Strom bei 60% Erneuerbaren.
 https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Energie/Erzeugung/_inhalt.html
Und damit sind wir hinter den Ausbauzielen hinterher, oder nicht? Frage für einen Freund...

Passende Anekdote aus meinem Leben: Es passen um die 90 Solarzellen aufs Haus, 30KWp darf ich aber nicht überschreiten, also eben nur 66 aufs Dach.

Ja, die Steuerfreiheit nimmt man halt gerne mit ... aber dann auf den gierigen Staat schimpfen...
Sie haben die Thematik mal wieder nur am Rande angerissen und kein komplettes Bild. Dann kommt noch Voreingenommenheit dazu und schon kommt so ein KOmmentar dabei raus. 30KWp braucht nun kaum eine Privatperson. Alles was ich über 10-15KWp aufs Dach lege ist reine ökologische Naivität. Eben das, was Sie mir eben abschreiben möchten. Die letzten 15KWp werden sich finanziell auch nach 20 Jahren nicht amortisieren, schon gar nicht mit der aktuellen Einspeisevergütung. Ich kann mir das leisten und habe es gemacht. Ein Anreiz des Staates sieht allerdings ganz anders aus. Ich vertrete da mit meinem handeln eine krasse Minderheit, der Rest baut nur aus wenn es sich wirtschaftlich sinnvoll gestalten lässt. Da es das aber derzeit nicht tut hinken wir hinter den Ausbauzielen zurück. Und die Politik nimmt es in Kauf, denn wenn man es wollte könnte man es ja ändern. So wichtig ist Klimawandel aber eben nicht. Darum sollten wir hier ich auch nicht wichtiger machen.


Aber auch das geht nicht, denn trotz Neubau und frischen Stromkabeln wird mir nur eine maximale Netzeinspeisung von 25,4KWp erlaubt.

Ernstgemeinter Tip: Selbst speichern.
Denn auch man selbst kauft ja den Stom mit 30ct/kWh zurück, zahlt also dem Stromanbieter 23ct/kWh für die "Zwischenspeicherung".
Sie haben den anschließenden Abschnitt gelesen in dem ich dem Staat meinen Batteriespeicher zur Verfügung stellen würde wenn es die aktuellen Preise der Strombörse dafür gäbe? Offensichtlich nicht. Und wie ich davor schon schrieb produziere ich deutlich mehr Strom als ich nutzen kann. Welchen Sinn ergibt eine Erweiterung der Speicher wenn ich durchschnittlich pro Monat 1500KWh mehr habe als ich brauche und eh schon hohe Eigennutzungsquote? Richtig, keinen.


Die Solarzellen wurden als Palettenware bestellt, verpackt zu je 36 Zellen. Die 6 Zellen die übrig waren liegen nun ungenutzt im Keller obwohl Befestigungsmaterial und Kabel alle vorhanden sind, allein im September sind bei mir 217KWh verpufft weil mein Netzanschluss über den ich zwar über 30KWp beziehen darf angeblich nicht dafür geeignet ist dass ich auch 30KWp einspeise und ich die Einspeisemenge im Wechselrichter begrenzen muss.

Das liegt uU daran, dass auch alle Ihre Nachbarn um die Mittagszeit ihren Ã?berschuss einspeichern wollen, und wir um die Uhrzeit nicht genug Abnehmer haben.
Mittags ist der Strompreis an der der Energiebärse bereits manchmal negativ.
Das liegt vor allem daran, dass morgens wenn der Strompreis hoch ist niemand seinen Speicher komplett leer fährt und ins Netz viel einspeist weil er trotz Bedarf eben nur 7Ct bekommt. Zur Mitagszeit ist dann unnötigerweise der Speicher längst voll und es wird weiter produziert. Wäre es denn nicht viel sinnvoller zur Mittagszeit wenn die Preise an der Strombörse teils negativ sind zu puffern und die eigene Batterie zu laden und nicht morgens wenn Bedarfsspitzen entstehen?


Strompreiskosten und -vergütung nach aktuellem Strombörsenpreis und meine Batterie puffert das sogar zu Zeiten mit Engpässen. Nicht gewollt,

Warum nicht?
Weil nicht erlaubt. In Belgien und den Niederlanden geht es bestens.


da wirft man dann lieber ein Kraftwerk für an und lässt die Energie bei mir verpuffen. Das verstehe wer will, ich nicht. Das sind die niedrig hängenden Früchte die es zu ernten gilt,

Energiespeicherung ist leider keine niedrig hängende Frucht.
Da fehlt uns noch massiv die Infrastruktur für.
Hatten wohl nicht viele auf dem Schirm, dass wir den Solarausbau derartig schnell in Bereiche vorantreiben, dass der Stromüberschuss ein Problem wird.
Die Speicherkapazitäten sind doch zu Hauf vorhanden. E-Autos durften Ewigkeiten nicht ins Haus einspeisen denn der Firmenwagen könnte ja auf der Arbeit steuerfrei geladen worden sein und nun wird damit das Privathaus gepuffert. Warum nutzen wir denn nicht die vielen GWh Speicherkapazität von E-Autos und privaten Batterien? Es könnte bei zu wenig Speicherkapazität sogar ein Geschäftsmodell entstehen sich 60KWh Batterien in den Keller zu stellen. Zu wenig Speicher bedeutet große Preisdifferenzen. Mittags die 60KWh Batterie aufladen und noch Geld dafür bekommen und am Abend den Strom wieder ins Netz verkaufen. Das wäre ein Anreiz Privatleute zu Investitionen zu bewegen, das Stromnetz würde massiv profitieren.



ein Flug klimaneutral darzustellen ist ein Apfel der ganz oben in der Krone des Baumes hängt.

Klar. Aber warum muss man ihn deswegen auch noch subventionieren (Kerosin) und steuerfrei stellen (Thema des Artikels)?
Steuerfrei muss man ihn nicht stellen, das habe ich auch nie gefordert. Es würde eh nichts ändern, die Ticketpreise würden sich wohl kaum ändern. Zum Thema Kerosin s.o. Kann man gerne weltweit einführen, das ist das playing field wieder plain, aber auch da ist der Klimawandel wieder nicht wichtig genug für.



Da werden wir auch in 25 Jahren wenn wir schon klimaneutral sein wollen nicht hinkommen.

Gut möglich. Ein Grund mehr, das Fliegen nicht weiter künstlich zu verbilligen, oder?
Bitte keine Stammtischparolen. Es wird nicht weiter verbilligt. Kerosin war immer da wo es jetzt ist und es sind zusätzliche Abgaben dazu gekomen und bestehende Kostenpunkte wurden deutlich verteuert. Weiter verbilligen kann ich da beim besten Willen nicht erkennen.



Dann lügen wir uns in die Tasche, dass 1kg CO2 am Boden gefangen und in den Boden gepresst einem Kg CO2 in 12.000m Höhe entspricht und wir dann ja klimaneutral fliegen.

Das wäre sogar richtig. Leider emittiert ein Flugzeug noch andere Dinge als CO2, zB H2O.
Korrekt und alles zusammen führt eben dazu, dass man einen Flug nach NYC eben nicht mit 20â?¬ kompensieren kann. Dafür wird dann Regenwald angebaut der in 20 abgeholzt wird. Dann darf man da wieder Bäume kompensieren...


Es gibt eben Dinge die sind derzeit technisch nicht umsetzbar, man könnte sich daher ja mal darauf konzentrieren umsetzbare Lösungen in die Tat umzusetzen.

Tut man ja, aber warum sollte man auf steuerliche Lenkungswirkung zur Bremsung nicht klimaneutral betreibbarer Befürderungsmittel verzichten?
Verzichtet man denn auf Steuern für die Luftfahrt? Wenn die Luftverkehrssteuer die Fluggesellschaften mehr belastet als eine Kerosinsteuer können wir das Kind nun benennen wie Sie es möchten, aber die steuerliche Lenkwirkung wird durchaus genutzt und nicht im Sinne der Luftfahrt.
Beitrag vom 22.10.2024 - 09:40 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1671 Beiträge)
Doch! Genau darum geht es! Teile der Menschheit haben schon im letzten Jahrhundert erkannt, wie gefährdet der Fortschritt und letztlich der Wohlstand durch die gnadenlose Ausbeutung der Ressourcen sind. Wollte keiner hören!
Das ist der Punkt. "Wollte keiner hören!" Wenn man an seine Argumente glaubt und das auch noch belegen kann bleibt nur sich die Frage zu stellen, warum will das keiner hören? Was fehlt, dass es jemand hört? Irgendwas scheint bisher gefehlt zu haben, denn die Beweise sind erdrückend.
Früher wurden die Ã?berbringer schlechter Nachrichten geköpft! Und das passiert in diesem Fall ähnlich: man will es nicht hören, nicht sehen, nichts ändern. Absolut menschlich, ändert nichts an den Fakten.
Und was war daran so schlecht, dass Fliegen teurer war als heute? Und gehört billiges Fliegen zu den Grundrechten, zur unmittelbaren Daseinsvorsorge? Und wenn ja: Seit wann?
Genau diese Argumentation wird keinen begeistern. So leid es mir tut.
Soll es auch keinen! Das Problem in der Politik ist unter anderem, dass (fast) keine Partei imn Bezug auf Klimaschutz die Wahrheit sagt: es wird nicht ohne Verzicht gehen. Und da sind wir wieder bei den schlechten Nachrichten...

Das Ziel ist zu weit weg, der Bezug zum heutigen Handeln fehlt. Und ja "Aber genau das will die Mehrheit in ihrer Bequemlichkeit nicht wahrhaben." ist oberlehrerhaft und eher kontraproduktiv.
Was ist an dieser präzisen Beschreibung "oberlehrerhaft"? Menschen tun sich sehr schwer mit Verhaltensänderungen.. also wollen sie es nicht hören.

So sieht es aus und das wird auch nicht besser, wenn immer wieder einer aus der Deckung kommt und auch heute keine tragbaren Lösungen präsentiert. Insellösungen sind nicht effektiv genug und solage der Konsens ist "Gerne, aber nicht auf meiner Insel" wird da auch nichts passieren.
Das sind also Ihre tragbaren Lösungen?
Nein, wieso? Ich sage wie es ist und nicht, dass dies eine tragbare Lösung wäre. Von Lösungen sind wir weit entfernt.
Es bringt auch nichts, mit dem Fuß aufzustampfen. Das Learning fehlt mir in der ganzen Argumentation. Flightshaming, FFF, SUV Bashing, ... alles tot und Schnee von gestern. Mir fehlt da die Reflektion und die Frage, warum ist das so gekommen? Was müsste man in der Ansprache ändern um durchzudringen?
Die Frage nach dem "Warum" wird von Ihnen doch nur vorgeschoben, um das Nichtstun zu rechtfertigen.
Augen zu, Kopf in den Sand? Man kann eh nichts ändern? Und deswegen "spinnen" alle die, die da nicht mitgehen wollen? Schwer verständlich!
Im Gegenteil, eher gut verständlich. Es klappt ja nicht.
Klar klappt es nicht! Es wird ja gar nicht erst versucht, aus Angst, vorübergehend auf etwas Wohlstand, etwas Bequemlichkeit verzichten zu müssen. Wieder absolut menschlich, aber wenig vernünftig. Kann jeder Verhaltenspsychologe genau erklären.

Dieser Beitrag wurde am 22.10.2024 09:43 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.10.2024 - 09:55 Uhr
UserChristian159
User (1819 Beiträge)

Früher wurden die Ã?berbringer schlechter Nachrichten geköpft! Und das passiert in diesem Fall ähnlich: man will es nicht hören, nicht sehen, nichts ändern. Absolut menschlich, ändert nichts an den Fakten.

Soll es auch keinen! Das Problem in der Politik ist unter anderem, dass (fast) keine Partei imn Bezug auf Klimaschutz die Wahrheit sagt: es wird nicht ohne Verzicht gehen. Und da sind wir wieder bei den schlechten Nachrichten...




Was ist an dieser präzisen Beschreibung "oberlehrerhaft"? Menschen tun sich sehr schwer mit Verhaltensänderungen.. also wollen sie es nicht hören.

Die Frage nach dem "Warum" wird von Ihnen doch nur vorgeschoben, um das Nichtstun zu rechtfertigen.

Klar klappt es nicht! Es wird ja gar nicht erst versucht, aus Angst, vorübergehend auf etwas Wohlstand, etwas Bequemlichkeit verzichten zu müssen. Wieder absolut menschlich, aber wenig vernünftig. Kann jeder Verhaltenspsychologe genau erklären.

Warm unterstellen Sie eigentlich, dass niemand verzichtet, keiner sein Verhalten geändert hat?
Das ist ein Luftfahrtforum, da tummeln sich Menschen, die in der Branche arbeiten, die gerne fliegen.
Vielleicht haben diese Menschen ja ihr Verhalten in vielen anderen Bereichen geändert, fahren kein Auto mehr, essen und nutzen keine tierischen Produkteâ?¦ nur fliegen wollen sie sich nicht verbieten lassen.
Wer sagt denn, dass Veränderungen in anderen Bereichen nicht viel mehr der Umwelt nützen als der Verzicht aufs Fliegen?
Beitrag vom 22.10.2024 - 10:05 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1671 Beiträge)

Früher wurden die Ã?berbringer schlechter Nachrichten geköpft! Und das passiert in diesem Fall ähnlich: man will es nicht hören, nicht sehen, nichts ändern. Absolut menschlich, ändert nichts an den Fakten.

Soll es auch keinen! Das Problem in der Politik ist unter anderem, dass (fast) keine Partei imn Bezug auf Klimaschutz die Wahrheit sagt: es wird nicht ohne Verzicht gehen. Und da sind wir wieder bei den schlechten Nachrichten...




Was ist an dieser präzisen Beschreibung "oberlehrerhaft"? Menschen tun sich sehr schwer mit Verhaltensänderungen.. also wollen sie es nicht hören.

Die Frage nach dem "Warum" wird von Ihnen doch nur vorgeschoben, um das Nichtstun zu rechtfertigen.

Klar klappt es nicht! Es wird ja gar nicht erst versucht, aus Angst, vorübergehend auf etwas Wohlstand, etwas Bequemlichkeit verzichten zu müssen. Wieder absolut menschlich, aber wenig vernünftig. Kann jeder Verhaltenspsychologe genau erklären.

Warm unterstellen Sie eigentlich, dass niemand verzichtet, keiner sein Verhalten geändert hat?
Fühlen Sie sich betroffen? Aber klar: ungenau formuliert: die große Mehrheit will nichts ändern... präzise genug?
Das ist ein Luftfahrtforum, da tummeln sich Menschen, die in der Branche arbeiten, die gerne fliegen.
Ach so, man muss in der Branche arbeiten, um hier mitreden zu dürfen. Wusste ich nicht. Und im Ã?brigen, fliege ich durchaus gerne, nur bewusst weniger...
Vielleicht haben diese Menschen ja ihr Verhalten in vielen anderen Bereichen geändert, fahren kein Auto mehr, essen und nutzen keine tierischen Produkteâ?¦ nur fliegen wollen sie sich nicht verbieten lassen.
Wer will Ihnen das Fliegen verbieten? Wo steht das? habe ich das geschrieben? Nur weil der Flugverkehr (wie im Ã?brigen andere Verkehrsträger das zum Teil schon müssen) die Umweltschäden, die er anrichtet, einpreisen soll, will ihn doch niemand verbieten.
Wer sagt denn, dass Veränderungen in anderen Bereichen nicht viel mehr der Umwelt nützen als der Verzicht aufs Fliegen?
Es geht doch nur darum, dass das "Fliegen" seinen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz beiträgt wie das in vielen anderen Bereichen schon geschieht. Warum reagieren Sie also gar so impulsiv?

Dieser Beitrag wurde am 22.10.2024 10:48 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.10.2024 - 10:23 Uhr
UserJumpfly
User (602 Beiträge)
Wer sagt denn, dass Veränderungen in anderen Bereichen nicht viel mehr der Umwelt nützen als der Verzicht aufs Fliegen?
Es geht doch nur darum, dass das "Fliegen" seinen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz beiträgt wie das in vielen anderen Bereichen schon geschieht. Warum reagieren Sie also gar so impulsiv?
Wie kommen Sie denn darauf, dass die Luftfahrt ihren Beitrag nicht leistet? Prinzipiell ist es bspw. bei einem Auto eben deutlich einfacher auf fossile Brennstoffe zu verzichten als bei einem Langstreckenflugzeug. Man kann der Luftfahrt aber nun wirklich nicht vorwerfen, dass nicht enorme Summen in Forschung investiert werden. Man könnte aber auch hier mal wieder mit der Bürokratie dagegenhalten. In Zeiten wo eine Flugzeugzertifizierung länger dauert als dessen Entwicklung und die Kosten für Zertifizierungen so sehr gestiegen sind, dass Hersteller lieber Produkte aus den 80ern verkaufen werden viele Reduktionsmöglichkeiten für CO2 Verringerungen ausgeschlossen.
Natürlich würde es helfen wenn weniger geflogen wird. Aber wenn wir ehrlich sind haben wir eigentlich nur in Ansätzen die Kapazitäten bei anderen Verkehrsmitteln Flugreisende zu ersetzen. Selbst auf Kurzstreckenflügen bspw. von München nach Rom ist die Bahn nicht nur viel langsamer, sondern auch viel teurer und oft auch voll. Ich würd die Diskussion um Reduktion auch von bspw. Inlandsflügen ja verstehen wenn die ICEs am Bahnhof auf zusätzliche Gäste warten würden. Das Gegenteil ist der Fall. Auch die Autobahnen sind nicht gähnend leer und könnten problemlos 10% mehr Kapazität verkraften ohne dass sich Staus bilden. Vom Zustand der Infrastruktur in Form von Straßen und Eisenbahnlinien inkl. deren Brücken sprechen wir dann lieber gar nicht erst. Solange es keine vernünftigen, verlässlichen und ausreichend verfügbaren Alternativen zum Inlandsflug gibt wird es sie weiter geben. Soeben mal geprüft: Will ich fürs kommende Wochenende von München nach Hamburg kostet mich das bei Eurowings 250â?¬, mit Zwischenstop in DUS 140â?¬. Bei der Bahn finde ich keine Verbindung unter 5h30 oder unter 350â?¬ und vor allem keine Verbindung ohne den netten Hinweis "hohe Auslastung erwartet". Für den Wochenendbesuch sitze ich dann 12 Stunden im Zug (naiv zu glauben dass es keine Verspätungen gibt), zahle deutlich mehr und bekomme ggf. nicht mal einen Sitzplatz. Das ist für mich keine verfügbare, verlässliche und wirtschaftlich attraktive Alternative.
Beitrag vom 22.10.2024 - 10:47 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1671 Beiträge)
In Zeiten wo eine Flugzeugzertifizierung länger dauert als dessen Entwicklung und die Kosten für Zertifizierungen so sehr gestiegen sind, dass Hersteller lieber Produkte aus den 80ern verkaufen werden viele Reduktionsmöglichkeiten für CO2 Verringerungen ausgeschlossen.
Das trifft andere Verkehrsträger (z.B. die Bahn) genauso: ewig lange Zertifizierungen. Und dass auf Flieger aus den 80er zurückgegriffen wird, hat sicher mehrere Gründe: die schief gegangene "Ertüchtigung" der 737 mit allen Lieferproblemen, die Verzögerungen bei der 777-x aufgrund der Triebwerksaufhängungen, am Boden stehende A320/321 auch wegen Triebwerksproblemen. eine 787 Produktion, die stillsteht wegen Qualitätsmängeln... der Verweis auf Zertifizierungsverfahren reicht da nicht aus.
Natürlich würde es helfen wenn weniger geflogen wird. Aber wenn wir ehrlich sind haben wir eigentlich nur in Ansätzen die Kapazitäten bei anderen Verkehrsmitteln Flugreisende zu ersetzen. Selbst auf Kurzstreckenflügen bspw. von München nach Rom ist die Bahn nicht nur viel langsamer, sondern auch viel teurer und oft auch voll.
Wie kann die Bahn voll sein, wenn sie teurer und schlechter ist? Spinnen die Kunden?
Ich würd die Diskussion um Reduktion auch von bspw. Inlandsflügen ja verstehen wenn die ICEs am Bahnhof auf zusätzliche Gäste warten würden. Das Gegenteil ist der Fall.
Ich erlebe in den letzten Monaten die ICEs trotz aller Probleme der Bahn als gut ausgelastet. Außerdem widersprechen Sie sich! Oben hieß es noch, die Züge seien voll...

Auch die Autobahnen sind nicht gähnend leer und könnten problemlos 10% mehr Kapazität verkraften ohne dass sich Staus bilden. Vom Zustand der Infrastruktur in Form von Straßen und Eisenbahnlinien inkl. deren Brücken sprechen wir dann lieber gar nicht erst.
Auch so eine Folge völlig verfehlter Verkehrspolitik,

Solange es keine vernünftigen, verlässlichen und ausreichend verfügbaren Alternativen zum Inlandsflug gibt wird es sie weiter geben. Soeben mal geprüft: Will ich fürs kommende Wochenende von München nach Hamburg kostet mich das bei Eurowings 250â?¬, mit Zwischenstop in DUS 140â?¬. Bei der Bahn finde ich keine Verbindung unter 5h30 oder unter 350â?¬ und vor allem keine Verbindung ohne den netten Hinweis "hohe Auslastung erwartet".
Das kommt stark darauf an, wann Sie was buchen... Ich fahre demnächst wieder die Strecke Nürnberg Cuxhaven in der 1.Klasse für 35 â?¬.... rechtzeitig gebucht, Bahncard 25. Fahrzeit: 6,5 h ... schaffe ich mit dem Auto nicht, auch nicht mit einen Flieger von NUE nach HAM oder BRE Außerdem sagten Sie doch, dass an den Bahnsteigen keine neuen Kunden auf die ICEs warten.

Für den Wochenendbesuch sitze ich dann 12 Stunden im Zug (naiv zu glauben dass es keine Verspätungen gibt), zahle deutlich mehr und bekomme ggf. nicht mal einen Sitzplatz.
Kann man reservieren, kostet weniger als bei der LH oder bei EW
Das ist für mich keine verfügbare, verlässliche und wirtschaftlich attraktive Alternative.
Ist das so? Oder wollen Sie einfach keine Alternative sehen? In Ihrer Argumentation schwanken Sie ja ein wenig hin und her...
Beitrag vom 22.10.2024 - 11:02 Uhr
UserFRAHAM
User (1347 Beiträge)
Was im Streitgespräch hier aber verloren gegangen ist - es geht hier gar nicht darum, ob sich technisch etwas bewegt. Natürlich ist bezogen auf das überspitzte Beispiel des Hauses eine neue Wärmepumpe sinnvoller als eine Ã?l- oder Gasheizung. Die neuesten Dämm-Materialien und Fenster ebenso. Aber jeder ernstzunehmende Ã?kologe und Energieberater wird niemanden dazu zwingen alles auszutauschen, solange der Bestand schon halbwegs passabel ist. Im Gegenteil - die Produktion neuer Produkte und die Entsorgung alter sind in eine Ã?kobilanz mit einzuberechnen.

Worüber aber in diesem Kontext gesprochen werden muss, ob bspw. Steuern auf Heizöl erlassen oder reduziert sind oder eben nicht? Oder die Kosten für die Gasdurchleitung vom Staat zu tragen seien. Und da gilt ehrlicherweise - wieso soll der Staat Kosten übernehmen und damit auf die Allgemeinheit umlegen, wenn diese nachweislich einen schlechtem Einfluss auf die Klimaveränderung haben.

Natürlich kann man sich Flugbeispiele immer schön rechnen - insbesondere bei relativ kurzfristigen Buchungsdaten. Im zuletzt genannten Beispiel ist schon klar sichtbar, was unser Problem ist: der direkte Flug kostet 250â?¬ - das wäre ein Preis, den ich mir gefallen lassen würde - auch noch leicht zu günstig nach meiner Meinung. Ã?ber Düsseldorf (also 2 Flüge mit zwei Starts, die besonders viel Treibstoff verbrauchen) kostet es dann nur 140â?¬. Betriebswirtschaftlich verstehe ich es, weil es ein Resteplätze "schmackhaft" machen ist, aber ökologisch ist das doch genau das Gegenteil von dem, was erreicht werden soll. Und jetzt bitte nicht "der Flieger ist ja eh unterwegs" - das wäre er vermutlich gar nicht, wenn man die Restplätze nicht so günstig verscherbeln würde, was trotzdem noch über den direkten Kosten liegen dürfte.

Warum diskutieren wir hier über die Luftfahrt und nicht über Low-hanging-fruits, wie irgendwo angeregt? Wir sind hier halt nicht in einem Automobil-Forum, wo man über 130 km/h Tempolimit als Low-hnaging-fruit reden kann. Wir sind hier in einem Luftfahrtforum. Und natürlich kann es sein, dass jemand in anderen Bereichen ökologisch gespart hat und dafür fliegt. Sei ihm auch gegönnt. Aber wenn wir ganz ehrlich uns selber reflektieren, dann ist das doch ein selbstbelügen. Nach dem Motto "Ich fahre nicht schneller als 130 km/h." - "Und wieviel Autobahn fährst Du?" - "So 300 km im Jahr" ...

Wer es nicht verstanden hat, dass wir in allen Bereichen unseres Lebens uns sinnvoll beschränken sollten und wo es Sinn macht immer noch "die Umwelt belasten können", der hat das ganze Problem noch nicht verstanden. Aber es ist wie mit Rauchern, die wissen, dass es nicht gesund ist, aber sie können ja jederzeit aufhören und ihnen passiert schon nichts, weil Helmut Schmidt ist ja auch über 96 Jahre alt geworden...
Beitrag vom 22.10.2024 - 11:54 Uhr
UserDidimax
User (370 Beiträge)
Auch nachdem ich die meisten Beiträge hier gelesen habe, belastet das nicht mein Gewissen, dass ich 4-5 mal im Jahr nach Mallorca fliege!
Wir wohnen nur im Sommer hier in unserem Haus, versehen mit einer Photovoltaik Anlage, die größtenteils unseren Stromverbrauch hier erzeugt, auch das Elektroauto wird dafür genutzt.
Wir brauchen im Winter hier so gut wie keine Heizung, da wir dann die meiste Zeit auf Mallorca leben. Dort gibtâ??s zwar eine Gaszentralheizung, die aber fast nur von Dezember bis März genutzt wird, und auch nur wenig.
Im Hochsommer ist es uns dann zu heiß dort, deswegen wird auch die Klimaanlage nur wenig genutzt
Diesen Komfort möchte ich nicht missen und ich bin sicher, dass mein CO2 Fußabdruck trotz der Flüge immer noch deutlich geringer ist als beim Durchschnittsbürger!

Dieser Beitrag wurde am 22.10.2024 11:55 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.10.2024 - 12:10 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1671 Beiträge)
Auch nachdem ich die meisten Beiträge hier gelesen habe, belastet das nicht mein Gewissen, dass ich 4-5 mal im Jahr nach Mallorca fliege!
Wir wohnen nur im Sommer hier in unserem Haus, versehen mit einer Photovoltaik Anlage, die größtenteils unseren Stromverbrauch hier erzeugt, auch das Elektroauto wird dafür genutzt.
Wir brauchen im Winter hier so gut wie keine Heizung, da wir dann die meiste Zeit auf Mallorca leben. Dort gibtâ??s zwar eine Gaszentralheizung, die aber fast nur von Dezember bis März genutzt wird, und auch nur wenig.
Im Hochsommer ist es uns dann zu heiß dort, deswegen wird auch die Klimaanlage nur wenig genutzt
Diesen Komfort möchte ich nicht missen und ich bin sicher, dass mein CO2 Fußabdruck trotz der Flüge immer noch deutlich geringer ist als beim Durchschnittsbürger!
Toll, wie Sie sich das schön rechnen: CO2 Abdruck pro Person in der EU 7,2 t/Jahr (Deutschland 10,2 t) 5 Flüge FRA - PMI - FRA zwischen 3,75 und 5,5 t/Jahr um den Klimawandel aufzuhalten sollte eine Person nicht mehr als 0,6 /Jahr "erzeugen". (Quelle für alles: Umweltbundesamt /myclimate /atmosfair). Aber: "Jeder soll nach seiner Façon selig werden." (Friedrich II)
Beitrag vom 22.10.2024 - 12:24 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2234 Beiträge)
um den Klimawandel aufzuhalten sollte eine Person nicht mehr als 0,6 /Jahr "erzeugen". (Quelle für alles: Umweltbundesamt /myclimate /atmosfair).

Ist das auch das, was Sie hier mit den ganzen Diskussionen, die Sie hier immer wieder führen, erreichen wollen?
Beitrag vom 22.10.2024 - 12:58 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1671 Beiträge)
um den Klimawandel aufzuhalten sollte eine Person nicht mehr als 0,6 /Jahr "erzeugen". (Quelle für alles: Umweltbundesamt /myclimate /atmosfair).

Ist das auch das, was Sie hier mit den ganzen Diskussionen, die Sie hier immer wieder führen, erreichen wollen?
Halten Sie mich für einen Träumer? Oder glauben Sie, dass ich unter Realitätsverlust leide? Mir reicht es, wenn ein wenig mehr über das Problem nachgedacht wird und etwas mehr getan wird. Die Augen vor den Herausforderungen zu verschließen, ist menschlich. Nichts zu tun, weil man meint es bringe eh nix, ist meiner Meinung nach unvernünftig. Nichts zu tun, weil man nichts am eigenen Verhalten ändern will, ist wiederum auch menschlich, aber letztlich irrational.
Und was wollen Sie mit den ganzen Diskussionen erreichen, die Sie führen?

Dieser Beitrag wurde am 22.10.2024 12:59 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.10.2024 - 13:07 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2234 Beiträge)
um den Klimawandel aufzuhalten sollte eine Person nicht mehr als 0,6 /Jahr "erzeugen". (Quelle für alles: Umweltbundesamt /myclimate /atmosfair).

Ist das auch das, was Sie hier mit den ganzen Diskussionen, die Sie hier immer wieder führen, erreichen wollen?
Halten Sie mich für einen Träumer? Oder glauben Sie, dass ich unter Realitätsverlust leide? Mir reicht es, wenn ein wenig mehr über das Problem nachgedacht wird und etwas mehr getan wird.

Warum gleich wieder so schnippisch? Das war doch eine normale Frage zur Einordnung. Wenn Sie mit so etwas argumentieren, es aber nicht einordnen, dann wird es ja wohl erlaubt sein da mal nachzufragen, ob das auch das ist, was Sie verfolgen oder nicht.

Und was wollen Sie mit den ganzen Diskussionen erreichen, die Sie führen?

Welche Diskussion führe ich denn hier?
Beitrag vom 22.10.2024 - 13:14 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1671 Beiträge)
um den Klimawandel aufzuhalten sollte eine Person nicht mehr als 0,6 /Jahr "erzeugen". (Quelle für alles: Umweltbundesamt /myclimate /atmosfair).

Ist das auch das, was Sie hier mit den ganzen Diskussionen, die Sie hier immer wieder führen, erreichen wollen?
Halten Sie mich für einen Träumer? Oder glauben Sie, dass ich unter Realitätsverlust leide? Mir reicht es, wenn ein wenig mehr über das Problem nachgedacht wird und etwas mehr getan wird.

Warum gleich wieder so schnippisch? Das war doch eine normale Frage zur Einordnung. Wenn Sie mit so etwas argumentieren, es aber nicht einordnen, dann wird es ja wohl erlaubt sein da mal nachzufragen, ob das auch das ist, was Sie verfolgen oder nicht.

Und was wollen Sie mit den ganzen Diskussionen erreichen, die Sie führen?

Welche Diskussion führe ich denn hier?
Wie sind Ihre vielfältigen Beiträge im Forum denn dann zu begreifen? Nicht als Teilnahme an den Diskussionen? Oder als Verkündung der Wahrheit? So gesehen verstehe ich die letzte Bemerkung nicht.