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Beitrag vom 02.04.2021 - 19:07 Uhr
UserEricM
User (3951 Beiträge)
@gordon: AL selbst fliegt im Auftrag, entweder für LCAG oder DHL. Da steckt kein eigener Vertrieb, kein weltweites Stationsnetz, keine Technik-Betriebe vor Ort, etc. dahinter. Ohne die jeweilige Infrastruktur des Auftraggebers, passiert da überhaupt nichts. Was wir heute erleben, ist immer mehr das Modell Flixbus: Eine Zentrale die ihren Namen und die Verwaltung gibt und die Aufträge an Subcontractor verteilt, wie es ihr gerade passt und maßgeblich in einem reinen Unterbietungswettbewerb.

Ja natürlich! Weil die Leistung der Piloten doch immer die gleiche ist, egal wer im Cockpit sitzt.
Der Mehrwert der LCAG liegt nämlich nicht im Cockpit, sondern im Drumherum (das was @EricM gerne als "zu großer Verwaltungapperat" tituliert)!

Das ist zwar hier aus dem Zusammenhang gerissen - es ging in besagter Diskussion um die Größe des Verwaltungs-Overheads im Personenverkehrsbereich als Vergleich FR mit LH.
Trotzdem könnte man tatsächlich allgemeingültig argumentieren, dass ein zu großer Verwaltungspparat selten wirklich Mehrwert liefert, aber immer Mehrkosten.
Dazu eine solch selbstgerechte Aussage und ein dauerndes "Runterschreiben" der Cockpit-Kollegen - man ahnt wo das Problem wirklich liegt.


Dieser Beitrag wurde am 02.04.2021 19:07 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 02.04.2021 - 19:19 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)

Das ist zwar hier aus dem Zusammenhang gerissen - es ging in besagter Diskussion um die Größe des Verwaltungs-Overheads im Personenverkehrsbereich als Vergleich FR mit LH.

Aber Sie wissen doch überhaupt nichts über den Verwaltungsbereich im Personenverkehrsbereich bei Lufthansa. Abgesehen davon, dass dort pro FTE mehr Umsatz generiert wird als bei FR. Das hatte ich Ihnen ja schon einmal mitgeteilt. Der Grund, warum das so ist, liegt aber nicht bei den Flugzeugführern, die ja genau das gleiche machen wie bei Ryanair.

Auf was allerdings viele warten ist ein Argument, warum Pakete besser mit der LCAG als mit AL transportiert werden sollten.
Beitrag vom 02.04.2021 - 21:55 Uhr
User47441
User (120 Beiträge)
Auf was allerdings viele warten ist ein Argument, warum Pakete besser mit der LCAG als mit AL transportiert werden sollten.

Ich weiß keins.
Beitrag vom 02.04.2021 - 22:43 Uhr
UserPilot Response
User (357 Beiträge)
Auf was allerdings viele warten ist ein Argument, warum Pakete besser mit der LCAG als mit AL transportiert werden sollten.

Wäre "LCAG transportiert in der Regel überhaupt keine Pakete" denn eines? Wäre da den vielen Wartenden weitergeholfen?
Beitrag vom 03.04.2021 - 01:13 Uhr
User4
User (359 Beiträge)
Auf was allerdings viele warten ist ein Argument, warum Pakete besser mit der LCAG als mit AL transportiert werden sollten.

Wäre "LCAG transportiert in der Regel überhaupt keine Pakete" denn eines? Wäre da den vielen Wartenden weitergeholfen?


Glaube ich nicht. Dann wäre AL für LCAG ohne Relevanz und manche hier müssten nicht so auf AL herunterhacken. Es scheint aber dem ein oder anderen VC Beitragszahler nicht gut zu schmecken dass es AL überhaupt gibt. Wenn das Futter knapper wird kommen manche auf seltsame Gedanken.
Beitrag vom 03.04.2021 - 06:48 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Auf was allerdings viele warten ist ein Argument, warum Pakete besser mit der LCAG als mit AL transportiert werden sollten.

Wäre "LCAG transportiert in der Regel überhaupt keine Pakete" denn eines? Wäre da den vielen Wartenden weitergeholfen?

Nein - zumindest nicht mir!
Und wenn Sie sich am Wort "Pakete" stören, ersetzen Sie es einfach durch "Güter" oder "Waren". Vielleicht fällt die Antwort dann leichter.
Beitrag vom 03.04.2021 - 09:49 Uhr
UserEricM
User (3951 Beiträge)

Das ist zwar hier aus dem Zusammenhang gerissen - es ging in besagter Diskussion um die Größe des Verwaltungs-Overheads im Personenverkehrsbereich als Vergleich FR mit LH.

Aber Sie wissen doch überhaupt nichts über den Verwaltungsbereich im Personenverkehrsbereich bei Lufthansa. Abgesehen davon, dass dort pro FTE mehr Umsatz generiert wird als bei FR.

Zunächst mal "generiert" Verwaltung keinen Umsatz. Sie verwaltet vielleicht die Umsätze und das koststet die Firma Geld.
Und "mehr Umsatz pro FTE" kann man auch "höhere Preise" nennen, was ja genau das Problem ist, die Sie angeblich mit billigen Piloten lösen möchten.

Die Kosten der LH Cargo vs. AL kann man eigentlich so gar nicht vergleichen, da LH Cargo ein kompletter Betrieb mit Vertrieb, Handling und allem drum und dran ist, während AL einer reiner Flugbetrieb ist, der LHC zur Hälfte gehört.
Daher macht sich das LHC Management hier bewusst intern Konkurrenz um die eigenen Mitarbeiter unter Druck zu setzen.

Ich finde diese ganze bei der LH exzessiv gelebte Strategie des firmeninternen Wettbewerbs unter Mitarbeitern bzw Mitarbeiter gegen externe Dienstleister ehrlich gesagt ziemlich krank.
Erinnert mich etwas an die Gladiatorenkämpfe im alten Rom.
Auf den Tribünen sitzt das Management und lässt die Mitarbeiter verschiedener eigener Firmen gegeneinander und gene Mitarbeiter von Dienstleistern antreten.
Dabei wäscht man, wohl um den Zynismus-Level zu maximieren, seine Hände in Unschuld, denn man "ist ja gezwungen", "ökonomisch sinnvolle" Entscheidungen zu treffen.

Dabei wurde in vielen Fällen aus einem Betrieb ein Konglomerat von Firmen mit verschiedenen Durchführungsverträgen und Organisationsformen, was massiv die Komplexität und damit die "hidden cost" erhöhte sowie die Flexibilität senkte.

Wenn man sich mal die Auslagerungs- und internen Konkurrenz-Exzesse der Personenflugsparte in den letzten Jahren anschaut, bei der diese Sorte "Hunger Games" ja schon länger läuft, dann hat das nicht wirklich gut funktioniert.

Und dieses offenbar nicht funktionierende, komplexe, unflexible und letztenndlich teurere Modell wird jetzt auf die Cargo-Sparte übertragen.
Wird bestimmt auch wieder so "toll" funktionieren ...
Beitrag vom 03.04.2021 - 10:30 Uhr
Usercontrail55
User (3359 Beiträge)

Das ist zwar hier aus dem Zusammenhang gerissen - es ging in besagter Diskussion um die Größe des Verwaltungs-Overheads im Personenverkehrsbereich als Vergleich FR mit LH.

Aber Sie wissen doch überhaupt nichts über den Verwaltungsbereich im Personenverkehrsbereich bei Lufthansa. Abgesehen davon, dass dort pro FTE mehr Umsatz generiert wird als bei FR.

Zunächst mal "generiert" Verwaltung keinen Umsatz. Sie verwaltet vielleicht die Umsätze und das koststet die Firma Geld.
Da stellt sich die Frage, wer generiert denn Umsatz? Sagen Sie jetzt nicht die Produktion, die kostet auch nur Geld.
Und "mehr Umsatz pro FTE" kann man auch "höhere Preise" nennen, was ja genau das Problem ist, die Sie angeblich mit billigen Piloten lösen möchten.

Die Kosten der LH Cargo vs. AL kann man eigentlich so gar nicht vergleichen, da LH Cargo ein kompletter Betrieb mit Vertrieb, Handling und allem drum und dran ist, während AL einer reiner Flugbetrieb ist, der LHC zur Hälfte gehört.
Natürlich kann man das vergleichen. Auch die LHC hat einen Flugbetrieb und natürlich kann man das runterbrechen auf ein beliebiges Parameter. Ich bin mir sicher, wenn man das nicht 1:1 gegenüberstellen könnte, dann hätten die VCler nicht angemerkt, dass AL günstiger produziert.

Daher macht sich das LHC Management hier bewusst intern Konkurrenz um die eigenen Mitarbeiter unter Druck zu setzen.
Ja klar, was würden Sie denn machen? Alle Macht den Mitarbeitern geben und deren Forderungen durchwinken?
Ich finde diese ganze bei der LH exzessiv gelebte Strategie des firmeninternen Wettbewerbs unter Mitarbeitern bzw Mitarbeiter gegen externe Dienstleister ehrlich gesagt ziemlich krank.
Erinnert mich etwas an die Gladiatorenkämpfe im alten Rom.
Auf den Tribünen sitzt das Management und lässt die Mitarbeiter verschiedener eigener Firmen gegeneinander und gene Mitarbeiter von Dienstleistern antreten.
Auf der anderen Seite der Tribüne sitzen dann die Mitarbeiter mit dem entsprechenden Hebel und schauen zu, wie sich das Management abstrampelt weil keine Hebel das sind um die Macht der GW zu brechen?

Dabei wäscht man, wohl um den Zynismus-Level zu maximieren, seine Hände in Unschuld, denn man "ist ja gezwungen", "ökonomisch sinnvolle" Entscheidungen zu treffen.

Dabei wurde in vielen Fällen aus einem Betrieb ein Konglomerat von Firmen mit verschiedenen Durchführungsverträgen und Organisationsformen, was massiv die Komplexität und damit die "hidden cost" erhöhte sowie die Flexibilität senkte.

Wenn man sich mal die Auslagerungs- und internen Konkurrenz-Exzesse der Personenflugsparte in den letzten Jahren anschaut, bei der diese Sorte "Hunger Games" ja schon länger läuft, dann hat das nicht wirklich gut funktioniert.
Das wissen wir nicht. Die Kosten der Airline sind duch Optimierungen beim Personal beträchtlich runter gegangen. Dem Gegenüber stehen die Aufwendungen für das Konglomerat. Die offene Frage ist, was wäre zB von der KS übrig, wenn man hier nicht reagiert hätte? Das Modell BA? Nur noch in die Hubs und alles andere wäre weg?
Und dieses offenbar nicht funktionierende, komplexe, unflexible und letztenndlich teurere Modell wird jetzt auf die Cargo-Sparte übertragen.
Wird bestimmt auch wieder so "toll" funktionieren ...
Beitrag vom 03.04.2021 - 11:12 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Zunächst mal "generiert" Verwaltung keinen Umsatz. Sie verwaltet vielleicht die Umsätze und das koststet die Firma Geld.

Genau da liegt - meiner Meinung nach - Ihr Irrtum.
Was bei Lufthansa zur Verwaltung zählt und einen großen Teil der FTE ausmacht, sind doch die Planungsabteilungen, diejenigen, die die Ideen entwickeln, die andere dann einfach nur ausführen. Das hat mit Verwalten von Umsätzen ziemlich wenig zu tun.
Aber vielleicht wissen Sie ja mehr über den Verwaltungsbereich im Personenverkehrsbereich bei Lufthansa. Dann lassen Sie mich es hören!

Und "mehr Umsatz pro FTE" kann man auch "höhere Preise" nennen, was ja genau das Problem ist, die Sie angeblich mit billigen Piloten lösen möchten.

Sie haben den Vergleich LH mit FR gebracht, dann nennen Sie doch eine bessere Messgröße!

Die Kosten der LH Cargo vs. AL kann man eigentlich so gar nicht vergleichen, da LH Cargo ein kompletter Betrieb mit Vertrieb, Handling und allem drum und dran ist, während AL einer reiner Flugbetrieb ist, der LHC zur Hälfte gehört.

Aber man kann ja den Teil des Flugbetriebs vergleichen und genau hier interessieren mich die Unterschiede aus Sicht eines Kunden!

Daher macht sich das LHC Management hier bewusst intern Konkurrenz um die eigenen Mitarbeiter unter Druck zu setzen.

Völlig richtig! Und man kann sich durchaus fragen, warum das so ist.

Ich finde diese ganze bei der LH exzessiv gelebte Strategie des firmeninternen Wettbewerbs unter Mitarbeitern bzw Mitarbeiter gegen externe Dienstleister ehrlich gesagt ziemlich krank.

Um Erpressbarkeit zu entgehen kommt man halt auf die tollsten Gedanken.

Erinnert mich etwas an die Gladiatorenkämpfe im alten Rom.

Gut bezahlte Piloten mit Menschen, die Tieren zum Fraß vorgeworfen wurden zu vergleichen finde ich unpassend, besser gesagt geschmacklos.

Auf den Tribünen sitzt das Management und lässt die Mitarbeiter verschiedener eigener Firmen gegeneinander und gene Mitarbeiter von Dienstleistern antreten.
Dabei wäscht man, wohl um den Zynismus-Level zu maximieren, seine Hände in Unschuld, denn man "ist ja gezwungen", "ökonomisch sinnvolle" Entscheidungen zu treffen.

Vor allen ja auch Wachstum und neue Arbeitsplätze!

Dabei wurde in vielen Fällen aus einem Betrieb ein Konglomerat von Firmen mit verschiedenen Durchführungsverträgen und Organisationsformen, was massiv die Komplexität und damit die "hidden cost" erhöhte sowie die Flexibilität senkte.

Aber die Erpressbarkeit sinkt.

Wenn man sich mal die Auslagerungs- und internen Konkurrenz-Exzesse der Personenflugsparte in den letzten Jahren anschaut, bei der diese Sorte "Hunger Games" ja schon länger läuft, dann hat das nicht wirklich gut funktioniert.

Wieso? Wir wissen doch gar nicht, was passiert wäre, hätte die VC das "Monopol" bei allen Piloten des Lufthansa Konzerns. Vielleicht wären die Kosten ja noch viel höher!

Und dieses offenbar nicht funktionierende, komplexe, unflexible und letztenndlich teurere Modell wird jetzt auf die Cargo-Sparte übertragen.

Siehe oben!

Wird bestimmt auch wieder so "toll" funktionieren ...

Daher nochmal die Frage: Welchen Vorteil hat der Kunde, wenn das Paket/das Gut/die Ware von einem LCAG Piloten befördert wird?

Dieser Beitrag wurde am 03.04.2021 11:16 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.04.2021 - 11:17 Uhr
UserEricM
User (3951 Beiträge)

Das ist zwar hier aus dem Zusammenhang gerissen - es ging in besagter Diskussion um die Größe des Verwaltungs-Overheads im Personenverkehrsbereich als Vergleich FR mit LH.

Aber Sie wissen doch überhaupt nichts über den Verwaltungsbereich im Personenverkehrsbereich bei Lufthansa. Abgesehen davon, dass dort pro FTE mehr Umsatz generiert wird als bei FR.

Zunächst mal "generiert" Verwaltung keinen Umsatz. Sie verwaltet vielleicht die Umsätze und das koststet die Firma Geld.
Da stellt sich die Frage, wer generiert denn Umsatz? Sagen Sie jetzt nicht die Produktion, die kostet auch nur Geld.

Sie wissen, dass ich im Zusammenhang mit Services ein Problem mit dem Wort "Produktion" habe :)

Aber ja: Der extern verkaufbare Service, also bei LHC der Transport von Waren von A nach B generiert den Umsatz.
Und kein HR, nicht das Controlling, nicht die interne Ausbildung oder die Abteilung die sich mit der Erstellung und der Durchführung des Mitarbeiter-Motivationsprogramms die Zeit vertreibt.

Und "mehr Umsatz pro FTE" kann man auch "höhere Preise" nennen, was ja genau das Problem ist, die Sie angeblich mit billigen Piloten lösen möchten.

Die Kosten der LH Cargo vs. AL kann man eigentlich so gar nicht vergleichen, da LH Cargo ein kompletter Betrieb mit Vertrieb, Handling und allem drum und dran ist, während AL einer reiner Flugbetrieb ist, der LHC zur Hälfte gehört.
Natürlich kann man das vergleichen. Auch die LHC hat einen Flugbetrieb und natürlich kann man das runterbrechen auf ein beliebiges Parameter. Ich bin mir sicher, wenn man das nicht 1:1 gegenüberstellen könnte, dann hätten die VCler nicht angemerkt, dass AL günstiger produziert.

OK da muss ich meine Aussage präzisieren: Man=Ich als externer Beobachter.
Bei der Aussage AL sei günstiger, muss man dem LH Management glauben, dass es diese Abschätzung ehrlich und neutral getroffen hat, ohne dabei eigene Interessen wie den Kampf gegen Tarifierung und Gewerkschaften zu verfolgen.
Extern ist das nicht verfizierbar.


Daher macht sich das LHC Management hier bewusst intern Konkurrenz um die eigenen Mitarbeiter unter Druck zu setzen.
Ja klar, was würden Sie denn machen? Alle Macht den Mitarbeitern geben und deren Forderungen durchwinken?

Früher nannte man das mal Menschenführung... aber ja, das ist eine Kunst, die beim Führen von Excel Tabellen mit der Zeit verlernt wird.

Ich finde diese ganze bei der LH exzessiv gelebte Strategie des firmeninternen Wettbewerbs unter Mitarbeitern bzw Mitarbeiter gegen externe Dienstleister ehrlich gesagt ziemlich krank.
Erinnert mich etwas an die Gladiatorenkämpfe im alten Rom.
Auf den Tribünen sitzt das Management und lässt die Mitarbeiter verschiedener eigener Firmen gegeneinander und gene Mitarbeiter von Dienstleistern antreten.
Auf der anderen Seite der Tribüne sitzen dann die Mitarbeiter mit dem entsprechenden Hebel und schauen zu, wie sich das Management abstrampelt weil keine Hebel das sind um die Macht der GW zu brechen?

Ist diese Vorgehensweise bei der LHG denn auf den Kampf gegen die Piloten bzw gegen die VC beschränkt?


Dabei wäscht man, wohl um den Zynismus-Level zu maximieren, seine Hände in Unschuld, denn man "ist ja gezwungen", "ökonomisch sinnvolle" Entscheidungen zu treffen.

Dabei wurde in vielen Fällen aus einem Betrieb ein Konglomerat von Firmen mit verschiedenen Durchführungsverträgen und Organisationsformen, was massiv die Komplexität und damit die "hidden cost" erhöhte sowie die Flexibilität senkte.

Wenn man sich mal die Auslagerungs- und internen Konkurrenz-Exzesse der Personenflugsparte in den letzten Jahren anschaut, bei der diese Sorte "Hunger Games" ja schon länger läuft, dann hat das nicht wirklich gut funktioniert.
Das wissen wir nicht. Die Kosten der Airline sind duch Optimierungen beim Personal beträchtlich runter gegangen. Dem Gegenüber stehen die Aufwendungen für das Konglomerat.

Richtig.
Wobei die Personalkosten klar bezifferbar sind, während sich die über gesteigerte Komplexität angehobenen Kosten nur indirekt durch einen höheren Koordinations- bzw. Personalaufwand bemerkbar machen.

Bricht man das wieder auf Umsatz oder Gewinn pro FTE runter, bekommt man als Ergebnis ineffizientere Mitarbeiter, obwohl die Ursache eigentlich in gestiegener organisatorischer Komplexität liegt.

Die offene Frage ist, was wäre zB von der KS übrig, wenn man hier nicht reagiert hätte? Das Modell BA? Nur noch in die Hubs und alles andere wäre weg?

Was wäre wenn? Keine Ahnung.
Die Frage ist ja eigentlich nur: Warum sollte hier funktionieren, was bei mehreren vorhergegangenen und gleich strukturierten Versuchen nicht funktioniert hat?

Und dieses offenbar nicht funktionierende, komplexe, unflexible und letztenndlich teurere Modell wird jetzt auf die Cargo-Sparte übertragen.
Wird bestimmt auch wieder so "toll" funktionieren ...
Beitrag vom 03.04.2021 - 11:36 Uhr
UserBald-Lokführer
User (538 Beiträge)

Daher nochmal die Frage: Welchen Vorteil hat der Kunde, wenn das Paket/das Gut/die Ware von einem LCAG Piloten befördert wird?

Drehen wir es doch mal um, denn das war hier die Anfangsfrage im Chat: Was ist an AeroLogic innovativer? Was hat der Kunde für einen Vorteil wenn AeroLogic fliegt?
Vorneweg: Günstiger wird es nicht denn LH Cargo verkauft das Produkt und verlangt den gleichen Preis. :)
Beitrag vom 03.04.2021 - 11:37 Uhr
UserEricM
User (3951 Beiträge)
Zunächst mal "generiert" Verwaltung keinen Umsatz. Sie verwaltet vielleicht die Umsätze und das koststet die Firma Geld.

Genau da liegt - meiner Meinung nach - Ihr Irrtum.
Was bei Lufthansa zur Verwaltung zählt und einen großen Teil der FTE ausmacht, sind doch die Planungsabteilungen, diejenigen, die die Ideen entwickeln, die andere dann einfach nur ausführen. Das hat mit Verwalten von Umsätzen ziemlich wenig zu tun.

Ideen entwickeln? So was wie "Lasst uns Waren/Personen von A nach B befördern" ?
Oder eher solche wie "Lasst uns die Seitenleitwerke schwarz anmalen" ?
Ja, sicher, Planung, Marketing und andere Funtionen sind in gewissem Umfang auch notwendig. Aber so wie alle Funktionen um den Flugbetrieb herum bei einer Airline letztlich weitgehend optionale Hilfsfunktionen, die eigenständig eben keinerlei Umsätze generieren würde.


Und "mehr Umsatz pro FTE" kann man auch "höhere Preise" nennen, was ja genau das Problem ist, die Sie angeblich mit billigen Piloten lösen möchten.

Sie haben den Vergleich LH mit FR gebracht, dann nennen Sie doch eine bessere Messgröße!

Nein, Sie haben mein Statement aus diesem ca. 1 Jahr alten Thread hervorgekramt :)

Die Kosten der LH Cargo vs. AL kann man eigentlich so gar nicht vergleichen, da LH Cargo ein kompletter Betrieb mit Vertrieb, Handling und allem drum und dran ist, während AL einer reiner Flugbetrieb ist, der LHC zur Hälfte gehört.

Aber man kann ja den Teil des Flugbetriebs vergleichen und genau hier interessieren mich die Unterschiede aus Sicht eines Kunden!
Siehe meine Antwort an Contrail55

Daher macht sich das LHC Management hier bewusst intern Konkurrenz um die eigenen Mitarbeiter unter Druck zu setzen.

Völlig richtig! Und man kann sich durchaus fragen, warum das so ist.

Tue ich ...


Ich finde diese ganze bei der LH exzessiv gelebte Strategie des firmeninternen Wettbewerbs unter Mitarbeitern bzw Mitarbeiter gegen externe Dienstleister ehrlich gesagt ziemlich krank.

Um Erpressbarkeit zu entgehen kommt man halt auf die tollsten Gedanken.

Diese "Erpressbarkeit" die ansonsten "Tarifverhandlungen" bzw "Arbeits- und Tarifrecht" genannt werden? Die ist tatsächlich einer der Grundpfeiler des deutschen Modells der sozialen Marktwirtschaft.


Erinnert mich etwas an die Gladiatorenkämpfe im alten Rom.

Gut bezahlte Piloten mit Menschen, die Tieren zum Fraß vorgeworfen wurden zu vergleichen finde ich unpassend, besser gesagt geschmacklos.

Da haben Sie in Geschichte nicht richtig aufgepasst.
Gladiatoren waren Profis, die teuer ausgebildet wurden und dann gegeneinander angetreten sind. Tatsächlich gehörten sie zu den Spitzenverdienern im alten Rom.
Das ist gar nicht sooo schlecht vergleichbar - ausser dass der Pilotenjob deutlich ungefährlicher ist :)
Wobei das LH Management diese Methodik ja nicht nur auf Piloten beschränkt. Auslagerung interner Verwaltungs-Prozesse an Dienstleister ist das gleiche Spiel mit anderen Teilnehmern.


Auf den Tribünen sitzt das Management und lässt die Mitarbeiter verschiedener eigener Firmen gegeneinander und gene Mitarbeiter von Dienstleistern antreten.
Dabei wäscht man, wohl um den Zynismus-Level zu maximieren, seine Hände in Unschuld, denn man "ist ja gezwungen", "ökonomisch sinnvolle" Entscheidungen zu treffen.

Vor allen ja auch Wachstum und neue Arbeitsplätze!

Yep, das klappte ja auch vor 2020 bereits hervorragend für die Mitarbeiter ...

Dabei wurde in vielen Fällen aus einem Betrieb ein Konglomerat von Firmen mit verschiedenen Durchführungsverträgen und Organisationsformen, was massiv die Komplexität und damit die "hidden cost" erhöhte sowie die Flexibilität senkte.

Aber die Erpressbarkeit sinkt.

Und die Kosten steigen :)

Wenn man sich mal die Auslagerungs- und internen Konkurrenz-Exzesse der Personenflugsparte in den letzten Jahren anschaut, bei der diese Sorte "Hunger Games" ja schon länger läuft, dann hat das nicht wirklich gut funktioniert.

Wieso? Wir wissen doch gar nicht, was passiert wäre, hätte die VC das "Monopol" bei allen Piloten des Lufthansa Konzerns. Vielleicht wären die Kosten ja noch viel höher!

Ja, und vielleicht auch nicht.

Und dieses offenbar nicht funktionierende, komplexe, unflexible und letztenndlich teurere Modell wird jetzt auf die Cargo-Sparte übertragen.

Siehe oben!

Wird bestimmt auch wieder so "toll" funktionieren ...

Daher nochmal die Frage: Welchen Vorteil hat der Kunde, wenn das Paket/das Gut/die Ware von einem LCAG Piloten befördert wird?

Aerologic Piloten sind nicht schlechter als die der LHC.
Der Kunde zahlt aber die intern steigende Verwaltungkomplexität des LHC/AL Konglomerats, die internen Grabenkämpfe und die Effekte des miesen Betriebsklimas mit.
Und auch wenn die Piloten rein rechnerisch so im Schnitt billiger werden, heißt das nicht, dass insgesamt gesehen auch die Preise runtergehen können oder der Gewinn gesteigert werden kann.

Dieser Beitrag wurde am 03.04.2021 11:46 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.04.2021 - 11:56 Uhr
Usercontrail55
User (3359 Beiträge)
Sie wissen, dass ich im Zusammenhang mit Services ein Problem mit dem Wort "Produktion" habe :)
Ok, nehmen Sie einen anderen Begriff. Ich habe mich da im Wirtschaftslexokon bedient "Das Produkt als Ergebnis des Produktionsprozesses kann eine Sachleistung oder Dienstleistung sein. " Sollte aber unerheblich sein.
Aber ja: Der extern verkaufbare Service, also bei LHC der Transport von Waren von A nach B generiert den Umsatz.
Und kein HR, nicht das Controlling, nicht die interne Ausbildung oder die Abteilung die sich mit der Erstellung und der Durchführung des Mitarbeiter-Motivationsprogramms die Zeit vertreibt.
Ja, die Frage war aber, WER geniert Umsatz.
Und "mehr Umsatz pro FTE" kann man auch "höhere Preise" nennen, was ja genau das Problem ist, die Sie angeblich mit billigen Piloten lösen möchten.

Die Kosten der LH Cargo vs. AL kann man eigentlich so gar nicht vergleichen, da LH Cargo ein kompletter Betrieb mit Vertrieb, Handling und allem drum und dran ist, während AL einer reiner Flugbetrieb ist, der LHC zur Hälfte gehört.
Natürlich kann man das vergleichen. Auch die LHC hat einen Flugbetrieb und natürlich kann man das runterbrechen auf ein beliebiges Parameter. Ich bin mir sicher, wenn man das nicht 1:1 gegenüberstellen könnte, dann hätten die VCler nicht angemerkt, dass AL günstiger produziert.

OK da muss ich meine Aussage präzisieren: Man=Ich als externer Beobachter.
Bei der Aussage AL sei günstiger, muss man dem LH Management glauben, dass es diese Abschätzung ehrlich und neutral getroffen hat, ohne dabei eigene Interessen wie den Kampf gegen Tarifierung und Gewerkschaften zu verfolgen.
Extern ist das nicht verfizierbar.
Das ist noch nicht mal intern verifizierbar. Ich weiß auch nicht was wer warum macht. Manchmal weiß ich noch nicht einmal, warum genau ich etwas mache ;-)

Daher macht sich das LHC Management hier bewusst intern Konkurrenz um die eigenen Mitarbeiter unter Druck zu setzen.
Ja klar, was würden Sie denn machen? Alle Macht den Mitarbeitern geben und deren Forderungen durchwinken?

Früher nannte man das mal Menschenführung... aber ja, das ist eine Kunst, die beim Führen von Excel Tabellen mit der Zeit verlernt wird.
Sie weichen aus. Wie würden Sie auf ein Umfeld mit günstigerer Kostenbasis reagieren, wenn die Belegschaft nicht entsprechend mitzieht?
Ich finde diese ganze bei der LH exzessiv gelebte Strategie des firmeninternen Wettbewerbs unter Mitarbeitern bzw Mitarbeiter gegen externe Dienstleister ehrlich gesagt ziemlich krank.
Erinnert mich etwas an die Gladiatorenkämpfe im alten Rom.
Auf den Tribünen sitzt das Management und lässt die Mitarbeiter verschiedener eigener Firmen gegeneinander und gene Mitarbeiter von Dienstleistern antreten.
Auf der anderen Seite der Tribüne sitzen dann die Mitarbeiter mit dem entsprechenden Hebel und schauen zu, wie sich das Management abstrampelt weil keine Hebel das sind um die Macht der GW zu brechen?

Ist diese Vorgehensweise bei der LHG denn auf den Kampf gegen die Piloten bzw gegen die VC beschränkt?
Nein. Daher habe ich die Bezeichnungen gewählt, die das Ganze neutraler beschreiben und Piloten habe ich vermieden.

Dabei wäscht man, wohl um den Zynismus-Level zu maximieren, seine Hände in Unschuld, denn man "ist ja gezwungen", "ökonomisch sinnvolle" Entscheidungen zu treffen.

Dabei wurde in vielen Fällen aus einem Betrieb ein Konglomerat von Firmen mit verschiedenen Durchführungsverträgen und Organisationsformen, was massiv die Komplexität und damit die "hidden cost" erhöhte sowie die Flexibilität senkte.

Wenn man sich mal die Auslagerungs- und internen Konkurrenz-Exzesse der Personenflugsparte in den letzten Jahren anschaut, bei der diese Sorte "Hunger Games" ja schon länger läuft, dann hat das nicht wirklich gut funktioniert.
Das wissen wir nicht. Die Kosten der Airline sind duch Optimierungen beim Personal beträchtlich runter gegangen. Dem Gegenüber stehen die Aufwendungen für das Konglomerat.

Richtig.
Wobei die Personalkosten klar bezifferbar sind, während sich die über gesteigerte Komplexität angehobenen Kosten nur indirekt durch einen höheren Koordinations- bzw. Personalaufwand bemerkbar machen.
Auch das kann man ermitteln. Jede Einsparung oder Kosten lassen sich ja einem bestimmten Kostenschlüssel zuordnen.
Bricht man das wieder auf Umsatz oder Gewinn pro FTE runter, bekommt man als Ergebnis ineffizientere Mitarbeiter, obwohl die Ursache eigentlich in gestiegener organisatorischer Komplexität liegt.
Auch hier, das lässt sich Qualifizieren.
Die offene Frage ist, was wäre zB von der KS übrig, wenn man hier nicht reagiert hätte? Das Modell BA? Nur noch in die Hubs und alles andere wäre weg?

Was wäre wenn? Keine Ahnung.
Eben, ich auch nicht. Aber man kann sich nicht eine Facette raussuchen und sagen die hat/hat nicht geklappt. Man muss das große Ganze betrachten.
Die Frage ist ja eigentlich nur: Warum sollte hier funktionieren, was bei mehreren vorhergegangenen und gleich strukturierten Versuchen nicht funktioniert hat?
Wo sind wir jetzt, was meinen Sie mit hier? Da haben ich den Überblick verloren. Wenn Sie LHC meinen, das funktioniert doch.
Beitrag vom 03.04.2021 - 12:47 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Zunächst mal "generiert" Verwaltung keinen Umsatz. Sie verwaltet vielleicht die Umsätze und das koststet die Firma Geld.

Genau da liegt - meiner Meinung nach - Ihr Irrtum.
Was bei Lufthansa zur Verwaltung zählt und einen großen Teil der FTE ausmacht, sind doch die Planungsabteilungen, diejenigen, die die Ideen entwickeln, die andere dann einfach nur ausführen. Das hat mit Verwalten von Umsätzen ziemlich wenig zu tun.

Ideen entwickeln? So was wie "Lasst uns Waren/Personen von A nach B befördern" ?

Nein, eher so etwas wie: Wie können wir als Hubairline möglichst viele (Umsteige-)Verbindungen schaffen, um möglicht vielen Kunden ein Angebot zu machen, für das sie bereit sind, mehr Geld zu zahlen als bei anderen Airlines.
Oder: Wie können wir unsere Produktionsmittel (Flugzeuge, Crews, etc.) kostenoptimal einsetzen?
Oder: Wie schaffen wir es, mit Partnerairlines ein weltweites Angebot für unsere Kunden zu schaffen?

Das unterscheidet doch Lufthansa von Ryanair und nicht wie das Flugzeug von A nach B geflogen wird. Diese Leistung ist nämlich identisch.

Oder eher solche wie "Lasst uns die Seitenleitwerke schwarz anmalen" ?

Ja, das gehört auch dazu!

Ja, sicher, Planung, Marketing und andere Funtionen sind in gewissem Umfang auch notwendig. Aber so wie alle Funktionen um den Flugbetrieb herum bei einer Airline letztlich weitgehend optionale Hilfsfunktionen, die eigenständig eben keinerlei Umsätze generieren würde.

Ich gebe Ihnen ja recht, dass zu große Verwaltung mehr kostet als nützt, aber 20% der Verwaltung beschäftigt sich ausschließlich mit den Crews, damit die 48 Teilzeitmodelle auch alle richtig abgerechnet werden und damit auch jedes Crewmitglied möglichst einmal pro Quartal seine Wunschdestination anfliegen kann - möglichst auch noch mit einer Person seiner Wahl. Das schafft allerdings keinen Mehrwert, da gebe ich Ihnen recht.


Und "mehr Umsatz pro FTE" kann man auch "höhere Preise" nennen, was ja genau das Problem ist, die Sie angeblich mit billigen Piloten lösen möchten.

Sie haben den Vergleich LH mit FR gebracht, dann nennen Sie doch eine bessere Messgröße!

Nein, Sie haben mein Statement aus diesem ca. 1 Jahr alten Thread hervorgekramt :)

Dann lassen wir es bei Umsatz je Verwaltungs FTE.

Die Kosten der LH Cargo vs. AL kann man eigentlich so gar nicht vergleichen, da LH Cargo ein kompletter Betrieb mit Vertrieb, Handling und allem drum und dran ist, während AL einer reiner Flugbetrieb ist, der LHC zur Hälfte gehört.

Aber man kann ja den Teil des Flugbetriebs vergleichen und genau hier interessieren mich die Unterschiede aus Sicht eines Kunden!
Siehe meine Antwort an Contrail55

Daher macht sich das LHC Management hier bewusst intern Konkurrenz um die eigenen Mitarbeiter unter Druck zu setzen.

Völlig richtig! Und man kann sich durchaus fragen, warum das so ist.

Tue ich ...


Ich finde diese ganze bei der LH exzessiv gelebte Strategie des firmeninternen Wettbewerbs unter Mitarbeitern bzw Mitarbeiter gegen externe Dienstleister ehrlich gesagt ziemlich krank.

Um Erpressbarkeit zu entgehen kommt man halt auf die tollsten Gedanken.

Diese "Erpressbarkeit" die ansonsten "Tarifverhandlungen" bzw "Arbeits- und Tarifrecht" genannt werden? Die ist tatsächlich einer der Grundpfeiler des deutschen Modells der sozialen Marktwirtschaft.

Ja, nur wenn es exzessiv ausgelebt wird, versucht man sich dem zu entziehen.

Erinnert mich etwas an die Gladiatorenkämpfe im alten Rom.

Gut bezahlte Piloten mit Menschen, die Tieren zum Fraß vorgeworfen wurden zu vergleichen finde ich unpassend, besser gesagt geschmacklos.

Da haben Sie in Geschichte nicht richtig aufgepasst.
Gladiatoren waren Profis, die teuer ausgebildet wurden und dann gegeneinander angetreten sind. Tatsächlich gehörten sie zu den Spitzenverdienern im alten Rom.

Klar - und das haben die alle freiwillig gemacht.

Das ist gar nicht sooo schlecht vergleichbar - ausser dass der Pilotenjob deutlich ungefährlicher ist :)
Wobei das LH Management diese Methodik ja nicht nur auf Piloten beschränkt. Auslagerung interner Verwaltungs-Prozesse an Dienstleister ist das gleiche Spiel mit anderen Teilnehmern.


Auf den Tribünen sitzt das Management und lässt die Mitarbeiter verschiedener eigener Firmen gegeneinander und gene Mitarbeiter von Dienstleistern antreten.
Dabei wäscht man, wohl um den Zynismus-Level zu maximieren, seine Hände in Unschuld, denn man "ist ja gezwungen", "ökonomisch sinnvolle" Entscheidungen zu treffen.

Vor allen ja auch Wachstum und neue Arbeitsplätze!

Yep, das klappte ja auch vor 2020 bereits hervorragend für die Mitarbeiter ...

Das war jetzt billig. Aber es sei Ihnen gegönnt.

Dabei wurde in vielen Fällen aus einem Betrieb ein Konglomerat von Firmen mit verschiedenen Durchführungsverträgen und Organisationsformen, was massiv die Komplexität und damit die "hidden cost" erhöhte sowie die Flexibilität senkte.

Aber die Erpressbarkeit sinkt.

Und die Kosten steigen :)

Aber nicht so stark wie ohne das Konglomerat :)

Wenn man sich mal die Auslagerungs- und internen Konkurrenz-Exzesse der Personenflugsparte in den letzten Jahren anschaut, bei der diese Sorte "Hunger Games" ja schon länger läuft, dann hat das nicht wirklich gut funktioniert.

Wieso? Wir wissen doch gar nicht, was passiert wäre, hätte die VC das "Monopol" bei allen Piloten des Lufthansa Konzerns. Vielleicht wären die Kosten ja noch viel höher!

Ja, und vielleicht auch nicht.

Eben. Aber welche Motivation sollte das Management denn sonst haben außer der Befürchtung, in die Erpressbarkeit einer kleinen schlagkräftigen Mitarbeitervereinigung zu geraten? Glauben Sie man will Komplexitätskosten schaffen, nicht mit dem Ziel der Gewinnmaximierung sondern mit der Motivation Piloten zu schaden.

Und dieses offenbar nicht funktionierende, komplexe, unflexible und letztenndlich teurere Modell wird jetzt auf die Cargo-Sparte übertragen.

Siehe oben!

Siehe oben!

Wird bestimmt auch wieder so "toll" funktionieren ...

Daher nochmal die Frage: Welchen Vorteil hat der Kunde, wenn das Paket/das Gut/die Ware von einem LCAG Piloten befördert wird?

Aerologic Piloten sind nicht schlechter als die der LHC.

Endlich sagt das mal jemand!

Der Kunde zahlt aber die intern steigende Verwaltungkomplexität des LHC/AL Konglomerats, die internen Grabenkämpfe und die Effekte des miesen Betriebsklimas mit.
Und auch wenn die Piloten rein rechnerisch so im Schnitt billiger werden, heißt das nicht, dass insgesamt gesehen auch die Preise runtergehen können oder der Gewinn gesteigert werden kann.

Es heißt aber auch nicht, dass es nicht doch so ist. Warum sollte man denn sonst so agieren?
Beitrag vom 03.04.2021 - 17:19 Uhr
UserBald-Lokführer
User (538 Beiträge)


Das unterscheidet doch Lufthansa von Ryanair und nicht wie das Flugzeug von A nach B geflogen wird. Diese Leistung ist nämlich identisch.
>
Dann erzählen Sie als Experte uns doch mal von dieser Leistung? Wie sieht die aus im Detail bei Lh und bei Ryanair? Was muss man alles erfüllen in Assessments, diversen Checks, Simulator Sessions etc.
Dazu in Bezug auf die Operation (Europa vs. Weltweit, Longhaul vs Shorthaul, Etops, etc).
So wie sie das schreiben können Sie das ja beurteilen :)


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