Beitrag vom 27.07.2025 - 11:20 Uhr
Und wieder evakuieren die meisten Passagiere mit Handgepäck. Egoistisch und unverantwortlich!
Beitrag vom 27.07.2025 - 13:58 Uhr
Und wieder evakuieren die meisten Passagiere mit Handgepäck. Egoistisch und unverantwortlich!
und die meisten wegen ihres Gepäck das Gleichgewicht verlieren und stürzen.
Deshalb verstehe ich nicht das man es immer noch nicht geschafft hat die Sicherheitsunterweisung den heutigen Gegebenheiten an zu passen..... so in etwa es gibt X Notausgänge auf beiden Seiten, die durch Schilder und Markierung werden sie dahin geleitet. Bei einer Evakuierung ist die Mitnahme von Gepäck verboten.
Achso, dann eine allgemeine Frage, ich hab es mich angewöhnt in Hotels die Karte für Notausgänge an zu schauen und mich grob über die Wege zu den Notausgängen zu informieren. In Flugzeuge zähle ich die Reihen bis zum nächsten Notausgang um auch bei null Sicht den Weg einschätzen zu können. Ich weiß es hört sich etwas Monkhaft an, bin ich da alleine oder was macht ihr so?
Beitrag vom 27.07.2025 - 14:45 Uhr
Und wieder evakuieren die meisten Passagiere mit Handgepäck. Egoistisch und unverantwortlich!
Stimmt schon. Ob das egoistisch ist - schwierig. Ich glaube die wenigsten Passagiere handeln in der Situation rational.
Die Frage ist in der Tat, wie man das zukünftig verhindert. Dafür müsste man wahrscheinlich die Gepäckfächer zentral verriegeln. Worte werden nicht reichen.
Beitrag vom 27.07.2025 - 14:49 Uhr
Es ist eine sehr menschliche Reaktion und jeder, der den Zeigefinger hebt möge sich einmal folgende Frage beantworten:
1. Ich lasse mein Handgepäck im Flugzeug und mein Handy, Portomonaie und Wertsachen werden unter Umständen nicht ersetzt, bzw. ich bin in der Bringschuld für Nachweise usw.
2. Ich nehme die Handtasche, die ich eh auf dem Schoss habe einfach mit.
Am Schreibtisch sagen natürlich alle 2.
Beitrag vom 27.07.2025 - 15:10 Uhr
Es ist eine sehr menschliche Reaktion und jeder, der den Zeigefinger hebt möge sich einmal folgende Frage beantworten:
1. Ich lasse mein Handgepäck im Flugzeug und mein Handy, Portomonaie und Wertsachen werden unter Umständen nicht ersetzt, bzw. ich bin in der Bringschuld für Nachweise usw.
2. Ich nehme die Handtasche, die ich eh auf dem Schoss habe einfach mit.
Am Schreibtisch sagen natürlich alle 2.
Natürlich führen genau diese Überlegungen zu dem Verhalten.
Wenn die Flugzeugkabine brennt, können Sekunden über Leben und schwere Verletzungen entscheiden. Und wenn die Crew die Entscheidung zur Evakuierung trifft, kann ein solches Szenario nicht ausgeschlossen werden. Das Mitnehmen persönlicher Sachen kann den Evakuierungsprozess entscheidend verzögern (vor alkem wenn sich alle in dem Moment gleichzeitig an den Gepäckfächern bedienen) - und genau dafür wurden die Regeln geschrieben, denn wenn es ums Leben geht, sind die Fragestellungen zu 1 und 2 irrelevant.
Manchmal gibt sehr gute Gründe für gewisse Regeln und Verordnungen. Und deswegen ist das im Video gezeigte Verhalten - so verständlich es aus persönlicher Sicht sein mag - ein Verstoß gegen die geltenden Regeln, die die Crew for jedem Start ansagt und daher auch jeder kennt.
Die Frage ist in der Tat, wie man das zukünftig verhindert. Dafür müsste man wahrscheinlich die Gepäckfächer zentral verriegeln. Worte werden nicht reichen.
Das zentrale Verschließen der Gepäckfächer im Falle der Evakuierungsentscheidung bleibt wahrscheinlich dann der einzige Weg, mögliche Evakuierungshemmnisse zu vermeiden. Sowas müsste dann behördlich angeordnet werden, weil einzelne Fluggesellschaften dann nicht von sich aus umsetzen würde - aus Angst vor Passagierverlusten.
Beitrag vom 27.07.2025 - 16:29 Uhr
An sich sollte man sich umgehend zum Ausgang - gem.- Anweisungen - begeben.
Aber weshalb nehmen die Pax doch etwas mit und was nehmen sie mit?
Alle Ausweise und Dokumente im Flieger lassen? Wie sicher sind sie im Flieger?
Wann soll man die festen Schuhe aus- bzw. anziehen? Wann kann man die Dokumente verstauen bzw. wieder an sich nehmen?
Wie lange dauert, es bis Pass, Perso... wiederbeschafft sind?
Welche Kosten übernimmt die Fluggesellschaft.....
Die oft grenzwertige "Behandlung" von Flugausfällen etc. ist nicht unbedingt vertauenserweckend.
Da schreiten dann viele lieber selbst zur Tat und lassen einigen den Vortritt!
Dieser Beitrag wurde am 27.07.2025 16:30 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.07.2025 - 16:39 Uhr
Es ist eine sehr menschliche Reaktion und jeder, der den Zeigefinger hebt möge sich einmal folgende Frage beantworten:
1. Ich lasse mein Handgepäck im Flugzeug und mein Handy, Portomonaie und Wertsachen werden unter Umständen nicht ersetzt, bzw. ich bin in der Bringschuld für Nachweise usw.
2. Ich nehme die Handtasche, die ich eh auf dem Schoss habe einfach mit.
Am Schreibtisch sagen natürlich alle 2.
Einfach mal vorher einen Kopf machen. Bei Start und Landung Portemonnaie in die hintere Hosentasche, Handy rechte Hosentasche, wichtige Schlüssel linke. Falls Pass dabei, den in die Brusttasche. Dann hat man alles dabei, wenn es drauf ankommt.
Beitrag vom 27.07.2025 - 16:59 Uhr
Es tut mir leid, aber ich finde diese 'verständnisvollen' Kommentare, für
die Gepäckmitnehmer, völlig daneben.
Schauen Sie sich doch bitte das Video nochmals an und achten auf die teilweise enormen Zeitabstände zwischen den rutschtenden PAXen. Und nun stellen Sie sich bitte vor nicht nur ein Reifen brennt, sondern der Flieger hat schon Feuer gefangen (ich glaube nicht das die Anweisung zur Evakuierung mit dem Hinweis kam 'Lassen Sie sich Zeit, es brennt nur ein Reifen'); da zählt jede Sekunde!
So ein egoistisches Verhalten gefährdet Menschenleben und gehört m.E. bestraft. Jedes Verständnis ist da völlig fehl am Platz.
Beitrag vom 27.07.2025 - 17:23 Uhr
Es tut mir leid, aber ich finde diese 'verständnisvollen' Kommentare, für
die Gepäckmitnehmer, völlig daneben.
Schauen Sie sich doch bitte das Video nochmals an und achten auf die teilweise enormen Zeitabstände zwischen den rutschtenden PAXen. Und nun stellen Sie sich bitte vor nicht nur ein Reifen brennt, sondern der Flieger hat schon Feuer gefangen (ich glaube nicht das die Anweisung zur Evakuierung mit dem Hinweis kam 'Lassen Sie sich Zeit, es brennt nur ein Reifen'); da zählt jede Sekunde!
So ein egoistisches Verhalten gefährdet Menschenleben und gehört m.E. bestraft. Jedes Verständnis ist da völlig fehl am Platz.
Ich stimme teilweise zu. Schauen Sie sich das Video bitte noch einmal an. Bei den meisten Fällen, wo eine längere Pause vor dem Rutschen ist, sieht man ganz klar, dass das teilweise Leute mit 2 Kindern auf dem Arm sind. Allein das wird schon die Verzögerung erklären. Am Anfang ist klar zu sehen, dass es auch durchaus Leute gibt, die schnell mit Handgepäck hintereinander rutschen.
Wo ich zustimme: Warum gerade die, die dann eh schon Kinder dabei haben, auch noch so viel Gepäck dabei haben, das ist für ich unverständlich. Allerdings habe ich auch keine Kinder, vielleicht ist das irgendwo auch "menschlich", dass man alles was man für die Kinder braucht da mitnimmt.
Ja, es sollte nicht sein, aber ich finde es auch vermessen hier vorm Laptop über irgendwen da zu Urteilen. Ich war, und ich vermute, dass trifft auf die meisten hier zu, noch nicht in so einer Lage und kann gar nicht sagen, was in so einer Situation in einem vorgeht und zu welchen Aktionen man da greift. Das ist eine Notsituation, da reagiert der Mensch gerne mal anders als rational.
Von daher finde ich die Fragen nach dem "Wie kann man das in Zukunft verhindern", angebrachter als eine generelle Verurteilung von irgendwem in einer Situation, in der wir gar nicht dabei waren.
Beitrag vom 27.07.2025 - 21:24 Uhr
Wo ich zustimme: Warum gerade die, die dann eh schon Kinder dabei haben, auch noch so viel Gepäck dabei haben, das ist für ich unverständlich. Allerdings habe ich auch keine Kinder, vielleicht ist das irgendwo auch "menschlich", dass man alles was man für die Kinder braucht da mitnimmt.
Dass man als Passagier sich um die Sicherheit der eigenen Kinder kümmert, ist nicht nur menschlich, sondern auch elterliche Pflicht. Das betrifft aber ausschließlich die Kinder an sich, aber nicht das gesamte Pflege- und Unterhaltungsprogramm, was gerade für Babys und Kleinkinder enorm umfangreich ausfallen kann.
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Ja, es sollte nicht sein, aber ich finde es auch vermessen hier vorm Laptop über irgendwen da zu Urteilen. Ich war, und ich vermute, dass trifft auf die meisten hier zu, noch nicht in so einer Lage und kann gar nicht sagen, was in so einer Situation in einem vorgeht und zu welchen Aktionen man da greift. Das ist eine Notsituation, da reagiert der Mensch gerne mal anders als rational.
Die Sachlage ist in diesem Fall klar und eindeutig: im Falle der Evakuierung bleiben alle persönlichen Gegenstände im Flugzeug. Alleine die Rettungsweste ist nach Aufforderung anzuziehen und verlässt dann mitsamt dem Träger das Flugzeug. Gerade weil in einer Notsituation emotionale und damit irrationale Handlungen sehr schnell passieren, ist die Gefahr des dadurch verursachten Chaos und letztendlich nicht rettbaren Menschen enorm. So sehr emotionale Handlungen verständlich und nachvollziehbar sind, werden diese Handlungen durch dieses Verständnis n i c h t legitimiert. Und legal sind sie von vornherein nicht, da den Anweisungen der Crew mit Punkt und Komma Folge zu leisten ist. Und diese Feststellung kann man m.E. egal von irgendwoher machen. Das für mich einzig bzgl. "Laptop-Beurteilung" Bedeutsame ist, dass man sich im Realfall auch genauso verhält wie man das Verhalten hier in Frage stellt.
Von daher finde ich die Fragen nach dem "Wie kann man das in Zukunft verhindern", angebrachter als eine generelle Verurteilung von irgendwem in einer Situation, in der wir gar nicht dabei waren.
Das ist sicherlich richtig, gerade im Hinblick darauf, das wie dargestellt das Verhalten bzgl. Des Gepäcks eindeutig regelwidrig ist und dieses Faktum auch keinen Interpretationsspielraum lässt.
Einfach mal vorher einen Kopf machen. Bei Start und Landung Portemonnaie in die hintere Hosentasche, Handy rechte Hosentasche, wichtige Schlüssel linke. Falls Pass dabei, den in die Brusttasche. Dann hat man alles dabei, wenn es drauf ankommt.
Ganz genau. Auch wenn es draußen warm ist, ziehe ich nicht nur deswegen mindestens immer eine dünne Strick- oder Flanelljacke oder bei Geschäftsreisen ein Sakko an, weil es im Flieger wegen der Aircon immer recht kühl ist. Und darin verstaue ich prima alle Prio1-Dinge wie Papiere, Zahlungsmittel und Zugangsberechtigungen (Schlüssel, etc.). Bei Langstreckenflügen wandert die Jacke nach dem Start an die Seite oder in das Gepäckfach. Bei kurzen Flügen bleibt sie manchmal auch an. Etwa 30 min. vor der Landung, kurz vor der Aktivierung der Anschnallzeichen, ziehe ich die Jacke dann wieder an. Im Evakierungsfall müsste ich mir so keinen Kopf um irgendwelches Gepäck oder Taschen machen.
Dieser Beitrag wurde am 27.07.2025 21:26 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.07.2025 - 23:40 Uhr
Ja vorm Rechner sitzend denke ich auch, dass ich mich genau so verhalte. Aber was solls, man kann nicht von jedem selbstreflektiertes Verhalten erwarten.
Beitrag vom 28.07.2025 - 00:15 Uhr
Schade, dass die meisten Airlines das nicht gut in ihren Sicherheitsvideos thematisieren. Ich habe hier mehrfach gelesen, das man sich nach der Evakuierung mit der Airline über das zurückgelassene persönliche Habe streiten müsse. Das finde ich ein wenig bizar. Entweder der Flieger wurde rechtzeitig gelöscht, dann wird die Airline sicherlich alles dafür tun, das Eigentum zurück zu geben. Oder der Flieger brennt aus, dann wird es der Airline auch egal sein, ob noch 3,50€ mehr im Geldbeutel war oder nicht.
Ich mache es aber auch so, dass ich Ausweisdokumente in der Hose habe und Mobilfunkgeräte im Zweifel im Netz des Vordersitzes. Alles andere lässt sich nachbeschaffen - egal wie lange das dauert.
Was die Frage von "Daniel Boone" angeht wegen Zählen von Reihen bis zum Notausgang bzw. in Hotels bis zum Treppenhaus/Notausgang - das hat nichts mir Monk zu tun. Im Jahre 1990 gab es einen Brand auf der Fähre Scandinavian Star. Viele Menschen an Bord haben das Unglück wegen Rauchvergiftung nicht überlebt. Begünstigend zu der Tragödie war neben anderen Umständen auch, dass Decks und Gänge Sackgassen hatten, wodurch es im dichten Rauch zu Orientierungslosigkeit kam. Sowas ist vermeidbar, in dem ich mir mal für einen Moment umschaue bzw. die Fluchtwege prüfe.
Beitrag vom 28.07.2025 - 01:14 Uhr
Ich bin nach wie vor der Meinung das bei dem Unfall in Haneda mit einer westlichen Airline und westlichen Passagieren mindestens die Hälfte verbrannt wäre.
Beitrag vom 28.07.2025 - 01:36 Uhr
Ich bin nach wie vor der Meinung das bei dem Unfall in Haneda mit einer westlichen Airline und westlichen Passagieren mindestens die Hälfte verbrannt wäre.
Naja - laut Unfalluntersuchungsberichten sind die meisten Passagiere 7 Minuten nach dem Zusammenstoß. Der Kapitän ist die ganze Kabine abgelaufen (und wird sicherlich auch den einen oder anderen Hindernis begegnet sein) und hat noch vereinzelte Passagiere gefunden und raus geschickt. Der Pilot hat den Berichten zu Folge 18 Minuten nach der Kollision die Maschine verlassen. Ich kann alleine deshalb Deine These nicht teilen. Es hätte vielleicht 9 statt 7 Minuten gedauert, aber in diesem Fall wäre diese Zeit auch vorhanden gewesen.
Ich gebe Dir aber Recht, es gab schon Zwischenfälle bei denen die Zeit nicht gereicht hätte.
Beitrag vom 28.07.2025 - 06:11 Uhr
Mit dem Faktor 'normale Passagiere' dürften die 90 sec. in der realen Praxis nur Theorie sein:
https://www.aerotelegraph.com/wissen/evakuierung-in-90-sekunden-warum-eigentlich/gd9d77x
Oder gibt es dazu andere Erkenntnisse?