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Beitrag vom 09.03.2025 - 08:21 Uhr
UserAtze
User (89 Beiträge)
Mal wieder ein hochasozialer Move der Verdi - es trifft nur und ausschliesslich die Passagiere (und Airlines). Das hat auch nichts mehr mit Arbeitskampf zu tun.
Beitrag vom 09.03.2025 - 08:52 Uhr
UserA320Fam
User (2197 Beiträge)
GAAANZ schlauer Kommentar. Wen bitte sollte es denn sonst treffen?
Beitrag vom 09.03.2025 - 09:24 Uhr
UserOggy
User (85 Beiträge)
GAAANZ schlauer Kommentar. Wen bitte sollte es denn sonst treffen?

Ich persönlich finde es auch â??asozialâ??. Die Mehrheit der Reisenden wird selber Angestelltenstatus haben. Der lang ersehnte und m.E. wohl verdiente Urlaub geht flöten oder andererseits können Termine nicht wahrgenommen werden. Es wird sich in diesem Land kaputt gestreikt. Man muss sich nicht wundern wenn Unternehmen abwandern. Es ist unterm Strich einfach unattraktiv. Aus diversen Gründen. Punkt.

Ich bin selbst Arbeitnehmer. Aber was Gewerkschaften in Deutschland treiben ist nicht verhältnismäßig. Das gern gebrachte Beispiel in Japan ist eine Alternative. Die Leute können Reisen, werden aber nicht kontrolliert. Die Leidtragenden sind die Bahnunternehmen.

Oder ein Bummelstreik. Es gibt immer Alternativen. Aber Verdi, VC, GdL müssen immer gleich die Keule auspacken. Und deswegen ist es asozial, weil es die trifft die es nicht treffen sollte. Und man brauch sich nicht der Illusion hingeben, dass die Gesellschaft nun empört ist und für alle mehr Lohn fordert. Der Streik hinterlässt Chaos und Schaden, ändern wird sich trotzdem nichts. Die Tarifverhandlungen müssten grundsätzlich andere geführt werden, sodass kein Streik notwendig wird. Und dafür sind beide Seiten verantwortlich.
Beitrag vom 09.03.2025 - 09:50 Uhr
UserFW 190
User (2324 Beiträge)
Was Verdi da macht ist in keinem Verhältnis mehr. In Hamburg haben gestern die Frühjahrsferien begonnen, somit trifft es diesmal besonders viele Urlauber. Vielleicht sogar Menschen, die lange für diesen einen Urlaubsflug gespart haben. Vor allem kommen die Urlauber ja einen Tag später auch noch nicht in den Urlaub, weil Montag auch noch gestreikt wird.
Da es um den öffentlichen Dienst geht, kann Verdi doch die städtischen Verwaltungen Monate lang bestreiken, dies trifft wenigstens Punktgenau die Arbeitgeber am Verhandlungstisch.
So trifft es nur sehr viele unbeteiligte Unternehmen. Die Fluggesellschaften z.B. sind gar nicht Bestandteil der Verhandlungen, haben aber extrem unter dem Streik zu leiden.

Wenn bei VW gestreikt wird, fallen ein paar Schichten aus und es werden keine Autos gebaut, das trifft genau den einen Arbeitgeber Volkswagen und nicht irgendwelche unbeteiligten Unternehmen. Der Autokäufer muss dann vielleicht zwei Tage länger auf sein Fahrzeug warten, aber die Lieferung wird ja sowieso nur für einen bestimmten Monat angekündigt und nicht Tag genau.
Beitrag vom 09.03.2025 - 11:18 Uhr
UserViri
User (1505 Beiträge)

Ich bin selbst Arbeitnehmer. Aber was Gewerkschaften in Deutschland treiben ist nicht verhältnismäßig. Das gern gebrachte Beispiel in Japan ist eine Alternative. Die Leute können Reisen, werden aber nicht kontrolliert. Die Leidtragenden sind die Bahnunternehmen.

Und wie stellen Sie sich das im Luftverkehr vor? Die Tickets sind alle teils lange im voraus bezahlt.


Oder ein Bummelstreik. Es gibt immer Alternativen.

Benennen Sie die doch mal. Hier ist man immer schnell mit Forderungen, aber wenn die mal kritisch hinterfragt, ist man da ganz schnell ganz still
Beitrag vom 09.03.2025 - 11:20 Uhr
UserViri
User (1505 Beiträge)

Wenn bei VW gestreikt wird, fallen ein paar Schichten aus und es werden keine Autos gebaut, das trifft genau den einen Arbeitgeber Volkswagen und nicht irgendwelche unbeteiligten Unternehmen. Der Autokäufer muss dann vielleicht zwei Tage länger auf sein Fahrzeug warten, aber die Lieferung wird ja sowieso nur für einen bestimmten Monat angekündigt und nicht Tag genau.

Nur reden wir hier von einer komplett unterschiedlichen Branche. Wie stellen Sie sich denn konkret vor, dass die Bodenmitarbeiter ihre Forderungen durchsetzen können, wenn sie dafür nicht streiken können?
Beitrag vom 09.03.2025 - 11:30 Uhr
UserAtze
User (89 Beiträge)
GAAANZ schlauer Kommentar. Wen bitte sollte es denn sonst treffen?
Offensichtlich überfordert sie das - ich lass das einfach mal so stehen.
Beitrag vom 09.03.2025 - 11:34 Uhr
UserSpheniscidae
User (506 Beiträge)
GAAANZ schlauer Kommentar. Wen bitte sollte es denn sonst treffen?
Offensichtlich überfordert sie das - ich lass das einfach mal so stehen.

Ã?berfordern nicht, aber ich kann mir auch nicht vorstellen wen man sonst treffen sollte.
Beitrag vom 09.03.2025 - 11:41 Uhr
UserEricM
User (6924 Beiträge)
Ich bin selbst Arbeitnehmer.

Dann profitieren Sie persönlich von jedem Streik in der Vergangenheit, der Tarife erhöht, Arbeitsbedingungen und Arbeitssicherheit verbessert und Arbeitszeiten verkürzt hat, selbst wenn Sie selbst in keiner Gewerkschaft waren oder sind.

Und auch diese Streiks wurden stets als unverhälnismäßig, überzogen, größenwahnsinnig und was weiß ich noch alles bezeichnet, das gehört zur Show dazu.

Deutschland hat aber stets an der Tarifautonomie festgehalten, mit einem ich denke hervorragenden gesellschaftlichen Ergebnis.

Wie es anders laufen kann sieht man in UK. Da wurden in den 80ern in einer Konfrontation Staat gegen Gewerkschaften im großen Stil Gewerkschaften zerschlagen, wegen - kaum überraschend - "unverhältnismäßiger" Forderungen.
Mit dem Effekt, dass die klassische Arbeiterklasse in UK auch heute, 40 Jahre später, noch eine wirtschaftlich deutlich marginalisiertere Gruppe als in DE ist, die vielfach in Arbeiter-Vierteln zusammengepfercht wohnen und vergleichsweise geringe soziale Aufstiegsmöglichkeit haben.

Vergleichen Sie das mal mit dem relativen Wohlstand eines deutschen Facharbeiters.

Dieser Beitrag wurde am 09.03.2025 11:48 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.03.2025 - 12:42 Uhr
User4UPilot
User (454 Beiträge)
Super, Ferienbeginn in HH und keiner kommt weg.
Beitrag vom 09.03.2025 - 13:06 Uhr
Usercontrail55
User (5963 Beiträge)
Ich bin selbst Arbeitnehmer.

Dann profitieren Sie persönlich von jedem Streik in der Vergangenheit, der Tarife erhöht, Arbeitsbedingungen und Arbeitssicherheit verbessert und Arbeitszeiten verkürzt hat, selbst wenn Sie selbst in keiner Gewerkschaft waren oder sind.
Sicher hat man das, sagt aber nichts darüber aus ob so wirklich gut ist oder ob es langsam das Problem wird.

Und auch diese Streiks wurden stets als unverhälnismäßig, überzogen, größenwahnsinnig und was weiß ich noch alles bezeichnet, das gehört zur Show dazu.

Deutschland hat aber stets an der Tarifautonomie festgehalten, mit einem ich denke hervorragenden gesellschaftlichen Ergebnis.
Manche sagen so, manche sagen so. Diese Vollversorgung durch die GW macht natürlich auch ein Stück weit träge und man versinkt im warmen Nest der TV. Das geht so weit, das man handlungsunfähig wird. Gut zu beobachten am aktellen Wählerverhalten der letzen Wahlen (USA und hier). Ich kümmere mich nicht selbst, habe ich ja verlernt, sondern beauftrage jemanden, der das für erledigt. Egal wie verrückt das Angebot sein mag.
Wie es anders laufen kann sieht man in UK. Da wurden in den 80ern in einer Konfrontation Staat gegen Gewerkschaften im großen Stil Gewerkschaften zerschlagen, wegen - kaum überraschend - "unverhältnismäßiger" Forderungen.
Ich bin mir nicht sicher, ob UK da als passendes Beispiel passt. GB war stark engagiert in der Schwerindustrie - Kohle, Stahl, Schiffsbau. Deren Ende konnte nicht so einfach kompensiert werden. Hier waren ein Großteil der Arbeiterklasse beschäftigt und stark organisiert. Wenn man so will, auch entsprechend letargisch. Die GW haben versucht zu retten, was zu retten ist, hatten aber selbst keine Transformationskonzepte.
Mit dem Effekt, dass die klassische Arbeiterklasse in UK auch heute, 40 Jahre später, noch eine wirtschaftlich deutlich marginalisiertere Gruppe als in DE ist, die vielfach in Arbeiter-Vierteln zusammengepfercht wohnen und vergleichsweise geringe soziale Aufstiegsmöglichkeit haben.
Auf diesem Weg sind wir aber auch. Die Arbeitsmarktrefom Anfang des Jahrhunderts hat zu einer massiven Verlagerung zu Niediglohnjobs geführt. Die GW haben dafür auch keine Vision oder Lösung. Im Moment werden überwiegend die bedient, die Jobs haben. Dagegen wehren sich die Firmen sehr kreativ, wie ja aktuell gut in uns nahestehenden Unternehmen ztuz beobachten ist.
Ã?ber die (nicht)Zukunft der GW gibt es gute Analysen bei der Friedrich-Ebert-Stiftung und anderen.
Vergleichen Sie das mal mit dem relativen Wohlstand eines deutschen Facharbeiters.
Die Facharbeiter nehmen aber ab und die Zahkl der Anlern-/Einarbeitungsstellen nimmt zu. In diesen Jobs sind die GW traditionell eher schwach vertreten. Das zwingt sie jetzt dazu, mit radikalem Handeln Präsenz zu zeigen. Dieser Druck zwingt wiederum die Industrie dazu, innovativ zu sein und das zu umgehen. Ein Blick in die Supermärkte, Hotels, Flughäfen,... zeigt, immer schneller immer mehr Automation. Weniger Menschen werden gebraucht.
Ich bleibe dabei, zu wenig Vision und ein Leben im Hier und Jetzt. Da gleichen sich die GW und die Gen Z aufällig stark.
Beitrag vom 09.03.2025 - 13:13 Uhr
Usermuckster
User (563 Beiträge)
@EricM

Dann profitieren Sie persönlich von jedem Streik in der Vergangenheit, der Tarife erhöht, Arbeitsbedingungen und Arbeitssicherheit verbessert und Arbeitszeiten verkürzt hat, selbst wenn Sie selbst in keiner Gewerkschaft waren oder sind.

Und auch diese Streiks wurden stets als unverhälnismäßig, überzogen, größenwahnsinnig und was weiß ich noch alles bezeichnet, das gehört zur Show dazu.

Ihnen dürfte klar sein, dass Sie damit noch nicht belegt haben, dass *dieser* Streik fair und verhältnismäßig ist. Selbst wenn jeder bisherige Streik zu Unrecht kritisiert wurde, kann dieser dennoch zu Recht kritisiert werden.

Verdi beruft sich darauf, dass der Verzicht auf eine Vorwarnung nötig war, um das Organisieren von Streikbrechern zu verhindern und wirtschaftlichen Schaden als Verhandlungsmasse zu generieren. Das ist jedoch Blödsinn.

In Zeiten des Fachkräftemangels hat kein Unternehmen mehr die Personaldecke, um einen auch nur halbwegs reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, wenn selbst nur ein verhältnismäßig geringer Teil der Arbeitnehmer in den Ausstand geht. Jeder Streik kostet Geld, ist ein wirtschaftlicher und Reputationsschaden, auch bei drei Tagen Vorwarnzeit.

Was Verdi hier macht, ist nicht integer. Die Gewerkschaft geht mit Absicht Otto Normalverbraucher an den Geldbeutel, um diese "Schaut, wozu man mich zwingt"-Hollywood-Bösewicht-Show abzuziehen.

Es ist eine blanke Lüge, dass Streikende auf die Solidarität der �ffentlichkeit hoffen. Eine verständnisvolle, duldsame �ffentlichkeit bringt den Streikenden gar nichts. Nur eine wütende �ffentlichkeit taugt als Verhandlungsmasse. Denn nur ein wirklich wütender Kunde ist einer, der zeitweise oder dauerhaft abzuspringen droht.

Wie viele Hamburger, die jetzt in ihren wohlverdienten Urlaub fliegen wollten, werden wohl nächstes Jahr um diese Zeit denken: "Scheiße, bevor ich mir das noch mal antue, fahr ich lieber mit dem Auto an die Nordsee"?

Dieser Streik ist asozial.

Dieser Beitrag wurde am 09.03.2025 13:14 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.03.2025 - 13:55 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1321 Beiträge)
Super, Ferienbeginn in HH und keiner kommt weg.
Ach Gott, als ob es keine anderen Verkehrsmittel gäbe als Flieger! Die Bahn fährt und die Autobahnen sind auch -mehr oder minder - verfügbar. Und Urlaub kann man auch ohne Flug machen.
Beitrag vom 09.03.2025 - 14:02 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1321 Beiträge)

In Zeiten des Fachkräftemangels hat kein Unternehmen mehr die Personaldecke, um einen auch nur halbwegs reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, wenn selbst nur ein verhältnismäßig geringer Teil der Arbeitnehmer in den Ausstand geht. Jeder Streik kostet Geld, ist ein wirtschaftlicher und Reputationsschaden, auch bei drei Tagen Vorwarnzeit.
Gerade der Fachkräftemangel ist eigentlich ein gute Argument "pro Streik", denn nur wenn entsprechend bezahlt wird, finden sich auch Menschen, die sich zu Fachkräften ausbilden lassen.

Was Verdi hier macht, ist nicht integer. Die Gewerkschaft geht mit Absicht Otto Normalverbraucher an den Geldbeutel, um diese "Schaut, wozu man mich zwingt"-Hollywood-Bösewicht-Show abzuziehen.
Auf welche Weise und wie sollten die Mitarbeiter sonst streiken? Bei Dienstleistungen trifft es immer die direkt die Kunden.

Es ist eine blanke Lüge, dass Streikende auf die Solidarität der �ffentlichkeit hoffen. Eine verständnisvolle, duldsame �ffentlichkeit bringt den Streikenden gar nichts. Nur eine wütende �ffentlichkeit taugt als Verhandlungsmasse. Denn nur ein wirklich wütender Kunde ist einer, der zeitweise oder dauerhaft abzuspringen droht.
Auch nur eine weiteres Zeichen für die Entsolidarisierung der Gesellschaft. Immer nur "Ich-Ich-Ich".
Wie viele Hamburger, die jetzt in ihren wohlverdienten Urlaub fliegen wollten, werden wohl nächstes Jahr um diese Zeit denken: "Scheiße, bevor ich mir das noch mal antue, fahr ich lieber mit dem Auto an die Nordsee"?
Wäre das wirklich ein großer Nachteil? Stärkt in Binnenwirtschaft!

Dieser Streik ist asozial.
Kein Streik ist asozial. Asozial sind nur diejenigen, die sich ohne Rücksicht auf andere so richtig bereichern.

Dieser Beitrag wurde am 09.03.2025 14:05 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.03.2025 - 14:03 Uhr
UserEin Leser dieser..
... Seite
User (833 Beiträge)
Super, Ferienbeginn in HH und keiner kommt weg.
Ach Gott, als ob es keine anderen Verkehrsmittel gäbe als Flieger! Die Bahn fährt und die Autobahnen sind auch -mehr oder minder - verfügbar. Und Urlaub kann man auch ohne Flug machen.

Kann man. Aber die wenigsten haben ihren Urlaub erst nach der Streikankündigung gebucht.
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