Beitrag vom 23.09.2026 - 11:53 Uhr
Man könnte das auch als Erpressung (Ausnutzung der Marktmacht) bezeichnen.
(Und jetzt dürfen gerne wieder die üblichen über mich herfallen... ;))
Beitrag vom 23.09.2026 - 12:01 Uhr
Die Lufthansa-Argumentation greift zu kurz. Dass eine gute internationale Anbindung für Unternehmen wichtig ist, steht außer Frage. Daraus folgt aber nicht, dass der Staat wirtschaftlich nicht mehr tragfähige innerdeutsche Flugverbindungen subventionieren sollte.
Lufthansa selbst beschreibt ihre Zubringer als Mischkalkulation: Die Kurzstrecke muss sich nicht allein rechnen, sondern wird durch die Langstrecke mitfinanziert. Wenn dieses Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert, stellt sich die Frage, warum ausgerechnet der Steuerzahler die Differenz ausgleichen soll.
Zumal es gerade bei innerdeutschen Verbindungen Alternativen gibt. Eine schnelle und zuverlässige Bahnverbindung zu einem internationalen Drehkreuz kann denselben Zweck erfüllen – mit deutlich geringeren Klimabelastungen. Wenn öffentliche Mittel zur Verbesserung der Erreichbarkeit eingesetzt werden sollen, wäre es daher sinnvoller, diese in leistungsfähige Schienenverbindungen zu investieren, statt Kurzstreckenflüge künstlich am Leben zu halten.
Auch der Verweis auf andere EU-Staaten überzeugt nicht. Dass Frankreich, Spanien oder Griechenland Flugstrecken über sogenannte PSO-Verbindungen unterstützen, ist kein Beleg dafür, dass dies auch in Deutschland sinnvoll ist. Entscheidend muss der konkrete gesellschaftliche Nutzen einer Strecke sein – nicht die Frage, ob man sie irgendwie subventionieren kann.
Natürlich kann es Ausnahmefälle geben, in denen eine öffentliche Unterstützung gerechtfertigt ist, etwa bei fehlenden Alternativen und besonderer Bedeutung für eine Region. Dann sollte sie aber transparent, befristet und an klare Kriterien geknüpft sein.
Internationale Erreichbarkeit ist wichtig. Aber daraus darf kein Anspruch der Lufthansa entstehen, dass die öffentliche Hand ihr Zubringernetz absichert. Wenn der Staat Geld in Verkehrsinfrastruktur investiert, sollte er vor allem dafür sorgen, dass Menschen und Unternehmen zuverlässig, wirtschaftlich und möglichst klimaverträglich ans Ziel kommen – und nicht dafür, dass jede bisherige Flugverbindung erhalten bleibt.
Beitrag vom 23.09.2026 - 12:13 Uhr
Unsere Strategie geht gut auf - darum brauchen wir staatliche Subventionen.
Beitrag vom 23.09.2026 - 12:17 Uhr
Das ist eigentlich ziemlich frech von Lufthansa.
Wir sprechen hier über einen Konzern mit über 800 Flugzeugen.
In Deutschland hat die Lufthansa keinerlei nennenswerte Konkurrenz außer der DB.
Das einzige Problem der LH ist, dass sie mit zwei Drehkreuzen im Süden Westdeutschlands geographisch sehr schlecht aufgestellt ist, um Nord- und Ostdeutschland abzudecken, außer eben mit relativ teuren und langen Zubringerflügen.
Das muss eine Airline-Gruppe dieser Größenordnung ohne Subventionen hinbekommen.
Beitrag vom 23.09.2026 - 12:32 Uhr
Da stellt sich mir die Frage warum dann nicht die Preise angehoben werden um die Verbindung wirtschaftlich zu betreiben. Kunden bleiben aus? Dann braucht es die Verbindung aus wirtschaftlicher Sicht nicht.
Wenn Lufthansa Geld bekommt, dann auch Condor um einen fairen Wettbewerb zu haben?
Warum sollte der Steuerzahler für den Gewinn oder die Kundenbindung der Lufthansa bezahlen? Wenn Lufthansa es nicht schafft und es wirtschaftlich ist, dann fliegt eben jemand anderes.
Siehe NUE dort ist auch KLM und AF.
Beitrag vom 23.09.2026 - 12:38 Uhr
Das muss eine Airline-Gruppe dieser Größenordnung ohne Subventionen hinbekommen.
Muss sie nicht, das ist ja das Problem von Bremen.
Beitrag vom 23.09.2026 - 12:45 Uhr
Ich versteh grad die Diskussion nicht.
LH sagt Strecke wirtschaftlich unrentabel und stellt diese ein. Jetzt 'jammert' die Region. Nun macht LH einen Vorschlag. Muss ja nicht umgesetzt werden...dann gibt's aber auch keine bzw. weniger Anbindung.
Also worüber redet ihr hier?
Beitrag vom 23.09.2026 - 12:48 Uhr
Stimmt, die Diskussion geht ja komplett am Thema vorbei. Nicht die LH klagt das sie die nicht rentablen Strecken einstellt, was wohl jeder Geschäftsmann so machen würde, sondern die Regionen wollen das geflogen wird. Wenn das um jeden Preis passieren soll dann müssen sie auch einen Beitrag dazu leisten. Und nicht Mal dann funktioniert es, wie man aus den Beispielen in Paderborn oder auch Klagenfurt gesehen hat. Der Bedarf ist einfach nicht so groß wie das Ego jeder Kleinstadt mit Flughafen.
Beitrag vom 23.09.2026 - 12:50 Uhr
Ich versteh grad die Diskussion nicht.
LH sagt Strecke wirtschaftlich unrentabel und stellt diese ein. Jetzt 'jammert' die Region. Nun macht LH einen Vorschlag. Muss ja nicht umgesetzt werden...dann gibt's aber auch keine bzw. weniger Anbindung.
Also worüber redet ihr hier?
Das ist doch eindeutig "Erpressung"! Steht doch weiter oben. "Ein Angebot, dass man nicht ablehnen kann !":)
Beitrag vom 23.09.2026 - 12:52 Uhr
Das muss eine Airline-Gruppe dieser Größenordnung ohne Subventionen hinbekommen.
Muss sie nicht, das ist ja das Problem von Bremen.
Sehe ich auch so. Markt regelt.
Da die LH gerade ihr kleineres Gerät verscherbelt, möchte sie offenbar weniger genutzte Strecken nicht mehr anbieten.
Wenn es den Passagieren einen höheren Preis wert ist, von Bremen eingesammelt zu werden, wird ein Konkurrent Strecken anbieten, wenn nicht, reicht vermutlich HAM als Anbindung der Region Bremen, das selbst mit der Bahn nur ca. 1h entfernt ist...
Dieser Beitrag wurde am 23.09.2026 12:55 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 23.09.2026 - 13:34 Uhr
Stimmt, die Diskussion geht ja komplett am Thema vorbei. Nicht die LH klagt das sie die nicht rentablen Strecken einstellt, was wohl jeder Geschäftsmann so machen würde, sondern die Regionen wollen das geflogen wird. Wenn das um jeden Preis passieren soll dann müssen sie auch einen Beitrag dazu leisten. Und nicht Mal dann funktioniert es, wie man aus den Beispielen in Paderborn oder auch Klagenfurt gesehen hat. Der Bedarf ist einfach nicht so groß wie das Ego jeder Kleinstadt mit Flughafen.
So sieht es aus, die Regionen wollen die Verbidnung und viele Unternehmen vor Ort braeuchten auch sie eigentlich auch, aber bezahlen will man die wahren Kosten der Anbindung eben auch nicht....
Das passende Fluggeraet ist ein Thema, aber wir haben auch gesehen, dass z.B.CL mit CRJ keine Option hinsichtlich der Kosten ist. Ggf. braeuchte man einen TurboProb, aber auch hier gibt es Kosten, siehe SkyHub PAD.
Beitrag vom 23.09.2026 - 13:35 Uhr
Ich versteh grad die Diskussion nicht.
LH sagt Strecke wirtschaftlich unrentabel und stellt diese ein. Jetzt 'jammert' die Region. Nun macht LH einen Vorschlag. Muss ja nicht umgesetzt werden...dann gibt's aber auch keine bzw. weniger Anbindung.
Das stimmt so nicht ganz.
Im Artikel der hier diskutiert wird geht es nur am Rande um die Verbindung BRE - FRA.
LH möchte wohl eine Diskussion darüber in Gang bringen, das Ihre gesamten Zubringer von Airports in DE nach/von FRA und MUC subventioniert werden.
Insofern könnte man die Streichung BRE - FRA in anderem Licht sehen: man hat die 'Folterwerkzeuge auf den Tisch gelegt'.
Also worüber redet ihr hier?
Genau darüber was passieren kann, wenn es ein Monopol gibt.
Beitrag vom 23.09.2026 - 13:39 Uhr
Die Lufthansa-Argumentation greift zu kurz. Dass eine gute internationale Anbindung für Unternehmen wichtig ist, steht außer Frage. Daraus folgt aber nicht, dass der Staat wirtschaftlich nicht mehr tragfähige innerdeutsche Flugverbindungen subventionieren sollte.
Lufthansa selbst beschreibt ihre Zubringer als Mischkalkulation: Die Kurzstrecke muss sich nicht allein rechnen, sondern wird durch die Langstrecke mitfinanziert. Wenn dieses Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert, stellt sich die Frage, warum ausgerechnet der Steuerzahler die Differenz ausgleichen soll.
Die Argmmentation greift in meinem Aufgen aber auch zu kurz:
Die massiven Stuererhöhungen führen doch erst dazu, dass die Strecken unrentabel werden und nicht anderes herum.
Mit Klimapolitik kann ich mir das nicht vernünftig erklären. Wenn der Politik wirklich an einer Reduzierung des CO² Ausstoßes gelegen ist und das auch noch im deutschen Alleingang in Angriff nehmen will, dann sollte man die größten CO² Verschmutzer ins Vesir nehmen und nicht eine witschaftlich wichtige Branche im Heimatmarkt kaputt machen, ohne dass das globale Klima davon irgend einen Nutzen hat. Die gesamte Luftfahrt trägt, je nach SChätzung, nur zu maximal 5% zum CO² Ausstoß bei und die Kurzfächenflüge davon wiederum nur ein en Anteil von weniger als 1/10.
Wenn man zum Schutz des Klimas bereit ist, den wirtschaftsstandort Deutschland zu gefährden, dann sollte man sich meiner Meinung nach schon eine lohnendere Branche heruassuchen. Im Energiesektor wird ein Vielfaches an CO² verursacht. Es hätte aber beispielsweise kaum messbaren Schaden verursacht, wenn die Politik den Stromanbeitern schon vor vielen Jahren den verpflichtenden Einbau von Smartmetern auferlegt hätte. Ich muss hier nicht ausführen, welchen Mehrwert das für die Erneuerbaren Energien und den Geldbeutel von uns allen gebracht hätte. Statt dessen Opfert man in Deutschland die Kurzstrecke, ohne dass dis auch nur ansatzweise den gleichen Effekt auf das Klima hätte.
Beitrag vom 23.09.2026 - 13:41 Uhr
Das muss eine Airline-Gruppe dieser Größenordnung ohne Subventionen hinbekommen.
Muss sie nicht, das ist ja das Problem von Bremen.
Sehe ich auch so. Markt regelt.
Da die LH gerade ihr kleineres Gerät verscherbelt, möchte sie offenbar weniger genutzte Strecken nicht mehr anbieten.
Wenn es den Passagieren einen höheren Preis wert ist, von Bremen eingesammelt zu werden, wird ein Konkurrent Strecken anbieten, wenn nicht, reicht vermutlich HAM als Anbindung der Region Bremen, das selbst mit der Bahn nur ca. 1h entfernt ist...
Ich glaube, Sie denken, es ginge nur um Bremen an sich. Es geht aber auch um die gesamte Region nordwestlich von Bremen. Das ist das Einzugsgebiet. Wenn diese Firmen und Privatpersonen nach HAM oder HAJ fahren sollen, können sie auch gleich nach AMS fahren und sparen einmal Umsteigen...
Beitrag vom 23.09.2026 - 13:48 Uhr
Das muss eine Airline-Gruppe dieser Größenordnung ohne Subventionen hinbekommen.
Muss sie nicht, das ist ja das Problem von Bremen.
Sehe ich auch so. Markt regelt.
Da die LH gerade ihr kleineres Gerät verscherbelt, möchte sie offenbar weniger genutzte Strecken nicht mehr anbieten.
Wenn es den Passagieren einen höheren Preis wert ist, von Bremen eingesammelt zu werden, wird ein Konkurrent Strecken anbieten, wenn nicht, reicht vermutlich HAM als Anbindung der Region Bremen, das selbst mit der Bahn nur ca. 1h entfernt ist...
Ich glaube, Sie denken, es ginge nur um Bremen an sich. Es geht aber auch um die gesamte Region nordwestlich von Bremen. Das ist das Einzugsgebiet. Wenn diese Firmen und Privatpersonen nach HAM oder HAJ fahren sollen, können sie auch gleich nach AMS fahren und sparen einmal Umsteigen...
Dazu vielleicht das BER 'Argument':
LH muss nicht, gibt doch genug Anbieter in alle Himmelsrichtungen und alle Ecken dieser Welt. Gilt dann wohl auch für BRE.