Beitrag vom 01.11.2025 - 08:34 Uhr
Moin,
Obwohl so eine Ausstellung immer löblich ist, ist es natürlich Hohn, dass Cityline eingestellt wird und für sowas ist im Konzern Geld da!
Gruß,
Jochen
Beitrag vom 01.11.2025 - 12:37 Uhr
Man will ja nicht Rechtsnachfolgerin der alten Lufthansa sein, sich aber doch gerne mit deren Lorbeeren schmücken.
Es wäre konsequent gewesen, das Hunderthährige erst 2053 zu feiern - aber dann hätte man ja eine Party verpasst. Immer wieder interessant zu sehen, wie selbst angeblich kühl rechnendes Management es für dringend nötig befindet von anderen gehätschelt zu werden. Als ob man nicht selbständig und unabhängig von der Lobhudelei Dritter auch unterjährig mal etwas Vernünftiges zustande bringen könnte.
Vielleicht feiern sie aber auch nur deshalb, weil sie ahnen, dass mit der aktuellen Firmenphilosophie die Tochterfirmen vielleicht nicht mal die Chance aufs Fünfzigjährige bekommen werden und gesehen haben, wie fragil auch die Existenz der Mutter schon bei echten Problemen des Lebens ist?
Beitrag vom 01.11.2025 - 15:17 Uhr
Wie negativ kann man durchs Leben gehen?? Es gab eine Feier zum 75. warum sollte man jetzt nicht den 100. feiern? Weil das Management sonst eine Party verpasst?? Mann oh Mann!
Beitrag vom 01.11.2025 - 15:35 Uhr
Wie negativ kann man durchs Leben gehen?? Es gab eine Feier zum 75. warum sollte man jetzt nicht den 100. feiern? Weil das Management sonst eine Party verpasst?? Mann oh Mann!
Ist schon komisch: Wenn es um den eigenen Geldbeutel geht, ist Kostensensibilität nie vorhanden.
Beitrag vom 01.11.2025 - 16:52 Uhr
Vielleicht gibt es bei einigen ja eine gewisse Skepsis bzgl. den 100 Jahren!?
Wenn denn sollte man halt die Zeit und Rolle der LH in der Zeit von Nazideutschland komplett mit in die 100 Jahre einbeziehen. Z.B. fällt bei der JU 52 schon die eklatante Differenz (Quantität) zwischen zivilen und militärischen Varianten auf... .
https://de.wikipedia.org/wiki/Junkers_Ju_52/3mBeitrag vom 01.11.2025 - 17:20 Uhr
Dienstleistungen eines Besucherzentrums mit ausgestellten Flugzeugen", "Dienstleistungen der Veranstaltung von Konferenzen" und "Vermietung von Konferenz-, Ausstellungs- und Tagungsräumen".
Das lichte Gebäude ist im Stil eines Flugzeughangars gestaltet - und wird neben Konferenz- und Besuchsräumlichkeiten auch Platz für Veranstaltungen mit insgesamt mehr als 1.000 Gästen bieten.
Mal generell: Warum diversifiziert die LH jetzt auch ins Event Management? Gerade in Frankfurt und um den Flughafen herum gibt es doch bereits jede Menge Tagungs- und Konferenzräume...
Oder soll das so ein Markenwahnsinn werden wie die "Autostadt" Wolfsburg?
Beitrag vom 01.11.2025 - 19:35 Uhr
@EricM
Mal generell: Warum diversifiziert die LH jetzt auch ins Event Management? Gerade in Frankfurt und um den Flughafen herum gibt es doch bereits jede Menge Tagungs- und Konferenzräume...
Die Flieger werden von eigenen Leuten geflogen und gewartet, ebenso die Passagiere bedient und bekocht, und die Flüge werden (auch) von eigenen Reisebüros verkauft, warum also sollten andere zum Geschäft gehörene Dienstleistungen nicht ebenfalls von eigenen Leuten erbracht werden können?
Interne Abteilungen gut geführter grosser Konzerne müssen sich schon seit Jahrzehnten der externen Konkurrenz stellen, ergo separat abrechnen und konzernintern konkurrenzfähige Verrechnungspreise bieten, also kann auch die für Tagungen zuständige Abteilung relativ problemlos die erforderlichen Immobilien dazu verwalten. Gummistiefelproduzenten können plötzlich Telefone bauen, da sollten sich Dispatcher doch genausogut als Room Manager einsetzen lassen, pecunia non olet, erst recht nicht in Bilanzen.
Beitrag vom 01.11.2025 - 20:57 Uhr
Naja - wenn Guiness in Irland und Heineken in Amsterdam "Erlebnis"-Firmen-Museen bauen, dann finden das alle cool. Wenn sich LH eine Event-Location vor die Haustür stellt und zwei Maschinen, die in der Traditionsflug flogen oder fliegen sollten dort mit abstellt, dann ist das Markenwahnsinn und man muss sich schämen für einen Teil der Unternehmensgeschichte, der jetzt sehr lange vorbei ist. Hat schon mal jemand das Konzept in Gänze gesehen? Wird sich ggf. kritisch mit der Historie auseinandergesetzt?
Wie ist das mit Ford, General Motos, IBM, Coca Cola oder Exxon? Wie kritisch setzt man sich dort denn mit der eigenen wirtschaftlichen Interessen in der damaligen Zeit auseinander? Wie sehr nutzen in der heutigen Zeit Weltkonzerne noch Diktaturen aus um ihre wirtschaftlichen Interessen durchzusetzen?
Ich will das nicht relativieren, aber ich bin der Meinung, dass man es auch nicht übertreiben muss. Keiner der heutigen Mitarbeiter hat irgendwas mit den damaligen Geschehnissen zu tun gehabt.
Beitrag vom 02.11.2025 - 00:30 Uhr
Interne Abteilungen gut geführter grosser Konzerne müssen sich schon seit Jahrzehnten der externen Konkurrenz stellen
Klar, deswegen ist es aber noch lange nicht sinnvoll, als Konzern zusätzliche Dienstleistungen neu anzubieten, die es schon reichlich am Markt gibt...
Beitrag vom 02.11.2025 - 08:15 Uhr
Interne Abteilungen gut geführter grosser Konzerne müssen sich schon seit Jahrzehnten der externen Konkurrenz stellen
Klar, deswegen ist es aber noch lange nicht sinnvoll, als Konzern zusätzliche Dienstleistungen neu anzubieten, die es schon reichlich am Markt gibt...
Vielleicht ja doch. Wieviele Orte für >1000 TN gibt es denn im RMGebiet? Wie hoch ist deren Auslastung? Kennen Sie den Business Case oder tiefere Hintergründe des Projekts?
Beitrag vom 02.11.2025 - 09:28 Uhr
Wenn denn sollte man halt die Zeit und Rolle der LH in der Zeit von Nazideutschland komplett mit in die 100 Jahre einbeziehen. Z.B. fällt bei der JU 52 schon die eklatante Differenz (Quantität) zwischen zivilen und militärischen Varianten auf... .
Man kann ja auch noch in 1000 Jahren mit "Zeit im Nazireich" daherkommen. Die Geschichte wurde längst aufgearbeitet.
Und was hat die zivile bzw militärische Nutzung der JU 52 damit zu tun?
Beitrag vom 02.11.2025 - 10:06 Uhr
Die Ju52 ist übrigens ein Beispiel für hervorragende Ingenierukunst (vor dem Krieg), in der Junkers schon früh auch Risiko-Management betrieb. So unterstützen die leicht im Winkel montierten Triebwerke an den Tragflächen die Steuerbarkeit beim Ausfall eines dieser Motoren.
Beitrag vom 02.11.2025 - 10:26 Uhr
Vielleicht ja doch. Wieviele Orte für >1000 TN gibt es denn im RMGebiet? Wie hoch ist deren Auslastung? Kennen Sie den Business Case oder tiefere Hintergründe des Projekts?
Der Business Case ist einzig Image und Prestige!
Der Bau kommt in einer Zeit wo die LH ihren Mitarbeiter eine Menge zumutet und die Mitarbeiter absolut keinen Nutzen davon haben. Überall spart der Konzern und kürzt, daher etwas schwierig, passt aber wunderschön ins Bild …
Beitrag vom 02.11.2025 - 10:53 Uhr
Vielleicht ja doch. Wieviele Orte für >1000 TN gibt es denn im RMGebiet? Wie hoch ist deren Auslastung? Kennen Sie den Business Case oder tiefere Hintergründe des Projekts?
Der Business Case ist einzig Image und Prestige!
Ich will das ja garnicht ausschließen, aber finde dazu nichts, was diese Sichtweise stützt. Vielleicht haben Sie ja noch Quellen oder Infos dazu. Ich habe das hier gefunden
https://newsroom.lufthansagroup.com/lufthansa-konsolidiert-bueroflaechen-am-standort-frankfurt/
Der Bau kommt in einer Zeit wo die LH ihren Mitarbeiter eine Menge zumutet und die Mitarbeiter absolut keinen Nutzen davon haben. Überall spart der Konzern und kürzt, daher etwas schwierig, passt aber wunderschön ins Bild …Beitrag vom 02.11.2025 - 12:37 Uhr
Sie leben ihre Hybris aus...
im Spohr Mausoleum.
Die Ju war einst stolzer Botschafter, Zeitzeuge, Sinnbild für Traditionspflege und Ingenieurskunst.
Das älteste fliegende Verkehrflugzeug der Welt.
Der Vorstand wollte sie 100Jahre flugfähig erhalten lassen, also bis 2036.
Aus scheinheiligen Gründen wurde sie 2019 stillgelegt, genauso wie die Superstar.
Jetzt feiern sie sich in der 100Mio Euro Halle mit der alten Dame.