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Beitrag vom 15.12.2019 - 16:54 Uhr
UserWurrel
User (60 Beiträge)
Vielleicht stellt sich aber in ein paar Jahren heraus, daß sich der ganze Hype um Greta und das Klima übertrieben, ja gelogen war, bzw. das Klima einfach weiter macht was es will.
Ja ja, die ehrenhafte Frau Thunberger aus Schweden.
 https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/greta-thunberg-reist-im-ice-so-reagiert-die-deutsche-bahn-a-1301381.html
Da passen die Bilder wohl nicht so recht zum Rest der Reise. Die Bahn ist etwas enttäuscht, obwohl Pipi Langstrumpf doch so eine große Bahn Befürworterin ist.
Ein Glück lassen sich die jungen Menschen von den ganzen Klimaleugnern nichts mehr sagen.
Da bekommt die ganze Geschichte doch gleich einen ganz anderen Geschmack. Höchste Zeit dass ein paar ewig Verblendete langsam aber sicher aufwachen.
Beitrag vom 15.12.2019 - 16:57 Uhr
UserEricM
User (1675 Beiträge)
Nur hat das ganze eine erheblichen Schönheitsfehler. Wo kommt dafür das CO2 in Zukunft her?
Da wir es ja einsparen wollen etwa durch Verzicht auf den Einsatz von fossilen Brennstoffen wird dieses CO2 auch nicht für eine Rückgewinnung in ausreichenden Mengen bereit stehen.

:-D *lachtränenwegwisch* Danke, das hat gut getan :-)

Gut dass es noch vernünftig denkende Menschen gibt.

Diese beiden Aussagen auch noch in einem Post kombiniert :-)
Also entweder was das jetzt eine wunderschöne Satire oder der untauglichste Versuch, Klimawandel und und Gegenmaßnahmen mit abenteuerlich phantasievollen "Argumenten" in Zweifel zu ziehen, den ich bisher lesen musste.


Dieser Beitrag wurde am 15.12.2019 18:27 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 16.12.2019 - 08:55 Uhr
UserJumpfly
User (136 Beiträge)
@EricM
Es mag Bereiche geben in denen Sie sich evtl. auskennen, aber der Automobilsektor gehört definitiv mal nicht dazu.
Der Druck auf die Automobilindustrie war nie davon getrieben verbrauchsärmere Fahrzeuge zu entwickeln, sonst hätten wir keine 2,5 Tonnen schwere SUVs. Die Automobilindustrie hat du reichlich und erfolgreiche Lobbyarbeit zuerst jede Menge Subventionen für den Diesel bekommen (bis heute, Ökoblabla zum Trotz), und anschließend ein NEFZ Messverfahren durchgeboxt, welches hubraumkleinere Motoren mit Aufladung deutlich begünstigt. Mit diesen Motoren werden beim Messverfahren sehr niedrige Verbrauchswerte erzielt, im Alltag jedoch sind diese Zahlen kaum reproduzierbar. Aber dadurch konnten die Autohersteller den Flottendurchschnittsverbrauch senken. Der Anteil daran ist deutlich größer als der an Effizienzsteigerungen. Man baut ja keine Schummelsoftware in die Autos weil man gerne Roulette spielt und wissen möchte ob man damit durchkommt, sondern weil die gesetzten Ziele ohne zu Schummeln nicht mehr erreichbar waren. Nach Jahrzehnten der Optimierung des Ottomotors ist der Spielraum für Effizienzsteigerungen nur noch marginal und steht in keinem Verhältnis mehr zu Entwicklungs- und anschließenden Produktionskosten.
Wir haben also wegen des Drucks zu weniger Verbrauch heute keine V8 mehr auf der Straße. :))) You made my day. Sie scheinen nicht zu wissen wieviele V8 noch heute verbaut werden. Sollten Sie sich mal in den Motorraum eines Autos verirren schauen Sie sich doch mal das Bauteil zwischen Krümmer und Abgasanlage an. Das heißt Turbo und ist heute in so ziemlich jedem neuen Auto verbaut. Ausnahmen bilden entweder veraltete Billigmotoren bei Dacia oder Hyundai... oder Rennmotoren die aus Philosophiegründen noch auf den Sauger setzen (911 GT3, Lamborghini...). Diese Bauteil ermöglich plötzlich doppelt so hohe Literleitsungen und dazu noch deutlich mehr Drehmoment. Ein 5 Liter V8 kann heute mit gleichen oder besseren Leistungswerten problemlos durch einen 2,5-3,0 Liter Motor ersetzt werden. Muss ich Ihnen nun erklären, dass es für einen 2,5 Liter Motor nicht das optimale Baukonzept ist nun 8 Zylinder zu verwenden? Ich hoffe nicht.
Ein ganz kurzer Blick auf die Leistungsdaten der Autos in den letzten 20 Jahren hätte Ihnen vielleicht doch einen Hinweis geben können, dass Ihre Behauptung arg an der Realität vorbei geht. Stärkster Golf 2000 hatte 190PS/245NM, heute sind wir bei 310PS und 400NM, 911er von 450PS/620NM auf 700PS/750NM, BMW 5er von 400PS/500NM auf 625PS/750NM... Und sie werden es nicht glauben, die Leistung wird nicht durch Luft generiert, sondern durch Kraftstoff. Wenn Sie bei einem solchen Auto aufs Gaspedal treten laufen da weit über 20 Liter auf 100km durch. Oder sind Sie auch ein Zahlenfetischist, der glaubt, dass ein Porsche 918 mit 30 Litern Kraftstoff 1000km weit fahren kann, denn ein NEFZ Verbrauch von 3,0 würde dies doch suggerieren?! Nach 200km, spätestens 300km ist der Tank auch bei sparsamer Fahrweise leer. Denn erneut hat sich die Autolobby gelohnt und man darf mit voller Batterie zum Test antreten und das Fahrzeug mit leerer Batterie abstellen. Strom kommt ja bekanntlich aus der Steckdose...
Was Sie in Ihrer tollen Auflistung zur Kerosinsteuer kompett aussen vor lassen, ist dass eine deutsche Kerosinsteuer nur auf nationalen Flügen im deutschen Luftraum angewendet werden darf, also den Flügen die man eh auf die bereits jetzt völlig überlastete Bahn verlegen möchte. Selbst wenn sich alle EU Mitglieder in wieviel Jahren auch immer mal dazu durchringen sollten eine EU weite Kerosinsteuer durchzusetzen gilt diese noch immer nicht auf Flügen in anderen Lufträumen und Langstreckenflügen. Und damit sind wir am Ende wieder da wo ich angesetzt habe, nämlich dass in der Summe die Kerosinsteuer nicht mehr ausmacht als die Ticketsteuer. Und das behaupte nicht ich, sondern wurde in mehreren Luftfahrtportalen von Experten analysiert, ich glaube auch bei Aero. Wie Sie so schön vorrechnen werden also kürzere Flüge von der Kerosinsteuer begünstigt? Wie kommen Sie denn darauf? Weil der Verbrauch natürlich bei längeren Flügen steigt? :))) Klar, wenn man 2 Stunden im optimalen Fluglevel durch die Gegend fliegt ist der VErbrauch schon deutlich höher als wenn man von Frankfurt nach Nürnberg eigentlich einen Parabelflug macht. Und um nochmal zu Ihrem Beispielflug Frankfurt-Moscow zurück zu kommen, da DARF weder EU noch Deutschland eine Kerosinsteuer erheben!
Zu guter Letzt dann noch der gut gemeinte Rat: Bevor Sie sich auf ein hohes Ross setzen und sich über andere hier lustig machen wäre es evtl. angeraten, sich auch nur in den Bereichen zu äussern in denen man zumindest Grundkenntnisse hat. Das Thema Autoindustrie würde ich daher an Ihrer Stelle zukünftig großzügig umschiffen. Nun können Sie ja evtl wieder mal eine Satire schreiben...
Beitrag vom 16.12.2019 - 10:04 Uhr
UserSpheniscidae
User (327 Beiträge)
Viel Blabla, aber was hat das mit seinem Post zu tun?

Dieser Beitrag wurde am 16.12.2019 10:05 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 16.12.2019 - 10:20 Uhr
UserEricM
User (1675 Beiträge)
Der Druck auf die Automobilindustrie war nie davon getrieben verbrauchsärmere Fahrzeuge zu entwickeln,
vs.
Nach Jahrzehnten der Optimierung des Ottomotors ist der Spielraum für Effizienzsteigerungen nur noch marginal und steht in keinem Verhältnis mehr zu Entwicklungs- und anschließenden Produktionskosten.

@Jumpfly: Konnte es sein, dass Sie sich hier gerade selbst widerlegt haben?
Warum wurde denn bis zum geht-nicht-mehr optimiert?

[Ein Turbo] ermöglich plötzlich doppelt so hohe Literleitsungen und dazu noch deutlich mehr Drehmoment. Ein 5 Liter V8 kann heute mit gleichen oder besseren Leistungswerten problemlos durch einen 2,5-3,0 Liter Motor ersetzt werden.

Genau das meinte ich ja. Der Druck war da. Und ob man nun für den gleichen Verbrauch mehr Leistung bekommt oder für gleiche Leistung weniger Verbrauch ist eine Frage des Einkaufsverhaltens. Nicht jeder braucht einen SUV >300PS.
Turbolader mit Direkteinspritzung um die 1 Liter Hubraum bewegen heute nicht nur theoretisch, sondern im Real-Betrieb verbrauchsgünstig viele Mitteklassemodelle.

Und ja, sicher gibt es bei den angewandten Testverfahren einiges zu kritisieren. Aber immerhin gibt es überhaupt Vorgaben für einen Flottenverbrauch basierend auf genormten Verfahren. Entsprechende Mechanismen fehlen in der Luftfahrt dagegen komplett.

Was Sie in Ihrer tollen Auflistung zur Kerosinsteuer kompett aussen vor lassen, ist dass eine deutsche Kerosinsteuer nur auf nationalen Flügen im deutschen Luftraum angewendet werden darf

In dem Artikel hier geht es um eine europäische Kerosinsteuer, also grob das Gebiet, das heute vom Kurzstreckentarif der Ticketsteuer abgedeckt wird.

Wie Sie so schön vorrechnen werden also kürzere Flüge von der Kerosinsteuer begünstigt? Wie kommen Sie denn darauf? Weil der Verbrauch natürlich bei längeren Flügen steigt? :))) Klar, wenn man 2 Stunden im optimalen Fluglevel durch die Gegend fliegt ist der VErbrauch schon deutlich höher als wenn man von Frankfurt nach Nürnberg eigentlich einen Parabelflug macht.

Nein, sodern weil die Ticketsteuer eine Pauschale ist, während die Kerosinsteuer mit dem Gesamtverbrauch - also mit der Distanz - weiter ansteigt.
Bei 33ct/L ist in einem A320 mit 160 Passagieren der break-even etwa bei 1h 15 min. YMMV basierend auf dem eingesetzten Typ und der Auslastung.

Zu guter Letzt dann noch der gut gemeinte Rat: Bevor Sie sich auf ein hohes Ross setzen und sich über andere hier lustig machen

Also der mit dem "nicht mehr genügend CO2 da" war echt gut, oder?

Dieser Beitrag wurde am 16.12.2019 12:08 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 16.12.2019 - 11:23 Uhr
UserFW 190
User (1315 Beiträge)
@Afterburner

Klar und ich als Autofahrer fordere dann auch, dass mir der Staat ein E-Mobil vor die Tür stellt, oder erneuerbaren Kraftstoff anbietet. Ich mein wünschen darf man sich ja viel, aber es sollte halbwegs realistisch sein. Alle anderen Verkehrsträger zahlen steuern, wieso sollte ausgerechnet der Flugsektor ausgenommen werden? Weil es besonders umweltfreundlich ist CO2 in 12km Höhe auszustoßen? Sicher nicht ...

1. Es ist egal ob das CO2 in bodennähe oder in 10-12 km Höhe emitiert wird. Nur der zwangsläufig bei der Verbrennung entstehende Wasserdampf wirkt sich dort schädlicher aus, deshalb wird ja auch ein Faktor 2 bei der Bewertung aufgeschlagen.

2. Wer baut die Strassen die das Flugzeug nicht braucht? Wir haben in D ohne Innerortsstraßen rd. 250.000km, die müssen auch unterhalten werden.

3. Durch ein single sky Abkommen könnten rd. 10% Kerosin in Europa eingespart werden, fragt doch mal die Politiker warum sie das seit Jahrzehnten nicht hin bekommen.

4. Gar keine Steuern stimm auch nicht, es geht nur um die Besteuerung des Kerosins.

5. Wenn nur eine Person mit dem Auto von z.B. HAM nach MUC fährt, hat das Auto in der Regel gleich viel Klima äquivalente Emissionen wie ein Flugzeug.

Dieser Beitrag wurde am 16.12.2019 11:25 Uhr bearbeitet.
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